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Effectiveness of nursing interventions for perioperative anxiety in pediatric patients
Einleitung: Im Jahr 2023 wurden in Österreich über 1,2 Millionen operative Eingriffe durchgeführt, wobei etwa 274.000 Kinder betroffen waren. Perioperative Angst betrifft einen hohen Prozentsatz der pädiatrischen Patient*innen und stellt eine der größten psychischen Herausforderungen dar. Die Arbeit untersucht, wie nicht-pharmakologische Interventionen die präoperative Angst bei Kindern reduzieren können.
Methode: Eine systematische Literaturrecherche wurde durchgeführt, um Studien zu nicht-pharmakologischen Interventionen zur Reduktion präoperativer Angst bei Kindern zu identifizieren und zu analysieren. Die Auswahl umfasste Studien aus den Jahren 2018 bis 2025, die verschiedene pflegerische nicht-pharmakologische Interventionen untersuchten.
Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass nicht-pharmakologische Interventionen wie Spieltherapie, audiovisuelle Medien und das Einbeziehen der Bezugsperson signifikante Effekte auf die Angstreduktion haben. Interventionen, die das Kind aktiv einbeziehen, wie z. B. das Spielen von Gruppenspielen oder das Vorlesen von Bilderbüchern, erwiesen sich als besonders wirksam. Auch der Einsatz von Musiktherapie und digitalen Technologien wie Augmented Reality zeigte positive Effekte.
Schlussfolgerung: Die Arbeit bestätigt, dass nicht-pharmakologische Interventionen eine effektive Methode zur Reduktion präoperativer Angst darstellen. Sie sollten als ergänzende Maßnahmen zur pharmakologischen Prämedikation eingesetzt werden. Eine altersgerechte und individuelle Anpassung dieser Interventionen ist entscheidend für ihre Wirksamkeit.Introduction: In 2023, over 1.2 million surgical procedures were performed in Austria, with approximately 274,000 children affected. Perioperative anxiety affects a high percentage of pediatric patients and represents one of the greatest psychological challenges in this context. This paper examines how non-pharmacological interventions can reduce preoperative anxiety in children.
Method: A systematic literature review was conducted to identify and analyze studies on non-pharmacological interventions for reducing preoperative anxiety in children. The selection included studies from 2018 to 2025 that examined various nursing non-pharmacological interventions.
Results: The results show that non-pharmacological interventions such as play therapy, audiovisual media, and the involvement of parents have significant effects on anxiety reduction. Interventions that actively involve the child, such as playing group games or reading picture books, proved to be particularly effective. The use of music therapy and digital technologies like augmented reality also showed positive effects.
Conclusion: The study confirms that non-pharmacological interventions are an effective method for reducing preoperative anxiety. They should be used as complementary measures to pharmacological premedication. Age-appropriate and individualized adaptation of these interventions is essential for their effectiveness
Autonomy despite dementia: Promoting and Hindering Factors for the Autonomy of Residents with Dementia in Long-Term Care
Einleitung: In Österreich sind rund 130.000 Menschen von einer Form der Demenz betroffen. Der erhöhte Pflegebedarf führt häufig zur Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung, was das Gefühl von Freiheitsverlust und eingeschränkter Selbstbestimmung verstärken kann. Um ein möglichst autonomes und selbstbestimmtes Leben trotz Demenz zu ermöglichen, braucht es neue pflegerische Ansätze, deren Umsetzung sich jedoch oft als schwierig erweist. Es stellt sich die Frage, welche Faktoren die Autonomie von Bewohner*innen mit Demenz in der Langzeitpflege fördern oder behindern.
Methodik: Zur Beantwortung dieser Frage wurde im Zeitraum von Dezember 2024 bis Februar 2025 eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken CINHAL, Cochrance Library, PubMed und SpringerLink durchgeführt. Unter Verwendung bestimmter Suchbegriffe, Ein- und Ausschlusskriterien wurden zwölf Studien für diese Arbeit herangezogen (Review n=2, Querschnittstudie n=2, qualitatives Design n=3, Multiple Case Study n=1, Grounded Theory n=1, phänomenologisch n=1, explorativ n=1, ethnografisch n=1).
