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    1151 research outputs found

    Review of: Paul Scheibelhofer: Der fremd-gemachte Mann. Zur Konstruktion von Männlichkeiten im Migrationskontext. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2018.

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    Scheibelhofer widmet sich der wechselseitigen Beeinflussung von Männlichkeitsstereotypen, Vorstellungen von Fremdheit und Strategien, die Migranten anwenden, um mit an sie herangetragenen Bildern umzugehen. Insbesondere argumentiert er, dass das Bild des archaisch-gefährlichen muslimischen Mannes innerhalb der Strukturen von Rassismus und sozialer Ungleichheit zwei zentrale Funktionen erfüllt: Als Antitypus normativer Männlichkeit biete es eine Möglichkeit, ein nationales ‚Wir‘ positiv zu definieren, und als Beispiel eines ‚controlling image‘ individualisierte Wege, gegen Marginalisierung zu rebellieren, ohne dabei Strukturen in Frage zu stellen.Scheibelhofer is dedicated to the mutual influence of stereotypes of masculinity, notions of strangeness and strategies that migrants use to deal with images conveyed to them. In particular, he argues that the image of the archaic-dangerous Muslim man within the structures of racism and social inequality fulfills two central functions: as an antitype of normative masculinity, it offers a way to positively define a national ‘we’ and as an example of ‘controlling image’ individualized ways to rebel against marginalization without questioning structures

    Review of: Aylin Basaran, Julia B. Köhne, Klaudija Sabo, Christina Wieder (Hg.): Sexualität und Widerstand. Internationale Filmkulturen. Wien: Mandelbaum Verlag 2018.

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    In den Beiträgen des Sammelbands geht es um unterschiedliche Facetten von Motiven widerständigen sexuellen Verhaltens in Filmen sowie um Filmästhetiken, die Sexualität(en) und/oder Nonkonformismus programmatisch in eine Bildsprache überführen. Im Fokus stehen Normen und Normativität und Strategien, sich diesen zu entziehen. Die bunte Mischung beinhaltet Besprechungen von (frühen) Filmen über sexuelle Aufklärung und Schwangerschaftsabbruch, ornamentale Körper in Filmen der 1930er Jahre, über Motive des Frau- und Mann-Seins, des ,Geschlechterkampfs‘ sowie der sexuellen Revolution in Jugoslawien. Die Themen reichen von Schwarz-Sein in den USA über ‚Ekstase‘ bei Eisenstein bis zum Begehren von Zombies und dem politischen Potential der Unberechenbarkeit von (sexuellen) Affekten.The contributions in this anthology deal with different facets of motives for resisting sexual behavior in films as well as film aesthetics that programmatically translate sexuality(s) and / or nonconformity into a visual language. The focus is on norms and normativity and strategies to avoid them. The colorful mix includes reviews of (early) films on sexual enlightenment and abortion, ornamental bodies in 1930s films, motifs of womanhood and manhood, 'gender struggle', and the sexual revolution in Yugoslavia. Topics range from blackness in the US, "ecstasy" at Eisenstein, to the desire of zombies and the political potential of unpredictability of (sexual) affects

    Review of: Winifred Curran: Gender and Gentrification. London, New York: Routledge 2017.

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    Winifred Curran untersucht mit einer feministischen und intersektionalen Perspektive das Phänomen Gentrifizierung und zeigt, dass Gründe und Folgen von Gentrifizierungsprozessen hochgradig vergeschlechtlicht sind und dass Gentrifizierung bestehende Ungleichheiten reproduziert wie verstärkt. Ein besonderes Augenmerk legt die Autorin auf Reproduktionsarbeit, die in der gentrifizierten Stadt nicht nur isolierter, sondern auch arbeitsaufwendiger und prekärer wird. Das Buch profitiert von Currans langjähriger aktivistischer und empirischer Beschäftigung mit dem Thema. Dank dessen einführendem Charakter, den vielfältigen empirischen Beispielen und der Aktualität der Thematik finden auch Einsteiger_innen einen guten Zugang.With a feminist and intersectional perspective, Winifred Curran explores the phenomenon of gentrification and shows that the causes and consequences of gentrification processes are highly gendered and that gentrification reproduces and reinforces existing inequalities. The author pays special attention to reproductive work, which in the gentrified city is not only more isolated, but also laborious and precarious. The book benefits from Curran's many years of activism and empirical study of the subject. Thanks to its introductory character, the manifold empirical examples and the relevance of the topic, beginners will also find this accessible

    Review of: Adrian de Silva: Negotiating the Borders of the Gender Regime. Developments and Debates on Trans(sexuality) in the Federal Republic of Germany. Bielefeld: transcript Verlag 2018.

