1,721,063 research outputs found
Out-sourcing of work in Germany’s forestry : rural social structure and identity in transformation
Beginning in the 1920s, work in Germany’s forests was re-organized following the principles of Taylor and of modern industrial work. The main type of work since then was the employed, wage-earning forestry worker, organized in a union and hierarchically controlled. Selfemployed forestry contracting and timber harvesting as part-time occupation of farmers only played a minor. This situation changed in the 1990s with a steady increase in the out-sourcing of forestry work and the drastic reduction of wage-earning personnel in the state forests. As reasons for this development, the “neo-liberal turn”, the decentralization of work and a stronger market orientation of politics (and also of the state-owned forests) as well as new technical developments all can be named. Nowadays, owners and employees of small forestry contracting enterprises account for at least a quarter of the work force in Germany’s forestry. These enterprises are increasingly becoming professionalized and losing their links to agriculture and small-scale forestry, which is exemplary for a rural identity in transformation. As part of the BMBF funded project WALD (Wald / Arbeit / Land / Dienstleistung – Forests / Work / Rural Areas / Services), the working and living conditions in these micro-enterprises as well as the context in which they work were studied, combining in-depth qualitative interviews with statistical data. Inter alia, findings include a turn from social and regional integration of the work to a growing importance of market relations, a market position between forest owners and wood and paper industries resulting in an often exploitative situation, and, last but not least, the diffusion of sub-contracting even into small family enterprises. On the other hand, rural traditions of work still resonate with these enterprises
Project "Gender and the mobilization of wood from small private forests" : interviews with female forest owners
Seit einigen Jahren hat sich die Forstsozialwissenschaft verstärkt der Kleinprivatwaldforschung zugewendet. Hier wird ein großes Holzmobilisierungspotenzial gesehen. Ausgehend von der Literatur in diesem Forschungsgebiet stellt der vorliegende Bericht Ergebnisse der qualitativen Befragung von Besitzerinnen von Klein- und Kleinstprivatwald in der Eifel zusammen (N=17). Es wird deutlich, dass Waldbesitzerinnen eine in Deutschland bisher wenig beachtete forstliche Zielgruppe darstellen. Die Interviews zeigen Motivlagen und Nutzungsformen. Zugleich wird die Heterogenität dieser Klientel deutlich. Der Bericht schließt mit Handlungsempfehlungen, um die forstliche Beratung und Betreuung im ("weiblichen") Kleinprivatwald zu verbessern.In the last years, social research in forestry focused on the role of ownership of small private forests. One reason for this is the potential for the mobilization of additional wood reserves. The report informs about this field of scientific literature and presents the results of qualitativ interviews with female forest owners with (very) small forests (N=17) in the German region Eifel. We can show that female forest owners are not treated as focus group for forestry outreach until now. The results from the interviews show motives and practices of forest use. At the same time, the heterogeneity of female forest owners as a group becomes clear. The report concludes with recommendations for the state forest administration
Men in the dark forest? How others see foresters' work in the past and today - results of students' research projects
Vielfach werden studentische Arbeiten vor allem als Trockenübung verstanden, der kein eigenständiger wissenschaftlicher Wert zugebilligt wird. In diesem Band der Reihe „Arbeitswissenschaftliche Forschungsberichte“ werden – umrahmt von Beiträgen zur Konzeption des Seminars, aus dem heraus sie entstanden sind, und zum inhaltlichen und methodischen Hintergrund – zwei studentische Projekte präsentiert, die sich mit Hilfe einer Auswertung massenmedialer Dokumente mit qualitativen Methoden dem Bild des Försterberufs in der Nachkriegszeit beziehungsweise heute angenähert haben. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Frage nach der Herstellung von Geschlecht in diesen Berufsbildern.
