301173 research outputs found
Sort by
Insects as part of the food pyramid; an attempt at implementation
Einleitung:
Die neuen österreichischen Ernährungsempfehlungen 2024 verbildlichen erstmals auch eine vegetarische Ernährungspyramide und spiegeln damit den gesellschaftlichen Trend zu redu-ziertem Fleischkonsum wider. Parallel wächst das Interesse an alternativen Proteinquellen wie Insekten, deren Zulassung als neuartige Lebensmittel in der EU seit 2018 geregelt ist. Angesichts globaler Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum und Umweltbelastung rücken Insekten als nachhaltige Nährstoffquelle zunehmend in den Fokus. Ziel dieser Arbeit ist es, die Nährstoffprofile ausgewählter, in der EU zugelassener Insekten zu analysieren und zu prüfen, inwiefern sie das Potential haben, proteinreiche Lebensmittel der österreichischen Ernährungspyramide hinsichtlich Makro- und Mikronährstoffgehalt zu ersetzen.
Methode:
Bei der angewandten Methodik handelt es sich um einen Versuch der Implementierung von Insekten in die Ernährungspyramide. Die Nährstoffdaten der Insekten basieren auf EFSA-Stellungnahmen, die Nährstoffprofile der Lebensmittel stammen aus dem Nährwertberech-nungsprogramm nut.s und der großen GU-Nährwert-Kalorien-Tabelle. Der Proteingehalt der Insekten wurde anhand einer aktuellen Studie neu berechnet. Für die Berechnungen wurde das Tabellenkalkulationsprogramm Excel verwendet.
Ergebnisse:
In den Berechnungen zeigt sich, dass bereits kleine Mengen (11-29,7g) Acheta domesticus bzw. Tenebrio molitor larva ausreichen, um den Eiweißgehalt der Vergleichslebensmittel ab-zudecken. Lediglich bei Fleisch und Fisch fallen die Portionsgrößen deutlich höher aus (55,1-86,4g). Acheta domesticus enthält mit Ausnahme von Biotin, Kalium, Magnesium und Vitamin D mehr Mikronährstoffe als Tenebrio molitor larva. Die eiweißnormierten Portionsgrößen sind allerdings bis auf den Vergleich mit Fisch und Fleisch zu klein, um alle relevanten Mikronähr-stoffe abzudecken. Für Hülsenfrüchte und Nüsse und Samen gibt es ein optimales Verhältnis, in dem sich beide Insektenarten bestmöglich ergänzen. Eine Portion liegt dabei zwischen 23 und 58g.
Diskussion:
Acheta domesticus allein bzw. eine Mischung mit Tenebrio molitor larva kann Hülsenfrüchte, Fleisch, Fisch, Nüsse und Samen hinsichtlich des Eiweiß- und Mikronährstoffgehaltes erset-zen. Dies trifft nicht auf Milch- und Milchprodukte, Eier sowie Fisch im Sinne des Omega 3 Gehaltes zu. Die auf dem Papier kleinen Portionsgrößen fallen aufgrund des niedrigen Volu-mens der Insekten relativ hoch aus. Dies könnte ein Hindernis in ihrer Etablierung als gängi-ges Nahrungsmittel darstellen.Introduction:
The new Austrian dietary recommendations 2024 illustrate a vegetarian food pyramid for the first time in it is history, reflecting the social trend towards reduced meat consumption. At the same time, there is growing interest in alternative protein sources such as insects, whose approval as novel foods has been regulated in the EU since 2018. In view of global challenges such as population growth and environmental pollution, insects are increasingly coming into focus as a sustainable source of nutrients. The aim of this work is to analyze the nutrient pro-files of selected insects approved in the EU and to examine the extent to which they have the potential to replace protein-rich foods in the Austrian food pyramid in terms of macro- and micronutrient content.
Method:
The methodology used is an attempt to implement insects in the food pyramid. The nutrient data of the insects are based on published EFSA opinions, the nutrient profiles of the foods come from the nutritional value calculation program nut.s and the large GU nutritional value-calorie table. The protein content of the insects was recalculated on the basis of a recent study. The Excel spreadsheet program was used for the calculations.
Results:
The calculations show that even small amounts (11-29.7g) of Acheta domesticus or Tenebrio molitor larva are sufficient to cover the protein content of the comparison foods. Only for meat and fish are the portion sizes significantly higher (55.1-86.4g). Except for biotin, potassium, magnesium and vitamin D, Acheta domesticus contains more micronutrients than Tenebrio molitor larva. However, the protein-standardized portion sizes are too small to cover all rele-vant micronutrients, except for the comparison with fish and meat. For legumes and nuts and seeds, there is an optimal ratio in which both insect species complement each other in the best possible way. The portion size is between 23 and 58g.