Ergebnis: Die Studien zeigen, dass die Autonomie von Bewohner*innen mit Demenz durch verschiedene Faktoren gefördert oder behindert werden kann. Dazu zählen: Pflegekräfte als Faktoren, Umweltfaktoren und personenzentrierte Prozesse. Die Ergebnisse wurden mit Kernaussagen des Person-Centred Practice Frameworks von McCormack und McCance sowie den Konzept der Autonomie nach Staudacher synthetisiert.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Autonomie von Bewohner*innen mit Demenz in der Langzeitpflege ein dynamischer Prozess ist, der eine kultursensible und personenzentrierte Pflege sowie strukturelle Rahmenbedingungen erfordert. Zentrale Elemente zur Förderung der Autonomie sind hier die reflektierte Haltung der Pflegekräfte, die angepasste Umgebung und die soziale Teilhabe der Bewohner*innen.Introduction: In Austria, around 130,000 people are affected by some form of dementia. The increased need for care often leads to placement in a care facility, which can reinforce the feeling of loss of freedom and limited self-determination. New care approaches are required to enable as autonomous and self-determined a life as possible despite dementia, but these are often difficult to implement. The question arises which factors promote or hinder the autonomy of residents with dementia in long-term care.
Methods: To find answers, a systematic literature search was conducted in the CINHAL, Cochrance Library, PubMed and SpringerLink databases between December 2024 and February 2025. Using suitable search terms, inclusion and exclusion criteria, twelve studies were retrieved for this thesis (review n=2, cross-sectional study n=2, qualitative design n=3, multiple case study n=1, grounded theory n=1, phenomenological n=1, exploratory n=1, ethnographic n=1).
Result: The studies highlight that the autonomy of residents with dementia can be promoted or hindered by various factors. These include nurses as factors, environmental factors and person-centered processes. The results were synthesized in the context of McCormack and McCance's Person-Centred Practice Framework and Staudacher's concept of autonomy.
Conclusion: It can be concluded that autonomy in long-term care of people with dementia is a dynamic process that requires culturally sensitive and person-centered care as well as appropriate structural conditions. Key elements include self-reflection of involved parties such as nurses, appropriate environments and social inclusion
Work related causes of nurses leaving the profession: Influencing factors that contribute to nurses leaving nursing
Einleitung:
Der Pflegemangel ist weltweit ein prävalentes Thema. Ziel dieser Arbeit ist es, arbeitsbezogene Faktoren zu identifizieren, die den Austritt aus der Pflege begünstigen.
Methode:
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed und CINAHL durchgeführt. Ausgewählt wurden fünfzehn Studien, die tabellarisch dargestellt und bewertet wurden nach Brandenburg, Panfil & Mayer (2007).
Ergebnisse:
Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass neben arbeitsbedingten Faktoren auch personenbezogene und studiumsbedingte Faktoren bestehen, die den Ausstieg aus der Pflege fördern. Die Problematik fängt bereits im Studium an, da die Studierenden zu wenig Unterstützung seitens der Universität erhalten. Resilientere Pflegepersonen verlassen den Beruf seltener.
Schlussfolgerung:
Es konnten viele Faktoren identifiziert werden, die den Austritt aus der Pflege begünstigen, da es sich hier um eine komplexe Thematik handelt. Es bedarf an präventiven Maßnahmen bereits im Studium zur Resilienz, um die zukünftigen Pflegepersonen für den Berufsalltag vorzubereiten. Ebenfalls muss ein sicherer Raum für Probleme geschaffen werden, um Pflegepersonen im Beruf zu erhalten.Introduction:
The nursing shortage is a prevalent issue worldwide. The aim for this thesis is to identify work-related factors and causes, why nurses are leaving nursing.
Method:
The systematic literature search was conducted in the two databases PubMed and CINAHL. Fifteen studies were chosen, resented in tabularly and rated using Brandenburg, Panfil & Mayer (2007).
Results:
The results of this study show that besides work-related factors, there are also personal and scholar factors, that influence nurses tp leave nursing. The root of the issue begins during their studies, where the students do not receive enough support from the university. More resilient nurses are less likely to leave the profession.