Aus dem Inhalt:
- Till Westermayer & Maria Hehn: EINFÜHRUNG IN DEN FORSCHUNGSBERICHT: DER WEG ZUR SEMINARKONZEPTION
- Maria Hehn: FÖRSTER(INNEN) UND FORSTWIRTSCHAFT – KLISCHEE UND REALITÄT
- Maria Hehn: GENDER UND GENDER-FORSCHUNG – KONZEPTE UND METHODOLOGISCHE KONSEQUENZEN
- Till Westermayer: ZUM METHODISCH-THEORETISCHEM HINTERGRUND
- Fritz Sprengart & Friederike-Alice Storch: DAS FREMDBILD DES FÖRSTERS IN DEN FÜNFZIGER UND SECHZIGER JAHREN
- Sarah Brender & Sandra Hauser: „UNSER MANN IM WALD“? DAS BILD DES FÖRSTERS/DER FÖRSTERIN HEUTE
- Maria Hehn: AUSBLICKStudents' research projects are often seen as something without any value besides teaching and learning. In this volume in the series "Arbeitswissenschaftliche Forschungsberichte" we present two reports from students' research projects, together with articles about the idea of the course from which these projects resulted and about the contents and methods used. The students' research was focused on the analysis of mass media using qualitative content analysis, centered on the question of the occupational image of foresters in the postwar period and today. A special emphasis is given to the role of gender in these occupational images
Analyse des Informations- und Wissensflusses bei Forstunternehmen : dargestellt am Beispiel von Forstunternehmen innerhalb des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V.
In der Forstwirtschaft finden in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen statt. Um in dem sich verändernden Umfeld weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Forstunternehmen sowohl kompetent als auch innovativ sein. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel dieser am Institut für Forstbenutzung und Forstliche Arbeitswissenschaft durchgeführten Untersuchung, erste Kenntnisse über die Informationsquellen von Forstunternehmen zu gewinnen. Weiterhin wurde untersucht, wie Forstunternehmen lernen, bzw. ihr Wissen managen.
Das Konzept der sozialen Netzwerkanalyse ermöglichte es, mit Hilfe einer Netzwerkkarte die sozialen Beziehungen (Informationskanäle) und die wahrgenommenen Handlungsoptionen zu erfassen und zu beschreiben. Das Untersuchungskollektiv in diesem Pilotprojekt bestand aus drei Forstunternehmen. In der hier dargestellten Untersuchung wurde die Netzwerkkarte in ein narratives Interview eingebunden.
Die Ergebnisse zeigen, dass bei Forstunternehmen insbesondere das soziale Lernen einen besonderen Stellenwert einnimmt. Hierbei erwerben und weiter vermitteln die befragten Unternehmen ihr Wissen insbesondere auf informelle Art und Weise innerhalb ihrer sozialen Netzwerke. Innerhalb dieser etablierten Netzwerke aus Geschäftspartnern, Herstellern, Kunden und Partnern werden Erfahrungen ausgetauscht, Gespräche abseits von Veranstaltungen durchgeführt und durch gemeinsames Arbeiten an Problemen Wissen generiert und adaptiert.
