PhyDid - Physik und Didaktik in Schule und Hochschule (E-Journal, FU Berlin)
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Interferometer aufgebaut mit modernen optischen Komponenten - handlich, kostengünstig, modular
Wir demonstrieren ein Michelson-Interferometer auf optischen Platten. Das Interferometer ist kompakt und stabil. Aufgrund seiner Modularität kann es sehr leicht erweitert werden. Erfahrungen aus unserem Schülerlabor und Didaktikseminar zeigen, dass optische Experimente auf diesen Platten unkompliziert und schnell aufzubauen sind. Ein Michelson-Interferometer kann von interessierten Schulen ausgeliehen werden
Unterschiede im Professionswissen bei angehenden Physiklehrkräften - Ein Vergleich verschiedener Lehramtszugänge
Kontextorientierte Anker aus der Alltags- und Umweltsensorik - Erste Resultate einer Interventionsstudie
Ein Blick in die fachdidaktische Literatur zum Physikunterricht der letzten Jahre macht deutlich, dass themenbezogenen Kontexten ein hohes Interesse entgegengebracht wird. Gleichzeitig führen sie nicht selten zu kontroversen Diskussionen. Das Spektrum an interessanten Kontexten erstreckt sich von einfachen Anwendungsbeispielen physikalischer Gesetzmäßigkeiten und Begriffe bis zu modernen Alltagstechnologien und deren Einsatzbereiche. Dabei soll die Kontextorientierung nicht nur Interesse wecken und zu tiefgründigen Betrachtungen motivieren. Sie soll auch die Anwendbarkeit physikalischer Begriffe und Gesetzmäßigkeiten konkret zeigen und damit zu aktiv nutzbarem Wissen führen. In einer Interventionsstudie mit 217 Schülerinnen und Schülern wurden die Auswirkungen kontextorientierter Ankermedien und unterschiedlicher Aufgabenformate auf den Wissenserwerb, die Transferleistung und die Motivation im Physikunterricht der 9. Klassenstufe untersucht. Basierend auf Prinzipien des anchored instruction Ansatzes wurde eine Unterrichtseinheit zum Thema NDIR-CO2-Gassensoren entwickelt. Das kontextorientierte Ankermedium war die Anwendung des Sensors in einer authentischen Situation. Eine multivariate Varianzanalyse zeigte einen signifikanten Einfluss des Faktors Ankermedium auf die Transferleistung, die Motivation und die Einschätzung der wahrgenommenen inhaltlichen Relevanz. Das Aufgabenformat beeinflusste indessen weder die Motivation noch die Transferleistung und den Wissenserwerb.
Ergebnisse einer explorativen empirischen Untersuchung zum Lehr-Lern-Labor im Lehramtsstudium
Am Lehrstuhl für Physik und ihre Didaktik der Universität Würzburg wird seit dem Sommersemester 2008 ein Lehr-Lern-Labor-Seminar für Lehramtsstudierende angeboten. Die Studierenden erhalten in diesem Seminar die Gelegenheit berufsbezogen zu arbeiten: Sie konzipieren und erstellen Experimentierstationen und betreuen im Anschluss daran mehrmals Schülergruppen, die das Lehr-Lern-Labor (LLL) an der Universität durchlaufen. Es hat sich herausgestellt, dass ein solches Seminar ein gutes Instrument ist, um die didaktische und methodische Ausbildung der Studierenden zu vertiefen, speziell im Hinblick auf die Betreuung von Schülern, die selbstständig experimentieren sollen.Im Vortrag werden erhobene Ergebnisse des Forschungsgegenstandes "Subjektive Entwicklung und Erweiterung von Erfahrungswissen und Handlungskompetenz von Lehramtsstudierenden bezogen auf das schüleraktivierende Unterrichten durch Erstellung und Betreuung eines Lehr-Lern-Labors zu physikalischen Fragestellungen" vorgestellt
Instrumente zur Diagnose und individuellen Förderung in der fachwissenschaftlichen Lehramtsausbildung Physik - am Beispiel einer Diagnosecheckliste zur Bearbeitung von Übungsaufgaben
Eines der Ziele des von der Deutsche Telekom Stiftung geförderten Projektes dortMINT(www.dortmint.de) ist es, bei angehenden Physiklehrkräften durch positives Erleben in der eigenen fachinhaltlichen Ausbildung Akzeptanz für Maßnahmen zur Diagnose und individuellen Förderung (DiF) zu schaffen. Durch diese Maßnahmen sollen sich gleichzeitig die fachinhaltlichen Lernergebnisse der Studierenden verbessern. Hierzu werden in einer explorativen Studie zunächst zahlreiche Instrumente zur Diagnose und individuellen Förderung entwickelt bzw. aus dem schulischen Bereich adaptiert und im Hochschulbereich erprobt. Um sich im weiteren Projektverlauf auf die erfolgreicheren DiF-Instrumente fokussieren zu können, werden diese gemeinsam mit den Studierenden reflektiert, bezüglich Aufwand und Wirkung evaluiert und weiterentwickelt. In diesem Beitrag wird ein Überblick über die Rahmenbedingungen und die eingesetzten DiF-Instrumente in der fachinhaltlichen Lehramtsausbildung Physik gegeben. Das DiF-Instrument „Diagnosecheckliste“ wird im Hinblick auf Konzeption, Einsatz und Evaluation genauer vorgestellt.
