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Repository-Interoperabilität aus den Perspektiven des DINI-Zertifikats 2019 und der OpenAIRE Interoperability Guidelines 4.0
Das "DINI-Zertifikat" formuliert in Form eines Kriterienkatalogs Mindestanforderungen an Open-Access-Repositorien und -Publikationsdienste für das wissenschaftliche Publizieren. Die "OpenAIRE Guidelines" geben Empfehlungen für eine standardisierte Metadatenbeschreibung über wissenschaftliche Ergebnisse und deren Austausch mit der OpenAIRE-Infrastruktur. Kürzlich wurden ein Entwurf des "DINI-Zertifikats für Open-Access-Publikationsdienste 2019" und die "OpenAIRE Guidelines for institutional and thematic repository managers 4.0" veröffentlicht. Der Vortrag fokussiert auf die sich dadurch ergebenden erweiterten und neuen funktionalen wie qualitativen Anforderungen an Open-Access-Publikationsinfrastrukturen. Als Beispiele seien genannt die Integration der ORCID als Autorenidentifier, die Unterstützung neuer Publikationstypen (Forschungsdaten, Software), die Widerspiegelung rechtlicher Anforderungen aufgrund der Änderungen des Urheberrechts, die Integration mit Forschungsinformationssystemen und anderes mehr. Der Vortrag beleuchtet Hintergründe und Umsetzungen für Neuerungen und versucht einen Vergleich der Interoperabilitäts- und Standardisierungsbemühungen auf nationaler und europäischer Ebene
BibControl – ein Statistiktool für Bibliotheken
In allen Organisationen, auch in Bibliotheken, werden für verschiedene Zwecke statistische Auswertungen der eigenen Aktivitäten benötigt: Es gilt einerseits Rechenschaft darüber abzulegen, wie und wofür die zugewiesenen Ressourcen verwendet wurden, andererseits informieren Nutzungsdaten darüber, für welche Zwecke Ressourcen zukünftig eingesetzt werden sollten. BibControl ist ein statistisches Analysetool, dass die Universitätsbibliothek seit Anfang 2019 einsetzt. Der Vortrag stellt die Software vor, erläutert warum, wie und wofür sie eingesetzt wird und welche Personengruppen davon betroffen sind
Plan S und cOAlition S: Einordnung und Auswirkungen
Mit Plan S beabsichtigen die in der cOAlition S versammelten Forschungsförderer, das sofortige Open-Access-Publizieren von Forschungsergebnissen zum Durchbruch zu verhelfen. Ziel ist es, dass ab 2021 alle Publikationen aus öffentlich geförderten Projekten sofort frei zugänglich sind. Die Plan-S-Implementierungsrichtlinien beinhalten detaillierte Vorschläge zur Umsetzung, die aktuell (29.11.2019) von 22 nationalen und internationalen Forschungsförderern sowie der Europäischen Kommission und dem Europäischen Forschungsrat unterstützt werden. Der Vortrag stellt Struktur, wesentliche Inhalte sowie Auswirkungen des Plan S vor
Open Access Monografien (Projekt OGeSoMo der Universität Duisburg-Essen): Verlauf, Ergebnisse, Meinungen
In Zeitschriften und vor allem den MINT-Disziplinen ist die Open Access Publikation weitestgehend standardisiert und akzeptiert. In den Geistes- und Sozialwissenschaften ist diese Normalität noch längst nicht verankert, vielmehr treten in diesen Disziplinen aufgrund von rechtlichen und finanziellen Unsicherheiten Fragen auf, die OA als gängige Publikationsform bislang skeptisch erscheinen lassen. Mithilfe des Projektes OGeSoMo sollen "Open-Access-Publikationen in den Geistes- und Sozialwissenschaften im Rahmen der bestehenden fachlichen Publikationskultur auf Seiten von Verlagen und Autoren" durch eine Zusammenarbeit mit drei ausgewählten wissenschaftlichen Verlagen (transcript, Barbara Budrich, Peter Lang) gefördert werden. Ziel ist eine Weiterentwicklung der zukünftigen Ausgestaltung der Open-Access-Förderung von Monografien und Sammelwerken. Zentrale Perspektiven des Workshops nehmen Verlage, Autoren und WissenschaftlicherInnen ein. Darüber hinaus bereicherte ein Beitrag aus der WWU Bibliothek Münster und ein rechtswissenschaftlicher Beitrag die Veranstaltung. Im Kolloquium lasse ich den Abschlussworkshop Revue passieren, stelle Ablauf und erste Ergebnisse vor und stelle die Streitgespräche um den Beitrag der Verlagslandschaft in den Fokus
Data Science Tools zur Anaylse des globalen Repository-Netzwerks