Discussion:
Acheta domesticus alone or a mixture with Tenebrio molitor larva can replace legumes, meat, fish, nuts and seeds in terms of protein and micronutrient content. This does not apply to milk and dairy products, eggs and fish in terms of omega 3 content. The small portion sizes on paper are relatively high due to the low volume of insects. This could be an obstacle to their establishment as a common food
The „should have known“ standard in the right to input VAT deduction Development, implementation and evaluation of a Union law standard of review
Diese Arbeit widmet sich dem unionsrechtlichen Prüfmaßstab des „Wissen-Müssens“ im Rahmen des Vorsteuerabzugs und analysiert dessen Entwicklung durch die EuGH-Rechtsprechung, die Umsetzung in Österreich sowie die praktischen Herausforderungen im steuerlichen Vollzug. Ausgangspunkt ist die zunehmende Verlagerung von objektiven zu subjektiven Voraussetzungen im Mehrwertsteuerrecht, insbesondere zur Bekämpfung von Karussellbetrug und missbräuchlichen Gestaltungen.
Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, unter welchen Bedingungen ein Steuerpflichtiger sein Recht auf Vorsteuerabzug verliert, wenn er im Zusammenhang mit betrugsverdächtigen Umsätzen nicht die erforderliche Sorgfalt walten lässt. Anhand einer detaillierten Analyse der relevanten EuGH-Entscheidungen (u.a. Rs Halifax, Kittel, Mahagében, SGI & Valeriane, Global Ink) sowie der österreichischen Umsetzung durch Verwaltung und Judikatur wird aufgezeigt, wie sich das unionsrechtliche Verständnis des Vorsteuerabzugs gewandelt hat.
Im Rahmen einer kritischen Reflexion wird das Spannungsfeld zwischen Rechtssicherheit, Verwaltungspraktikabilität und wirtschaftlicher Realität beleuchtet. Abschließend diskutiert die Arbeit aktuelle Reformvorschläge auf europäischer Ebene, insbesondere die generelle Einführung des Reverse-Charge-Verfahrens sowie das Modell des zertifizierten Steuerpflichtigen, als mögliche Lösungsansätze zur Stärkung der Resilienz des Mehrwertsteuersystems. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass langfristig nur ein ausgewogener Zugang zwischen Kontrolle und Vertrauen eine effektive Betrugsbekämpfung ermöglichen kann.This work deals with VAT fraud and especially with the test of whether or not a taxpayer knows or should have known of a VAT fraud in the context of input VAT deduction. Furthermore, this thesis analyses ECJ case law, its implementation in Austria and the practical challenges in tax enforcement. The starting point is the increasing shift from objective to subjective requirements in VAT law, in particular to combat carousel fraud and abusive arrangements.
The study focuses on the question of the conditions under which a taxable person loses his right to deduct input VAT if he does not exercise due diligence in connection with transactions suspected of being fraudulent. Based on a detailed analysis of the relevant ECJ rulings (including Halifax, Kittel, Mahagében, SGI & Valeriane, Global Ink) as well as the Austrian implementation by the administration and the judiciary, it is shown how the understanding of input VAT deduction under EU law has changed.
As part of a critical reflection, the tension between legal certainty, administrative practicability and economic reality is analyzed. Finally, the paper discusses current reform proposals at European level. In particular the introduction of a generalized reverse charge procedure and the certified taxable person model - as possible solutions for strengthening the resilience of the VAT system. The study concludes that, in the long term, only a balanced approach between control and trust can effectively combat fraud
Diagnostics using Cyclic Alternating Pattern (CAP) in the Sleep Laboratory in Patients with Parkinson`s Disease - A Retrospective Study
Hintergrund: Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Unterschieden der Mikrostruktur des Schlafs bei Patientinnen und Patienten mit Parkinson und Personen ohne neurodegenerative Erkrankungen. Morbus Parkinson ist eine chronisch progrediente neurodegenerative Erkrankung, geprägt von motorischen Symptomen wie dem Tremor. Neben den motorischen Symptomen gibt es auch eine Vielzahl an nichtmotorischen Symptomen. Dazu zählen unter anderem Schlafstörungen, welche häufig bereits vor der Manifestation von motorischen Symptomen auftreten. Daher wird in dieser Arbeit der potentielle diagnostische oder prognostische Wert der Mikrostruktur des Schlafs untersucht. Der Fokus liegt hier auf den zyklisch alternierenden Mustern (CAP), welche sich durch wiederkehrende Veränderungen in Frequenz und Amplitude im EEG auszeichnen.
