HOPE (Hauptbibliothek Open Publishing Environment)
Not a member yet
5698 research outputs found
Sort by
Science-related populism: Conceptualization, empirical investigation, and implications for science communication (Dissertation Summary)
Populist criticism has become a significant challenge for science and science communication. Such criticism maintains that allegedly corrupt academic elites and their expertise are inferior to allegedly virtuous “ordinary people” and their common sense. It suggests that the people, rather than elites, should have authority over how “true knowledge” is produced and communicated. This dissertation provides a conceptual and empirical analysis of populist science criticism against the backdrop of science communication scholarship and practice. It develops a theoretical framework for populist demands toward science, conceptualizing them as science-related populism. It also introduces a novel measure to investigate science-related populism in surveys – the SciPop Scale – and provides empirical evidence on populist science criticism in Switzerland and beyond. Moreover, the dissertation discusses implications of science-related populism for public discourse about science as well as science communication practice and proposes ways to respond to it
Unter der Bürde der Handlungsmacht: Skizzen zu einer Fluchtforschung als Kritische Theorie des Subjekts
Der Beitrag soll das kritische Potential der psychoanalytischen Sozialpsychologie für die Fluchtforschung im Allgemeinen diskutieren und im Besonderen auf eine Tendenz aktueller Debatten in diesem Feld aufmerksam machen, die den analytischen Fokus auf die Handlungsmacht von flüchtenden und geflüchteten Menschen richtet, dabei allerdings wichtige Momente von Subjektivität aus dem Blick verliert. Die Diskussion wird entlang des Zustands der Duldung geführt, in dem viele Geflüchtete in Deutschland und Österreich leben müssen. Hervorgehoben wird in diesem Zusammenhang, dass die Duldung nicht nur als ein rechtlicher Status oder eine soziale und diskursive Praxis zu betrachten ist, auf die Betroffene handlungsmächtig reagieren könnten, sondern auch eine Wirklichkeit der Emotionen darstellt, die geduldete Menschen oft überwältigen und deren Ich massiv unter Druck setzen können
Das optimierte, digitalisierte und identitätsflexible Selbst – Von modernen Herausforderungen und psychoanalytischen Möglichkeitsräumen
In der Moderne hat sich ein Selbst herausgebildet, in welchem sich das Bestreben nach Optimierung über digitale Möglichkeits- und Vergleichsräume mit einer steten Identitätsarbeit verbindet. Das moderne Selbst ist optimiert, digitalisiert und (identitäts-) flexibel. Es scheint dabei zunehmend verunsichert und überfordert durch unerreichbare Ideale der neoliberalen Marktlogik und durch die hohe Komplexität der globalisierten, beschleunigten und sich ständig verändernden Welt mit ihren Krisen und Konflikten.
Die Psychoanalyse bietet durch ihre Beleuchtungs- und Integrationsfähigkeit Potentiale, um die Aufgaben, Herausforderungen und Gefahren der Moderne zu erkunden und zu verstehen. Dazu darf sie sich aber nicht der kritischen Auseinandersetzung mit sich selbst verschliessen und muss eigene gesellschaftspolitische Verschränkungen reflektieren.
Die persönlichen Erfahrungen der Autorin während einer Veranstaltung der Group Analytic Society International (GASI) im Sommer 2022 dienen der einleitenden Heranführung an das Thema. Im Weiteren werden – unter Bezugnahme auf das Beispiel des Umgangs mit der Corona-Pandemie – zentrale Fragmente und Herausforderungen des modernen Selbst näher beleuchtet. Abschliessend wird dargestellt, wie sich durch Reflexion und psychodynamische Betrachtungen Möglichkeitsräume eröffnen, die den Herausforderungen und Gefahren, mit denen sich das moderne Selbst konfrontiert sieht, etwas entgegenhalten können
Mapping Digital Wellness Content: Implications for Health, Science, and Political Communication Research
Despite the increasing popularity of wellness on social media, there islittle empirical study of its content or audiences. This study providesdescriptive information of prevalent themes in wellness content and thecomposition and views of its audiences. Using structural topic modeling toidentify central themes #wellness content on Instagram (N = 544,377posts), we find that while much content appears to promote desired healthbehaviors (e.g., quality sleep), other topics concern unsubstantiated claimsthat are often driven by commercial incentives. Nationally representativesurvey data of U.S. adults (N = 970) further reveals that women, moreliberal, and younger people are more likely to seek and see wellnesscontent. Those who actively seek wellness content are both more trustingof science institutions and have less accurate health beliefs compared withthose who are inadvertently exposed to wellness content. Though wellnesshas not received a great deal of scholarly attention, this description shedslight on the relevance of wellness to central questions in communicationdisciplines concerning expertise, (mis)information, and institutional trust. The popularity of wellness content in social media merits further empiricalexamination as such content may have important benefits and harms thatdisproportionately affect women and young people
