Kunstgeschichte (Open Peer Reviewed Journal, Universität Regensburg)
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    The Interplay of Art Historical Connoisseurship and Artificial Intelligence in Authenticating a Painting Attributed to Anthony van Dyck

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    This article explores the intersection between traditional connoisseurship and Artificial Intelligence (AI) in the domain of art authentication. It begins by tracing the historical evolution from conventional human expertise to the incorporation of technical art history and AI methodologies. The focus then shifts to an in-depth analysis of a painting of Don Diego Messía Felipe de Guzmán, Marqués de Leganés, attributed to Anthony Van Dyck. The art historical examination reveals significant stylistic and technical discrepancies, indicative of a workshop origin rather than van Dyck himself. The AI analysis supports this conclusion with a 79% probability. This collaborative effort underscores the potential of integrating traditional connoisseurship with AI, to significantly advance the field of art authentication

    Neues Licht auf alte Bestände: ein italienischer Tisch zu Hause im Deutschen Historischen Museum

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    Der Beitrag bezieht sich auf einen eklektizistischen Tisch italienischer Herkunft, Altbestand der Sammlung Angewandte Kunst des Deutschen Historischen Museum, noch nicht erforscht. Der Fokus der Studie richtet sich auf die reichlichen Intarsien des Tisches und ihren grafischen Vorlagen, vergisst aber nicht einen Blick auf die mailändische Möbelkunst des 19. Jahrhunderts zu werfen. Zuletzt werden Hypothese zur Herkunft des Tisches aufgestellt unter Berücksichtigung der Grenzen der Recherche

    Geordnete Stadtlandschaft mit transparenten Baukörpern – wie sich zwei Dispositive der Architektur­moderne in der mexikanischen Megalopolis ­herausbilden und auflösen

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    Dieser Artikel untersucht zwei Dispositive der Architekturmoderne, die sich im Bild der gegenwärtigen Megastadt des Globalen Südens manifestieren und zugleich auflösen. Auf der Grundlage einer kritischen Revision der konservativen und zugleich visionären Stadt-Kritik, die Oswald Spengler zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Untergangsvision formulierte, wird, erstens, die repressive Fiktion einer geordneten Stadtlandschaft analysiert, und zweitens das modernistische architektonische Ideologem scheinbar materialgerechter transparenter Baukörper. Auf dieser Grundlage wird im dritten, und abschließenden Abschnitts des Artikels, versucht, den theoretischen Topos einer reflexiven Moderne mithilfe der Kybernetik Zweiter Ordnung (Heinz von Foerster) kunst- und architekturhistorisch zu verstehen

    Die Widersprüchlichkeit der Illusion Die Cut-Outs des polnisch-deutschen Malers Maciej Bernhardt und das Trompe-l’œil

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    Die illusionistische Malerei hat eine lange Tradition. Der Bogen spannt sich vom Trompe-l’œil in der Antike bis zum Foto- und Hyperrealismus. Die illusionistische Malerei kann und soll täuschen, und das Trompe-l’œil als Sondergattung des Stilllebens forciert die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung der Betrachtenden. Das Trompe-l’œil hinterfragt den Status der Bilder als sinnliche Medien der Erkenntnis. Sein Konzept, die Betrachtenden und ihre Vorstellung von den kanonisch verbürgten ästhetischen Grenzen des Bildes zu irritieren, hat bis heute Aktualität behalten. Daher sieht man im Trompe-l’œil einen wichtigen Aspekt zum Verständnis der Reflexion des Systems Bild. In der Diskussion des Trompe-l’œil und der illusionistischen Malerei ist bis heute aber unterbelichtet geblieben, dass Künstler:innen mit den Mitteln der illusionistischen Malerei zugleich die Illusion unterlaufen und so ihre Widersprüchlichkeit aufzeigen. Die Cut-Out-Bilder des polnisch-deutschen Malers Maciej Bernhardt sind ein herausragendes Beispiel dafür, dass das System Bild und seine Wahrnehmung auch dem Zweifel anheimfallen und die Widersprüchlichkeit der Illusion bloßgelegt werden kann. Bernhardts ab Mitte der 1990er Jahre begonnene Serie der Cut-Outs bedient sich der zwar der Mittel des Trompe-l’œils, doch in vielerlei Hinsicht geht sie über dessen Grenzen hinaus und sorgt nach der ersten Verblüffung für nachhaltige Irritation, in deren Folge die Aufmerksamkeit der Betrachtenden auf ihre eigene Wahrnehmung des Bild-Objekts gelenkt und damit zugleich die Illusion aufgehoben wird

    Der „Völkische Messias“ im Leichenhaus. Der Bildhauer Daniel Stocker und seine Plastik Baldur und Erde – Symbol „germanischen Christentums“ und antisemitisches Bildwerk

