Journal of Social Science Education (JSSE - Universität Bielefeld)
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    Bildungsstandards für die Berufsbildung aus europäischer Perspektive am Beispiel Großbritannien: Darstellung, Einordnung und Konsequenzen für die deutsche Debatte

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    Bildungsstandards werden in diversen Ländern der EU in Zusammenhang mit der beruflichen Bildung diskutiert. Der vorliegende Beitrag skizziert die Standardisierung am Beispiel eines schottischen Modulangebots (SVQs) und vergleicht die Befunde mit den Gegebenheiten im deutschen Dualen System. Im schottischen Kontext ist neben dem Zusammenhang von Standardisierung und Modularisierung auch auf die korrespondierenden Konzepte des „competence based approach“ und der „Outputorientierung“ einzugehen. Dabei wird deutlich, dass die Verwendung identischer Begriffe in verschiednen Ländern wegen unterschiedlicher Bedeutungsinhalte zu Irritationen führen kann. Als Ergebnis lässt sich feststellen, dass die britisch-schottische Standardisierung outputorientiert ausgerichtet ist, Mindestanforderungen setzt und einen Fokus auf Testwerte besitzt. Hingegen ist das deutsche Dualen System auf den Input ausgerichtet, definiert Lernziele sowie Kompetenzen als übergreifendes Konstrukt und fixiert damit ein eher durchschnittliches Erwartungsniveau. Weiterhin wird im internationalen Kontext für eine weite Fassung und damit Definition des Begriffs der Standards bzw. Standardisierung plädiert, da eine alleinige Fokussierung auf Bildungsstandards andere wichtige Elemente der Normierung eines (Berufs-) Bildungssystems ausblenden würde. Dieser Sachverhalt gilt auch vor dem Hintergrund neuster Entwicklungen auf EU-Ebene, wie der Entwicklung eines Europäischen Qualifikationsrahmens (European Qualification Framework, EQF) und eines Kreditpunktesystems (European Credit Transfer System in Vocational Education and Training, ECVET)

    Verhüllen oder Enthüllen? - Ästhetik als Herausforderung für Sozialwissenschaft und sozialwissenschaftliche Bildungs

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    Gerade in den klassischen Bezugswissenschaften der politischen Bildung haben die Begriffe Ästhetik, ästhetisch und Ästhetisierung seit einigen Jahren Konjunktur. So spricht man in der Soziologie seit fast 20 Jahren wieder von Lebensstilen und beschreibt damit den Sachverhalt, dass gesellschaftliche Gruppen sich nicht mehr ausreichend durch klassische demographische Daten differenzieren lassen, sondern sich durch Konsumstile und Selbstinszenierungen, also durch ästhetisches Verhalten, gruppieren und somit orientieren. Alltagsästhetik ist ein wichtiges Stichwort in diesem Kontext. In der Politikwissenschaft sind es Begriffe wie: Politik als Showgeschäft, Politik als Theater, Politik im Unterhaltungsformat oder Politainment die im Kontext der Debatte über die Ästhetisierung der Politik auftauchen. Plötzlich interessiert man sich verstärkt für Wahlwerbung, für die Konstruktion politischer Wirklichkeit und politische Performanz und damit für die Frage, wie politische oder auch soziale Sachverhalte gesellschaftlich wahrgenommen werden oder wie sie sich vermitteln. Für die politikdidaktische Diskussion müssten solche Auseinandersetzungen eigentlich von zentralem Interesse sein, denn es ist der professionelle Auftrag dieser Disziplin, sich mit der Vermittlung von Politik wissenschaftlich zu beschäftigen, doch bislang tut sich die politische Bildung mit dem Ästhetischen eher schwer. Im Folgenden soll der Versuch unternommen werden das Verhältnis von Ästhetik und politischer Bildung genauer nachzugehen, sowie die Ursachen und Gründen für die Abneigung der politischen Bildung zu identifizieren. Darüber hinaus sollen aber auch die Chancen betrachtet werden, die sich durch das Ästhetische für das Fach ergeben könnten

    Entrepreneurship-Ausbildung an Hochschulen und „Kultur der Selbstständigkeit“

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    Der Beitrag diskutiert die vermehrt thematisierte so genannte „Kultur der Selbstständigkeit“ im Kontext der akademischen Ausbildung, speziell in Verbindung mit der sich zunehmend etablierenden „Entrepreneurship-Ausbildung“. Sie bezeichnet die Qualifizierung für eine Tätigkeit als unternehmerischer Entscheidungsträger. Aus der Perspektive der wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulausbildung liefert der Beitrag eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Kultur der Selbstständigkeit“ sowie eine Konkretisierung der Erwartungen an diese. Dazu werden auch die darauf bezogenen Operationalisierungsversuche skizziert und reflektiert sowie empirische Evidenzen vorgestellt. Da die Entrepreneurship-Ausbildung an Hochschulen als ein Indikator dieser Kultur verstanden werden kann, geht der Beitrag auch der grundsätzlichen Frage der Lehrbarkeit unternehmerischer Qualifikationen sowie des dazu erforderlichen didaktischen Gerüstes nach und leitet daraus einige elementare Überlegungen zu methodischer Ausgestaltung, Zielgruppen und Praxisorientierung der Entrepreneurship-Ausbildung ab. Der Beitrag zeigt abschließend ihre Kongruenzen mit bildungstheoretischen Leitbildern

