Journal of Technical Education (JOTED)
Not a member yet
194 research outputs found
Sort by
Cognitive Apprenticeship als Gestaltungsansatz für die Fehlersuche im allgemein bildenden Elektrotechnikunterricht
Techniklehrer/innen der Sekundarstufe 1 präferieren in ihrer Methodenwahl inhaltsun-spezifisch die Fertigungsaufgabe. Im Themenbereich der Elektrotechnik bedeutet dies meist, dass Lernenden im technikbezogenen Unterricht vor die Aufgabe gestellt werden, anhand eines Schaltplans die jeweiligen Bauteile auf eine entsprechende Platine zu löten. Hierbei bleibt den Schüler/innen jedoch bei auftretenden Funktionsstörrungen aufgrund von Zeitmangel bzw. messtechnischen Barrieren kaum die Möglichkeit einer adäquaten Fehlerbehebung. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich daher mit der Frage, ob und wenn ja, inwieweit der aus dem Diskurs zum situierten Lernen entstandene Cognitive ApprenticeÂship Ansatz einen Effekt auf die Kompetenz- und Motivationsentwicklung von Schüler/innen im allgemeinbildenden Elektrotechnikunterricht hat.Schlüsselwörter: Situiertes Lernen, Kognitive Meisterlehre, Technikunterricht, Fehlersuch
Fachliches Problemlösen in der Maschinenkonstruktion - Untersuchung von Struktur und Erlernbarkeit mittels multimodaler Technikmodelle
Technische Herausforderungen des Maschinenbauingenieurwesens erfordern umfangreiche Kompetenzen des fachspezifischen, problemlösenden Denkens und Handelns. Im Beitrag wird ein entsprechendes Kompetenzmodell hergeleitet, welches ein strukturiertes Erlernen dieser Kompetenzen ermöglicht und technische Problemlösekompetenz (tPLK) in einem Konstrukt beschreiben, das durch Formulierungshilfen für Aufgabenstellungen einerseits eine Messung ermöglicht und andererseits Lernschritte modularisiert. In einer empirischen Studie wurde die Erlernbarkeit technischer Problemlösekompetenz anhand multimodaler Modelle von typischen Mechanik-Bauteilen ermittelt. In der Auswertung konnte neben einem positiven Effekt bei Motivation, ein mittlerer positiver Effekt bezüglich Systemverständnis festgestellt werden.Schlüsselwörter: Maschinenkonstruktionslehre, Produktentwicklung, technische Problemlöse-kompetenz, multimodale Technikmodell
Personen-, System- und Situationsmerkmale als Einflussfaktoren auf den problemlösenden Umgang mit technischen Alltagsgeräten
Um die im Alltag vermehrt vorausgesetzte Fähigkeit zum problemlösenden Umgang mit technischen Geräten im allgemeinbildenden Technikunterricht fördern zu können, widmet sich dieser Beitrag der Frage, wodurch die Interaktion mit einem technischen Gerät überhaupt zu einem Problem wird. Hierzu werden auf Grundlage soziotechnischer Systeme Merkmale auf Ebene der Systeme, der Situation und der ein System bedienenden Personen ausgemacht, von denen ein Einfluss auf die Problemsituation anzunehmen ist. Die empirisch ermittelten Schwierigkeitsindizes können mithilfe multipler Regressionsanalysen zu einem großen Teil durch die Merkmale Komplexität und Transparenz erklärt werden. Von den angenommenen Zusammenhängen zu angrenzenden Konstrukten konnte nur ein verhältnismäßig geringer Teil bestätigt werden.Schlüsselwörter: Problemlösen, Techniknutzung, Alltagsgeräte, soziotechnische Systeme, Merkmale einer Problemsituatio
Die Soziotechnik (in) der Technikdidaktik
Schon Goethes Faustus plagte nach all seinen akademischen Bemühen die Frage zur Effizienz seines Wissens. Heute könnte ihm die moderne Technikdidaktik dabei helfen, seine Fachdidaktik zu überwinden und sich einer inter- und transdisziplinären Vermittlung von Technik und ihrer Technologien zu zuwenden. Zunehmend emanzipiert sich „die“ Technik-didaktik von ihrer fachlichen methodischen Begrenztheit hin zur eigenen Wissenschafts-disziplin - mit Assoziationen zur Wissenschaftskommunikation und Technikfolgen-abschätzung. Ihre theoretische Entsprechung findet dieser Ansatz in der Soziotechnik. Ihr praktisches Pendant ist ein Sozio-MINT. Aber auch ihre eigenen technischen Medien helfen der Technikdidaktik sich zu einer Sozio-MINT-Didaktik zu entwickeln.Schlüsselwörter: Soziotechnik, Sozio-MINT, Technikdidaktik, Technikmündigkeit, Technik-emanzipatio
Erschließung des didaktisch-methodischen Potenzials eines digitalen multifunktionalen Lernmediums
Multifunktionale digitale Lernmedien bieten in der dualen Ausbildung eine Chance Lehren und Lernen zu gestalten. Um diese jedoch entsprechend in den Lernprozess einzubinden und ihr volles Potenzial zu nutzen, müssen diese näher betrachtet werden. Deshalb befasst sich diese Arbeit mit der Forschungsfrage, welche didaktisch-methodischen Potenziale ein bestimmtes multifunktionales, digitales Lernmedium hat. Die in der Theorie aufgeführten Potenziale werden anhand des Beispiels Tec2Screen® von Festo Didactic analysiert. Dies geschieht in Form von Interviews mit den Pilotkunden. Endergebnis ist, dass Tec2Screen® durch dessen Potenziale neuen Wind in die duale Ausbildung bringt. Jedoch setzt dies auch voraus, dass sich die Anwender mit diesem neuartigen System beschäftigen müssen, damit das gesamte Potenzial ausschöpft wird.Schlüsselwörter: didaktisch-methodisches Potenzial, digitale multifunktionale Lernmedien, Potenzial von Lernmedien, Tec2ScreenÂ
Editorial: Eine Bestandsaufnahme technikdidaktischer Forschung im deutschsprachigen Raum
Eine Bestandsaufnahme technikdidaktischer Forschung im deutschsprachigen Rau
How can we get technology taught in schools?