Ein erfolgreiches Lernen außerhalb dieser bestehenden Netzwerke findet nur selten statt. Dabei könnte ein Erfahrungsaustausch, die Ergänzung/Erweiterung der eigenen Kompetenz oder die Etablierung einer Neuerung durch die Zusammenarbeit mit anderen oft existenzsichernd sein
Anforderungen an forstliche Dienstleistungsunternehmer im Spannungsfeld zwischen Waldbesitz und holzverarbeitender Industrie
Die Forstwirtschaft in Deutschland unterliegt seit einigen Jahren einem starken Wandel. Insbesondere verändern sich die Strukturen auf Seiten der Waldbesitzer sowie der holzverarbeitenden Industrie und bringen somit weitreichende Veränderungen für alle Beteiligten der Wald-Holz-Kette mit sich. Die Verbesserung des kontinuierlichen Holzflusses vom Wald zum Werk gewinnt für die Forstwirtschaft in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Dabei ist es wichtig, alle Akteure der Wald-Holz-Kette in den Verbesserungsprozess einzubeziehen. Eine bedeutende Gruppe stellen dabei Forstunternehmer dar, welche für die Waldbesitzer mehr und mehr die Holzerntetätigkeiten übernehmen. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur kontinuierlichen Versorgung der holzverarbeitenden Industrie mit dem Rohstoff Holz. Ziel dieser Arbeit ist es, die veränderten Anforderungen der Waldbesitzer sowie der holzverarbeitenden Industrie an Forstunternehmer innerhalb der Wald-Holz-Kette zu untersuchen. Darüber hinaus werden die Kommunikationswege innerhalb der Wald-Holz-Kette ermittelt, um die Position der Forstunternehmer im Informationsnetzwerk zu bestimmen. Abschließend wird die Situation der Forstunternehmer innerhalb der Wald-Holz-Kette dargestellt und diskutiert
Rezension zu: Stefan Böschen & Ingo Schulz-Schaeffer (Hrsg.) (2003). Wissenschaft in der Wissensgesellschaft
Ländliche Arbeit im Wandel : nachhaltige Gestaltung forstlicher Dienstleistungsarbeit
Das Buch: Ist Arbeit in ländlichen Räumen noch das, was einmal darunter verstanden wurde? Wie wirken sich Globalisierung und zunehmende Marktorientierung auch der Forstwirtschaft auf ländliche Arbeitsverhältnisse und Vorstellungen „guter Arbeit“ aus? Und wie kann die Arbeit in ländlichen Räumen so gestaltet werden, dass sie umfassenden Ansprüchen an Nachhaltigkeit gerecht wird? In der vorliegenden Bestandsaufnahme ländlicher Arbeit im Wandel geht es am Beispiel forstlicher Dienstleistungstätigkeiten darum, eine Antwort auf diese Fragen zu finden. Auf Grundlage umfangreicher empirischer Erhebungen werden die Arbeitsbedingungen „neuer“ und „klassischer“ Forstdienstleister vor dem Hintergrund sich verändernder forstlicher Rahmenbedingungen dargestellt. Weitere Texte befassen sich mit der Übertragbarkeit dieser Befunde auf landwirtschaftliche Arbeit und mit Schlussfolgerungen für Arbeitsgestaltung und Arbeitswissenschaft in ländlichen Räumen.Die Herausgeber: Dr. Siegfried Lewark ist Professor für Forstliche Arbeitswissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Der Forstwissenschaftler Dr. Edgar Kastenholz ist Geschäftsführer des Europäischen Forstunternehmerverbandes ENFE. Der Soziologe Till Westermayer hat am Institut für Forstbenutzung und Forstliche Arbeitswissenschaft der Universität Freiburg arbeits- und organisationssoziologischen Aspekte forstlicher Tätigkeiten untersucht.Das Projekt: Das Verbundvorhaben WALD Wald/Arbeit/Land/Dienstleistung wurde im Rahmen der Förderinitiative „Zukunftsfähige Arbeitsforschung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von 2002 bis 2005 gefördert (Förderkennzeichen 01 HN 0120, Projektträger DLR). Die vorliegende Publikation beruht auf Ergebnissen aus diesem Vorhaben
"Leichtere Beschäftigungen": Geschlechterdifferenz als Leitbild der Forstlichen Arbeitswissenschaft