Der Vortrag skizziert technischen Möglichkeiten, das globale Publikationsnetzwerk und seine Entwicklung zu analysieren und zu beschreiben. Seit 2004 fallen zahlreiche Metadaten im BASE-Umfeld an: insbesondere Publikationsmetadaten, Metadaten zu den Quellen, Indexdaten und damit verbunden Informationen, die zu den Quellen die Verteilung bei Publikationsstyp, Publikationsdatum, Sprache des Dokuments, OA Status und Lizenzinformationen liefern. Skizziert wird das Konzept eines Monitoring-Systems inklusive des Datenflusses und der zu implementierenden Schnittstelle. An einigen konkreten Beispielen wird prototypisch gezeigt, wie mit geeigneten Tools eine visuelle Umsetzung implementiert wurde und erweitert erden kann
Hamburg Open Science - ein Programm zur Förderung offener Wissenschaft auf Landesebene
Hamburg Open Science (HOS) ist ein durch das Land Hamburg gefördertes Programm, das 2018 startete und noch bis mindestens Ende 2020 läuft. Auftrag des Programms ist, Open Science-Bemühungen in Hamburg zu unterstützen und sichtbarer zu machen. Dies geschieht durch das Bereit- und Sicherstellen einer entsprechenden technischen Infrastruktur, und dem Fördern eines kulturellen Wandels hin zu Openness. Neben der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) sind die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) und alle öffentlichen Hochschulen des Landes Hamburg beteiligt. In unseren Kurzvorträgen wollen wir das Programm kurz als Ganzes präsentieren, um dann auf die Teilprojekte einzugehen, die von der SUB mit durchgeführt werden. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Sichtbarmachung von Open Science, modernes Publizieren, Repositorien und Aggregation/Discovery von Metadaten. Weiterführende Informationen unter www.hamburg.de/openscienc
Neue Open-Access-Transformationsmodelle jenseits von DEAL
Der DEAL-Wiley-Vertrag dominiert derzeit die Diskussion um die Open-Access-Transformation. Doch werden in seinem Schatten auch ganz andersartige Modelle konzipiert: Subscribe to Open, Evidence-based Open Access, sowie das kooperative Deutschlandkonsortium. Der Kontaktpunkt stellt diese neuen, teils selbst entwickelten Finanzierungs- und Geschäftsmodelle für Open-Access-Bücher und -Zeitschriften vor
MOOCs und OER: ein Post Mortem
Frei zugängliche Angebote wie massive offene Online-Kurse (MOOCs) und offene Lehr-/Lernmaterialien (OER) zeigen in der Praxis überraschende Effekte, ungeahnte Gefahren und ungenutzte Möglichkeiten. Jörn Loviscach (https://j3L7h.de/) berichtet als produzierender Lehrender diverser MINT-Fächer über seine Lektionen aus Tausenden von Videos, fünf Online-Kursen sowie zahlreichen frei verfügbaren Texten und Programmen
NOAK: Mit großen Schritten zur Open-Access-Transformation
15 Jahre nach der "Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities" ist im letzten Jahr wieder richtig Schwung in die Open-Access-Bewegung gekommen: "Plan S" verpflichtet Forscherinnen und Forscher ihre geförderten Projektergebnisse ab 2020 Open Access zu publizieren, DEAL strebt eine Einigung mit Wiley und Springer Nature für 2019 an und der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE hat drei Piloten zur Open-Access-Transformation von Zeitschriften und Büchern auf den Weg gebracht. Der Vortrag resümiert das vergangene Jahr und gibt einen Ausblick auf die geplanten weiteren Aktivitäten des Kontaktpunkts
Umsetzung der institutionellen Open-Access-Policy an der Universität Bielefeld
Für die Verankerung von Open Access als bestimmendes und nachhaltiges Prinzip in der wissenschaftlichen Kommunikation hat sich an der Universität Bielefeld die Verbindung von technischer Infrastruktur, Schulungs- und Unterstützungsangeboten sowie Richtlinien seit über einer Dekade als strategisch erfolgreich erwiesen. Der Vortrag zeichnet die Entwicklung von Open Access Publikationsservices an Beispielen wie BASE, Repositorium, Zeitschriftenhosting und Publikationsfonds nach, die heute zum Selbstverständnis der Universitätsbibliothek gehören. Es wird diskutiert, welche Wirkung und Akzeptanz diese Maßnahmen bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der Universität erfahren haben und es wird ein perspektivischer Ausblick gegeben. Der Vortrag geht zurück auf einen Beitrag zur Open-Access-Roadshow Schleswig Holstein am 11. November 2019 in der UB der CAU, Kiel.