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Comparative studies regarding the sensitivity of the honey bee and wild bee species to plant protection products – residue analysis
Comparison of different lettuce (Lactuca sativa L.) varieties and their quality parameters in three different locations in Lower Saxony
Identifikation von „Qualitäts“-Chromosomen in Vitis zur Frühdiagnose von Weinqualität
Im 19. Jh. wurden die heute im Weinbau wichtigsten Pathogene von Nordamerika nach Europa eingeschleppt. Zu ihrer Bekämpfung werden in der Rebenzüchtung amerikanische und asiatische Wildarten als Donoren für Resistenzen genutzt. Sie werden mit der europäischen Kulturrebe Vitis vinifera gekreuzt, um Resistenzen und hohe Qualität zu kombinieren. Die Rebenzüchtung wird erheblich durch die lange Generationsdauer, mehrere Kreuzungen mit wechselnden Qualitätssorten, sowie einer arbeitsaufwändigen Evaluierung limitiert. Neben zahlreichen unerwünschten Eigenschaften besitzen Wildarten häufig dominante „Fehlaromen“. Das bekannteste Beispiel ist der „Foxton”, der vor allem in der Art Vitis labrusca zu finden ist. Der „Foxton” geht auf die Leitaromastoffe Furaneol und Methylanthranilat zurück und ist sensorisch als eine Mischung zwischen „Erdbeer-“ und „Mottenkugelton“ wahrnehmbar.
Ausgewählte Hybriden und zwei Kreuzungsnachkommenschaften mit einer Abstammung von den nordamerikanischen Wildarten Vitis riparia, Vitis cinerea und Vitis labrusca wurden hinsichtlich ihrer „Fehlaromen“ untersucht. Dazu wurden die Trauben und Moste organoleptisch und analytisch untersucht. Mit den gewonnenen phäno- und genotypischen Daten wurden anschließend QTL-Analysen durchgeführt.
Die Untersuchungen zeigten, dass der „Foxton“ in den untersuchten Genotypen mit Vitis riparia und Vitis cinerea im Stammbaum nicht typisch war. Zur Identifizierung weiterer „Fehlaromen“ auslösender Inhaltsstoffe wurden gaschromatographische Analysen in Kombination mit einer olfaktorischen Detektionsschnittstelle durchgeführt. Dabei wurden intensive vegetative Aromen identifiziert, die hauptsächlich Substanzen aus der Stoffgruppe der Methoxypyrazine zugeordnet werden konnten.
Um die vermutete Reifeabhängigkeit der Furaneolbildung experimentell zu bestätigen, wurde eine Methode zur Reifebeschleunigung im Feld etabliert. Die auf die Kreuzung `Blaufränkisch´ (Vitis vinifera) x `Catawba´ zurückgehende Population segregierte hinsichtlich des Furaneol- und Methylanthranilatgehalts. Die QTL-Analyse in dieser Population basierte auf einer genetischen Karte mit 337 SSR-Markern und den Aromastoffgehalten. Für die Furaneol- und Methylanthranilatbildung wurde jeweils ein Haupt-QTL auf den Kopplungsgruppen 11 (KG 11) bzw. KG 4 identifiziert. KG 4 kann nach derzeitigem Stand als ein „Qualitätschromosom“ angesehen werden, das möglichst frühzeitig vollständig oder teilweise aus dem Zuchtmaterial eliminiert werden sollte. Darüber hinaus wurden in der Population `Blaufränkisch´ x `Catawba´ QTLs für das Vitis labrusca-typische Beerenmerkmal „slip skin“ identifiziert, das ebenfalls von züchterischer Relevanz ist (Kopplungsgruppen 1 und 13). Bei weiterführenden Untersuchungen zur Sorte `Catawba´, die auch von besonderem historischen Interesse ist, konnte über den genetischen Fingerabdruck die Vitis vinifera-Sorte `Sémillon´ als ein Elternteil verifiziert werden.