Methoden: Es wurde retrospektiv eine CAP-Analyse anhand von Polysomnographie Aufzeichnungen von 15 Patientinnen und Patienten mit Parkinson sowie 15 nach Alter, Geschlecht und BMI angepassten Kontrollpersonen ohne neurodegenerative Erkrankung durchgeführt. Die CAP-Analyse erfolgte manuell durch visuelle Beurteilung des EEG. Die
ermittelten Parameter umfassten die Anzahl der CAP-Zyklen, die Gesamtdauer von CAP sowie den CAP-Anteil.
Ergebnisse und Diskussion: Die demografischen Daten sowie die Makrostruktur des Schlafs zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen der Kontrollgruppe und den Patientinnen und Patienten mit Parkinson. Bei der Analyse der Mikrostruktur hingegen konnten signifikante Unterschiede festgestellt werden. Die Anzahl der CAP-Zyklen war in
der Parkinsongruppe mit durchschnittlich 108,27 Zyklen deutlich höher als in der Kontrollgruppe mit 34,20 (p=0,004). Auch die Gesamtdauer von CAP (58,33 versus 21,36 Minuten, p=0,008) und der CAP-Anteil (28,25% versus 10,11%, p=0,004) waren signifikant größer bei den Patientinnen und Patienten mit Parkinson. Dies deutet darauf hin, dass die
Analyse der zyklisch alternierenden Muster ein sensibles Instrument ist, um schlafbezogene Veränderungen bei Parkinson zu detektieren. Ähnliche Studien konnten bereits in frühen Stadien der Erkrankung Alterationen in CAP nachweisen. Dies unterstreicht das Potential von CAP, als prognostischer Marker oder zur Früherkennung
zu dienen. Zur Bestätigung dieser Hypothesen sind jedoch Langzeitstudien erforderlich.Background: This thesis deals with differences in the sleep microstructure in patients with Parkinson`s disease and individuals without neurodegenerative disorders. Morbus Parkinson is a chronic progressive neurodegenerative disorder characterized by motor symptoms. In addition to motor symptoms, there is a variety of non-motor symptoms. These
include sleep disorders, which often precede the manifestation of motor symptoms. Therefore, the potential diagnostic or prognostic value of sleep microstructure is being investigated. The focus in this thesis lies on the cyclic alternating pattern (CAP), which are recurring changes in frequency and amplitude in the EEG.
Methods: A retrospective CAP analysis was performed based on polysomnography recordings from 15 patients with Parkinson`s disease and 15 age-, gender- and BMImatched control subjects without neurodegenerative diseases. The CAP analysis was conducted manually through visual assessment of the EEG. The parameters obtained included the number of CAP cycles, the total duration of CAP and the CAP rate.
Results and discussion: Demographic data and sleep macrostructure showed no significant differences between the control subjects and the patients with Parkinson`s disease. However, the microstructure did. The number of CAP cycles was significantly higher in the Parkinson`s group, with an average of 108.27 cycles compared to 34.20 in
the control group (p=0.004). The total duration of CAP (58.33 versus 21.36 minutes, p=0.008) and the CAP rate (28.25% versus 10.11%, p=0.004) were also significantly increased in Parkinson`s patients. These findings suggest that the cyclic alternating pattern can be a sensitive tool for detecting sleep-related changes in Parkinson`s disease. Similar
studies were able to detect alterations in CAP in the early stages of the disease. This shows the potential of CAP as a prognostic marker or for early detection. However, longitudinal studies are needed to confirm these hypotheses
VAT Liability Based on Invoices and Simplified Invoices: Implications of the ECJ Judgment in P-GmbH for Austrian VAT Law
Diese Arbeit befasst sich mit der Steuerschuld kraft Rechnungslegung nach
österreichischem Umsatzsteuerrecht unter besonderer Berücksichtigung von
Kleinbetragsrechnungen. Ausgangspunkt ist die Entscheidung des Europäischen
Gerichtshofs (EuGH) in der Rechtssache C-378/21 – P-GmbH, die eine
unionsrechtskonforme Auslegung des Art. 203 der MwSt-RL verlangt.