News sharing as a measure of media alignment
In this note we introduce a new approach to measure media alignment derived from the story-sharing behavior of journalists. We use a large corpus of online news stories from two leading Hungarian news sites and estimate alignment scores for a large number of outlets that they cite. To the extent that journalists are more likely to cite ideologically proximate sources, our measure can be used to compare a large number of media outlets on a political — in our case government vs. independent — space. We demonstrate the use of this approach with two empirical applications. First, we show that our alignment scores successfully capture known ideological variation across outlets at a single point in time. Second, we demonstrate that quarterly estimates of alignment for a captured outlet change dramatically following an abrupt change in ownership
Theologie und Geschichte: Die Erforschung des frühen Christentums als theologische Aufgabe
»Who lives, who dies, who tells your story«: Die Gegenwartsgeschichte des Protestantismus und ihre Deutungen
Eine Reise durch meine Geschichte: Eine narrative Spurensuche von der Erfindung des Einkaufswagens in den USA bis in die Schweiz
Da kein Abstract des Artikels vorhanden ist, finden Sie hier den Beginn des Artikels:
Warum die ein ganzes Buch über mich schreiben, fragen Sie sich? Gute Frage. Ich weiss, auf den ersten Blick scheine ich nicht sonderlich interessant zu sein: Ein Drahtgestell auf Rädern. Nichtsdestotrotz rolle ich jetzt schon mehr als achtzig Jahre durch die Gänge von Supermärkten. Für so ein langweiliges Drahtgestell bin ich schon eine Weile auf der Welt und meine Popularität hält an. Ich bin mittlerweile wohl das bekannteste Symbol für (Massen)Konsum.¹ Daher ist es verständlich, dass diverse Akteure gerne der Mittelpunkt meiner Geschichte wären. Allen voran Sylvan Goldman, der als mein Erfindervater in dieGeschichtsbücher einging. Aber so einfach ist es nicht. Nein, damit ich erfunden werden konnte, brauchte es ein Zusammenspiel von sozialenUmständen, sichtbarenAkteuren und – so ist anzunehmen – auch bisweilen unsichtbaren Akteur*innen
Der Einkaufswagen zwischen Wohlstand und Armut: Eine Untersuchung von Pressefotografien
Da kein Abstract des Artikels vorhanden ist, finden Sie hier den Beginn des Artikels:
Ein Afroamerikaner kniet auf einem Schlafsack neben einem mit Umzugsboxen gefüllten Einkaufswagen. Beide sind einem Kirchentor zugewandt. Der Afroamerikaner betet, durch seine parallele Ausrichtung sieht der Einkaufswagen aus, als ob er dies ebenfalls tut. Am Kirchentor hängen Anschläge. Der Prominenteste liest sich folgendermassen: «Save St. Brigid Church». Ist der Mann obdachlos? Weshalb kann er nicht in der Kirche beten? Weshalb muss man die Kirche retten? Welche Rolle spielt der Einkaufswagen in dieser Fotografie? Dies sind alles Fragen, welche die Fotografie weckt. Einkaufswagen wurden bereits zahlreich in alltäglichen Szenarien fotografisch abgelichtet. Sei es, dass in Teenie-Filmen Jugendliche in ihm sitzen und sich durch die Gänge in Läden schieben lassen, während sie über Liebesbeziehungen reden, dass Einkaufswagen die Waffe in einem peinlichen Todesfall darstellen oder dass sie zur Darstellung von Kaufkraft verwendet werden. Ebenso in der Pressefotografie wird der Einkaufswagen immer wieder abgelichtet. Dabei sind Fotografien wie die zuvor beschriebene keine Seltenheit. Es scheint, dass der Einkaufswagen in der Darstellung von Armut in urbanen Gebieten ein beliebtes Sujet ist
Vorwort
Da kein Abstract des Artikels vorhanden ist, finden Sie hier den Beginn des Artikels:
Diese Ausgabe der Werkstücke ist aus einem Master-Studienprojekt der Empirischen Kulturwissenschaft hervorgegangen. Es geht um Fan-Fiction, mithin um eine Sphäre der produktiven Rezeption populärer Literaturen und Medien, die in ihrer Vielfalt schwer zu erfassen ist. Produkte und Praktiken der Fan-Fiction werden inzwischen oft herangezogen, um die Rezeption einzelner Werke oder Erzählstoffe besser nachvollziehen zu können. Dieser Ansatz war für unser Studienprojekt jedoch ebenso wenig leitend wie es bestimmte Nutzer*innengruppen, Publikationsplattformen oder Subgenres der Fan-Fiction gezielt fokussiert hat. Stattdessen sind wir der bewusst breit gehaltenen Frage gefolgt, wie sich Fan-Fiction als Alltagspraxis manifestiert: Welche Bedeutung kommt ihr aus der subjektiven Perspektive der Praktizierenden zu? Wie haben sich ihre Ansichten zu der Thematik während ihrer zumeist jahrelangen Auseinandersetzung geformt und verändert? Darüber wollten wir exemplarisch etwas von direkt involvierten Personen erfahren. Um dem nahezukommen, sind Interviews mit Fan-Fiction-Praktizierenden geführt worden, welche die Grundlage für die drei Beiträge dieses Heftes bilden. Dabei wird jeweils ein anderer Schwerpunkt gesetzt: Er liegt einmal auf der schreibenden Tätigkeit, einmal auf der lesenden Rezeption und einmal auf der für Fan-Fiction inzwischen typischen – kaum noch in solchen Kategorien aufgehenden – crossmedialen Existenzform