960 research outputs found

    Wertewandel, Wirtschaftliche Prozesse und Wählerverhalten: Sozialpsychologische Gesetzmäßigkeiten zur Erklärung und Bekämpfung von Ausländerfeindlichkeit und Rechtsradikalismus.

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    Aus einer sozialpsychologischen Perspektive werden die Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit, Wählerverhalten, Wertewandel und politischem Klima mit Ausländerfeindlichkeit und Rechtsradikalismus betrachtet. Diese Zusammenhänge sind viel enger und haben eine viel stärkere gegenseitige Wirkung als vielfach angenommen. Es wird ein sozialpsychologisches Kern-Modell formuliert, das die Bedrohung der Identität durch wirtschaftliche Prozesse verständlich macht und die verstärkte externale Attribution mit aggressivem Verhalten gegen Ausländer vorhersagt. Damit läßt sich ausländerfeindliches Verhalten in Ostdeutschland erklären, ohne auf flächendeckende Sozialisationsdefizite hinweisen zu müssen. Ferner wird deutlich auf den Unterschied zwischen Ausländerfeindlichkeit und Rechtsradikalismus hingewiesen. Abschließend werden Interventionsmöglichkeiten diskutiert.From a socialpsychological view the connexions between political extremism, prejudice, unemployment, political voting, change of values, and political climate are discussed. These connexions are tighter than generally thought. A socialpsychological model is formulated which explains the threat of personal identity through economic developments followed by increasing external attribution combined with aggressive intergroup behavior against foreigners. Thus, the anti-foreigner behavior of East-germans can be explained without the assumption of general deficits during the socialization phase in East-Germany in a totalitarian system. The qualitative difference between the aggressive behavior against foreigners and right-wing extremism is discussed. Finally, some ideas of intervention programs of aggresive behavior and political extremism are given

    Alter, Geschlecht und Informationsstand als Determinanten der Einstellung zum Euro

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    Wegen der baldigen Umstellung der Währung von der D-Mark zum EURO wird der augenblickliche Wissensstand und die Einstellung zur neuen Währung untersucht. Es sind eine positive Entwicklung der Einstellung und eine gute Kenntnis zu beobachten. Die vergangenen Kampagnen waren erfolgreich. Als besondere Zielgruppe, für die besondere Aufklärungsmaßnahmen noch durchzuführen sind, hat sich die Gruppe der Frauen über 65 Jahre herauskristallisiert.Because of the soon change of the currency from D-Mark to EURO the now existing amount of knowledge and the attitude to the new currency is analysed. A positive attitudinal development and a increase of knowledge could be observed. The campaigns ago were successful. A special reference group, for whom specific campaigns should be organized are women older than 65

    Psychologische Faktoren der Steuergerechtigkeit.

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    Die Wirtschaftswissenschaften betrachten Probleme der Steuergerechtigkeit vor allem unter Aspekten des Trade-off zwischen "equity" und "efficiency". Dabei werden psychologische Faktoren weitgehend unberücksichtigt gelassen. Psychologische Arbeiten zur Gerechtigkeit jedoch befassen sich in der Regel nur mit der Verteilung positiver, selten aber mit der Verteilung negativer Güter. Aus dieser Perspektive stellt die Perzeption von Steuern grundsätzlich etwas Besonderes dar. Die Literatur zur Motivation der Steuerhinterziehung und zu sozialen Dilemmata legt den Gedanken nahe, dass zur Vorhersage subjektiv erlebter Steuergerechtigkeit die gängigen Gerechtigkeitstheorien nicht ausreichen: Es lässt sich nicht allein durch Equity- und Mehr-Prinzipien-Ansätze erklären, warum und unter welchen Umständen Menschen Steuern als gerecht empfinden. Es bedarf offensichtlich der Berücksichtigung weiterer Aspekte aus den Bereichen des prosozialen Handelns, der Ethik , der sozialen Integration und angrenzenden Problemkreisen. In der vorliegenden Untersuchung ist ein erster Schritt in diese Richtung unternommen worden. Hierzu wurde in einem varianzanalytischen 3x2x2 Design eine Auswahl von Variablen mit Hilfe eines Ensembles von Szenarien systematisch variiert. Es zeigt sich, dass in der Bevölkerung kein konsistentes Konzept zu Steuern verankert ist, dass Steuern eher als Last empfunden werden, dass die steuerpolitische Lage keinen Einfluss auf die soziale Integration einer Person hat und dass es zur Rechtfertigung höherer Steuern vor allem auf eine utilitaristische und deontologische Argumentation ankommt, bei der die Hilfeleistung positiv besetzt wird.Thinking about taxes and justice, economists focus on the trade-off-relationship between equity and efficiency and tend to neglect psychological aspects. Psychologists on the other hand usually only deal with the distribution of positive goods, neglecting the distribution of negative goods. From this point of view taxes are something special. It can be seen from the literature on tax evasion and social dilemmas that the commonly used theories of justice and injustice (principles like equity, equality and need) are not a sufficient explanation for people's feelings about taxes and justice.It seems to be necessary also to regard aspects which are dealt with in prosocial behaviour, ethics, social integration etc. We tried to integrate these different aspects by applying an variance-analytical 3x2x2 design. The variables were systematically changed in different scenarios. It can be seen from the results that people have no consistent attitudes toward taxes, that they think negatively of taxes, that their tax and financial status has no influence on their social integration and that higher taxes could only be employed successfully by using utilitarian and deontological arguments and thereby pointing out that this kind of prosocial behaviour is something useful