Untersucht wird, unter welchen Voraussetzungen eine Umsatzsteuerschuld
durch den Ausweis in einer Rechnung entsteht, insbesondere wenn Leistungen
an nicht zum Vorsteuerabzug berechtigte Endverbraucher erbracht werden. Ein
Schwerpunkt liegt auf der Abgrenzung zwischen unrichtigen und unberechtigten
Steuerausweisen gemäß § 11 Abs. 12 und 14 UStG sowie auf der Frage, wann
eine Rechnungsberichtigung erforderlich ist.
Die Analyse zeigt, dass eine Steuerschuld kraft Rechnungslegung
unionsrechtlich nur dann entsteht, wenn eine konkrete Gefährdung des
Steueraufkommens vorliegt. Bei Leistungen an Endverbraucher ist dies in der
Regel nicht gegeben. Das Abgabenänderungsgesetz 2023 (AbgÄG 2023) hat
diese Rechtsprechung gesetzlich nachvollzogen. Ergänzend wird die
Bereicherungsproblematik behandelt, insbesondere im Zusammenhang mit
§ 239a BAO.This paper examines VAT liability based on invoices in Austrian tax law. It focuses
on low-value (simplified) invoices and the impact of the European Court of Justice
jurisprudence in case C-378/21 – P-GmbH.
The analysis will show that VAT shown on an invoice will only be owed where a
customer is a private person that cannot deduct input VAT. This thesis
furthermore compares incorrect and unauthorized VAT amounts on invoices and
determines if and when the invoice must be corrected.
In short, this thesis shows that VAT liability based on invoices only exists if there
is a risk of loss of tax revenue. This is usually not the case where incorrect
invoices are issued to private customers. The Austrian law was changed in 2023
through the Abgabenänderungsgesetz 2023 to follow this EU decision. Finally,
this thesis also discusses if taxpayers must pay back VAT they should not have
received, in cases of unjust enrichmen
In-Depth Analysis of the DGN-Guideline for Symptom-Oriented Treatment of ALS Identifying Optimal Physiotherapeutic Treatment Parameters
Hintergrund: Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) betrifft etwa 4,5 Menschen pro 100 000. ALS ist eine fortschreitende Erkrankung des motorischen Nervensystems, die Muskelschwäche, Spastik und die Einschränkung der Atemfunktion verursacht. Da eine kausale Therapie bislang nicht verfügbar ist, liegt der Fokus auf symptomorientierten Maßnahmen, darunter physiotherapeutische Interventionen zur Unterstützung der Atemfunktion und zum Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund untersucht diese Arbeit, welche spezifischen physiotherapeutischen Maßnahmen der Atem- und Trainingstherapie sich zur Behandlung von ALS eignen und welche Intensität sowie Frequenz für eine effektive Therapie empfohlen werden können.
Methode: Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse in den akademischen Datenbanken PubMed, PEDro und Science-Direct. Die Auswahl relevanter Studien erfolgte durch eine gezielte Modifikation der Suchstrategie anhand der Komponenten People und Intervention, wobei der Fokus auf patientenbezogenen und interventionellen Aspekten lag. Die Qualität der 14 eingeschlossenen Studien wurde anhand des PEDro-Scores oder dem CASP-Tool überprüft.
Ergebnisse: Die Analyse zeigt, dass spezifische Atemmuskeltrainings, ins-besondere mit moderatem Widerstand, zur Verbesserung der respiratorischen Funktion beitragen können. Dabei wird eine Intensität von 30-50% des maximalen exspiratorischen und inspiratorischen Drucks empfohlen. Hinsichtlich des Krafttrainings erwiesen sich Übungen mit moderater Belastung als sinnvoll, wobei vor allem große Muskelgruppen meist dreimal pro Woche trainiert wurden. Kombinierte Ansätze, die Kraft- und Ausdauertraining integrieren, zeigen ebenfalls positive Effekte. Die Arbeit liefert Erkenntnisse zur physiotherapeutischen Behandlung von ALS, jedoch konnte die Forschungsfrage nicht abschließend beantwortet werden, da die eingeschlossenen Studien unterschiedliche methodische Ansätze verfolgten. Aufgrund der heterogenen Datenlage ist es dieser Arbeit nicht möglich konkrete Empfehlungen hinsichtlich expliziter Wiederholungsanzahlen oder optimale Intensitätsbereiche zu definieren.
