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Berechnung der effektiven Wasserbilanz der Hauptvegetationsperiode mit einem Klimaprojektionsensemble unter verschiedenen Emissionsszenarien bis Ende des Jahrhunderts
Das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit dem Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen die WBeffmai-aug der Periode 1991 bis 2020, sowie zwei zukünftige Zeiträume (2031-2060 und 2071-2100) für Rheinland-Pfalz berechnet und auf der Ebene von Naturräumen dargestellt. Grundlage für die Zukunftsprojektion bildet ein Ensemble regionaler Klimaprojektionen für das Klimaschutzszenario RCP2.6 und das Hochemissionsszenario RCP8.5. Ziel ist es, räumliche Veränderungen der Wasserverfügbarkeit unter zukünftigen Klimabedingungen sichtbar und quantifizierbar zu machen. Die räumliche Analyse kann eine fachliche Grundlage für wasserwirtschaftliche Planung und landwirtschaftliche Praxis bieten, sowie zur Kommunikation regionaler Klimafolgen beitragen
Einfluß der Stickstoffdüngerformen und Menge auf den Austrag unter Grünland in Grundwasserlysimetern
In Lysimeterversuchen unter Grünland zeigten die konventionellen Varianten ertragsbedingt deutlich negativere N-Salden, als die Varianten des Ökolandbaus. Selbst in der zweiten Hälfte der Versuchslaufzeit mit einer Düngung von 300 kg N/ha waren die konventionellen Varianten noch negativ, was in einer besseren N-Verfügbarkeit und höheren Erträgen begründet lag. Der N-Austrag über Sickerwasser war insgesamt mit weniger als 1mg/l vernachlässigbar ge-ring (Ammonium + Nitrat). Auch wenn Düngungshöhen von 300 kg N/ha im Ökolandbau praktisch keine Relevanz besitzen und nicht erlaubt sind, kann die hohe Verwertungseffizienz von Düngergaben im Grünland daran aufgezeigt werden
Andische Eigenschaften von Kippböden aus Laacher See-Tephra und ihre bodensystematische Stellung nach KA6
In Zusammenarbeit mit der Landesforstverwaltung beschreibt und beprobt das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz seit dem Jahr 2020 Bodenprofile im Westerwald. In der Nähe des Neuwieder Beckens wurden dabei unter Wald auch Kippböden aus Laacher See-Tephra angetroffen. Diese sind eine Folge des langjährigen industriellen Bimsabbaus. Nach der Rohstoffgewinnung bzw. „Ausbimsung“ wurden die betroffenen Flächen durch das Wiederaufbringen der nicht verwertbaren Tephrabestandteile forstwirtschaftlich wieder nutzbar gemacht. Die Auftragsmächtigkeiten liegen hierbei in der Regel bei 4 bis 12 dm.
Natürliche Böden aus Laacher See-Tephra – die bisher nach KA5 als Lockerbraunerden klassifiziert wurden – erfüllen häufig die Kriterien für die Einstufung in die Klasse der Andosole nach KA6 (vgl. DBG-Beitrag 2022 bzw. PFLANZ & WIESNER 2022).
Dieser Beitrag soll aufzeigen, ob bzw. in welchem Umfang die Kippböden aus Laacher See-Tephra andische Eigenschaften aufweisen. Hierfür wurden mehrere Kippböden aus Laacher See-Tephra bodenkundlich aufgenommen und beprobt. Bei allen untersuchten Profilen wurde der Allophan-Feldtest nach FIELDES & PERROTT (1966) durchgeführt. Für die bodenchemische Analyse wurden aus allen Horizonten gestörte Proben entnommen. Die Laboranalytik der Andosole wurde gemäß dem Handbuch „Forstliche Analytik“ durchgeführt, wobei der Oxalat-Extrakt zur Bestimmung der oxidischen Anteile von Fe, Al und Si verwendet wurde. Zudem wurden die Böden bodenphysikalisch untersucht
Bodenübersichtskarte 1:250.000 (BÜK250) – flächendeckende, digitale Informationsgrundlage für deutschland- weite thematische Auswertungen zur Bodennutzung und zum Bodenschutz
Böden können nur dann effektiv genutzt und geschützt werden, wenn ausreichende Informationen über deren Verbreitung und Eigenschaften vorliegen. Der Bedarf an bundesländerübergreifenden, standardsier-ten Bodeninformationen wächst stetig, da Politik, Forschung und Wirtschaft bundes-weit einheitliche und somit vergleichbare Bodendaten für räumliche Planungen und Analysen benötigen. Diese Informationen werden mit der BÜK250 zur Verfügung gestellt und bilden den Kerndatensatz im Fachinformationssystem Bodenkunde (FISBo BGR) der Bundesanstalt für Geo-wissenschaften und Rohstoffe (BGR).
Die BÜK250 ist das blattschnittfreie, digita-le Nachfolgeprodukt der Bodenübersichts-karte 1:200.000 (BÜK200), die in 55 Ein-zelblättern von der BGR in Kooperation mit den Staatlichen Geologischen Diensten (SGD) der Bundesländer herausgegeben wurden. Die BÜK250 besteht aus zwei Tei-len, einem Geometriedatensatz und einer Sachdatenbank. In der Sachdatenbank der BÜK250 sind die Bodenprofil- und Horizon-tinformationen für die flächenrepräsentati-ven Leit- und Begleitböden der Legenden-einheiten gespeichert. Die Datenbank ent-hält zudem die Generallegende der BÜK250, mit der sich u.a. die Legenden-einheiten nach Bodenausgangsgesteinen in vier hierarchischen Ebenen gliedern las-sen.
