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Prediction of neutral gas pressure in Wendelstein 7-X: Statistical analysis and machine learning
The sub-divertor neutral gas pressure in relation to seven plasma parameters is predicted, based on the data of the Wendelstein 7-X OP1.2b experimental campaign, via two machine learning (ML) approaches, the extra trees (ET) and symbolic regression (SR) for the standard, high iota and high mirror magnetic configurations. To capture the changing behavior of moving from attached to detached conditions, the dataset in each configuration is divided into three clusters. Via a formal feature importance analysis, in all cases considered, the line integrated electron density is ranked as the most dominant parameter, while the heating power, followed by the radiated power, are always included in the key parameters. In the standard configuration, the coil control current has also been ranked very high. On the contrary, the center and edge temperatures and the toroidal current are of much less importance. The ET model yields nearly perfect predictions but it lacks interpretability and may struggle to generalize to unseen data. The two- and three-parameter expressions obtained by the SR model explicitly demonstrate the dependency of the neutral gas pressure on the plasma parameters and have greater potential for extrapolation to unseen estimates. Although SR predictions lag behind those of ET, they still remain very accurate. The present investigation provides valuable insight into the interconnection between the sub-divertor pressure and plasma parameters and may support the design and optimization of the particle and impurity exhaust system of W7-X and other fusion reactors, broadening the scope of ML applications in fusion
The formation of orogenic gold deposits with atypical metal associations: insight from the Pohjanmaa Belt, western Finland
Orogene Goldlagerstätten gehören weltweit zu den wirtschaftlich bedeutendsten Goldquellen und weisen in einigen Fällen ungewöhnliche Anreicherungen an Basismetallen wie Co und Cu auf. Diese sogenannten orogenen Goldlagerstätten mit atypischer Metallassoziation sind bislang nur unzureichend verstanden, insbesondere hinsichtlich ihrer Genese, Metallquellen sowie der Rolle struktureller und metamorpher Einflussfaktoren bei ihrer Entstehung. Diese Arbeit untersucht die tektonische Entwicklung, die metamorphen Bedingungen, die strukturelle Kontrolle und Mineralisationsprozesse, die zur Bildung von Co-Cu-haltigen, orogenen Goldlagerstätten im Pohjanmaa-Gürtel innerhalb der paläoproterozoischen svecofennischen Provinz im Westen Finnlands führten.
Der Fokus der Studie liegt auf vier Lagerstätten im Pohjanmaa-Gürtel: den Laivakangas Au-, Huhta Au-, Jouhineva Au-Co-Cu-Ag-, sowie Kurula Au-Co-Lagerstätten. Ein integrierter Ansatz, der Petrographie, Strukturgeologie und in-situ U-Pb-Geochronologie (Zirkon, Titanit und Apatit) kombiniert, wird angewandt, um die tektonische und metamorphe Entwicklung der Region zu rekonstruieren sowie die zeitlichen Abläufe und Mechanismen der Mineralisation einzugrenzen. Der Pohjanmaa-Gürtel dokumentiert eine komplexe geologische Entwicklung mit mehreren Orogenesen (Lappland-Savo-, Fennian-, Svecobaltic- und Nordic-Orogenese), die zu mehreren Episoden von Metamorphose und Deformation (D1-4) führten. Diese Ereignisse kulminierten in zwei Hauptmineralisationsepisoden: einem frühen As-Au-(Co-Ag)-Event und einem späteren Cu-Au-Event. Ersterer ist mit auriferen (Co)-Fe-Arseniden (Löllingit und Clinosafflorit) sowie (Co)-Fe-Sulfarseniden (Arsenopyrit und Kobaltit) mit Silber- und Bismuttelluriden unter amphibolitfaziellen Bedingungen assoziiert, und letzteres ist durch Chalkopyrit und elementares Gold unter grünschieferfaziellen Bedingungen gekennzeichnet. Detaillierte strukturelle Kartierungen zeigen, dass die Mineralisation stark durch regionale und lokale Scherzonen kontrolliert wird, insbesondere durch die sinistrale, NW-SE bis NNW-SSE-streichende Sievi-Scherzone sowie die dextrale, N-S-strei
chende Polusjärvi-Scherzone. Die Mineralisation in den Laivakangas-, Huhta- und Jouhineva-Lagerstätten erfolgt entlang kleinerer, faltungsbedingter Scherzonen. Petrographische Untersuchungen und U-Pb-Geochronologie zeigen, dass die Mineralisation nach dem Metamorphosemaximum stattfand, wobei U-Pb-Titanit- und Zirkon-Datierungen Alter von ca. 1830 Ma für das As-Au-(Co-Ag)-Event bei Huhta und Jouhineva sowie ca. 1813 Ma für das Cu-Au-Event bei Laivakangas ergeben, was zeitlich gut mit den späten Svecofennischen Orogeneseereignissen (kollisionäre Svecobaltic- und Nordic-Orogenese) korreliert. Die Unterschiede in der Metallzusammensetzung zwischen diesen drei Lagerstätten lassen sich möglicherweise durch Unterschiede in der Fluidzusammensetzung und/oder den Wirtsgesteinen erklären, welche entscheidend für das Vorhandensein oder Fehlen von Co waren. Die Kobaltmineralisation in Jouhineva ist mit einem im Vergleich zu Huhta stärkeren pH-Anstieg oder einer geringfügigen Veränderung des fO₂ während der Fluid-Gesteins-Interaktion verbunden. Die hier vorgestellten Ergebnisse stützen die Auffassung, dass orogene Goldlagerstätten mit atypischer Metallassoziation keine eigenständigen Lagerstättentypen darstellen, sondern ein Spektrum innerhalb der breiteren Klasse orogener
