Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB): Qucosa
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Leipzig und Region barrierefrei erleben
Ein Besuch der Leipzig Region lohnt sich für alle! Attraktive
Sehenswürdigkeiten, Kunst und Kultur sowie jede Menge vielseitiger Freizeitangebote warten darauf, entdeckt zu werden.
Diese Broschüre soll Ihnen als erste Inspiration dienen, wie
Sie Leipzig und die Region komfortabel und barrierefrei erleben können. Dafür stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten ausgewählte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele vor, die geprüfte Informationen zur Barrierefreiheit vorliegen bzw. barrierefreie Angebote entwickelt haben. So können Sie Ihre Reise in die Leipzig Region ganz sorglos und entspannt planen
Leipzig - ¡Nos vemos!: descubra los lados más bonitos de Leipzig
Cierre de redacción: 05.10.201
Die Erfindungsgeschichte der Ätz- respektive Luftspitze im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts
Diese Studie zur Erfindungsgeschichte der Ätzspitze, als maschinelle Imitation handgefertigter Nadelspitzen ohne stützendes Grundgewebe, dokumentiert insbesondere die textiltechnischen sowie kommerziellen Entwicklungsetappen und stellt die Protagonisten vor. Im Bemühen um authentische Quellen mit exakten Datierungsmöglichkeiten wurden dazu erstmals alle Erfindungspatente bis 1918 für die diversen Herstellweisen dieser Spitzenart zusammengestellt und erschlossen. Lebenserinnerungen von Protagonisten sind eine weitere wesentliche Quelle, um mit kritischer Wertung eine vollständige Erfindungsgenese bis um 1900 vorzulegen, die bisher fehlte.
Ausstellungskataloge zeigen, welche Fabrikanten diese neue Spitzenart wann und wo öffentlich präsentierten. Dabei wurde offenkundig, dass manche auf die Teilnahme an Landes- und Weltausstellungen verzichteten oder durch politische Entscheidungen daran gehindert waren.
Zum Grundverständnis der chemischen Versuche bei der Entwicklung dieser maschinellen Spitzen sind auch Darstellungen zum fachspezifischen Wissensstand in der Chemie bis Mitte der 1870er-Jahre aufgenommen. Ein industriearchäologisches Experiment belegt die Möglichkeit, dass bei den ersten industriell hergestellten Ätzspitzen zum Auflösen des textilen Stickgrundes Lauge aus Holzasche Verwendung gefunden haben könnte.
Mit dem bisher unbeachtet gebliebenen allerersten Erfindungspatent für Ätzspitze − in Großbritannien von einem Schweizer Textilfabrikanten − konnte die Priorität endgültig geklärt werden: nicht in St. Gallen, sondern im benachbarten Ausserrhoder Herisau liegt der Ursprung. Dieses Patent ist in der Studie als Abschrift und in deutscher Übersetzung ebenso enthalten wie eine Liste der Sammlungen mit Ätzspitzen bis um 1900.
Mit einer bereits 1602 veröffentlichten und als Schluss in die Studie aufgenommenen Weisheit bleibt es abzuwarten, in welchem Umfang die nun vorliegende «wahre Geschichte» zur Erfindung der Ätzspitze auch Eingang in zukünftige Publikationen Dritter findet.This study on the history of the invention of embroidered chemical lace, as a machine-made imitation of handmade needle lace with a temporary backing fabric, documents in particular the textile-technical and commercial stages of development and introduces the protagonists. In an endeavour to find authentic sources with exact dating possibilities, all invention patents dealing with manufacturing methods for this type of lace up to ./.E have been compiled and indexed for the first time. Memoirs of protagonists are a further important source for presenting a complete history of invention up to around 1900, which was previously lacking.
Exhibition catalogues are used to show which manufacturers presented this new type of lace publicly, when and where. It is also shown that they deliberately refrained from participating in national and international exhibitions or were prevented from doing so by political decisions.
For a basic understanding of the chemical experiments during the development of these machine tips, descriptions of the state of specialised knowledge in chemistry up to the middle of the 1870s years are included. An industrial archaeological experiment proves the feasibility that lye made from wood ash could have been used to dissolve the textile embroidery ground in the first industrially produced chemical lace.
The first invention patent for this type of lace − in Great Britain from a Swiss textile manufacturer, which remained unnoticed until this study − finally clarified the priority: The origin was not in St. Gallen, but in neighbouring Herisau in Ausserrhoden. This patent is included as a copy, as well as a list of collections with chemical lace up to around 1900.
Quoting a piece of wisdom that was published as early as 1602 and forms the conclusion of the study, it remains to be seen to what extent the 'true story' about the origin of chemical lace will also be found in future publications by third parties