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Between rhythm and performance : the effects of dance and sport on mental health, spatial cognition, emotion regulation and heart rate variability
Regelmäßige physische Aktivität hat einen erheblichen positiven Einfluss auf die psychische und physische Gesundheit. Tanz kann als eine künstlerische physische Aktivität beschrieben werden, die sowohl mentale als auch körperliche Aspekte verbindet. Das Ziel dieser Arbeit ist es zu erforschen, ob sich Tänzer:innen, Sportler:innen und weniger aktive Personen in ihrer Emotionsregulation, räumlichen Kognition, Depressivität und Herzratenvariabilität unterscheiden. Zu diesem Zweck wurden 87 Proband:innen aus drei unterschiedlichen Bereichen rekrutiert: Tänzer:innen, Sportler:innen und Personen, die weniger Sport betreiben. Tänzer:innen scheinen als Emotionsregulationsstrategie mehr zu grübeln als Sportler:innen und weniger aktive Personen unterdrücken ihren emotionalen Ausdruck mehr als Sportler:innen. Es zeigen sich Unterschiede in der HRV, vor allem zwischen Tänzer:innen und körperlich weniger aktiven Menschen. Auch in der Herzrate zeigen sich Unterschiede, vor allem zwischen Sportler:innen und weniger aktiven Personen. Weiters zeigen sich korrelative Zusammenhänge zwischen einigen Emotionsregulationsstrategien und der Sporterfahrung, der Tanzerfahrung und der depressiven Symptomatik in dieser Stichprobe. Es zeigen sich keine signifikanten Unterschiede in der depressiven Symptomatik oder der räumlichen Kognition zwischen den Gruppen. Diese Studie gibt wichtige Einblicke in die Forschung zu den vielfältigen Beziehungen von Tanz und Sport mit psychischen und physischen Aspekten unseres Wohlbefindens, gibt Anregungen für mögliche zukünftige Studien in diesem Bereich und betont die Wichtigkeit von physischer Aktivität im Leben der Menschen.Regular physical activity has a significant positive impact on mental and physical health. Dance can be described as an artistic physical activity that combines both mental and physical aspects. The aim of this study is to investigate whether dancers, athletes and less active individuals differ in their emotion regulation, spatial cognition, depression and heart rate variability. For this purpose, 87 participants from three different domains were recruited: dancers, athletes, and physically less active people. Dancers seem to ruminate more than athletes, and less active people suppress their emotional expression more than athletes. There are differences in the HRV, especially between dancers and physically less active people. Differences in heart rate, especially between athletes and less active people were found as well. Furthermore, there are correlations between some emotion regulation strategies and sports experience, dance experience and depressive symptoms. kere were no significant differences in depressive symptoms or spatial cognition between the groups. This study provides important insights into the research on the manifold positive aspects of dance and sport on mental and physical aspects of well-being; moreover, it provides suggestions for possible future studies in this area and emphasizes the importance of physical activity in people's lives.vorgelegt von Katharina Hammer, B.Sc.Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
“How could paint on canvas be blurry?” Levels of meaning of blurring in the works of Gerhard Richter
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich der bedeutenden Rolle der Unschärfe im Oeuvre von Gerhard Richter. Gerhard Richter zählt zu den einflussreichsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit, dessen umfangreiches Oeuvre sich über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg erstreckt, wobei die Unschärfe einen roten Faden darstellt. Richter bewegt sich in seinen Arbeiten im Spannungsverhältnis zwischen Fotografie und Malerei, Rezeption und Erinnerung.Anhand der analysierten Werke Gerhard Richters zeigt sich, wie die Unschärfe deren Rezeption abänderte und die Unterschiede zwischen Fotografie und Malerei vom Künstler aufgebrochen werden.This master’s thesis is dedicated to the important role of blurring in the oeuvre of Gerhard Richter. Gerhard Richter is one of the most influential German artists of the post-war period, whose extensive oeuvre spans more than six decades, with blur as a central theme. Richter operates in the tense relationship between photography and painting, reception and memory.With the help of blurring, Gerhard Richter profoundly expands the meaning of his paintings. The works analyzed by Gerhard Richter show how blurring changed their reception and how the artist breaks up the differences between photography and painting.Automatisch erstellte Titelanzeige – Daten nicht geprüftMasterarbeit Universität Graz 202