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    Die Geschichte der Trans(sexualität) in der Bundesrepublik ist eine Geschichte sich wandelnder Verständnisse von Geschlecht und Geschlechterordnung. Adrian de Silva betrachtet in seiner Dissertation die Entwicklungen und rechtlichen Auswirkungen dieser Verständnisse in Sexualwissenschaft, Rechtsprechung, Gesetzgebung und der Transgender-Bewegung. Er analysiert die Entstehungs- und Reformprozesse des Transsexuellengesetzes (Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen) und seine folgenreiche Verquickung von Recht, Medizin und Geschlechterpolitik. Historische und aktuelle Debatten um die „Borders of the Gender Regime“ in Deutschland lassen sich auf der Basis von de Silvas Buch neu verstehen und einordnen.The history of trans (sexuality) in the Federal Republic is a history of changing understandings of gender and gender order. In his dissertation, Adrian de Silva considers the developments and legal implications of these understandings in sexology, jurisprudence, legislation and the transgender movement. He analyzes the emergence and reform processes of the transsexual law (Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen – law on the change of given names and the determination of gender in special cases) and its momentous amalgamation of law, medicine and gender politics. Historical and current debates on the "Borders of the Gender Regime" in Germany can be understood and categorized on the basis of de Silva's book

    Review of: Kristina Schulz (Hg.): The Womenʼs Liberation Movement. Impacts and Outcomes. Oxford u.a.: Berghahn Books 2017.

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    Der Sammelband ist Teil der Historiographie der Frauenbewegungen der 1970er und 1980er Jahre, die sich unter der Losung der ‚Frauenbefreiung‘ formiert haben. Er enthält Fallstudien zu feministischem Aktivismus in verschiedenen, vorrangig westeuropäischen Kontexten und bezogen auf unterschiedliche politische Fragen oder aber kulturelle Praxen. Mit der übergeordneten Frage, wie die Auswirkungen und langfristigen Folgen der Frauenbefreiungsbewegungen einzuschätzen seien, soll dabei über eine bloße Bestandsaufnahme hinausgegangen werden – eine Herausforderung, der allerdings nur wenige Beiträge des Bandes gerecht werden.The collected volume is part of the historiography of the women's movements of the 1970s and 1980s, which were formed under the slogan of 'women's liberation'. It contains case studies on feminist activism in different Western European contexts and on different political issues or cultural practices. The overriding question of how to assess the effects and long-term consequences of women's liberation movements is intended to go beyond mere stocktaking – a challenge that, however, only a few contributions of the volume meet

    Review of: Caroline Arni: Pränatale Zeiten. Das Ungeborene und die Humanwissenschaften (1800-1950). Basel, Berlin: Schwabe Verlag 2018.

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    Die Basler Historikerin Caroline Arni legt eine inspirierende und materialreiche Studie dazu vor, wie die Wissenschaften vom Menschen im 19. Jahrhundert das Ungeborene als Wissensgegenstand erschlossen. Sie arbeitet die Beiträge der Fötalphysiologie, Embryologie, Psychiatrie, Psychologie und Psychoanalyse heraus und rekonstruiert, welchen historischen Konjunkturen die Vorstellung eines mütterlichen Einflusses auf die Entwicklung des Ungeborenen  unterlag. Überzeugend zeigt sie auf, wie das Konzept der biologischen Entwicklung unlösbare Fragen danach aufwarf, was ein menschliches Subjekt ausmacht. Die höchst lesenswerte wissenschaftshistorische Studie bietet auch für die geschlechtertheoretische Erforschung von Schwangerschaft und Geburt in der Gegenwart eine Vielzahl von Anregungen.The Basel historian Caroline Arni presents an inspiring and material-rich study of how human science tapped the unborn child as a knowledge object in the 19th century. She elaborates on the contributions of fetal physiology, embryology, psychiatry, psychology and psychoanalysis and reconstructs which historical cycles were subject to the idea of a maternal influence on the development of the unborn child. Convincingly she shows how the concept of biological development raised unsolvable questions about what makes a human subject. This most readable scientific-historical study also offers a large number of suggestions for the gender-theoretical research into pregnancy and childbirth in the present

    Review of: Judith von der Heyde: Doing Gender als Ultra – Doing Ultra als Frau. Weiblichkeitspraxis in der Ultrakultur. Eine Ethnographie. Weinheim: Beltz Juventa 2018.

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    Judith von der Heyde legt eine theoretisch fundierte und empirisch reichhaltige Arbeit vor, mit der sie den Forschungsstand zu Geschlechterverhältnissen in Fußballfanszenen erweitert. Anhand ihrer ethnographischen Begleitung zweier weiblicher Mitglieder einer Ultragruppe zeigt sie auf einer praxeologischen Ebene Handlungsstrategien und Spannungsfelder junger Frauen in der männlich dominierten Jugendkultur der Ultras auf. Ihre These zur Hegemonialisierung von Weiblichkeit lässt sich zwar diskutieren, doch stellt von der Heydes Arbeit wichtige Erkenntnisse bereit und ein Korrektiv zur oftmals androzentrischen Fanforschung dar.Judith von der Heyde presents a theoretically sound and empirically rich work that expands the state of research on gender relations in the football fan scene. On the basis of her ethnographic accompaniment of two female members of an Ultragroup, she shows action strategies and areas of tension of young women in the male-dominated youth culture of the Ultras on a praxeological level. Her concluding theses on the hegemonization of femininity leave room for discussion, but von der Heydes work provides important insights and offers a corrective to the often androcentric fan research

    Review of: Lothar Böhnisch Der modularisierte Mann. Eine Sozialtheorie der Männlichkeit. Bielefeld: transcript Verlag 2018.