Physik mit Herz – Ein Lehr-Lern-Labor zur Biophysik
Die Lehr-Lern-Labore L3 des mathematisch-informationstechnologischen und naturwissenschaftlichen Didaktikzentrums (M!ND-Center) der Universität Würzburg sind vitale Austausch- und Begegnungsstätten für Lehrkräfte, Fachdidaktiker, Fachwissenschaftler, Studierende und Schüler. Der Beitrag stellt in Kürze das Konzept des M!ND-Centers vor und beschreibt exemplarisch die Experimentierstationen des L3 Biophysik zum Themenkomplex elektrische Dipole, Felder und Potentiale anhand des Elektrokardiogramms (EKG)
Vergleich des Fachwissens von Studierenden, Referendaren und Lehrenden in der Physik
Das Professionswissen von Lehrkräften spielt eine zentrale Rolle beim Kompetenzerwerb von Schülerinnen und Schülern. Nach einer Taxonomie von Shulman kann dieses Wissen in sieben Bereiche untergliedert werden. In der aktuellen Unterrichtsforschung werden davon die drei Bereiche Fachwissen, fachdidaktisches Wissen und pädagogisches Wissen untersucht, die mit den wichtigsten Elementen aus den anderen Bereichen ergänzt wurden.Ergebnisse aus der Physik und der Mathematik lassen vermuten, dass das Fachwissen von Lehrkräften eine notwendige Voraussetzung zum Aufbau von fachdidaktischem Wissen ist. Erste Untersuchungen an Studierenden deuten allerdings darauf hin, dass universitäres Fachwissen, im Gegensatz zum schulnahen Wissen, keine unmittelbare Bedeutung für die adäquate Reaktion auf kritische Unterrichtssituationen besitzt. In der hier vorgestellten Studie wurde untersucht, wie sich das schulnahe bzw. unterrichtsrelevante Wissen angehender Lehrkräfte im Laufe der Ausbildung verändert. Hierzu wurde in einer quasi-längsschnittlichen Untersuchung das Fachwissen von Studierenden, Referendaren und Lehrkräften miteinander verglichen. Die Ergebnisse einer Stichprobe von 87 Teilnehmern zeigen, dass das unterrichtsrelevante Fachwissen positiv mit der Ausbildungsstufe korreliert. Innerhalb der Gruppen der Lehrkräfte konnte dagegen kein Zusammenhang zwischen Fachwissen und Dienstzeit festgestellt werden. Dies lässt vermuten, dass Lehrende unterrichtsrelevantes Fachwissen in ihrer Dienstzeit sehr schnell aufbauen und beibehalten
Elektrophysiologische Messungen im Physikunterricht
Elektrophysiologische Sensoren, die für den Einsatz im Biologie-Unterricht angeboten werden, können auch im Physik-Unterricht verwendet werden. Damit können physikalische Sachverhalte wie Dipole und elektrische Felder in biologische Kontexte eingebettet unterrichtet werden und so das Elektrokardiogramm, das Elektromyogramm und das Elektrookulogramm behandelt werden
Formelnutzung im Physikunterricht – eine Lehrerbefragung
Wir berichten über eine Untersuchung, in der Lehrerinnen und Lehrer aus Niedersachsen (n = 244) zur Rolle der Mathematik im Physikunterricht schriftlich befragt wurden. Im Zentrum des Interes-ses standen die Bedeutung von Formeln und ihre Nutzung im Unterricht. Zusätzlich wurden das Wissenschaftsverständnis und die Überzeugungen über das Lernen der Schülerinnen und Schüler erhoben und in Beziehung gesetzt