HannahArendt.net (E-Journal)
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    What Would Arendt Say? Inaugural conference of the Society for Women of Ideas, November 19-20, 2021

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    Paulina Sosnowska: Hannah Arendt and Martin Heidegger. Philosophy, Modernity, and Education, Lanham/Boulder/New York: Lexington Books 2019. : The retelling of an intellectual relationship

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    It is a common topos that the relationship between Hannah Arendt and Martin Heidegger was a special one; studies about their connection fill entire shelves as an object of scholarly and biographical research. So, what is the reason for retelling this story of intellectual influence, which, as we know, was highly one-sided? First and foremost, because new questions are constantly being raised and this affair has neither been concluded nor discussed in its entirety.It is a common topos that the relationship between Hannah Arendt and Martin Heidegger was a special one; studies about their connection fill entire shelves as an object of scholarly and biographical research. So, what is the reason for retelling this story of intellectual influence, which, as we know, was highly one-sided? First and foremost, because new questions are constantly being raised and this affair has neither been concluded nor discussed in its entirety

    Report on the 15th Annual Meeting of the Hannah Arendt Circle

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    The 15th Annual Meeting of the Hannah Arendt Circle was hosted by Loyola University Chicago on March 16-18, 2022. After a two-year pandemic-imposed postponement of the 14th Circle, we happily convened this year in a hybrid setting. The meeting was organised by Lucy Benjamin (University of Melbourne), Katherine Brichacek (Northwestern University), and Jennifer Gaffney (Loyola University Chicago). We are especially grateful to Loyola’s Philosophy Department for their enthusiastic support.The 15th Annual Meeting of the Hannah Arendt Circle was hosted by Loyola University Chicago on March 16-18, 2022. After a two-year pandemic-imposed postponement of the 14th Circle, we happily convened this year in a hybrid setting. The meeting was organised by Lucy Benjamin (University of Melbourne), Katherine Brichacek (Northwestern University), and Jennifer Gaffney (Loyola University Chicago). We are especially grateful to Loyola’s Philosophy Department for their enthusiastic support

    “I Did Not Consent To”

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    “I Did Not Consent To” is excerpted from Prairie Fires, a book Fred had been working on since 2016 and left on his computer when he died June 2, 2021. In the process of reading Prairie Fires, the editors were struck by how many times Fred used the word “consent” in a certain 12-page passage (ninety-seven times) until this word picked up steam in a kind of incantatory rhythmic procession as if it were creating its own logic, a logic of both screed and poetry. The reader will notice Fred’s adopting James Baldwin’s tactic of “accepting responsibility” for events Fred never consented to, thus proposing that our complicity licenses us agency to change the system. The book length Prairie Fires will be issued by IFSF Publishing in 2023.“I Did Not Consent To” is excerpted from Prairie Fires, a book Fred had been working on since 2016 and left on his computer when he died June 2, 2021. In the process of reading Prairie Fires, the editors were struck by how many times Fred used the word “consent” in a certain 12-page passage (ninety-seven times) until this word picked up steam in a kind of incantatory rhythmic procession as if it were creating its own logic, a logic of both screed and poetry. The reader will notice Fred’s adopting James Baldwin’s tactic of “accepting responsibility” for events Fred never consented to, thus proposing that our complicity licenses us agency to change the system. The book length Prairie Fires will be issued by IFSF Publishing in 2023

    Editorial

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    Als diese Ausgabe von HannahArendt.net geplant wurde, hat niemand an einen neuerlichen Krieg in Europa gedacht, wie er nun schon seit fast einen Dreiviertjahr zwischen Russland und der Ukraine mit Auswirkungen für die ganze Welt und ihre Verhältnisse tobt, kosmopolitische Wirkung zeigt und doch die Möglichkeit und Wirklichkeit von Weltbürgertum auf seine Weise ganz real in Frage stellt, gleichzeitig Weltbürgerlichkeit auf das Dringlichste einfordert und immer dort, wo Menschen geholfen wird, dieselbe auch wieder ebenso real bestätigt

    Barbara Cassin: Nostalgie: Wann sind wir wirklich zuhause? Berlin: Suhrkamp Verlag 2021. : Nostalgie von der Antike bis heute

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    Gerade in einer Zeit, in der das Verlangen nach kollektiver Zugehörigkeit und Verbundenheit mit Land, Herkunft und Sprache seinen spürbarsten politischen Ausdruck in Versuchen findet, Nationen „wieder groß“ zu machen, erscheint es grausam folgerichtig, dass Menschen, die zur Migration gezwungen sind, für überflüssig gehalten oder verdrängt werden. Barbara Cassins Essay Nostalgie, erstmals im Jahr 2013 erschienen und nun von Christine Pries ins Deutsche übersetzt, ist eine zeitgemäße und originelle Intervention, die sich mit den Problemen dieses zeitgenössischen Szenarios von Heimat, Exil und Sprache befasst. Darin setzt sich die französische Philosophin und Altphilologin mit dem komplexen Begriff der Nostalgie auseinander, also mit Fragen wie: Woher kommt die Nostalgie Wo fühlen wir uns wirklich zu Hause? Zur Beantwortung dieser Fragen diskutiert sie ihre eigenen Erfahrungen von Heimat, aber auch die Epen von Odysseus und Aeneas sowie schließlich das Werk von Hannah Arendt. Ihr Ziel ist dabei die Ausarbeitung eines neuen Verständnisses von Nostalgie, das auf der Sprache und nicht auf dem Ort beruht und das nach Ansicht der Autorin in der Lage ist, Nostalgie vom Patriotismus zu trennen und an der „Schwelle eines großzügigeren, offeneren Denkens“ zu platzieren (S. 23)