"Die forstliche Arbeitswelt präsentiert sich als Männerdomäne. Das Fach der Forstlichen Arbeitswissenschaft war seit den 1920er Jahren an der Gestaltung der forstlichen Arbeitswelt beteiligt. In einer Inhaltsanalyse 'klassischer' Texte dieser forstwissenschaftlichen Disziplin wird das in mehreren Dimensionen auf Differenz basierende Geschlechterbild rekonstruiert. Demnach werden Frauen und Männer hier fast wie zwei separate 'Arten' behandelt. Differenz wird vor allem durch den Bezug auf körperliche Leistungsfähigkeit und 'geschlechtsspezifische' Fähigkeiten hergestellt. Frauen werden als schutzbedürftig dargestellt. Damit wird die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in männlich besetzte Erwerbsarbeit und weiblich besetzte Familienarbeit für den Mann zur Selbstverständlichkeit. Abschließend fragt der Beitrag, inwiefern diese Differenzsetzung heute noch wirksam ist und worin die Vor- und Nachteile einer Umorientierung in Richtung Diversität als Leitkategorie der (forstlichen) Arbeitswissenschaft liegen könnten." (Autorenreferat)"Forestry presents itself as a male domain. As a discipline, Forest Work Science (Forstliche Arbeitswissenschaft) has helped to shape this sphere of work since the 1920s. Content analysis of 'classic' texts from this sub-discipline of Forest Science allow the dominant gender image to be reconstructed as being based on differences in several dimensions. Women and men are described almost as different 'species'. That difference is in particular constructed in relation to physical ability and 'gender-specific' skills. Women are seen as being in need of protection. All these differences normalize the gendered division of work, assigning men the role of breadwinner and women that of being responsible for family work for the man. The article concludes by asking to what extent this differentiation still exists and wherein lie the advantages and disadvantages of switching from difference to diversity as the dominant mode of thinking in (Forestry) Work Science." (author's abstract
Review: Karl H. Hörning & Julia Reuter (Hrsg.) (2004). Doing Culture. Neue Positionen zum Verhältnis von Kultur und sozialer Praxis
Die Rezension diskutiert den unter dem Titel "Doing Culture" veröffentlichten Tagungsband zu einem 2003 stattgefundenen Kongress zur sozialwissenschaftlichen Praxistheorie. Ausführlicher werden dabei die theorievergleichenden und an der Theoriearchitektur der Praxistheorie weiterarbeitenden Beiträge präsentiert. Andere eher empirische oder an Einzelaspekten ausgerichtete Beiträge werden kurz vorgestellt. Den Abschluss bildet eine Zusammenstellung offener Fragen für die Weiterentwicklung der Praxistheorie, die sich aus den in diesem Band versammelten Beiträgen ergeben. Insgesamt gibt "Doing Culture" einen guten Überblick über den aktuellen Stand des "practical turns" in der techniksoziologischen und mediensoziologischen Diskussion. Die – für einen Kongressband durchaus typische – Heterogenität der Beiträge spiegelt einerseits die Bandbreite der Diskussion wieder, zeigt aber auch, dass der Schritt zu einem weit verbreiteten einheitlichen praxistheoretischen Vokabular noch nicht gelungen ist.The review discusses the proceedings of the 2003 conference on practice theory in the social sciences, published as "Doing Culture". It especially makes room for the presentation of the theoretically oriented parts of the volume—texts either comparing two different theories or working at the further development of practice theory. An overview is given about the other parts of the volume which present case studies or singular aspects. Concluding the review, open questions from the different texts are put together. "Doing Culture" is helpful if one wants to be informed about the current state of the "practical turn" in German-language sociology of technology and media. The heterogeneity of the volume—typical of congress proceedings—shows, on the one hand, the breadth of the contemporary discussion but shows, on the other hand, that "practice theory" as one singular theory with a widely used vocabulary still does not exist.La reseña discute los trabajos de la Conferencia del 2003 sobre teoría práctica en las ciencias sociales publicadas como "Hacer Cultura". Es relevante la presentación de las partes del volumen donde se discuten dos teorías o donde se desarrolla la teoría práctica. En otra parte se presentan estudios de caso. Al final de la reseña se presentan algunas preguntas abiertas sobre diferentes textos. "Hacer Cultura" es útil si uno desea estar informado sobre el estado actual del "giro práctico" en la sociología de la tecnología y los medios en lengua alemana. La heterogeneidad del volumen – típico de trabajos de Conferencias – muestra, por un lado, la amplitud de la discusión contemporánea pero muestra, por el otro, que la "teoría práctica", como una teoría singular con un ampliamente usado vocabulario aún no existe
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