Schlussfolgerung: Insgesamt unterstreicht diese Arbeit den Stellenwert der Physiotherapie bei ALS, betont jedoch die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Standardisierung von Behandlungsprotokollen. Uneinheitliche Studiendesigns und fehlende Standardisierung erschweren die Entwicklung allgemeingültiger Behandlungsempfehlungen. Zukünftige Untersuchungen sollen sich verstärkt auf evidenzbasierte Protokolle konzentrieren, um die physiotherapeutische Versorgung von ALS-Patient*innen zu optimieren.Context: Amyotrophic lateral sclerosis (ALS) is a progressive neurodegenerative disease affecting approximately 4.5 per 100,000 people. It leads to muscle weakness, spasticity, and impaired respiratory function. As no causal therapy is available, symptomoriented interventions, particularly physiotherapeutic measures to support respiratory function and maintain physical capacity, are central to care. This thesis investigates which specific physiotherapeutic interventions in respiratory and exercise therapy are suitable for ALS treatment and what intensity and frequency are recommended for effective therapy.
Methods: The study is based on a systematic literature review using academic databases (PubMed, PEDro, Science-Direct). Relevant studies were selected by modifying the search strategy to focus on patientrelated and interventional aspects. The quality of the 14 included studies was assessed using the PEDro score or the CASP tool.
Results: The analysis indicates that specific respiratory muscle training, particularly at moderate resistance (30–50% of maximal inspiratory/expiratory pressure), can improve respiratory function. For strength training, moderate-intensity exercises focusing on large muscle groups, typically performed three times per week, proved beneficial. Combined approaches integrating strength and endurance training also showed positive effects. While the thesis provides insights into physiotherapeutic treatment of ALS, the research question could not be fully answered due to methodological heterogeneity across studies. As a result, the thesis cannot define concrete recommendations for specific repetitions or optimal intensity ranges.
Conclusion: This work underscores the importance of physiotherapy in ALS but highlights the need for further research to standardize treatment protocols. Inconsistent study designs and lack of standardization hinder the development of universally applicable treatment recommendations. Future research should focus on evidencebased protocols to optimize physiotherapeutic care for ALS patients
Extraordinary Expenses
Diese Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, wie steuerliche Begünstigungen nach § 34 und § 35 EStG in Österreich dazu beitragen, Menschen finanziell zu entlasten – insbesondere jene, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung mit besonderen Kosten konfrontiert sind. Gleichzeitig wird untersucht, wie das Finanzstrafrecht, insbesondere der Tatbestand des Abgabenbetrugs nach § 39 FinStrG, dazu beiträgt, Steuergerechtigkeit sicherzustellen und Missbrauch vorzubeugen.
Im ersten Teil der Arbeit werden die Regelungen zu außergewöhnlichen Belastungen dargestellt. Dabei wird erklärt, unter welchen Voraussetzungen Ausgaben – etwa für Krankheitskosten, Pflege oder behinderungsbedingte Aufwendungen – steuerlich geltend gemacht werden können. Besonders hervorgehoben wird dabei, dass Personen mit Behinderung oftmals zusätzliche steuerliche Erleichterungen zur Verfügung stehen, zum Beispiel in Form von Freibeträgen oder der Möglichkeit, bestimmte Kosten ohne Selbstbehalt abzusetzen. Gerade für diese Personengruppe ist das eine wichtige Unterstützung, da der Alltag oft mit hohen Zusatzkosten verbunden ist.
Im zweiten Teil der Arbeit wird die Rolle des Finanzstrafrechts beleuchtet. Dabei wird gezeigt, dass der Gesetzgeber mit dem Abgabenbetrug nach § 39 FinStrG einen qualifizierten Straftatbestand geschaffen hat, um besonders schwerwiegende Fälle von Steuerhinterziehung zu bestrafen. Dies soll gewährleisten, dass steuerliche Erleichterungen auch tatsächlich nur jenen Personen zugutekommen, die sie rechtmäßig in Anspruch nehmen.
Zusammenfassend zeigt sich, dass die steuerlichen Begünstigungen nach § 34 und § 35 EStG grundsätzlich ein wichtiges Instrument zur finanziellen Entlastung darstellen – vor allem für Menschen mit Behinderung. In der Praxis bestehen jedoch Herausforderungen, etwa durch hohe Nachweispflichten oder veraltete Freibeträge. Das Finanzstrafrecht bildet eine notwendige Ergänzung, um Steuergerechtigkeit zu sichern. Für die Zukunft wären eine stärkere Digitalisierung, die Vereinfachung von Verfahren sowie die Anpassung der Betragsgrenzen an die Inflation wünschenswerte Reformschritte, um das System noch sozial gerechter und effizienter zu gestalten.This thesis examines the extent to which tax relief measures under §§ 34 and 35 of the Austrian Income Tax Act (EStG) contribute to the financial relief of taxpayers, particularly those who are affected by illness or disability and therefore face additional costs. At the same time, it analyses the role of tax criminal law, especially the offence of tax fraud pursuant to § 39 of the Austrian Fiscal Penal Code (FinStrG), in ensuring tax justice and preventing abuse.