Die Ergebnisse der Arbeit tragen dazu bei, zukünftig die Evaluierung und Nutzung genetischer Ressourcen für die Rebenzüchtung zu verbessern.The most severe pathogens in viticulture were introduced to Europe from North America in the 19th century. For their control, American and Asian wild species are used in grapevine breeding as donors of resistances. The wild species are crossed with the European wine grape Vitis vinifera subsp. vinifera aiming at the combination of resistances and high quality. Grapevine breeding is hampered by a long generation time, repeated crosses with quality parents, as well as a timely and costly evaluation. Besides numerous undesired traits, wild species often feature dominant “off-flavors”. The most pronounced “foxy flavor” is mainly found in the wild species Vitis labrusca. “Foxiness” is caused by the key aroma compounds furaneol and methyl anthranilate that are perceivable as a mix of the “strawberry” and the “mothball” odor, respectively. Selected hybrids and two cross progenies of the North American species Vitis riparia, Vitis cinerea and Vitis labrusca were investigated with the focus on “off-flavors”. Their grapes and musts were investigated by organoleptics and analytics. The attained phenotypic and genotypic data were used for a subsequent QTL analysis. “Foxiness” was not typical for the investigated descendants of Vitis riparia and Vitis cinerea. For the identification of further “off-flavors”, gas chromatography combined with an olfactory detection was performed. These investigations elucidated intense vegetative flavors that were mainly assigned to substances of the methoxypyrazine class. The furaneol concentration was assumed to be dependent on the degree of berry ripeness. This could be confirmed by implementation of a method for targeted acceleration of berry ripening. A population originating from the cross `Blaufraenkisch´ (Vitis vinifera) x `Catawba´ segregates in the contents of furaneol and methyl anthranilate. In this population, the QTL analysis was based on a linkage map built from 337 simple sequence repeat markers and the amounts of the “foxy” aroma compounds. For furaneol and methyl anthranilate main QTLs were localized on the linkage group 11 and 4, respectively. In this population, additional QTLs for “slip skin” were identified on linkage groups 1 and 13. This Vitis labrusca typical berry trait could become relevant for grapevine breeding as well. The interspecific hybrid `Catawba´ is not only a parent of one investigated population, but also of particular historical interest. Moreover, the genetic investigations of `Catawba´ verified `Sémillon´ to be its Vitis vinifera parent. The results of this thesis contribute to improve the evaluation of genetic resources and their utilisation in grapevine breeding
Vergleichende Transkriptomanalysen des Cydia pomonella granulovirus (CpGV) in sensiblen und resistenten Apfelwicklern (Cydia pomonella)
Baculoviren sind eine Gruppe insektenpathogener Viren, deren Wirtskreis Larven der Ordnungen der Lepidoptera, Hymenoptera und Diptera umfassen. Durch ihre hohe Wirtsspezifität eigenen sie sich als biologische Insektizide und stellen eine Alternative zu chemischen Pflanzenschutzmitteln dar. Das Cydia pomonella granulovirus (CpGV) ist ein wirtschaftlich bedeutendes Baculovirus, das im Obstanbau gegen den Apfelwickler (AW) Cydia pomonella eingesetzt wird. Im Jahr 2005 wurde erstmals eine Resistenz des Apfelwicklers gegen das Isolat CpGV-M, auf dem die meisten kommerziellen CpGV-Präparate basierten, dokumentiert (Resistenztyp I). Mittlerweile sind europaweit ca. 40 resistente Populationen des Apfelwicklers bekannt. Labor- und Feldversuche zeigten, dass andere CpGV-Isolate, wie z.B. CpGV-I12, diese Resistenz brechen können. Generell ist jedoch bisher nur wenig über den Verlauf der Infektion von CpGV in seinem Wirt bekannt.
Um einen Einblick in den zeitlichen Verlauf des CpGV in Apfelwicklerlarven zu erhalten, wurden perorale Infektionsversuche durchgeführt und die RNA aus dem Mitteldarm und Fettkörper gewonnen. Die hergestellten cDNAs wurden dann mittels PCR- und qPCR analysiert. Anhand von sechs Genen, welche die zeitlichen Genklassen „sehr früh“, „früh“, „spät“ und „sehr spät“ repräsentierten, wurde ein zeitliches Transkriptionsprofil der Infektion von CpGV-M im Mitteldarm und Fettkörper sensibler Apfelwicklerlarven (CpS) erstellt. Vergleichend dazu wurde ein zeitliches Transkriptionsprofil des Verlaufes der Infektion in resistenten Larven (CpRR1) mit CpGV-M und dem resistenz-brechenden Isolat CpGV-I12 durchgeführt. Dabei konnte ein sehr ähnlicher Transkriptionsverlauf der Infektion von CpS durch CpGV-M und CpRR1 durch CpGV-I12 beobachtet werden, was die Resistenzbrechung durch CpGV-I12 verifizierte.