    Human Rights Education and Curricular Reform in South Africa

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    In this paper we chronicle the development of Human Rights Education (HRE) in South Africa within contemporary structures and processes of curricular reform in the country. We argue that human rights have been constituted as a discursive regime within education that traverses all education policy texts: laws, white papers, guidelines, recommendations and regulations. As such it has found a distinct expression in the new schools\u27 curricula for General Education and Training (GET) and Further Education and Training (FET). We explore the history, processes and structures related to the infusion of human rights into the curriculum in two ways. First, the codification of HRE in the curricula is a product of a continuity and discontinuity with the anti-apartheid struggle for social justice and resistance to apartheid education. Second, the centrality of HRE in the curricula in South Africa is driven by a compliance-approach aimed at meeting an array of international obligations as far as HRE is concerned. In this compliance with global directives HRE in educational policy texts become political symbolic articulations that derive its \u27logic\u27 in large measure from the human rights language that is constructed within the systems of the United Nations

    Civic Education as an Interdisciplinary Subject in Austria - A Review

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    The article gives an overview of Civic Education (CE) inside the Austrian school system. CE has an interdisciplinary approach as a teaching principle but is also part of regular subjects like history. The introduction of CE as such a principle has been extremely important, but in some cases its existence is willingly used as an alibi for later inactivity. It is argued that there is especially a total lack of initial and further teacher trainings on CE. CE threatens to become an area of contents and didactics chosen by chance. A systematic analysis and evaluation of its interdisciplinary focus is still at the very beginning

    Strukturelle Audiovisualistik – Grundlagen einer Ästhetischen Feldforschung

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    Die Strukturelle Audiovisualistik legt den Schwerpunkt auf die integrativen, pluralistischen Elemente auditiver und visueller Wahrnehmung, um Zusammenhänge und Beziehungsmuster sinnlicher Einzelerlebnisse aufzuspüren, deren Verbundenheit zu erkennen und in einem dritten, kreativ-praktischen Schritt darzustellen. Die Methode zur Gewinnung jener ästhetischen Daten ist die Ästhetische Feldforschung. Im Folgenden wird zunächst das Modell einer Strukturellen Audiovisualistik dargestellt, dann unser Verständnis einer Ästhetischen Feldforschung erläutert und anhand eines Beispiels Arbeitsweisen skizziert

    Strategien selbstorganisierten Lernens bei berufstätigen Studierenden. Ausgewählte Ergebnisse einer empirischen Untersuchung

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    Die Autoren betrachten die Nutzung nicht-motivationaler Lernstrategien als bedeutsames Element einer Kultur der Selbstständigkeit in Lehr-Lern-Prozessen. Der Beitrag erläutert, wie der Einsatz dieser Strategien valide erfasst und damit systematisch einer didaktischen Analyse zugeführt werden kann. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse einer empirischen Studie, dass die Strategien sowohl für den Erfolg im Hinblick auf die fachliche Kompetenz als auch für den Transfer an den Arbeitsplatz bedeutsam sind. Abschließend diskutieren die Autoren eine Förderung der Selbstorganisationsfähigkeit durch geeignete Lernarrangements als Aufgabe der (Hochschul-)Didaktik

    Politische Bildung durch „Kunst mit politics“: Nur ein Versprechen oder eine Chance zur politisch-ästhetischen Kompetenzbildung?

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    Eröffnet die Rezeption von Kunst einen Zugang zur Politik oder Wirtschaft und ist folglich für Politische Bildung interessant? Zunächst werden einige Beispiele für Verflechtungen verschiedener gesellschaftlicher Systeme mit Kunst präsentiert. Daran schließt sich die Frage an, welche Kunst geeignet sein kann, politische Bildung zu fördern. Festzustellen ist, dass frühere Hoffnungen der Kunst- und Politikdidaktiken auf positive Wirkungen der Kunst auf Schüler/innen bislang nicht empirisch bewiesen werden konnten. Dennoch ist es lohnend, eine politisch-ästhetische Kompetenz als "zeit- und erfahrungsdiagnostische Kompetenz" zu formulieren. Am Beispiel eines Fotos von Shirin Neshat wird exemplarisch vorgestellt, wie sich ein politisch-ästhetischer Rezeptionsprozess entfalten kann. Vertreten wird die These, dass Kunst ein sinnvoller Inhalt im Politikunterricht sein kann und nicht lediglich nur als ein methodisches Mittel zu verstehen ist

    The New Debate on Torture - A Challenge for Human Rights Education

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    Human Rights Education (HRE) involves more than knowledge of rights and wrongs. It developed to enable individuals to act in an informed way to protect human rights or to prevent human rights viola-tions. HRE is therefore both empowering and restraining in order to protect human dignity. Freedom from torture and other cruel, inhuman or degrading practices is central to human dignity. This article starts from the universal and absolute prohibition of torture under international human rights law. While considering the contradictive relationship between war and torture the article focuses on the war against terror as defined by the US administration as "new type" of warfare "that requires" a "new think-ing in the law of war". From this point of departure the article elaborates the challenges to human rights education developing from the debate on the legalization of torture. While comparing the dis-cussion and application of law in Germany and U.S.A. the author argues for a more coherent interna-tional human rights protection system and for the establishment of a comprehensive accountability mechanism within international human rights law. Particular attention will be paid to artificial loopholes in international law which facilitate a lack of accountability. The article also focuses on the arguments for legalizing and legitimating torture so as to highlight how HRE can be employed to foster the norma-tive understanding of human rights such as the right to freedom from torture. By highlighting the moral, political, legal and social dimensions to human rights standards, it will be shown that HRE can help to close loopholes in international law and counteract arguments against the absolute prohibition of tor-ture

    Human Rights Education - As a Tool for the Reform of the Police

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    This article identifies the basic challenges faced by human rights activists when engaging police reform. It pays particular attention to the role of human rights education in such processes; moreover it explores what police and policing are meant to be and look like in a society where pluralism, human rights and the rule of law prevail. Lastly, it outlines the type of training required by a modern-democratic model of police functions

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