The first part of the thesis explains the regulations on extraordinary burdens and under which conditions expenses — such as medical costs, care expenses or disability-related expenditures — can be deducted for tax purposes. Special attention is given to people with disabilities, who are often entitled to further tax benefits, for example through tax allowances or the possibility to deduct certain expenses without being subject to a deductible. These measures are of particular importance, as people with disabilities are frequently confronted with significant additional costs in everyday life.
The second part of the thesis focuses on the role of tax criminal law. It shows that the legislator has created a qualified offence of tax fraud in § 39 FinStrG to punish particularly serious cases of tax evasion. This provision aims to ensure that tax relief is granted only to those who are legally entitled to it.
In conclusion, the thesis finds that the tax benefits provided under §§ 34 and 35 EStG represent an important financial support instrument, especially for people with disabilities. However, practical challenges remain, such as extensive documentation requirements or outdated tax allowance amounts. Tax criminal law complements the system and is essential for safeguarding tax justice. Looking ahead, further reforms — such as increased digitalisation, simplified administrative procedures, and the adjustment of allowance limits in line with inflation — would be desirable to make the tax system fairer and more efficient
The role of occupational therapy in vocational rehabilitation in Austria after a traumatic spinal cord injury
Hintergrund: Die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit führt bei Personen mit Querschnittlähmung unter anderem zu einer Steigerung der Lebensqualität, Selbstständigkeit und Gesundheit. Dennoch sind Betroffene deutlich seltener erwerbstätig als die Allgemeinbevölkerung. Um eine Wiedereingliederung ins Berufsleben zu ermöglichen, sind gezielte berufliche Rehabilitationsmaßnahmen erforderlich.
Ziel: Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es die Rolle der Ergotherapie in der beruflichen Rehabilitation in Österreich nach einer traumatischen Querschnittlähmung zu untersuchen.
Methodik: Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde eine empirische Arbeit verfasst. Es wurden Expert*inneninterviews mit Ergotherapeut*innen durchgeführt, die in der Rehabilitation von Querschnittpatient*innen arbeiten. Anschließend wurden die Ergebnisse der Interviews den Erkenntnissen aktueller Studien gegenübergestellt.
Ergebnisse: Um die Wiedereingliederung ins Berufsleben von Menschen mit Querschnittlähmung zu fördern, führen Ergotherapeut*innen unter anderem folgende Interventionen durch: Befundungen in Form von Gesprächen und Performanzanalysen, Beratungs- und Aufklärungsgespräche, ADL- und iADL-Training, Training arbeitsspezifischer Fertigkeiten, motivations- und selbstwirksamkeitsfördernde Maßnahmen, Arbeitsplatzberatungen und gegebenenfalls -adaptierungen, Hilfsmittelversorgung und Angehörigenschulung. Empirie und Theorie vertreten unterschiedliche Standpunkte bezüglich der Priorität der beruflichen Rehabilitation. Während in einigen Studien die Wichtigkeit von frühzeitigen beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen betont wird, geht aus den Expert*inneninterviews hervor, dass die berufliche Wiedereingliederung in Rehabilitationszentren in Österreich besonders für hochbetroffene Patient*innen, in der ersten Zeit nach dem Unfall keinen hohen Stellenwert hat, da andere Themen im Vordergrund stehen.
Conclusio: Auch wenn die berufliche Rehabilitation in der Praxis nicht für alle Patient*innen eine Priorität ist, verfügen Ergotherapeut*innen über ein breites Spektrum an Methoden und Interventionen, um Betroffene effektiv zu unterstützen. Weiterführende Studien zum optimalen Zeitpunkt von beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen nach traumatischen Querschnittlähmungen sind wünschenswert.Background: For people with spinal cord injuries, pursuing a professional activity leads to an improvement in quality of life, independence, and health. However, affected individuals are significantly less likely to be employed than the general population. Vocational rehabilitation measures are necessary to facilitate reintegration into working life.
Aim: The aim of this bachelor thesis is to investigate the role of occupational therapy in vocational rehabilitation in Austria after a traumatic spinal cord injury.
Methods: To answer the research questions, an empirical study was conducted. Interviews with occupational therapists working in the rehabilitation of patients with spinal cord injury were conducted. The results of the interviews were then compared with the findings of current studies.