Um ein Bild des globalen Transkriptoms zu erhalten, wurde ein CpGV-spezifischer Microarray entwickelt. Mit diesem wurde zunächst der Verlauf der Infektion von CpGV-M im Mitteldarm sensibler CpS- Larven untersucht. Die Transkriptionsdaten wurden anhand ähnlicher zeitlicher Profile in Bezug auf die jeweiligen Promotor-Motive und der Zugehörigkeit zu einer funktionellen (struc-, reg- und aux-Gen) Gengruppe, untersucht. Mittels einer k-means-Clusteranalyse konnten vier Cluster (A-D) anhand gemeinsamer Transkriptionsprofile im Mitteldarm gebildet werden. Weiterhin wurde ein starker Zusammenhang zwischen dem Erreichen der maximalen Transkription nach 72 Stunden nach Infektion (hpi) bei frühen reg- und aux-Genen, sowie dem Erreichen der maximalen Transkription nach 96 und 120 hpi bei späten struc- und aux-Genen beobachtet. Die Gentranskription von CpGV-M im Fettkörper sensibler Apfelwicklerlarven waren deutlich stärker als im Mitteldarm. Hier führte die k-means-Clusterung zur Bildung von vier, den Clustern A-D im Mitteldarm sehr ähnlichen, Clustern. Es konnten Gene identifiziert werden, die im Fettkörper verhältnismäßig stark, bzw. schwach transkribiert werden.
Die Untersuchung der Transkription von CpGV-M im Mitteldarm resistenter CpRR1-Larven zeigte, dass die Transkription hier tendenziell etwas früher als im Mitteldarm von CpS-Larven begann, jedoch kam es nach 24 hpi zu einem globalen Abbruch der Transkription von CpGV-M in CpRR1-Larven. Damit konnte nachgewiesen werden, dass CpGV-M in die Mitteldarmzellen von CpRR1 eindringen kann, die Transkription allerdings früh blockiert wird, was dann zu einem Abbruch des viralen Transkriptionsprozesses und damit zur phänotypischen Ausprägung der Resistenz führt.
Auf Wunsch des Autors / der Autorin ist diese Dissertation nur als Druckausgabe verfügbar.Baculoviren sind eine Gruppe insektenpathogener Viren, deren Wirtskreis Larven der Ordnungen der Lepidoptera, Hymenoptera und Diptera umfassen. Durch ihre hohe Wirtsspezifität eigenen sie sich als biologische Insektizide und stellen eine Alternative zu chemischen Pflanzenschutzmitteln dar. Das Cydia pomonella granulovirus (CpGV) ist ein wirtschaftlich bedeutendes Baculovirus, das im Obstanbau gegen den Apfelwickler (AW) Cydia pomonella eingesetzt wird. Im Jahr 2005 wurde erstmals eine Resistenz des Apfelwicklers gegen das Isolat CpGV-M, auf dem die meisten kommerziellen CpGV-Präparate basierten, dokumentiert (Resistenztyp I). Mittlerweile sind europaweit ca. 40 resistente Populationen des Apfelwicklers bekannt. Labor- und Feldversuche zeigten, dass andere CpGV-Isolate, wie z.B. CpGV-I12, diese Resistenz brechen können. Generell ist jedoch bisher nur wenig über den Verlauf der Infektion von CpGV in seinem Wirt bekannt.
Um einen Einblick in den zeitlichen Verlauf des CpGV in Apfelwicklerlarven zu erhalten, wurden perorale Infektionsversuche durchgeführt und die RNA aus dem Mitteldarm und Fettkörper gewonnen. Die hergestellten cDNAs wurden dann mittels PCR- und qPCR analysiert. Anhand von sechs Genen, welche die zeitlichen Genklassen „sehr früh“, „früh“, „spät“ und „sehr spät“ repräsentierten, wurde ein zeitliches Transkriptionsprofil der Infektion von CpGV-M im Mitteldarm und Fettkörper sensibler Apfelwicklerlarven (CpS) erstellt. Vergleichend dazu wurde ein zeitliches Transkriptionsprofil des Verlaufes der Infektion in resistenten Larven (CpRR1) mit CpGV-M und dem resistenz-brechenden Isolat CpGV-I12 durchgeführt. Dabei konnte ein sehr ähnlicher Transkriptionsverlauf der Infektion von CpS durch CpGV-M und CpRR1 durch CpGV-I12 beobachtet werden, was die Resistenzbrechung durch CpGV-I12 verifizierte.