    Mrs. E.H. Mitchell with award winning plant display

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    ''Mrs. E.H. Mitchell examining second prize exhibit at third annual Garden Club Flower Show held at the Witte Museum.'

    Soziale Identität und Partnerwahl: Partnerpräferenzen von Deutschen und Türken der zweiten Generation.

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    Ausgehend von Forschung zu sozialen Vorurteilen und der Theorie der sozialen Identität wird die Partnerwahl von deutschen und türkischen Jugendlichen der 2. Generation analysiert. Grundlage der Studie bildet eine schriftliche Befragung von 100 deutschen und 100 türkischen Jugendlichen zur aktuellen Partnersituation sowie Kriterien der Partnerwahl aus der eigenen Sicht (Autostereotyp) und der vermeintlichen Sicht der anderen Gruppe (vermeintliches Autostereotyp). Die Ergebnisse zeigen ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit zur eigenen nationalen Gruppe sowie Unterschiede in den Autostereotypen und zwischen Autostereotypen und vermeintlichen Autostereotypen der jeweils anderen Gruppen. Ebenso lassen sich große Unterschiede zwischen den Autostereotypen und vermeintlichen Autostereotypen aus einer Perspektive feststellen. Die Ergebnisse in diesem Bereich der Partnerwahl lassen weder auf eine Gleichheit der Sichtweisen der beiden Kulturen noch auf ein detailliertes Verständnis für die jeweils andere Kultur schließen. Weiterhin läßt sich sagen, daß die jeweils andere Gruppe in allen untersuchten Variablen - unabhängig von realen Unterschieden - als von der eigenen Gruppe verschieden wahrgenommen wird. Das Fazit dieser Studie lautet daher, daß angesichts einer multikulturellen Gesellschaft wie der unsrigen eine Integration der Türken in Deutschland durch Eheschließung kaum denkbar erscheint, wobei Türken im Hinblick auf Aspekte der Partnerwahl insgesamt eher konservative Werte vertreten als Deutsche.Proceeding from research on social prejudices and the theory of social identity, the choice of partner of German and Turkish juvenile adults is analysed. The basis of this study is a questionnaire addressed to 100 German and 100 Turkish adolescents with regard to their current partner situation and the criteria for choice of partners from their perspective (autostereotype) and what they assume to be the perspective of the other group (supposed autostereotype). The results show a strong feeling of affiliation to their own national group as well as differences in autostereotypes and between autostereotypes and the supposed autostereotypes of the other group. Similarly, great differences between autostereotypes and supposed autostereotypes from one perspective can be discerned. The findings in this field of choice of partner do not indicate an equality in perception of the two cultures or a detailed understanding of the other culture. Furthermore, each group perceives the other group as different from their own in all examined variables, irrespective of real differences. Summing these results up, the integration of Turkish juveniles in a multicultural society such as that of Germany by marriage seems scarcely conceivable, whereby with regard to aspects of choice of partner Turkish juvenile adults take a more conservative view overall than do their Germans counterparts

    Paarbeziehungen als Mikrosysteme: Ableitung und empirische Prüfung von theoretischen Annahmen