The conversion of the mathematical areas of action into processes
Im Schuljahr 2023/24 wurde in Österreich der Lehrplan, beginnend mit den ersten Klassen der Sekundarstufe I, auf die im Rahmen des Pädagogik Pakets NEU im Jahr 2019 beschlossene Neufassung umgestellt. Diese Umstellung hat in sämtlichen Fächern, insbesondere jedoch im Unterrichtsfach Mathematik, zu gewissen Änderungen geführt. In Bezug auf das mathematische Kompetenzmodell (M8) wurden den bisherigen vier Handlungsbereiche vier kompetenzbezogene Prozesse gegenübergestellt. Die Beschreibungen ähneln sich, aber es gibt strukturelle Veränderungen: zwei der M8-Handlungsbereiche sind in den Prozessen nicht enthalten und drei neue Aspekte sind hinzugekommen. Hierbei handelt es sich um das Modellieren und Problemlösen sowie das Vermuten. Ziel dieser Erneuerungen ist die Anpassung der in der Sekundarstufe I geltenden Prozesse an die allgemeinen Kompetenzen der Volksschule (M4). Folglich besteht dadurch nun die Möglichkeit, diese allgemeinen Kompetenzen im Verlauf der Sekundarstufe I weiter zu vertiefen. Die Einführung des neuen Lehrplans bedingte zudem eine Anpassung der Schulbücher, da die Aufgabenstellungen an die Prozesse neu ausgerichtet werden mussten. Die Ergebnisse der in dieser Masterarbeit vorgestellten Dokumentenanalyse legen nahe, dass eine erneute Überarbeitung der Schulbücher erforderlich ist. Diese sollte insbesondere eine Anpassung der Aufgabenstellungen zu den Prozessen Modellieren und Problemlösen sowie Vermuten und Begründen umfassen. Dadurch würde auch Schülerinnen und Schülern mit niedrigerem Leistungsniveau die Möglichkeit eröffnet, Lösungsstrategien für Aufgabenstellungen dieser Prozesse zu erlernen.In the 2023/24 school year, the curriculum in Austria was changed to the latest version, which was adopted as part of the Pedagogic Paket NEU in the year 2019, starting with the first grades of secondary level I. This change has led to certain changes in all subjects, but especially in mathematics. Regarding the mathematical competence model (M8), the previous four areas of action have been contrasted with four competence-related processes. Although the descriptions are similar, there are structural changes: two of the M8 action areas are not included in the processes and three new aspects have been added. These are modelling and problem solving as well as conjecturing. The aim of these innovations is to adapt the processes applicable at lower secondary level to the general competencies of primary school (M4). As a consequence, there is now the opportunity to further develop these general competencies in the course of lower secondary level. The introduction of the new curriculum also required the text-books to be adapted, as the tasks had to be realigned with the processes. The results of the document analysis presented in this master's thesis indicate that the textbooks need to be revised again. In particular, this should include an adaptation of the tasks relating to the processes of modelling and problem solving as well as conjecturing and reasoning. This would also give pupils with a lower performance level the opportunity to acquire solution strategies for tasks in these processes.vorgelegt von Hanna Konrad, BEdLiteraturverzeichnis: Blätter V-IXMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Athleten Athletinnen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema der körperlichen Aktivität bei Teilnehmer:innen der Nationalen Special Olympics Winterspiele 2024 und auch mit dem Zusammenhang dieser mit dem Stresserleben der Athlet:innen. Körperliche Aktivität ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens und hat unmittelbare Folgen auf das Wohlbefinden von jedem Menschen, man fühlt sich besser, ist gesünder und die Wahrscheinlichkeit eine chronischen Erkrankung zu erleiden, sinkt. Ziel ist den Ist- Zustand bezüglich einer Vielzahl an sport-physiologischen sowie psychischen Faktoren bei den Athlet:innen zu beschreiben. Ebenfalls wurden die Zusammenhänge der Faktoren körperlicher Aktivität und Stresserleben in dieser Arbeit untersucht. Als Grundlage dieser Arbeit gilt die