Um ein Bild des globalen Transkriptoms zu erhalten, wurde ein CpGV-spezifischer Microarray entwickelt. Mit diesem wurde zunächst der Verlauf der Infektion von CpGV-M im Mitteldarm sensibler CpS- Larven untersucht. Die Transkriptionsdaten wurden anhand ähnlicher zeitlicher Profile in Bezug auf die jeweiligen Promotor-Motive und der Zugehörigkeit zu einer funktionellen (struc-, reg- und aux-Gen) Gengruppe, untersucht. Mittels einer k-means-Clusteranalyse konnten vier Cluster (A-D) anhand gemeinsamer Transkriptionsprofile im Mitteldarm gebildet werden. Weiterhin wurde ein starker Zusammenhang zwischen dem Erreichen der maximalen Transkription nach 72 Stunden nach Infektion (hpi) bei frühen reg- und aux-Genen, sowie dem Erreichen der maximalen Transkription nach 96 und 120 hpi bei späten struc- und aux-Genen beobachtet. Die Gentranskription von CpGV-M im Fettkörper sensibler Apfelwicklerlarven waren deutlich stärker als im Mitteldarm. Hier führte die k-means-Clusterung zur Bildung von vier, den Clustern A-D im Mitteldarm sehr ähnlichen, Clustern. Es konnten Gene identifiziert werden, die im Fettkörper verhältnismäßig stark, bzw. schwach transkribiert werden.
Die Untersuchung der Transkription von CpGV-M im Mitteldarm resistenter CpRR1-Larven zeigte, dass die Transkription hier tendenziell etwas früher als im Mitteldarm von CpS-Larven begann, jedoch kam es nach 24 hpi zu einem globalen Abbruch der Transkription von CpGV-M in CpRR1-Larven. Damit konnte nachgewiesen werden, dass CpGV-M in die Mitteldarmzellen von CpRR1 eindringen kann, die Transkription allerdings früh blockiert wird, was dann zu einem Abbruch des viralen Transkriptionsprozesses und damit zur phänotypischen Ausprägung der Resistenz führt.
Upon author request this thesis is available as printed version only
Biodiversity in Agricultural Landscapes
In internationalen Vereinbarungen hat sich die Weltgemeinschaft zum Erhalt der Biodiversität verpflichtet. Das gilt auch für Agrarlandschaften und ihren landwirtschaftlichen Nutzflächen. Deren Biodiversität ist eng verknüpft mit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Menschen und folglich einem stetigen Wandel unterworfen. Durch die Intensivierung der mitteleuropäischen Landwirtschaft in den letzten hundert Jahren ist ein deutlicher Rückgang der Artenvielfalt zu beobachten. Besonders hoch waren die Verluste der Ackerwildkräuter vor 1980. Während die typischen Ackerwildkrautarten weiter zurückgehen, etablieren sich allerdings auch neue Arten, die aus anderen Lebensräumen stammen oder als Neophyten neu einwandern. Trotzdem ist im Vergleich zu 1950/60 eine Minderung der Artenvielfalt auf Einzelflächen um 20 % zu verzeichnen. Insbesondere um den Rückgang ursprünglicher Ackerwildkrautarten zu verhindern, sind auf der Grundlage von betriebsspezifischen Biodiversitätsplänen in Verantwortung der flächenbewirtschaftenden Landwirte gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Der Trend hin zu vereinfachten Produktionsverfahren wird sich umkehren, einhergehend mit einem restriktiveren Einsatz von Herbiziden und Insektiziden.The World community has pledged themselves to the preservation and protection of biodiversity through international agreements. This applies especially for agricultural landscapes and arable land whose biodiversity is closely related to the technological and social development of men and therefore subject to continuous change. During the last century in central-European agriculture, a considerable decrease of biodiversity due to agricultural intensification could be observed. The loss of second arable weed species was especially high before the 1980s. However, while the presence of characteristic species further declined, new species, which originate from different habitats or immigrated as neophytes, established themselfes. Nevertheless, a decline of biodiversity on single plots of about 20% in comparison to the 1950/60s can be documented. To prevent the further decline of native second weed species specific actions based on farm specific biodiversity plans should be taken. These plans must be under the responsibility of each farmer who cultivates the area. The trend of simplified production methods must be inverted, along with the restriction of the use of herbicides and insecticides