Results: To promote the vocational reintegration of people with spinal cord injuries, occupational therapists carry out the following interventions: assessments through interviews and performance analyses, counseling and educational conversations, ADL and iADL training, training of work-specific skills, motivation and self-efficacy-enhancing measures, workplace consultations and if possible, adaptations, provision of assistive devices, and education of caregivers. Empirical and theoretical evidence present different viewpoints regarding the priority of vocational rehabilitation. While some studies emphasize the importance of early vocational rehabilitation measures, the interviewed experts indicate that in Austrian rehabilitation centers, vocational rehabilitation is not the primary focus in the early phases following the injury, especially for patients with severe impairments, due to the prioritization of other issues.
Conclusions: Even if vocational rehabilitation is not a priority for all patients, occupational therapists have a wide range of methods and interventions at their disposal to effectively support affected individuals. Further studies on the optimal timing of vocational rehabilitation measures after traumatic spinal cord injuries are desirable
The relevance of sport orthoptics in table tennis – analyzing visual requirements and their influence on athletic performance
Kurzfassung
Ziel/Gegenstand
Tischtennis ist eine visuell anspruchsvolle Rückschlagsportart, die eine schnelle Verarbeitung visueller Reize erfordert. Entscheidend für den sportlichen Erfolg sind visuelle Leistungsfaktoren wie Augen-Hand-Koordination, Stereopsis, Sakkaden und peripheres Sehen. Trotz der wachsenden Relevanz der Sportorthoptik im Tischtennis ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Thematik bislang begrenzt (DeepL SE, 2024).
Hintergrund
Studien belegen, dass visuelle Funktionen trainierbar sind und zur Antizipations- und Reaktionsleistung im Sport beitragen. Die Sportorthoptik als interdisziplinärer Ansatz, vereint orthoptische und sportwissenschaftliche Elemente und eröffnet neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten (DeepL SE, 2024).
Methode
Die Arbeit folgt dem Aufbau eines narrativen Reviews. Analysiert werden 21 Fachpublikationen der letzten zwei Jahrzehnte, die sich mit visuellen Anforderungen im Tischtennis sowie mit sport-orthoptischen Interventionen befassen. Die Auswahlkriterien orientieren sich an der Qualität der Studien, ihrer Aktualität sowie ihrer sportartspezifischen Relevanz (DeepL SE, 2024).
Ergebnisse
Visuelle Fähigkeiten wie Augen-Hand-Koordination, Stereopsis, Reaktionszeit, Fixation, Sakkaden und peripheres Sehen beeinflussen die sportliche Leistungsfähigkeit im Tischtennis. Diese Kompetenzen können durch gezielte Trainingsmaßnahmen, auch unter Einsatz technologischer Hilfsmittel verbessert werden. Die Effektivität sport-orthoptischer Methoden variiert je nach Leistungsniveau (DeepL SE, 2024).
Diskussion/Schlussfolgerung
Visuelle Fähigkeiten sind trainierbar und leisten einen wesentlichen Beitrag zur sportlichen Leistungsoptimierung. Die Sportorthoptik eröffnet einen vielversprechenden Zugang. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI)-gestützten Systemen bietet neue Perspektiven für die Diagnostik und Training im Tischtennis (DeepL SE, 2024).Abstract
Objective
Table tennis is a visually demanding rebound sport that requires fast processing of visual stimuli. Visual performance factors such as eye-hand coordination, stereopsis, saccades and peripheral vision are decisive for sporting success. Despite the growing relevance of sports orthoptics in table tennis, scientific research on this topic has so far been limited (DeepL SE, 2024).
Background
Studies show that visual functions can be trained and contribute to anticipation and reaction performance in sport. Sports orthoptics as an interdisciplinary approach combines orthoptic and sports science elements and opens new diagnostic and therapeutic possibilities (DeepL SE, 2024).
Methods
The work follows the structure of a narrative review. It analyses 21 specialist publications from the last two decades that deal with visual requirements in table tennis and sports orthoptic interventions. The selection criteria are based on the quality of the studies, their topicality and their sport-specific relevance (DeepL SE, 2024).
Results
Visual skills such as eye-hand coordination, stereopsis, reaction time, fixation, saccades and peripheral vision influence athletic performance in table tennis. These skills can be improved through targeted training measures, including the use of technological aids. The effectiveness of sports orthoptic methods varies depending on the level of performance (DeepL SE, 2024).