Die Daten der BÜK250 werden für die Be-wertung und Darstellung von Bodenfunkti-onen, Bodenpotenzialen, Bodenbelastun-gen und Bodengefährdungen sowie für die Methodenentwicklung zur Bearbeitung bundesweiter Fragestellungen genutzt
Einfluss von Stickstoffgehalt und Grenzflurabstand auf die Ertragsleistung von Niedermoorgrünland
Die Biomasseerträge der ersten Ernte im August 2020 zeigten keine starken Unterschiede zwischen den Varianten. Die erste Auswertung der Bodennährstoffe bestätigte die dominante Rolle des Reliefs für die Pflanzen auf dem Versuchsstandort (Abbildung 3). Der Anteil der organischen Substanz korrelierte ebenso wie der mineralische Stickstoff mit dem Relief. Je tiefer der Standort lag, desto höher war der Anteil der organischen Substanz und des Stickstoffs. Übereinstimmend mit Literaturbefunden bestätigte sich, dass die Berechnung nach Baserga deutlich höhere Biogas- und Me-thanausbeuten im Vergleich zu den Ergebnissen der Batchanalysen auswies. Die beste Übereinstimmung war nach der Berechnungsmethode von Weißbach festzustellen, gefolgt von der Methode nach Keymer und Schilcher
Böden im Klimawandel - Klimasensitive Böden
Die multifunktionale Rolle des Bodens im Klimawandel ist sowohl der breiten Bevölkerung als auch vielen Entscheidungsträgern nicht hinreichend bewusst.
Bislang verfügen die SGD über keine abgestimmten Methoden zu dieser Thematik. Mit bundesweit-einheitlichen transparenten Darstellungen könnte die Akzeptanz der Thematik auf Seiten der Anwender und der o. g. Öffentlichkeit gefördert werden.
In der Arbeitsgruppe „AA6 Klimasensitive Böden“ sollen daher Fragestellungen behandelt werden, die Böden im Kontext des Klimawandels betreffen.
Klimadaten und Projektionen mit Bezug auf den Boden sind dabei besonders relevant.
Im Verlauf der Arbeiten sollen Empfehlungen für den zukünftigen Umgang mit der Thematik abgeleitet werden. Hierbei sollen verstärkt die Wechselwirkungen Boden/Klima verdeutlicht werden. In einem ersten Arbeitsschritt werden kurze Steckbriefe zu verschiedenen Themenkomplexe erarbeitet und zur Verfügung gestellt.
Nachfolgend sollen Bewertungen der Effekte eines sich wandelnden Klimas auf Bodeneigenschaften, -funktionen und -prozesse erfolgen
Vorkommen von Feucht- und Nasshumusformen an zwei Standorten im westlichen Münsterland
Feuchthumusfomen und der Bodenwasserhaushalt von Waldökosystemen im Münsterland
Zur Weiterentwicklung von Monitoringverfahren für die Bewertung bodenökologischer Eigenschaften in Feuchtwäldern kann die Indikatorfunktion von Humusformen einen wichtigen Beitrag leisten. Im Projekt BioFeuchtHumus werden insbesondere die Feuchthumusformen (aero-hydromorphe Humusformen) betrachtet. Diese treten u.a. im atlantisch geprägten Münsterland in Eichenmischwäldern mit darunterliegendem Pseudogley auf und reagieren durch ihre Abhängigkeit vom Niederschlag und der Evapotranspiration besonders sensitiv auf Klimaveränderungen.
Auf den wechselfeuchten Waldflächen im Kernmünsterland werden im Projekt BioFeuchtHumus Messungen zur Boden-wasserspannung und -temperatur direkt an der Grenze von Mineralboden und Auflagehorizonten durchgeführt, um den
Wassereinfluss in der organischen Auflage zu erfassen. Dazu sind Bodenfeuchtesensoren (Tensiomarks) an 8 Mikrostandorten in drei verschiedenen Tiefen installiert worden.
In den Ergebnissen wird deutlich, dass Feuchthumusformen im Münsterland auftreten und eindeutige Klassifizierungs-merkmale herausgearbeitet werden können. Außerdem wird sichtbar, wie die Bodenwasserspannung im Jahresverlauf schwankt. Vor allem in den Wintermonaten sind die Standorte bis in die organische Auflage wassergesättigt (pF = 0). In den Sommermonaten August und Sep-tember erreichen die Standorte pF-Werte von bis zu 4,2.
Durch die Zusammenhänge zwischen Humusform und den Bodenparametern pF, Corg, Nt und pH lässt sich die Entwicklung der Feuchtwälder unter veränderten Klimabedingungen flächenhaft darstellen.
Somit können die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels auf den Bodenwasserhaushalt und auf die Verbreitungsmuster von Feuchthumusformen besser vorhergesagt werden.
Dies wird zudem Aufschluss über die zukünftige Funktionalität der heutigen Feuchtwald-Ökosysteme geben, was für die forstliche Praxis bezüglich notwendiger und sinnvoller Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel von großer Bedeutung ist
Perforation of the lower topsoil and the upper subsoil in a beet-cereal crop rotation after 24 years of tillage with and without plowing with and without green manure
When plowing, there is a risk that over time a compacted, poorly perforated plow pan will form directly under the plowing horizon (crumb base) at a depth of 30 to 35 cm. However, shallow tillage is not without its problems either. The weight of heavy machinery, especially if the soil is too moist, can compact the deeper layer of topsoil at a depth of 20 to 30 cm (deep topsoil) over time. Using double-ring infiltrometers, the perforation of the deep topsoil and the crumb base was investigated in a long-term tillage experiment with and without green manure. In the long term, plowing was by no means detrimental to soil perforation. However, regular intercropping with yellow mustard was beneficial in the long term. In regenerative agriculture, particular attention should therefore be paid to the cultivation of catch crops with allorhizal root systems (instead of plowless tillage), as these significantly improve soil perforation