"How do we get technology taught in schools" is a question that is increasingly being asked by those parts of our educational system which impart technical skills, i.e. vocational schools, businesses and technical colleges. It is not only because of demographic changes that technology-oriented areas of post-school education are faced with quantitative but also qualitative youth shortages. Fewer and fewer young people are choosing a technical education while the basic technical skills of future generations are decreasing. To quote an instructor of a large company: "half of the trainees we chose to have this year for the job of industrial mechanic could not even perform simple repairs to a bike"..
Wie kommt die Technik in die Schule?
„Wie kommt die Technik in die Schule“ fragen sich zunehmend jene Teile unseres BildungsÂsystems, die technische Kompetenzen vermitteln, also Berufsschulen, Betriebe und technische Hochschulen. Nicht erst im Zuge des demografischen Wandels sehen sich vor allem die technikorientierten Bereiche der postschulischen Bildung mit quantitativen aber auch qualiÂtativen Nachwuchs-Problemen konfrontiert. Immer weniger junge Menschen wählen einen technischen Bildungsweg und zudem werden die technischen Basiskompetenzen der nachÂfolgenden Generationen immer geringer. Um einen Ausbilder eines Großbetriebs zu zitieren: „von den Auszubildenden, die wir dieses Jahr für den Beruf des Industriemechanikers einstellen, kann nicht einmal die Hälfte eine einfache Reparatur an ihrem Fahrrad durchÂführen“..
Richtig Handeln in Entscheidungssituationen des Technikunterrichts - Instrumentenkonstruktion und empirische Befunde professioneller Unterrichtswahrnehmung
Aktuell wird als wesentlicher Aspekt professioneller Lehrerkompetenz in der empirischen Bildungsforschung der Bereich der professionellen Unterrichtswahrnehmung diskutiert. Neben den Facetten content knowledge (CK), general pedagogical knowledge (PPK) sowie pedagogical content knowledge (PCK), werden in derzeitigen Modellen der Prozess des Unterrichtens unter Bezugnahme von Vorstellungen zum Lehren und Lernen sowie den Erfahrungen von Lehrpersonen erweitert. Dieser Beitrag skizziert die Entwicklung eines quantitativ angelegten vignettengestützten Testinstruments sowie deren Normwertgewinnung und fokussiert Ergebnisse einer Querschnittstudie (N=350) von Studierenden unter-schiedlicher Expertise. Es kann gezeigt werden, dass ein Instrument für eine ausreichend sensible Differenzierung zwischen verschiedenen Studierendengruppen herangezogen werden kann und dabei einen Anstieg über den Verlauf des Studiums abbildet.Schlüsselwörter: Professionelle Unterrichtswahrnehmung, Vignettentest, fachdidaktische Lehrkompetenzen, PCK-
Einfluss einer natürlichen Benutzerschnittstelle auf die Kollaboration in virtuellen Lernumgebungen
Virtuelle kollaborative Lernumgebungen vereinigen die Vorteile des kollaborativen Lernens mit räumlicher Unabhängigkeit sowie dem direkten Lernen am Modell. Eine aktuelle Studie aus dem Verbundprojekt „Exzellentes Lehren und Lernen in den Ingenieurwissenschaften (ELLI)“ untersucht Möglichkeiten zur Intensivierung der Kollaboration. Dabei wird eine natürliche Benutzerschnittstelle zur Steuerung des Sichtfeldes eingesetzt, die das Präsenzerleben in virtuellen Umgebungen steigert. Vermutet wird, dass dies ebenfalls für das soziale Präsenzerleben gilt. Die statistische Analyse ergibt einen signifikanten Unterschied zwischen Experimental- und Kontrollgruppe und unerwartete Ergebnisse für das soziale Präsenzerleben, wobei Selbst- und Fremdwahrnehmung der Studienteilnehmenden In-konsistenz aufweisen.Schlüsselwörter: virtuelle Lernumgebungen, kollaboratives Lernen, soziales Präsenzerleben, natürliche Benutzerschnittstelle, Oculus Rif