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    Nach zahlreichen Auflagen seiner am Lebenslauf orientierten Publikationen zu Männlichkeit und Sozialisation legt Lothar Böhnisch nun eine Sozialtheorie der Männlichkeit vor. Ausgangspunkt ist die Dialektik zwischen Kapitalismus und Sozialem. Im Weiteren nutzt der Autor eine Vielzahl theoretischer Zugänge. Durch den gesamten Band ziehen sich sieben Begrifflichkeiten, die er „Strukturierungen von Männlichkeit“ nennt: Vor allem Hilflosigkeit und Bedürftigkeit sowie Externalisierung und Gewalt bilden Kristallisationspunkte männlichen Bewältigungshandelns. Eine Perspektive sieht Böhnisch in der Entwicklung einer Kultur der Anerkennung und (Selbst-)Sorge. Die vom Neokapitalismus angebotenen und konsumierbaren Männlichkeitsmodule bieten dagegen keine Lösung.After numerous editions of his biographically-oriented publications on masculinity and socialization, Lothar Böhnisch now presents a social theory of masculinity. Starting point is the dialectic between capitalist and social spheres. Furthermore, the author uses a variety of theoretical approaches. Throughout the volume there are seven terms that he calls “structurings of masculinity”: above all helplessness and need as well as externalization and violence form the focal points of male coping mechanisms. Böhnisch sees a perspective in the development of a culture of recognition and (self-) care. On the other hand, the commodified modes of masculinity proffered by neo-capitalism offer no solution

    Review of: Lisa Yashodhara Haller: Elternschaft im Kapitalismus. Staatliche Einflussfaktoren auf die Arbeitsteilung junger Eltern. Frankfurt am Main u.a.: Campus Verlag 2018.

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    Lisa Yashodara Haller legt mit der Mehrebenenanalyse zu gesetzlichen Steuerungsmechanismen der Arbeitsteilung junger Eltern eine fundierte empirische wie auch feministisch-materialistische Analyse vor. Die Policy-Analyse auf der einen und die subjektorientierte Interaktionsanalyse auf der anderen Seite verweisen zusammen auf die Verflechtung von staatlicher Steuerung im kapitalistischen Wirtschaftssystem und den individuellen Aushandlungsstrategien junger Eltern. Dabei wird der Komplex struktureller Ungleichverteilung von Reproduktions- und Produktionsarbeit im Kapitalismus deutlich.Lisa Yashodara Haller uses the multi-level analysis on legal control mechanisms of the division of labor of young parents to present a well-grounded empirical as well as feminist-materialistic analysis. The policy analysis on the one hand and the subject-oriented interaction analysis on the other point to the intertwining of state control in the capitalist economic system and the individual negotiation strategies of young parents. Through this, the complex of structural unequal distribution of reproduction and production labor in capitalism becomes clear

    Review of: Sabine Gatt, Kerstin Hazibar, Verena Sauermann, Max Preglau, Michaela Ralser (Hg.): Geschlechterverhältnisse der Migrationsgesellschaften. Repräsentationen – Kritik – Differenz. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2017.

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    Der vorliegende Sammelband ist das Ergebnis einer Konferenz, die 2014 an der Universität Innsbruck stattgefunden hat und kritisiert aus seiner postkolonial-feministischen Perspektive zentrale Auslassungen der Migrationsforschung, wie die Unterbelichtung von Geschlecht und Sexualität, das Ignorieren intersektionaler Diskriminierungserfahrungen, den Eurozentrismus, die Befangenheit der Migrationsforschung durch den methodologischen Nationalismus sowie die Negierung der Agency von Migrant_innen und der migrationsgesellschaftlichen Realität europäischer Staaten. Diese Auslassungen werden anhand verschiedener disziplinärer und theoretischer Zugänge thematisiert. Unter anderem finden sich Beiträge aus der Soziologie, Geschichtswissenschaft und Medienwissenschaft, die einen guten Überblick über derzeitige Debatten innerhalb der gendersensiblen Migrationsforschung geben.In this anthology which results from a conference at the university of Innsbruck, central omissions made by migration studies (such as the underexposure of gender and sexuality as well as the negation of migrants’ agency in the migrational societal reality of European states) are criticized from a postcolonial-feminist perspective. These omissions are thematized with the aid of various disciplinary and theoretical approaches, among others sociology, history, and media studies. The contributions give an overview of current debates within gender sensitive migration studies

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