Fitnessstraße, die im Zuge der Nationalen Special Olympics Winterspiele 2024 durchgeführt wurde. Es wurde ein Stationenbetrieb installiert, in dem Tests, Untersuchungen und Befragungen bei Athlet:innen durchgeführt worden sind. Die Resultate zeigen, dass Athlet:innen der Special Olympics in den körperlichen Tests in ähnlichen Bereichen von vorliegenden Studien liegen, meist in der Kategorie der aktiveren Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Ebenfalls zeigen die Resultate, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer:innen angeben, zumindest manchmal unter Stress zu leiden und dieses subjektive Stressempfinden steht in einem Zusammenhang mit der körperlichen Aktivität. Je höher die Teilnehmer:innen die eigene Aktivität einschätzen, desto seltener sind sie gestresst. Körperliche Aktivität sollte bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung generell stärker gefördert werden. Obwohl die Teilnehmer:innen dieser Studie im Gegensatz zu vergleichbaren Ergebnissen als aktiver gelten, sollte ihr körperliches Aktivitätslevel weiter gesteigert werden, um positive Effekte auf die psychophysische Gesundheit zu erzielen.This master’s thesis deals with the topic of physical activity among participants in the 2024 National Special Olympics Winter Games and examines its relationship with the stress experiences of the athletes. Physical activity is a vital aspect of life, directly impacting overall well-being. It promotes better health, improves mood, and reduces the likelihood of chronic illnesses. The objective is to describe the current state of various sport-physiological and psychological factors among the athletes. Furthermore, the relationships between physical activity and stress experiences were analyzed. The foundation of this research is a fitness trail, implemented during the 2024 National Special Olympics Winter Games. A station-based setup was established, where tests, assessments, and surveys were conducted with the athletes. The results indicate that Special Olympics athletes performed in physical tests at levels comparable to those reported in previous studies, often categorized among more active individuals with intellectual disabilities. The findings also reveal that more than half of the participants reported experiencing stress at least occasionally, and this subjective perception of stress is associated with physical activity. The higher the participants rate their activity level, the less stressed they are. Physical activity should generally be encouraged more among individuals with intellectual disabilities. Although the participants in this study were more active compared to similar populations, their activity levels should still be increased to achieve further positive effects on psychophysical health.Tobias Deimel, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Is health-promoting Leadership meaningful? : The effect of meaningful work and health-promoting leadership on work engagement, recovery and strain
In der heutigen Arbeitswelt, geprägt von steigendem Zeitdruck und Arbeitsüberlastung, gewinnen psychische Gesundheit, Arbeitsengagement oder erlebte Sinnhaftigkeit in der Arbeit zunehmend an Bedeutung. Sinnhaftigkeit kann zu mehr Engagement, Gesundheit und Zufriedenheit führen. Da es kaum Studien zum Zusammenhang von erlebter Sinnhaftigkeit und gesundheitsförderlicher Führung gibt, untersucht die vorliegende Studie den moderierenden Einfluss von gesundheitsförderlicher Führung auf den Zusammenhang zwischen Sinnerleben in der Arbeit, Arbeitsengagement, Erholung und Beanspruchung von Mitarbeiter:innen. Im Mai 2024 wurden im Rahmen einer Onlinestudie 182 Personen aus Österreich befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass erlebte Sinnhaftigkeit der Arbeit positiv mit Arbeitsengagement und Erholung und negativ mit Beanspruchung zusammenhängt. Gesundheitsförderliche Führung moderiert den Zusammenhang zwischen erlebter Sinnhaftigkeit und der Beanspruchung, wobei die Ergebnisse dieser Untersuchung darauf hindeuten, dass gesundheitsförderliche Führung als Art Puffer gegen Beanspruchung dient, wenn Mitarbeiter:innen wenig Sinnerleben verspüren. Ebenfalls moderierte gesundheitsförderliche Führung den Zusammenhang zwischen Zugehörigkeit, einer Facette von erlebter Sinnhaftigkeit, und dem Arbeitsengagement. Dies deutet darauf hin, dass bei gesunder Führung Mitarbeiter:innen das soziale Setting, in dem sie sich befinden, mehr wahrnehmen und