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    Daniel Stocker (1865–1957) stieg um 1900 zu einem der bekanntesten klassizistischen Bildhauer Stuttgarts und Württembergs auf. Es gibt von ihm Brunnen, Denkmale, Denktafeln, Porträtbüsten, Kleinststatuen, Reliefs und Gefallenendenkmale, die vor allem im Kaiserreich und in der Weimarer Republik entstanden. Zu seinen bekanntesten Werken gehören der Weißenburgbrunnen mit der Marmorplastik Sinnendes Mädchen (oder Nymphe, 1910), der Bocksprungbrunnen (1912) und das Kriegerdenkmal Ohnmacht und erwachender Wille (1929). In Vergessenheit geriet, dass Stocker mit seiner idealistisch geprägten Kunstauffassung auch Anschluss fand an die Kunst im Nationalsozialismus. Und das sehr erfolgreich. Mehrfach stellte er auf der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ im „Haus der Deutschen Kunst“ in München aus. Adolf Hitler erwarb 1938 und 1939 jeweils eine Bronzestatue von ihm. Stuttgart kaufte 1940 oder 1942 die Bronze Sportlerin (um 1940) für die städtische Kunstsammlung. Und 1938 schuf der Bildhauer im Auftrag der Stadt eines der merkwürdigsten und inhaltlich radikalsten Werke seines Oeuvres: die überlebensgroße antisemitische Steinplastik Baldur und Erde. Sie wurde 1940 anlässlich seines Geburtstages im Erweiterungsbau des Leichenhauses auf dem Pragfriedhof aufgestellt. Das Bildwerk überdauerte den Krieg und steht noch heute beim alten Leichenhaus. Der Aufsatz analysiert, wie sich Stockers Baldur und Erde aus den Ideen der im 19. Jahrhundert aufkommenden Bewegung für eine neuheidnische und deutschchristliche Religion erklärt, die das Ziel verfolgte, ein germanisches Christentum mit einem entjudaisierten, arischen Jesus zu errichten. Es wird gezeigt, wie sich der alte Künstler an den Nationalsozialismus anpasste, wie sein Werk in der Nachkriegszeit rezipiert und entideologisiert wurde und wie mit der Plastik heute umgegangen wird bzw. angesichts des aktuellen Diskurses über einen wiedererstarkenden Antisemitismus umgegangen werden sollte

    In Bluebeard’s House? Edgar Degas’s Self-Portrait with Zoé Closier, 1895

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    This paper discusses Edgar Degas’s photographic Self-Portrait with Zoé Closier as a pictorialist portrait de fidélité of the artist and his housekeeper, articulating meanings of identity, affection, and introspection, in Degas’s Aesthetic house in Paris. This paper will also consider issues of the politics of representation. This photograph is not a symmetrical portrait of social equals, but, given the politicised status of Degas’s images of working women in feminist art history, it is worth asking what we can know from this image of inequality of gender and class

    Treppengeschichten: zwischen Vogelnest und Scala Sancta

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    Treppen dienen einerseits der Erschließung von Gebäuden, andererseits, zumindest in der Tradition, stets auch der Repräsentation, der Darstellung von Macht und Machthabern. Die sog. Vogelnesttreppe im neuen Plenarsaal Bonn von Behnisch und Partner (1992), obgleich voll funktionsfähig, versucht sich diesem Zug zur Hierarchisierung zu entziehen; sie stört in ihrer bricolage-Struktur die Ordnung der Macht und entfaltet stattdessen ein ‚chaostheoretisches‘ Spiel der Formen. Darin kulminieren, wenn auch in zugespitzter Form, Züge der bundesrepublikanischen Nachkriegsarchitektur, vor allem solche der zentralen Bundesbauten. Zugleich bestehen doch auch Bezüge zur ‚großen Tradition‘ des Treppenbaus

    Vom samtigen Pastell zum leuchtenden Glas: Ida Kerkovius` Entwürfe für Glasfenster in Stuttgart

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    In ihrem umfangreichen Gesamtwerk verwendet Ida Kerkovius die unterschiedlichsten künstlerischen Techniken: vom spontanen Aquarell zum ambitionierten Ölbild, von der flüchtigen Bleistiftskizze zu der von ihr besonders geschätzten Pastellkreide. Die Künstlerin war neuen Anregungen gegenüber zumeist aufgeschlossen. Sie hatte beispielsweise Anfang der 1920er Jahre am Bauhaus auch die Webtechnik erlernt. So konnte sie in den schwierigen Kriegsjahren 1940–1945 durch selbst hergestellte Teppiche, Decken und Kissenbezüge ihre finanzielle Situation verbessern. Die Anzahl der von Ida Kerkovius gestalteten Glasfenster ist im Vergleich zu ihrem übrigen Werk zwar gering, ihre Auseinandersetzung mit dieser Technik eröffnet jedoch interessante Gesichtspunkte

    Jannis Kounellis’ installations from Germany to Israel: A continuous narrative.

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    This study examines Jannis Kounellis' installations in Germany and Israel, exploring their historical, social and cultural contexts. It explores how Kounellis engages with the cultural memory and history of these sites and how he connects cultural-historical objects and symbols to the history of each site through symbolic representation using qualitative methods such as fieldwork and participant observation. Kounellis' cultural sensitivity imbues his works with narratives that vary from site to site. Some installations relate historical events to each other, like Kristallnacht in 1938 and the ensuing migration of Jews from Germany to Palestine, which culminated in the founding of the state of Israel in 1948

    The Second Life of the Barberini Togatus in Baroque Rome

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    The statue known as the Barberini togatus, today in the Centrale Montemartini in Rome, shows a man wearing a Roman toga carrying on either arm a portrait bust. For nearly a century this statue has appeared in numerous monographs and textbooks on Roman art, sometimes accompanying a quote from the 2. century B.C.E. historian Polybius describing a Roman funeral in which participants carried masks of their ancestors. The statue has, in effect, become an illustration of the role ancestral portraits allegedly played in the development of Roman portrait sculpture. However, detailed investigation has led me to conclude that the statue is actually a pastiche. The two busts were probably added to an existing Roman togate statue in the early 17. century, shortly before the statue was given as a gift to the Barberini family. This article examines the statue in detail, pointing out the join lines and tool marks that reveal its true state. The article then proposes an explanation why the additions to the original Roman statue were made and points out a contemporary comparison. Finally, with the Barberini togatus removed as an example of the role of portrait busts in ancestral portraiture, the article proposes an alternative role for them in early 1. century C.E. Roman society

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