Experiences with a new program for a targeted and reduced herbicide application in maize (DSS-IWM)
Im Rahmen des EU-Projekts „PURE“ wurden 2014 und 2015 in sechs Bundesländern insgesamt zwölf Feldversuche in Mais durchgeführt. Diese Versuche dienten der Validierung eines neuartigen internetbasierten Programms zur Entscheidungshilfe für den Herbizideinsatz in Mais (DSS-IWM). Es wurden vier Prototypen des Programms getestet, die sich sowohl in ihrem Berechnungs-Algorithmus als auch im Grad der Wirkungssicherheit unterschieden. Verglichen wurden die Ergebnisse mit der unbehandelten Kontrolle sowie einem regionalen Standard, der situationsbezogen von Beratern vor Ort festgelegt worden ist. Das Programm berechnet für die aktuelle Verunkrautung (Unkrautarten und -dichten) die optimale Kombination und Dosis von Wirkstoffen. Der Behandlungsindex lag im Durchschnitt aller DSS-Varianten bei 0,93 und damit weit unter dem Wert des regionalen Standards (1,9). In Fällen mit mangelhafter Wirkung stellte sich heraus, dass Dosis-Wirkungsdaten lückenhaft waren und somit die notwendige Herbizid-Dosis nicht sicher berechnet werden konnte. Die mittleren Wirkungsgrade aller geprüften DSS-Varianten lagen zwischen 74 und 82 %.As part of the EU project „PURE“, 12 field experiments in maize were conducted in 6 federal states of Germany. We tested a new version of an internet-based decision support system for herbicide use in maize (DSS-IWM). Four prototypes of a DSS were included which differed in the type of algorithms and in the range of efficacy safety. The results were compared to the untreated plots and also to the regional standard, which was a specific herbicide application recommended by the local advisor. Based on the current weed infestation (weed species and weed densities) the DSS programme calculated an optimized combination of herbicide products, e.g. active substances and dosages. The mean treatment frequency index (TFI) of all DSS treatments was 0.93, which was much lower than the TFI of the regional standard treatments (1.9). In case of insufficient weed control, we identified missing dose-response data as a reason for an incorrect calculated dosage. The mean efficacy of all DSS treatments was between 74 and 82%
DSS-IWM: An improved European Decision Support System for Integrated Weed Management
Im Rahmen des europäischen ERA-Net Projektes „Coordinated Integrated Pest Management in Europe (C-IPM)” entwickeln Partner aus Deutschland, Dänemark und Spanien ein innovatives, online-gestütztes Entscheidungshilfesystem für die integrierte Unkrautbekämpfung (DSS-IWM) in Mais und Winterweizen. Das von 2016 bis 2019 laufende Projekt soll sowohl Landwirte als auch Berater verlässlich dabei unterstützen, Unkräuter zum richtigen Zeitpunkt mit den geeignetsten Mitteln in richtiger Aufwandmenge zu bekämpfen. Das DSS-IWM soll somit dazu beitragen, den Herbizidaufwand zu reduzieren, ohne Ertragseinbußen zu riskieren. In die Entscheidungen werden lokale Bedingungen, Schadensschwellen und ökonomische Berechnungen der Behandlungen einbezogen.Die Grundlage des DSS-IWM sind eine zuverlässige Datenbank und Kalkulation der Anwendungen, insbesondere der Dosis-Wirkungsbeziehungen der Herbizide. Datenlücken sollen durch Ergebnisse aus Gefäßversuchen geschlossen werden. Neue Entwicklungen und Informationen werden kontinuierlich eingearbeitet. Das DSS-IWM wird durch Feldversuche validiert.In the frame of the European ERA-Net project “Coordinated Integrated Pest Management in Europe (C-IPM)” scientists from Germany, Denmark and Spain design and customise an innovative online decision support system for integrated weed control (DSS-IWM) in maize and winter wheat. The project runs from 2016 to 2019 with the aim to assist farmers and farm advisors in treating weeds in crops at precisely the right times and the most efficient products in the right amounts. DSS-IWM can, therefore, contribute to reducing herbicide consumption markedly without affecting the yield. It will support reliable decisions based on local conditions and will consider thresholds for weed densities, include economic calculations of treatment costs. The basis of herbicide recommendations is the database and the calculation/mathematics of the DSS-IWM, especially dose-response-relations of herbicides. If data gaps appear pot trials with respective weeds and herbicides are carried out. New features and information are continuously filled in. Additionally, in all countries field trials in maize and winter wheat are carried out to validate the DSS