dadurch mehr Engagement in ihrer Arbeit zeigen. Gesundheitsförderliche Führung moderierte hingegeben den Effekt auf Erholung nicht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass gesundheitsförderliche Führung einen positiven Einfluss auf das Sinnerleben der Mitarbeiter:innen hat, indem es einen Rahmen schafft, der die Wahrnehmung von Sinnhaftigkeit in der Arbeit fördert.In today’s working world, characterized by increasing time pressure and workloads, mental health, work engagement, and meaningful work are becoming increasingly important. Meaningful work can enhance employee commitment, health, and satisfaction. This study investigates the moderating influence of health-promoting leadership on the relationship between meaningful work and employees’ work engagement, recovery, and strain. An online survey of 182 employees in Austria was conducted in May 2024. Results showed that meaningful work was positively associated with work engagement and recovery and negatively with strain. Health-promoting leadership also moderated the relationship between perceived meaningfulness and strain. The results indicate that health-promoting leadership serves as a kind of buffer against stress, when employees feel little sense of meaning. Health-promoting leadership also moderated the relationship between belonging, a facet of perceived meaning at work, and work engagement. This indicates that with health promoting leadership, employees are more aware of their social setting and thus show more commitment to their work. However, it did not moderate the relationship between meaningful work and recovery. In summary, health-promoting leadership positively influences employees’ experience of meaningful work by creating a supportive framework for perceiving meaning.vorgelegt von: Thomas Kohlbacher, BSc.Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Investigating the relationship between different domains of disgust and preference for extreme music : pilot study
Der Zusammenhang von Musik und emotionalem Erleben ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen (Greenberg et al., 2016; Thompson et al., 2019). Zur Untersuchung des Ekelerlebens könnten sich insbesondere extreme Formen der Metal-Musik, wie beispielsweise Death Metal eignen. Diese weisen verschiedene visuelle, akustische und sprachliche Attribute auf (Andrew, 2015), die Überschneidungen zu ekelerregenden Reizen zeigen (Rozin, 2008; Tybur et al., 2013). Ekelerregende Reize sind durch eine potenzielle Kontaminationsgefahr ausgezeichnet, die zu einer Schutzreaktion des Körpers vor Krankheiten und Infektionen führt (Ekman, 1992; Schienle et al., 2014). Hierzu zählen beispielsweise verwundete oder tote verwesende Körper (Tybur et al., 2013) sowie Körperflüssigkeiten von Menschen und Tieren, wie Blut, Eiter, Schweiß oder Kot (Rozin, 2008). Die Neigung, Ekel in verschiedenen Situationen zu empfinden, wird als Ekelempfindlichkeit bezeichnet (Schienle et al., 2002). Die Ekelsensitivität hingegen, ist die subjektive Bewertung Ekelerlebnisse als negativ, unkontrollierbar und belastend wahrzunehmen (Schienle et al., 2010). Selbstekel kann sich auf das eigene Verhalten oder die eigene Person beziehen und steht mit einer intensiven Abneigung in Zusammenhang (Schienle et al., 2014). Moralischer Ekel wird durch Verstöße gegen soziale Normen und Ordnungen hervorgerufen und steht in engem Zusammenhang mit den Emotionen Scham und Schuld (Rozin et al., 2008; Illea et al., 2014). Während Ekel mit einer Vermeidung von ekelauslösenden Reizen einhergeht (Tybur et al., 2013), scheinen sich Extreme-Metal Fans solchen Reizen bewusst zuzuwenden und dabei sogar positive Gefühle zu verspüren (Sun et al. 2019). Zum aktuellen Kenntnisstand gibt es keine Studie, die das Ekelerleben hinsichtlich verschiedener Ekeldomänen sowie die Reaktion auf ekelassoziierte Reize zwischen Extreme Metal-Fans und Nicht-Fans untersucht hat. Die vorliegende Studie soll erste Hinweise auf Unterschiede im Ekelerleben zwischen Extreme Metal-Fans (Fans) und Nicht-Fans untersuchen. Hierzu wurde online eine Pilotstudie durchgeführt, die sich aus der Erfassung verschiedener Ekeldomänen (Ekelempfindlichkeit, Ekelsensitivität, Selbstekel und Moralischer Ekel) mithilfe validierter Skalen sowie aus ekelassoziierten Extreme Metalmusik-Experimenten und ekelinduzierenden Experimenten zusammensetzte. Ausgewertet wurden Datensätze von 218 Teilnehmenden (m = 146, w = 66, d = 6), welche anhand der Musikpräferenz