Goldsysteme repräsentieren. Die enge räumliche und zeitliche Verknüpfung zwischen reinen Gold- und polymetallischen Lagerstätten, ihre gemeinsamen strukturellen und metamorphen Rahmenbedingungen sowie konsistente Alterationsmuster unterstreichen einen gemeinsamen genetischen Ursprung. Der Vergleich mit anderen Lagerstätten in Finnland, Australien, Südafrika und Mali zeigt ähnliche paragenetische Abfolgen, Mineralzusammensetzungen und Mineralisationszeiten, was darauf hindeutet, dass die im Pohjanmaa-Gürtel identifizierten metallogenen Prozesse Teil eines größeren, regional ausgedehnten Ereignisses sind, das mit den späten Phasen der Svecofennischen Orogenese (1830–1760 Ma) verbunden ist
Ultra-Broadband Photonic-Electronic Signal Processing Using Spectral Multiplexing in the Optical Domain
Umsetzung der EU-Methanemissions- VO im Anwendungsbereich des DVGW-Arbeitsblattes G 465-1
Im Rahmen des DVGW-Forschungsvorhabens „UmSiAG“ wurden die Auswirkungen der neuen EU-Verordnung zur
Verringerung der Methanemissionen im Energiesektor hinsichtlich der Leckdetektion und -beseitigung auf die
Durchführung der oberirdischen Überprüfung von Gasleitungen in der Gasverteilung gemäß DVGW-Arbeitsblatt
G 465-1 untersucht. Der vorliegende Fachbeitrag gibt einen Überblick über die Forschungsergebnisse und beschreibt
u. a., welche Aufgaben in diesem Zusammenhang auf die Netzbetreiber von Gasverteilnetzen zukommen
Orchestration of Multiple Corporate Entrepreneurship Units
Um in dem dynamischen Umfeld von heute bestehen zu können, müssen sich die Unternehmen an die sich ändernden Anforderungen anpassen. Dies erfordert von den Unternehmen mehr diskontinuierliche Innovationen in Form von grundlegend neuen Angeboten und tiefgreifender organisationaler Transformation. Im Vergleich zu Startups haben etablierte Unternehmen damit große Schwierigkeiten. Um unternehmerischer und anpassungsfähiger zu werden, haben etablierte Unternehmen daher über die Jahre hinweg alternative Ansätze zur Schaffung diskontinuierlicher Innovationen entwickelt. Dies hat zu verschiedenen Formen wie Acceleratoren, Inkubatoren, Corporate Venture Capital Einheiten oder Company Buildern geführt, die dem Corporate Entrepreneurship (CE) zugeordnet werden können. Indem Unternehmen mit diesem neuen Ansatz zur Schaffung von Innovationen experimentieren, haben sie unlängst damit begonnen, parallel mehrere CE Einheiten einzusetzen. Die Aufmerksamkeit von Management und Forschung lag dabei bisher vorwiegend auf dem gezielten Einsatz und der Optimierung einzelner CE Einheiten. Obwohl es durchaus gute Argumente für eine übergreifende Koordination in Praxis (Synergien) und Wissenschaft (Unsicherheit, Interdependenzen) gibt, blieb das Feld bisher weitgehend unerforscht. Die Forschung dieser Dissertation zielte daher darauf ab, einen Beitrag zur Frage zu leisten, wie etablierte Unternehmen ihre CE Einheiten koordinieren, um die Schaffung von diskontinuierlichen Innovationen zu verbessern.
Die Forschung orientierte sich strukturell an der "CIMO-Logik", die empfiehlt, den Kontext, die durchgeführten Interventionen, die zugrunde liegenden Mechanismen und die daraus resultierenden Ergebnisse zu berücksichtigen, um das Gesamtverständnis eines Phänomens zu verbessern. Entlang der CIMO-Elemente wurden mehrere Forschungsfragen formuliert. Zur Beantwortung dieser Fragen wurde ein explorativer Forschungsansatz verwendet, bei dem sowohl qualitative als auch quantitative Methoden zum Einsatz kamen, was zu sieben, an verschiedenen Stellen veröffentlichten Studien führte. Im Zuge dessen wurde eine Vielzahl etablierter Unternehmen aus der deutschen Industrie untersucht, woraus verschiedene neuartige Erkenntnisse gewonnen werden konnten. So wurden zum Beispiel Gründe für den Einsatz mehrerer CE Einheiten identifiziert und die parallele Nutzung von CE-Einheiten entlang verschiedener Charakteristika beschrieben. Darauf aufbauend wurde die spezifische Art der Koordination und der (eher dynamischen, proaktiveren, befähigenderen und subtileren) Orchestrierung von CE Einheiten herausgearbeitet und anhand einer Reihe von identifizierten Koordinationsmitteln und -mechanismen genauer beschrieben. Darüber hinaus wurden vier Archetypen der Orchestrierung differenziert und das Konzept der Co-Spezialisierung als eine zentrale Voraussetzung für die dynamische Schaffung von Innovationen identifiziert. Schließlich zeigte die Untersuchung verschiedene potentielle Synergien auf und dass die Innovativität der Unternehmen insgesamt umso höher ist, je heterogener die CE Einheiten (koordiniert) sind. Dies resultierte in einem verbesserten Verständnis des Phänomens, das die abschließende Formulierung eines Beitrags zur CE Literatur und der Asset Orchestration Theory sowie die Identifikation zahlreicher Implikationen für die Praxis und Richtungen für zukünftige Forschung ermöglichte