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    93520 research outputs found

    Neurasthenie in Deutschland und Schweden: Zur Geschichte eines Wissenstransfers, 1880-1920

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    Die Neurasthenie war eine zwischen 1880 und 1920 populäre Erkrankung, die auf eine Schwächung der Nerven infolge der Umwälzungen der Moderne zurückgeführt wurde. Sie wurde assoziiert mit tiefer Erschöpfung und erhöhter Reizbarkeit. Als diffuses und damit formbares Krankheitsbild war sie damals in vielen Ländern präsent und wurde kontrovers diskutiert. Der transnationale, wechselseitige Austausch zu diesem Kulturphänomen wurde in der bisherigen Forschung jedoch kaum berücksichtigt. Die Autorin untersucht erstmals am Beispiel Deutschlands und Schwedens Transferprozesse im Verständnis und Umgang mit der Diagnose und nimmt dabei sowohl die Fachebene als auch den öffentlichen Diskurs in den Blick

    Sharing: Possible! - Praktiken des Teilens in der städtischen Erdgeschosszone

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    Der Bausektor verschlingt Unmengen an Ressourcen - umso wichtiger ist der schonende Umgang mit bereits gebauten Strukturen und die Auseinandersetzung mit darin praktizierten Nutzungen und Lebensweisen für die urbane Transformation. Besonders eindrücklich spiegelt die städtische Erdgeschosszone die Defizite des Bestands in Form von Leerstand und Fehlnutzung wider. Die Autor*innen diskutieren Praktiken des Teilens von Räumen als vielversprechende Ansätze, individuelle und gemeinschaftliche Bedürfnisse zu befriedigen, das Gemeinwohl zu stärken und ein qualitätsvolles Lebensumfeld zu schaffen. Dabei reflektieren sie verschiedene Lösungsansätze kritisch und denken sie anhand eines Experimentierraums der Stadterneuerung in Wien weiter

    Digitale Bilderkämpfe: Zur politisch-strategischen Kommunikation mit Memen

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    Internet-Meme sind mehr als nur humorvolle Bilder: Sie werden strategisch eingesetzt, um Weltbilder zu prägen und gesellschaftliche Grenzen zu verschieben. Besonders die extreme Rechte nutzt sie als Instrument der Metapolitik, um subtil Einfluss auf den öffentlichen Diskurs zu nehmen und ihre Ideologien in den Mainstream zu tragen. Mit den Mitteln des Humors verändern sie, was sagbar ist, und beeinflussen unser Denken. Die Beiträge beleuchten interdisziplinär, wie Meme funktionieren, wie sie analysiert werden können und warum sie eine zentrale Rolle in der politischen Kommunikation spielen

    Towards an Empirical Theory of Science? Challenges and (Possible) Standards of Scientific Research Today

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    The paper represents the introduction to a HSR Special Issue on the empirical theory of science (EToS). Given the massive refiguration of the (social) sciences and the need of knowledge about these changes for those who do science, the introduction suggests a way of studying the knowledge production of sciences in a way which has been suggested by various descriptive and empirical approaches in the social sciences, and to combine them with questions and issues about the normativity of science from the philosophy of science. The introduction also provides an overview on the contributions to the volume which elaborate the concept of empirical theory of science, provide cases for its application in various cases of scientific re-search, or discuss it with respect to other approaches in the social study of the social science

    Verhandelter Raum: Territoriale Ordnungspraktiken in Zentralasien und die historischen Ursprünge des kirgisisch-tadschikischen Grenzabkommens von 2025

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    Das im März 2025 unterzeichnete Abkommen zwischen Kirgistan und Tadschikistan über die vollständige Delimitation ihrer gemeinsamen Grenze markiert das jüngste Kapitel in einer langen Geschichte territorialer Grenzrevisionen im Ferganatal. Zwischen 1924 und 1936 wurde das Tal im Zuge der sowjetischen Nationalitätenpolitik durch ein komplexes territoriales Arrangement zwischen drei Unionsrepubliken aufgeteilt. Die Aufteilung der Region in nationale Republiken war das Ergebnis von Aushandlungen zwischen lokalen Parteieliten über die territoriale Ordnung im sowjetischen Zentralasien. Die Delimitation von Grenzen folgte dabei dem Prinzip, Republikgrenzen möglichst eng an bestehende Landnutzungsgrenzen lokalerGemeinden anzulehnen. Über die gesamte Sowjetzeit wurden Grenzverläufe im Ferganatal immer wieder an sich wandelnde Muster der Land- und Ressourcennutzung lokaler Gemeinden angepasst. Das Abkommen von 2025 steht daher in der Kontinuität einer historisch vermittelten Praxis von Grenzrevisionen, mit denen bereits der sowjetische Staat versucht hat, die kulturelle und ethnische Diversität des Ferganatals auf sinnvolle Weise zu managen

    Forschungsdatenzentrum Wahlen: Jahresbericht 2024; Berichtszeitraum 01.01.2024-31.12.2024