in zwei gleich große Gruppen (Fans und Nicht-Fans) unterteilt wurden. In den Ergebnissen zeigten sich signifikant niedrigere Ausprägungen für Ekelsensitivität und Ekelempfindlichkeit bei Fans im Vergleich zu Nicht-Fans. Für die anderen untersuchten Ekeldomänen zeigten sich keine signifikanten Gruppenunterschiede. Zudem zeigte sich, dass Fans im Vergleich zu Nicht-Fans mit signifikant weniger Ekelempfinden auf die Präsentation von Extreme Metal-Songs, Extreme Metal-Texten und Extreme Metal-Cover reagierten. Auffällig war jedoch, dass sich für musikunabhängige ekelinduzierende Stimuli geringe Unterschiede zwischen den Gruppen zeigten. Die Befunde legen nahe, dass Fans ekelassoziierte Stimuli, die dem Extreme Metal-Genre entstammen, als signifikant weniger eklig wahrnehmen als Nicht-Fans. Dieser Unterschied scheint für musikunabhängige Ekelreize geringer ausgeprägt zu sein. Es kann angenommen werden, dass ekelassoziierte Reize mit Bezug zu Extreme Metal von Fans deutlich anders verarbeitet werden als von Nicht-Fans. Unklar bleibt die Wirkrichtung des Zusammenhangs zwischen Ekelerleben und Musikpräferenz. Diese sollte in zukünftiger Forschung untersucht werden, beispielsweise durch Längsschnittstudien. Ferner sollten andere Modalitäten des Ekels, wie riechen und schmecken, berücksichtigt werden.The relation between music and emotional experience is the subject of numerous scientific studies (Greenberg et al., 2016; Thompson et al., 2019). Extreme forms of metal music such as death metal could be particularly suitable for investigating feelings of disgust. These have various visual, acoustic and linguistic attributes (Andrew, 2015) that are similar to disgust-inducing stimuli (Rozin, 2008; Tybur et al., 2013). Disgust elicitors are characterized by a potential risk of contamination which leads to a protective reaction of the body against diseases and infections and triggers core disgust (Ekman, 1992; Schienle et al., 2014). These includes wounded or decaying bodies (Tybur et al., 2013) and human or animal bodily fluids such as blood, purulence, sweat or feces (Rozin, 2008). The tendency to feel disgusted in different situations is called disgust propensity (Schienle et al., 2002). Conversely, the concept of disgust sensitivity encompasses a subjective evaluation of the experience of disgust as a negative, uncontrollable, and distressing sensation (Schienle et al., 2010). Self-disgust can be directed towards one's own behavior or person and is associated with an intense aversion (Schienle et al., 2014). Moral disgust is caused by violations of social norms and orders and is closely related to the emotions of shame and guilt (Rozin et al., 2008; Illea et al., 2014). While disgust is associated with an avoidance of disgust elicitors (Tybur et al., 2013), Extreme metal fans seem to actively seek out such music and even enjoy it (Sun et al., 2019). To the best of our knowledge, there are no studies that have examined the experience of disgust in terms of different disgust domains and the reaction to disgust-associated stimuli between extreme metal fans and non-fans. The present study aims to provide preliminary insights into the differences in the experience of disgust between extreme metal fans and non-fans. To this end, an online pilot study was conducted, encompassing the measurement of various domains of disgust (disgust propensity, disgust sensitivity, self-disgust, and moral disgust) through the utilisation of validated scales, in conjunction with disgust-associated and -inducing experiments. The analysis encompassed a total of n = 218 participants (146 males, 66 females, and 6 individuals who identified as 'divers'), who were divided into two equal groups of extreme metal fans and non-fans based on their musical preferences. The results showed significantly lower levels of disgust sensitivity and disgust propensity in fans compared to non-fans. For the other examined disgust domains, no significant group differences were found. Furthermore, it was shown that fans reacted with significantly less disgust to the presentation of extreme metal songs, extreme metal lyrics, and extreme metal covers compared to non-fans. However significant differences between the groups were found for music-independent disgust-inducing stimuli. The findings suggest that fans perceive disgust-associated stimuli that originate from the extreme metal genre as significantly less disgusting than non-fans. This difference seems to be less pronounced for music-independent disgust stimuli. It can be assumed that fans process disgust-associated stimuli related to extreme metal significantly differently than non-fans. The direction of the relationship between disgust experience and music preference remains unclear. This should be investigated in future research, for example in longitudinal studies. Furthermore, other modalities of disgust, such as smelling and tasting, should be considered.vorgelegt von: Lea MileticMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Queer representation in the web series “Carmilla” and “The Carmilla Movie”