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    Im Zentrum dieser Arbeit stehen zwei Fragen: 1. Hilft eine systemtheoretische Meta-Perspektive, um die eher a-theoretische Forschung bei den Paarbeziehungen zu überwinden und 2. gibt es kritische Anfangszustände, die eine Paarbeziehung stabilisieren? In einer Untersuchung an 344 Paaren werden die Merkmale auf systemtheoretischem Hintergrund analysiert, die beim Verlieben auf eine dauerhaft glückliche Beziehung schließen lassen. Dabei zeigt sich, dass vor allem die Übereinstimmung zwischen den Partnern beim Verlieben in den beiden Bereichen emotionale Bindung und soziale Integration dazu führen, dass sich diese Paare von anderen Paaren mit geringerer Stabilität (Dauer und Glück) unterscheiden lassen. Der Ausgangspunkt des Mikrosystems ist damit eine Bedingung für die Entwicklung einer langen und glücklichen Beziehung oder deren Instabilität. Unter dieser theoretischen Annahme, dass Übereinstimmungen in nicht sichtbaren Kriterien in der Phase des Verliebens relevant für die Stabilität sind, lassen sich die hohen Trennungs- und Scheidungsraten von ca. 50 Prozent erklären bzw. bestätigen diese Annahme, wenn andere Bindungsmomente wegfallen.This study focusses on two questions: 1) Can a system-oriented meta-perspective help to overcome the atheoretical research in the field of relationships and 2) Are there critical states in the beginning of the relationship that can make it more stable? In a study of 344 couples we analyse the characteristics on a system-oriented basis that suggest a happy lasting relationship when falling in love. Stable and unstable (lasting and happiness) relationships differ in respect to the variables emotional bond and social integration. We found the partnership answers to be more corresponding in stable relationships whereas in unstable relationships the answers differ. This means that the starting point of the micro system already is critical for a long and happy relationship. Theoretical assumption, that invisible similarity in the beginning, is relevant for stability , explains the high rate of separation and divorce of 50 % if there are no other pressures to stay in the relationship as financial or other support. The high rate of separation and divorce supports this theory also

    Soziodemographische Merkmale der DoktorandInnen in Psychologie am Hamburger Fachbereich

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    Die Beschäftigung mit den soziodemographischen Merkmalen der Studentenschaft vermittelt einen Einblick in die Ansprechpartner für die Lehre. Diese Analyse ist bereits an anderer Stelle durchgeführt worden (für die Psychologie allgemein siehe Baumann, l995; für den Fachbereich Hamburg, siehe Witte, l995). Daß diese soziodemographischen Merkmale sich auch auf Vorstellungen und Erwartungen an das Studium auswirken, ist punktuell für die Sozialpsychologie aufgezeigt worden (Witte & Wilhelm, l995). Jetzt soll als nächster naheliegende Schritt eine Analyse der DoktorandInnen vorgenommen werden. Hierzu wird die Gesamtheit aller Promotions-Abschlüsse am Fachbereich Psychologie in Hamburg aus den letzten fünf Jahren, zwischen 1990 und 1994 einschließlich, herangezogen. Diese Totalerhebung ermöglicht es, sich einen Überblick über die sozialen Charakteristika unserer DoktorandInnen zu verschaffen

    Theorienentwicklung und -konstruktion in der Sozialpsychologie

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    Das Ziel dieser kleinen Studie ist der Frage nachzugehen, warum Theorienentwicklung und konstruktion in der Sozialpsychologie letztlich nur einen untergeordneten Stellenwert besitzt. Hierzu werden das Verhalten der ForscherInnen in der Sozialpsychologie und die normativen Ansprüche aus einer wissenschaftstheoretischen Position als Widerspruch betrachtet. Ferner werden Hinweise auf die Einstellung zur Theorienbildung und der Umgang mit vorangegangener Forschung diskutiert. Das Ergebnis zeigt, dass das individuelle Verhalten des Forschers und die Einlösung normativer wissenschaftstheoretischer Kriterien in der Forschung zu einem sozialen Dilemma führen, das zuungunsten der allgemeinen Wissenschaftsentwicklung aufgelöst wird. Um dieser negativen Entwicklung aus der Sicht des Wissenschaftsfortschrittes entgegenzuwirken, werden vier Maßnahmen vorgeschlagen: a) die gezielte historische Aufarbeitung der Ideen in der Sozialpsychologie, b) die Präzisierung der Begriffe durch prägnante Explikationen, c) die Einsetzung einer Task force zur Erarbeitung einer Darstellungsform von theoretischen Konzepten und d) die gezielte Förderung eines Forschungsprogramms zur Entwicklung einer globalen Theorie auf einem inhaltlichen Gebiet als ein Beispiel für andere inhaltlichen Gebiete.The main aim of this small report is to discuss the question why theory development and theory construction in social psychology are of only low importance. To clarify this question the individual behaviour of researchers and the normative demands of the philosophy of science are found as contradictory. Furthermore, the attitudes towards theory construction and the dealing with historical research ideas are discussed. The results show clearly that the individual behaviour and the scientific criteria create a social dilemma which is solved to the disadvantage of the general development of science. To counteract this negative development from the view of philosophy of science, four measures are proposed: a) the well-aimed historical reviewing of theoretical ideas in social psychology, b) precise explication of central terms in social psychology, c) implementation of a task force to develop a description form of theoretical concepts, and d) the specific promotion of a research program to develop a global theory in a well-defined area of content as an example for other areas
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