Discussion/Conclusions
Visual skills can be trained and make a significant contribution to optimizing athletic performance. Sportorthoptics opens a promising approach. The use of artificial intelligence (AI)-supported systems offers new perspectives for diagnostics and training in table tennis (DeepL SE, 2024)
Developing an ICF-Dietetic Core-Assessment Set in the field of gastroenterology
Die diätologische Intervention ist aufgrund der vielfältigen Symptome von Patient*innen mit gastrointestinalen Erkrankungen ein wesentlicher Bestandteil der Therapie. Stuhlinkontinenz, Schmerzen, Vitaminmängel, Hypoproteinämie und psychosozialer Leidensdruck sind nur wenige der Komplikationen der betroffenen Patient*innengruppe. Eine präzise Anamnese ist daher beim diätologischen Erstkontakt entscheidend. Derzeit fehlt ein standardisiertes Verfahren zur Erfassung dieser Informationen. Diese Arbeit zielt darauf ab, ein standardisiertes ICF-Diätetik Core-Assessment Set für die Gastroenterologie zu entwickeln. Durch das strukturierte Erfassen relevanter Daten soll eine einheitliche, qualitätsgesicherte Patient*innenbetreuung gewährleistet werden. Die Entwicklung des ICF-Diätetik Core-Assessment Sets erfolgte nach dem Schema des ICF Research Branch und basiert auf vorangegangenen Studien, die relevante ICF-Diätetik Kategorien für den Bereich der Gastroenterologie identifizierten. Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz gewählt und eine Delphi-Befragung des Typs vier in zwei Runden durchgeführt, um einen Konsens unter Expert*innen zu erzielen. Als Expert*innen wurden Diätolog*innen mit mehr als einem Jahr Berufserfahrung miteinbezogen. Die Teilnehmer*innen bewerteten in beiden Runden die Relevanz von 148 ICF-Diätetik Kategorien für die Gastroenterologie und 135 ICF-Diätetik Kategorien für die Zöliakie. Kategorien, die von ≥75 % der Expert*innen als „relevant“ eingestuft wurden, flossen in das Core-Assessment Set ein. Kategorien, die von <40 % als „relevant“ bewertet wurden, wurden ausgeschlossen. In der zweiten Runde wurden die Teilnehmer*innen zu den Kategorien befragt, bei denen in der ersten Runde kein Konsens erzielt wurde. Anhand der erhobenen Daten konnten insgesamt 150 ICF-Diätetik Kategorien in das ICF-Diätetik Core-Assessment Set aufgenommen werden. Das Core-Assessment Set bietet eine Grundlage für das standardisierte Erfassen diätologischer Assessmentdaten, was die Professionalisierung der Berufsgruppe der Diätologie durch eine strukturierte Erfassung ernährungsrelevanter Informationen fördert. Zukünftig soll das Core-Assessment Set in die Praxis implementiert werden und die Anwendbarkeit getestet werden. Die Relevanz der 30 Kategorien, über deren Aufnahme weiterhin ein Dissens besteht, muss künftig untersucht werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, weitere Forschungsarbeit in die Erarbeitung einer Kurzfassung zu investieren.Due to the broad range of symptoms associated with gastrointestinal disorders, dietetic intervention is a key component in their medical therapy. A precise anamnesis establishes a quality benchmark for dietetic treatment. Currently, there is no standardized method to collect patient data. Therefore, this thesis aims to develop a standardized ICF-Dietetics Core-Assessment Set for gastroenterology. By creating standardized methods the quality of dietetic care can be enhanced. Moreover, patient care can be refined and objectively assessed for its quality. The development of the ICF-Dietetics Core-Assessment Set followed the framework by the ICF Research Branch. Additionally, it builds on relevant ICF-Dietetics categories in the field of gastroenterology identified by previous research. The research method follows a quantitative approach. Two rounds of Delphi Survey Type four were conducted. The goal was to achieve a consensus among experts. These experts were dietitians with over a year of professional experience. In both rounds participants were asked to classify 148 ICF-Dietetics categories for gastroenterology and 135 categories for coeliac disease regarding their relevance. If ≥75% of the experts rated a category as "relevant," it was included in the ICF-Dietetics Core-Assessment Set. If <40% of participants voted "relevant," the category was excluded. Only those categories that showed inconclusive results required a second voting procedure. Based on the collected data a total of 150 ICF-Dietetics categories were included in the ICF-Dietetics Core-Assessment Set. The Core-Assessment Set provides a basis for a standardized way of gathering dietetic assessment data that promotes the professionalization of dietitians through the structured collection of nutrition-related information. The next step will be to implement the instrument and test its applicability. The relevance of the 30 categories, regarding which there is still disagreement, needs to be further investigated. Additionally, it is recommended for further research to be invested in developing a corresponding short version