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    Beziehungsweise. Sozial wirksame Prasenzeffekte des Musikalischen

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    Musik kann Atmosphären erzeugen und damit Menschen vergemeinschaften. Aus der Perspektive und in der Sprache der Neuen Phänomenologie ist das so, weil musikalische Praktiken menschliches Miteinander-in-Beziehung-Stehen durch die solidarische Einleibung von Bewegungssuggestionen erfahrbar machen. Zuhören und sich Zueinanderhören sind dann auch miteinander verwoben. Der Beitrag entfaltet dieses Argument, indem produktive Ideen zur Musik aus der Neuen Phänomenologie vorgestellt werden, um dann, gerichtet auf das Konzept der musikalischen Bedeutsamkeit (vs. das der musikalischen Bedeutung), einige chancenreiche Impulse daraus zu destillieren und diese anhand einer konkreten Musiksituation aus dem Westpazifik fruchtbar zu machen. Daraus wird folgen, dass Musik eben auch eine „Beziehungsweise“ ist: ein spezifisch musikalischer, ästhetisch und affektiv erfahrbar gemachter Vollzug sozialen Seins und Werdens

    Stimmungen und Atmosphären : zur Affektivität des Sozialen

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    Unter dem Leitbegriff einer „Affektivität des Sozialen“ geht der vorliegende Sammelband den Phänomenen Stimmungen und Atmosphären nach, indem er theoretische Ansätze und empirische Analysen aus Sozial- und Kulturwissenschaften ins Gespräch bringt. Insgesamt loten die im Band versammelten Beiträge aus, wie die allgegenwärtige Affektivität des Sozialen konzeptionell zu fassen und einzuordnen ist, welche Rolle wechselseitige Affizierungen und affektive Gestimmtheiten in sozialen Situationen spielen und welche methodischen Zugänge für ihre Untersuchung in Frage kommen. So werden zum einen Theorieperspektiven im Spannungsfeld von Affekttheorie, Phänomenologie und soziologischer Theorie diskutiert: vor dem Hintergrund der Soziologie der Emotionen und der affect studies, im Rekurs auf soziologische Klassiker und der Rolle der Situation, sowie auf Basis der Atmosphäre als phänomenologischen Begriff. Zum anderen wird sich mittels breit gestaffelten methodischen Repertoires der empirischen Untersuchung der affektiven Dimensionen unterschiedlichster Felder gewidmet – von Stimmungen bei Großgruppenereignissen und Atmosphären in pädagogischen Situationen über soziologische Kolloquien und mikronesische Chesols-Gesänge, bis hin zu Spitzensport und Straßenszenen

    Intercultural Atmospheres : the Affective Quality of Gift Situations

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    The paper deals with atmospheres in situations of gift exchange, focusing on implications for sociological theory. Emphasising the importance of a situational perspective in sociology, and combining it with recent arguments for stronger inclusion of affectivity in the discipline, I argue that an atmospheric perspective, emphasising on both affectivity and situativity, is a fruitful approach to view both particular social phenomena and social relations in general in a new light. To elaborate on this this, I focus on intercultural gift exchange, drawing both upon Marcel Mauss’ ground-breaking essay 'The Gift' and a handful of historical studies dealing with accounts of situations of diplomatic gift exchange. I conclude firstly, that the analysed gift situations point towards a common theme of 'extraordinary' atmospheres, simultaneously producing and restricting effervescence. Furthermore, the analysed situations seem to require a certain amount of felt ambiguity to leverage the trust required for giving and receiving a gift. Finally, producing and handling this interplay of trust and ambiguity, here symbolised by the gift object itself, is an important competence for both intercultural and intracultural relations

    Situation und Affekt

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    Der affective turn der Kulturwissenschaften hat auch die Soziologie erfasst. Insbesondere die empirische Untersuchung sozialer Affizierungen stößt auf breites Interesse, verspricht sie doch, neue Forschungsfelder zu erschließen und zugleich im Fach verbreitete Vorannahmen grundlegend in Frage zu stellen. Hierfür wird mangels soziologischer Alternativen insbesondere auf philosophisches Theorievokabular zurückgegriffen, das jedoch spezifisch soziologischen Frage- und Problemstellungen nur unzureichend Rechnung tragen kann. Die vorliegende Untersuchung möchte affekttheoretische Kerngedanken aus einer dezidiert soziologischen Perspektive theoretisch integrieren. Als zentrale Anschlussstelle wird der Begriff der Situation im Verständnis des methodologischen Situationismus identifiziert: Wie in den Affekttheorien werden auch in situationistischen Soziologien Prozesse fokussiert, die sich zwischen den an ihnen beteiligten Körpern abspielen
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