Avoxa - new ways of grass weed control in winter wheat, winter rye and winter triticale
AVOXA ist eine neues, von Syngenta Agro entwickeltes selektives Herbizid zur Bekämpfung von Ungräsern und Unkräuter in Getreide. Das Produkt ist als Emulsionskonzentrat (EC) mit 41,6 g/l Aktivsubstanz (33,3 g/l Pinoxaden, 8,3 g/l Pyroxsulam) und 8,3 g/l Cloquintocet-mexyl als Safener formuliert. Avoxa kann mit max. 1,8 l/ha in den Getreidekulturen Winterweizen, Winterroggen und Wintertriticale im Frühjahr vom BBCH-Stadium 13 bis zum BBCH-Stadium 32 eingesetzt werden. Neben den Schadgräsern Acker-Fuchsschwanz (ALOMY), Gemeiner Windhalm (APESV), Weidelgrasarten (LOLSS), Flughafer (AVEFA) und Trespe-Arten (BROSS) werden auch eine Reihe von Unkräutern wie beispielsweise Acker-Vergissmeinnicht (MYOAR), Hirtentäschel-Kraut (CAPBP), Ackerheller-Kraut (THLAR), Vogelsternmiere (STEME) und Ausfallraps (BRSNN) mit Wirkungsgraden über 90 % kontrolliert. Gegen Kletten-Labkraut (GALAP), Stiefmütterchen-Arten (VIOSS), Ehrenpreis-Arten (VERSS), Kamille-Arten (MATSS) und Taubnessel-Arten (LAMSS) werden durchschnittliche Wirkungsgrade zwischen 80 und 90 % erzielt.AVOXA is a new selective herbicide developed by Syngenta Agro for control of grass and broadleaf weeds in cereals. The product is formulated as an emulsifiable concentrate (EC) containing 41,6 g/L of active ingredient (33.3 g/L Pinoxaden, 8.3 g/L Pyroxsulam) and 8.3 g/L of the safener Cloquintocet-mexyl. AVOXA can be applied at 1.8 L/ha in winter wheat, winter rye and winter triticale from growth stage BBCH 13 to 32. In addition to grass weed control (i.e. ALOMY, APESV, LOLSS, AVEFA, BROSS) it achieves above 90% control on a number of broadleaved weed species such as forget-me-not (MYOAR), shepherd\u27s purse (CAPBP), field pennycress (THLAR), common chickweed (STEME) and volunteer rape (BRSNN). On average, cleavers (GALAP), pansy species (VIOSS), speedwell species (VERSS), mayweed species (MATSS) and dead-nettle species (LAMSS) are controlled between 80 to 90%
Monitoring and management of invasive neophytes on cropland to ensure productivity
Die Ausbreitung invasiver Neophyten auf landwirtschaftlichen Nutzflächen nimmt zu und gefährdet in Einzelfällen bereits die Produktivität. Ziel des Projektes ist die Bereitstellung von Handlungsempfehlungen für eine effektive Kontrolle von invasiven Neophyten in der Landwirtschaft. Dazu sollen für 9, landwirtschaftlich relevante, invasive Neophyten, Methoden und Algorithmen zur Erfassung mittels Fernerkundung entwickelt und erprobt werden. Gleichzeitig werden integrierte Verfahren zur Regulierung erarbeitet, getestet und abschließend in Handlungsempfehlungen zusammengefasst, um diese Arten auf Ackerflächen und Grünland im Rahmen der landwirtschaftlichen Nutzung zu kontrollieren. In einem interaktiven Web-Portal werden Informationen zu den untersuchten Arten sowie die Projektergebnisse während der Projektlaufzeit (2016-2019) zusammengeführt und den potenziellen Nutzern (z. B. Beratern und Landwirten) zur Verfügung gestellt.The spread of invasive neophytes is increasingly threatening the productivity of agricultural areas. The aim of the project is to provide improved fundamentals for effective control of invasive neophytes on agricultural farmland. For this purpose, 9 invasive neophytes that are agriculturally relevant were selected, in order to develop methods and algorithms for the detection by remote sensing. At the same time, integrated agricultural methods for an effective control are elaborated and tested. The results are summarized in recommendations to control these species on farmland and grassland. In an interactive web portal, information about the species under investigation as well as the project results during the project time span (2016-2019) are brought together and made available to the potential users (for example consultants and farmers)