Medien im Allgemeinen und visuelle Medien im Besonderen haben die Fähigkeit, zu beeinflussen, wer wir sind und wie wir die Welt sehen. Für einige sind Medien der erste Berührungspunkt mit bestimmten randständigen Gruppen, wodurch die Bilder und Geschichten, mit denen sie konfrontiert sind, noch bedeutsamer werden. Sowohl queere als auch nicht-queere Zuseher:innen können gleichermaßen durch die Darstellungen, denen sie ausgesetzt sind, lernen, was es bedeutet, Teil der LGBTQIA+ community zu sein. Dadurch werden diese zu einer wertvollen Ressource, um Ansichten von und über eine bestimmte Gruppe zu verstehen und zu formen. Eine Erforschung dieser Darstellungen kann nicht nur Einblicke in die einzelnen spezifischen Repräsentationen selbst geben, sie hat weiters das Potenzial, einen Leitfaden für zukünftige Texte anzubieten. Daher ist es der Zweck dieser These, die queere Repräsentation in der Webserie Carmilla und The Carmilla Movie zu untersuchen. Die kanadische Webserie Carmilla wurde 2014 auf YouTube veröffentlicht und erreichte in kürzester Zeit unerwartete Beliebtheit, welche 2017 zur Veröffentlichung des Spielfilms The Carmilla Movie führte. Es handelt sich hier um eine moderne, feministische Adaption der gleichnamigen Novelle des Autors Sheridan Le Fanu aus dem Jahre 1872. Anstelle einer Geschichte über die zerstörerische Macht der weiblichen (Homo‑)Sexualität findet sich hier eine Wertschätzung und Feier von queer-sein und queerer Liebe. Mit einer Fülle an queeren Charakteren und Handlungssträngen bieten die Serie und der Film einen regelrechten Überschuss an Repräsentation. Es ist jedoch nicht allein dieses Volumen an Darstellungen, welches Carmilla zu einem positiven Beispiel macht. Carmilla bietet komplexe Darstellungen, die sich weder auf die queere Identität der Charaktere verlassen noch davon abhängen. Eine Analyse der Gesamtdarstellung sowie der bedeutendsten Charaktere und Handlungsstränge zeigt ein Bild einer Show, die trotz Widerstand und Zensur erfolgreich war. Carmilla liefert realistische, komplexe und facettenreiche Darstellungen, die darauf abzielen, schädliche Stereotypen und Tropen zu umgehen und umzukehren. Obgleich die beinhalteten Darstellungen keineswegs fehlerfrei sind, haben diese dennoch das Potenzial, eine Basis für zukünftige Charaktere und Handlungen zu bieten.Media in general, and visual media in particular, has the power to shape who we are and how we see the world. For some, media is their first introduction to certain marginalised groups, making the images and stories they are presented with all the more important. Queer and non-queer viewers alike may learn what it means to be part of the LGBTQIA+ community through the depictions they are exposed to, making these a valuable resource in comprehending and shaping the perceptions of a certain group. Studying these depictions may not only yield insights into the specific representation found within the primary text itself but also carry the potential to offer a guide for future stories. As such, it is the purpose of this thesis to examine the queer representation offered within the web series Carmilla and The Carmilla Movie. The Canadian web series Carmilla was released on YouTube in 2014 and quickly gained unexpected levels of popularity, leading to the release of a feature film, The Carmilla Movie, in 2017. This modern feminist adaptation of Sheridan Le Fanu’s 1872 novella about a female vampire took a story of the corrupting force of female (homo-)sexuality and turned it into a celebration of queerness and queer love. With a plethora of queer characters and storylines, the series and the movie offer an abundance of representation. However, it is not only the volume of representation that makes Carmilla a positive example; it offers complex depictions that do not rely or hinge on the characters’ queerness. An analysis of the overall representation, as well as its most significant characters and storylines, reveals an image of a show that succeeded despite pushback and censorship. Carmilla delivers realistic, intricate, and multifaceted portrayals that aim to circumvent and invert harmful stereotypes and tropes. Although by no means perfect, the representations found within offer a solid base upon which future characters and stories may build.vorgelegt von Magdalena Schneider, BALiteraturverzeichnis: Blätter 50-53Masterarbeit Universität Graz 202