    "Lüge! Alles Lüge?!": Neue Forschungsergebnisse zur Identität von "Dr. Langer" und die daraus folgenden Neubewertungen für Eichmanns Aussageverhalten in Jerusalem

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    Während des 91. Verhandlungstages im Prozess gegen Adolf Eichmann vor dem Jerusalemer District Court, am 11.7.1961, befragte Generalstaatsanwalt Gideon Hausner den Angeklagten nach seinem Verhältnis zur Wahrheit. Hausners Frage wurde von dem Dolmetscher wie folgt übersetzt:" Was Ihren Wahrheitssinn, Ihren Sinn zum Sprechen der Wahrheit betrifft: Sie drückten sich einmal aus, dass jeder der sich in Haft befindet, das Recht habe, die Unwahrheit zu sprechen, ist das richtig?"Die Übersetzung in die deutsche Sprache missfiel dem Vorsitzenden Richter Moshe Landau, so dass er intervenierte. Er präzisierte in Richtung von Eichmann auf deutsch: "Nicht den Sinn, sondern Ihren Wahrheitswillen! Ihren Willen, die Wahrheit zu sagen!" Eichmanns Antwort lautete wie folgt: "Im Prinzip stimmt das. Ich habe von diesen Prinzipien nie Gebrauch gemacht." Dies führte im Gerichtssaal auf Seiten der Zuschauer zu Tumulten, was wiederum den Vorsitzenden Richter dazu veranlasste, mit der flachen Hand mehrfach auf den Tisch zu schlagen und in scharfem Ton: "Ruhe im Gerichtssaal" zu fordern. Zu diesem Verfahrenszeitpunkt war erkennbar, dass Eichmann nachweislich und damit wider besseren Wissens log. Aus seiner vehementen Negierung der Tatsachen wurde ein Dogma: Eichmann lügt. Das erwies sich für die (rechts-)historische Forschung als fatal.&nbsp

    Kathrin Morgenstern: „Einer wird immer bleiben, um die Geschichte zu erzählen.“ Die narrative Verfasstheit von Hannah Arendts Politischer Philosophie, Universität Regensburg: Universitätsbibliothek 2019: Das Erzählen als roter Faden in Arendts Werk

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    In ihrem Vortrag „Von Hegel zu Marx“, der 1953 im deutschen Radio gesendet wird, bemerkt Hannah Arendt, „dass die Art und Weise an eine Sache heranzugehen, nicht nur das Wie des Zugangs[,] sondern auch das Was des Gefundenen bestimmt“, um gleich darauf das Gesagte als „zu selbstverständlich[,] als dass es einer Erörterung bedürfte“ (Arendt 1953, 3), abzutun. Dieser Gestus passt in das Bild, welches ihre Schülerin und Biographin Elisabeth Young-Bruehl zeichnet, wenn sie schreibt, dass Arendt „gewöhnlich der Meinung war, je weniger man über Methodik sagt, desto besser“ (Young-Bruehl 2015, 552). Die Erläuterung, die Arendt selbst für ihre methodologische Einsicht verweigert, wird von Kathrin Morgenstern in der nun publizierten Dissertation „Einer wird immer bleiben, um die Geschichte zu erzählen.“ Die narrative Verfasstheit von Hannah Arendts politischer Philosophie (2019) für das Erzählen ausbuchstabiert, das sie nicht allein als „spezifische Vorgehensweise“, sondern ebenso als „wesentlichen Inhalt von Arendts Werk“ (S. 30) in den Blick nimmt

    Wildnis oder genutzte Natur? Über nicht diskutierte Grundsatzfragen der aktuellen Umweltpolitik

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    Seit der Aufklärung zerfällt die Welt in den Bereich der Freiheit (Mensch) und den der Notwendigkeit (Natur), was zu einem instrumentellen Umgang des Menschen mit Natur als Material führt. Dieser Artikel vertritt die These, dass dies eine zentrale Ursache der heutigen Umweltprobleme ist. Da es jedoch keine Konzepte gibt, wie der Mensch auf dieser Grundlage Natur nutzen könnte, ohne aus dem Dualismus der Herrschaft herauszutreten – entweder ich herrsche über Natur oder ich werde von ihr beherrscht – entwirft der Autor am Beispiel der Alpen und der alpinen Kulturlandschaften einen Neuansatz, der zeigt, wie es vormodernen Gesellschaften möglich ist, Natur zu nutzen und zu verändern, ohne sie zu zerstören. Mit diesem Neuansatz werden am Schluss die heutigen Umweltprobleme schlaglichtartig bewertet.Since the Enlightenment, the world has been divided into the realm of freedom (humans) and the realm of necessity (nature), a division that led humans to adopt an instrumental approach to nature as material. The present article argues that this is a key cause of today's environmental problems. Since there are no concepts on how humans could exploit nature without stepping out of the dualism of domination – either I rule over nature or I am ruled by it – the author outlines a new approach, taking the example of the Alps and the Alpine cultural landscapes. The example shows how it was possible for pre-modern societies to use and alter nature without destroying it. In light of this example, the conclusion assesses today's environmental challenges

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