Conclusion:
Many factors, that influence nurses to leave the profession were identified, because it is such a complex issue. Preventative interventions need to begin during their studies, to prepare future nurses for their working lives. A safe space for nurses must be created, to keep currently employed nurses in the profession
The significance of the climate crisis in the lifeworld of marginalized young people. Raising awareness for the climate crisis among target groups of open youth work in Austria
In der vorliegenden Bachelorarbeit wird der Frage nachgegangen, welchen Beitrag die Offene Jugendhilfe in Österreich leisten kann, Anliegen des Klimaschutzes mit der Lebenswelt von marginalisierten Jugendlichen zu verknüpfen. Nachdem die Folgen der Klimakrise und die sich daraus ergebenen Vulnerabilitäten dargestellt sind, wird untersucht welche Aspekte sich aus umweltpsychologischer Sicht auf umweltrelevantes Verhandeln auswirken. Anhand dieser Erkenntnisse und des Prinzips der Lebensweltorientierung nach Thiersch werden Handlungsorientierungen für Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit herausgearbeitet. Diese beziehen sich auf die in der Offenen Jugendarbeit gebräuchlichen Wirkungsdimensionen Kompetenzerweiterung und Partizipation. Dabei erweist sich die Stärkung der Selbstwirksamkeit, das zur Verfügung stellen von Bildungsprozessen, Zeit- und Geldressourcen, sowie die Möglichkeit des gemeinsamen Austausches und Handeln als zentral.This bachelor thesis examines the question of how open youth services in Austria can contribute to linking climate protection concerns with the lifeworld of marginalized young people. After presenting the consequences of the climate crisis and the associated vulnerabilities, the aspects that have an impact on environmentally relevant behavior are examined from an eco-psychological perspective. Based on these findings and the principle of lifeworld orientation according to Thiersch, action guidelines for professionals in open youth work are developed. These relate to the dimensions of skills development and participation commonly used in open youth work. The strengthening of self-efficacy, the provision of educational processes, time and financial resources, as well as the possibility of joint exchange and action prove to be central
Queer Safe(r) spaces in open youth work
Die vorliegende Bachelorarbeit mit dem Titel „Queere Safe(r) Spaces in der Offenen Jugendarbeit“ beschäftigt sich mit der Frage, welche Relevanz das Konzept der Safe(r) Spaces für queere Jugendliche hat und wie die Offene Jugendarbeit agieren kann, um diese Räume für queere Jugendliche zur Verfügung zu stellen. Zuerst wird das Konzept der Safe(r) Spaces erläutert und anschließend wird Bezug auf die Lebenssituation queerer Jugendlicher genommen. In diesem Zuge werden auch theoretische Grundlagen, wie beispielsweise die Queer Theory, herangezogen. Danach wird der konzeptionelle Rahmen der Offenen Jugendarbeit beleuchtet und daraufhin in einen queer-sensiblen Kontext gestellt. Die Offene Jugendarbeit kann queeren Jugendlichen empowernde, selbstverwirklichende Räume bieten, wenn sie gewisse Herausforderungen wahrnimmt und sich aktiv im Sinne der Zielgruppe positioniert. Dazu gehört beispielsweise die Schulung des Fachpersonals und die offene Positionierung der Einrichtung.This bachelor thesis with the title “Queer Safe(r) Spaces in open youth work” examines the relevance of the concept of safe(r) spaces for queer young people and how open youth work can act to make these spaces available to queer young people. First, the concept of safe(r) spaces is explained and then reference is made to the life situation of queer young people. Theoretical foundations, such as Queer Theory, are also used in this context. The conceptual framework of open youth work is then examined and placed in a queer-sensitive context. Open youth work can offer queer young people empowering, self-actualizing spaces if it is aware of certain challenges and actively positions itself in the interests of the target group. This includes, for example, the training of specialist staff and the open positioning of the institution
Sexualized violence within the family - Specific challenges for affected children, relatives and social workers in child and youth welfare services