The discretionary decision of the authority regarding the overall conduct of the applicant for citizenship according to §11 of the Citizenship Act
Diese Arbeit beleuchtet die besondere Rolle des Gesamtverhaltens des Verleihungswerbers bei der Ermessensentscheidung der Behörde gemäß § 11 StbG 1985. Im Fokus steht der Spannungsbereich zwischen den Verleihungsvoraussetzungen des § 10 Abs. 1 und 2 StbG und der Ermessensübung nach § 11. Die Untersuchung analysiert, inwieweit das Gesamtverhalten eines Antragstellers für eine positive Entscheidung ausreichend ist und wie groß der Ermessensspielraum der Behörde tatsächlich ist.Der Untersuchungsablauf beginnt mit einer Einführung in die Grundlagen des Staatsbürgerschaftsgesetzes, gefolgt von einer Analyse des § 11 in seiner historischen Entwicklung und der gesetzgeberischen Intentionen. Anschließend wird das behördliche Ermessen im Sinne des § 11 sowie die einzelnen Komponenten des Gesamtverhaltens untersucht. Durch eine systematische Gegenüberstellung von Ermessen und Gesamtverhalten wird letztlich die Forschungsfrage beantwortet. Die Arbeit bietet damit eine fundierte Grundlage, um die Funktion und Grenzen der behördlichen Ermessensübung im Kontext der Staatsbürgerschaftsverleihung zu verstehen.This thesis examines the special role of the applicant's overall conduct in the discretionary decision of the authority pursuant to § 11 StbG 1985. The focus is on the area of tension between the requirements for granting citizenship pursuant to § 10 para. 1 and 2 StbG and the exercise of discretion pursuant to § 11. The study analyzes the extent to which an applicant's overall conduct is sufficient for a positive decision and how much discretionary leeway the authority actually has.The course of the study begins with an introduction to the basics of the Citizenship Act, followed by an analysis of Section 11 in its historical development and the legislative intentions. Subsequently, the official discretion within the meaning of § 11 and the individual components of the overall conduct are examined. Finally, the research question is answered through a systematic comparison of discretion and overall conduct. The work thus provides a sound basis for understanding the function and limits of the exercise of official discretion in the context of granting citizenship.vorgelegt von Ali-Aga NazariDiplomarbeit Universität Graz 202
Verbotsgesetznovelle Verbotsgesetz Novelle
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema der nationalsozialistischen Wiederbe-tätigung nach § 3g VerbotsG nach der VerbotsG-Novelle 2023. Diese Novelle brachte wesent-liche inhaltliche und strafrechtliche Änderungen mit sich, insbesondere betreffend die Gliede-rung und die Strafdrohungen des § 3g VerbotsG. Während § 3g VerbotsG vor der Novelle 2023 eine einheitliche Regelung darstellte, erfolgte nun eine Unterteilung der Norm in Grundde-likt sowie zwei Qualifikationen. Diese neue Strukturierung soll der klareren Anwendbarkeit der jeweiligen strafrechtlichen Konsequenzen dienen. Neben der Einführung der Möglichkeit einer Diversion für Erwachsene wurden die Strafrahmen überarbeitet und auf die neu eingeführten Absätze des § 3g VerbotsG aufgeteilt. Ziel dieser Arbeit ist es, § 3g VerbotsG eingehend zu analysieren, insbesondere wie es zur Überarbeitung desselben kam, den Weg dorthin und wofür diese Norm überhaupt steht. Hierfür werden konkrete Fallbeispiele herangezogen, um die prak-tische Relevanz dieser Norm aufzuzeigen. Das Herzstück der Arbeit bildet ein systematischer Vergleich der Rechtslage vor und nach der VerbotsG-Novelle 2023, welcher einen klaren Überblick über die Veränderungen schaffen soll.eingereicht von Anna Sophie JaneczekQuellenverzeichnis: Seite V-XXIVDiplomarbeit Paris-Lodron-Universität Salzburg 2025Abstract in deutscher und englischer Sprach
An Internal Critique of State Secrecy in Democratic States
Masterarbeit Universität Innsbruck 202