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    Dieser Jahresbericht stellt die Arbeiten des bei GESIS angesiedelten Forschungsdatenzentrums Wahlen (FDZ Wahlen) aus dem Jahr 2024 dar. Angebunden an bereits bestehende Dienstleistungsangebote und Forschungsaktivitäten von GESIS, ist das Forschungsdatenzentrum seit 2009 Bestandteil der Forschungsdateninfrastruktur des Rats für Sozial- und WirtschaftsDaten (RatSWD). Das Forschungsdatenzentrum knüpft an die Schwerpunktsetzung von GESIS im Bereich der Umfrage- und Wahlforschung an. Hierzu zählen Bundes- und Landtagswahlstudien, Politbarometer, DeutschlandTrend, Forsa-Bus, Umfragen der Bundesregierung im Auftrag des Bundespresseamtes, sowie diverse Einzelstudien. Als größtes Projekt kam 2009 die German Longitudinal Election Study (GLES) hinzu. Zu den Aufgaben des Forschungsdatenzentrums Wahlen gehören die Aufbereitung und ausführliche Dokumentation von Primärdaten im Sinne ihrer langfristigen Nutzbarkeit in Forschung und Lehre, wissenschaftliche Mehrwertdienste, Wissensvermittlung und Forschung. Im Jahr 2024 wurden insgesamt elf Datensätze der GLES neu und von elf Datensätzen im Laufe des Jahres überarbeitete Versionen veröffentlicht. Hinzu kommen das Politbarometer 2023, je eine Studie der Forschungsgruppe Wahlen zu den Landtagswahlen 2023 in Bayern und Hessen, der Bürgerschaft in Bremen und dem Abgeordnetenhaus in Berlin, der Forsa-Bus 2023 und sieben Studien der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ferner wurden die Umfragen der Bundesregierung im Auftrag des Presse- und Informationsamtes um 31 neue und fünf überarbeitete Datensätze erweitert

    Demokraten und Gläubige? Leistungen und Grenzen von Richard Hofstadters "Anti-intellectualism in American Life" (1963)

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    1964 gewann Richard Hofstadters im Jahr zuvor erschienenes Werk "Anti-intellectualism in American Life" den Pulitzer Prize in der Kategorie General Nonfiction. In dem bis heute immer wieder neuaufgelegten Buch geht Hofstadter (1916-1970) in vier Teilen den historischen Ursprüngen des seiner Überzeugung nach allgegenwärtigen Antiintellektualismus in den USA nach. Das Buch folgt dabei zugleich einem thematischen und chronologischen Aufbau, indem der Autor zunächst die religiösen Wurzeln des Phänomens bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgt, um schließlich mit Überlegungen zum US-amerikanischen Schulsystem im 20. Jahrhundert zu enden. Im Lichte der aktuellen wissenschafts- und bildungsfeindlichen Disruptionen in den USA verdient das Buch eine erneute, historisierende Lektüre - mit Blick auf seine Leistungen und Grenzen

    "Forms of Mixing": Contemporary History and Sociocultural Anthropology; A Conversation with Debjani Bhattacharyya and Brian Larkin

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    After World War II, many historians in the German-speaking world thought of the relationship between anthropology and history as being largely synonymous with that of 'everyday life' (Alltag) and 'structure'. As Jürgen Kocka (b. 1941) wrote in a retrospective statement to the Zurich historian Rudolf Braun (1930-2012), one of the few prominent figures of 'ethnographic' social history especially in the 1970s and 1980s: 'For while we, a younger generation of social historians, have turned to the large structures and processes that conditioned, encompassed and shaped people's lives, Braun has always supported us, but he insisted - in an untimely but fruitful way - on not missing the people's "inside": the experiences and habits, the hopes and disappointments, the everyday life and mentalities of common people in the age of industrialization.

    Cell Signalling Pathways in Development and Disease: A Review

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    Cell signalling pathways represent fundamental molecular communication networks that orchestrate cellular functions in development and disease. This comprehensive review examines the intricate landscape of cell signalling mechanisms in Nigerian populations, revealing distinct genetic, environmental, and clinical characteristics that significantly influence pathway behaviours and disease manifestations.Through a systematic literature review, we analysed major signalling pathways, including Receptor Tyrosine Kinase (RTK), G-Protein-Coupled Receptor (GPCR), JAK-STAT, Wnt, Notch, and Hedgehog signalling, across both developmental and pathological contexts. Our investigation uncovered population-specific variations that profoundly impact disease susceptibility, progression, and treatment responses in Nigerian healthcare settings.Key findings demonstrate that Nigerian populations exhibit unique alterations in signalling pathways driven by genetic polymorphisms, endemic infectious disease exposures, and environmental factors. Developmental signalling mechanisms revealed distinctive patterns of embryonic development, neural patterning, and stem cell regulation. In disease contexts, significant molecular variations were observed in cancer, metabolic disorders, inflammatory conditions, neurodegenerative diseases, and cardiovascular disorders.The research highlights critical challenges in implementing signalling-targeted therapies, including infrastructure limitations, economic constraints, and regulatory complexities. Additionally, traditional Nigerian medicinal approaches offer promising complementary insights into the modulation of signalling pathways.This review establishes a comprehensive framework for understanding cell signalling pathways in Nigerian populations, emphasising the importance of contextually specific molecular research. The findings provide essential guidance for developing precision medicine approaches tailored to local genetic and environmental contexts, ultimately supporting more effective disease prevention, diagnosis, and treatment strategies

    Zur Erinnerung an Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel (18.8.1940 - 11.2.2025)

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