Die vorliegende, literaturbasierte Bachelorarbeit thematisiert die Komplexität sexualisierter Gewalt gegen Kinder innerhalb der Familie. Inwiefern betroffene Kinder und sekundär betroffene Angehörige von Sozialarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe durch Interventionsmaßnahmen unterstützt werden können, soll den Korpus der Arbeit bilden. Die zentrale Fragestellung lautet demnach: „Wie können Sozialarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe beim Bewältigungsprozess innerfamiliärer sexualisierter Gewalt betroffene Kinder, sowie sekundär betroffene Personen unterstützen?“ Eine wissenschaftlich fundierte Analyse wird mit praxisnahen Handlungsmöglichkeiten verknüpft. Der Forschungsstand zeigt auf, dass familiäre Machtverhältnisse und familieninterne, sowie gesellschaftliche Schweigekulturen die Offenbarung erschweren. Traumatische Erfahrungen führen häufig zu langfristigen psychischen Belastungen, während Resilienz und sichere Bindungsbeziehungen förderlich wirken.This literature-based bachelor thesis addresses the complexity of sexualized violence against children within the family. The extent to which affected children and secondarily affected relatives can be supported by child and youth welfare social workers through intervention measures forms the body of the thesis. The central question is therefore: “How can child and youth welfare social workers support children affected by intra-familial sexualized violence and secondary victims in the coping process?” A scientifically sound analysis is combined with practical options for action. The current state of research shows that family power relations and internal family and social cultures of silence make disclosure difficult. Traumatic experiences often lead to long-term psychological stress, while resilience and secure attachment relationships have a beneficial effect
(Un)Diagnosed. ADHD, Gender and mental health in the school system
Die vorliegende Bachelorarbeit behandelt die Fragestellung, wie strukturelle und institutionelle Faktoren des österreichischen Schulsystems in Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit von AFAB (assigned female at birth) - Personen mit einer nicht diagnostizierten ADHS stehen. Hierfür wird das System Schule im Lichte der Theorie der Disziplinarmacht sowie des Normalismus kritisch betrachtet, um die strukturellen und institutionellen Faktoren herauszuarbeiten. Diese werden in Verbindung mit der Symptomatik einer ADHS gesetzt und dies wiederum auf das ausgearbeitete, vergeschlechtlichte Phänomen – einer bei AFAB-Personen seltener diagnostizierten ADHS – umgelegt. Daraus ergibt sich, dass diese Faktoren die Möglichkeit von Komorbiditäten bei einer nicht erkannten ADHS verstärken können. Im Hinblick auf eine Früherkennung und Prävention lässt sich ein mögliches Handlungsfeld für die Schulsozialarbeit erkennen.This bachelor thesis deals with the question of how structural and institutional factors of the Austrian school system are related to the mental health of AFAB (assigned female at birth) - persons with undiagnosed ADHD. Theories of disciplinary power and normalism serve as a tool for a critical view on the school system, to identify the structural and institutional factors. These are linked to the symptoms of ADHD and this in turn is applied to the elaborated, gendered phenomenon of ADHD that is less diagnosed in AFAB individuals. The result is that these factors can increase the possibility of comorbidities in unrecognized ADHD. With regard to early detection and prevention, a possible field of action for school social work can be identified
How do extremist world views develop among adolescents and young adults and what prevention strategies can be used effectively in social work?
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Ursachen und Dynamiken extremistischer Orientierungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext von Prävention und Deradikalisierung. Im Zentrum steht die Frage, wie extremistische Weltbilder entstehen und welche gesellschaftlichen, individuellen und psychosozialen Faktoren diese Entwicklung begünstigen. Die Analyse zeigt, dass die Adoleszenz eine vulnerable Lebensphase darstellt, in der Identitätssuche, Zugehörigkeitswünsche und Unsicherheiten Jugendliche anfällig für ideologische Narrative machen. Prävention muss daher frühzeitig, ganzheitlich und ressourcenorientiert ansetzen. Sozialisationsinstanzen wie Familie, Schule und Peergroup sowie akzeptierende Jugendarbeit spielen dabei eine Schlüsselrolle. Erfolgreiche Deradikalisierung basiert auf Beziehung, Vertrauen und der aktiven Teilhabe der Jugendlichen an alternativen Lebensentwürfen.This bachelor's thesis examines the causes and dynamics of extremist orientations among adolescents and young adults as well as the role of social work in the context of prevention and deradicalisation. The focus is on the question of how extremist world views develop and which social, individual and psychosocial factors favour this development. The analysis shows that adolescence is a vulnerable phase of life in which the search for identity, the desire to belong and insecurities make young people susceptible to simple ideological narratives. Prevention must therefore start early, holistically and with a focus on resources. Socialisation instances such as family, school and peer groups as well as accepting youth work play a key role here. Successful deradicalisation is based on relationships, trust and the active participation of young people in alternative life plans