Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Elektronische Zeitschriften
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Die Bedeutung von Zikaden bei der Evaluierung des Naturschutzgroßprojektes „Bergwiesen im Osterzgebirge“* (Hemiptera: Auchenorrhyncha)
Bei der Evaluierung des Naturschutzgro.projektes „Bergwiesen im Osterzgebirge“ im Jahr 2018 wurden neben anderen Insektengruppen auch die Zikaden einbezogen. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse der Erfassungen für die Kennarten des frischen und feuchten bzw. nassen Grünlands auf 10 Probeflächen mit insgesamt 16 verschiedenen Biotoptypen aus den Jahren 2018, 2001 und teilweise 1996 präsentiert. Insgesamt konnten 96 Zikadenarten erfasst werden, wovon 32 Arten des frischen Grünlands und 36 des Feucht- und Nassgrünlands als Kennarten zur Bewertung ausgewählt wurden. 24 Arten (= 25 %) werden nach den Roten Listen Deutschlands und Sachsens als gefährdet eingestuft. Auf den meisten Flächen mit konstanter Nutzung oder Pflege hat sich das Artenspektrum nur wenig verändert. Tendenziell wirkt sich eine konsequent extensive Nutzung positiv auf den Artenreichtum aus, mehrjähriges Brachfallen dagegen beeinträchtigt Arten- und Individuenreichtum. Zum Vergleich werden historische Daten für das Teilgebiet der Wiesen am Geisingberg einbezogen und belegen eine weitgehende Stabilität der Artvorkommen im Gebiet über mehr als 50 Jahre. In 2018 I studied the Auchenorrhyncha fauna in the conservation project "montane meadows of the Eastern Ore Mountains". In this paper a survey of typical species of damp to wet grassland is presented, referring to 10 sample plots with altogether 16 habitat types studied in 2018, including data from some of the plots in 2001 and 1996. Altogether 96 species were recorded. 32 of these were selected as specific for the evaluation of damp grassland and 36 for wet grassland. 24 species (= 25 %) are included in the Red Lists of Germany and Saxony. I also included historical data sets for meadows of the Geisingberg section as well as species lists of the conservation project. Species assemblages have changed little on most sites with permanent land use or management. A permanent low-intensity use tended to have a positive effect on species richness, whereas fallowing had a negative impact on species richness and individual numbers after several years