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    Zwangsstörungen

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    Die Zwangsstörungen zählen mit einer Prävalenz von 1–2 % zu den häufigsten Störungen im Kindes- und Jugendalter. Die Therapie der kindlichen Zwangsstörung orientiert sich am Schweregrad der Zwangsstörung und an dem Vorhandensein komorbider Störungen. Eine evidenzbasierte Therapie bei Kindern und Jugendlichen beinhaltet Elemente der Psychoedukation, der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Psychotherapie (KVT) und einer pharmakologischen Behandlung. Die Kombination von KVT und einer Medikation ist hierbei besonders wirksam. Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) zeigen sich in verschiedenen Metaanalysen, die randomisierte und placebokontrollierte Studien an Kindern und Jugendlichen beinhalten, als hoch effektiv und sind Medikamente der ersten Wahl. Medikament der zweiten Wahl ist das trizyklische Antidepressivum Clomipramin. Zugelassen in Deutschland für die Behandlung bei Kindern und Jugendlichen mit Zwängen sind Sertralin und Fluvoxamin

    Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

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    In der spezifischen Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) findet die medikamentöse Therapie häufige Anwendung. Dabei stehen in erster Linie die Psychostimulanzien Methylphenidat und Amphetamin sowie Atomoxetin als Nicht-Psychostimulanz zur Verfügung. Langwirksame Formulierungen von Methylphenidat bieten häufig Vorteile in Wirkung und Compliance. In der Wahl des geeigneten Medikamentes sind, eingebettet in ein multimodales Behandlungskonzept, individuelle Gegebenheiten wie Komorbiditäten zu berücksichtigen. Unter der Behandlung sind regelmäßige Kontrollen z. B. der Gewichtsentwicklung zur Erfassung eventueller unerwünschter Arzneimittelwirkungen durchzuführen. Das folgende Kapitel gibt neben der Störungsdefinition einen Überblick über diagnostische Voraussetzungen, die individuelle Indikationsstellung und Anwendung der Psychopharmakotherapie der ADHS

    Psychostimulanzien und andere Arzneistoffe, die zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) angewendet werden

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    Als Psychostimulanzien oder Stimulanzien wird die Gruppe von Neuro-/Psychopharmaka bezeichnet, die vorwiegend eine erregende Wirkung auf das zentrale Nervensystem und die Psyche ausüben. Das Hauptanwendungsgebiet der Psychostimulanzien Amphetamin und Methylphenidat ist die Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), eine der häufigsten Erkrankungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Neben diesen Psychostimulanzien werden Nicht-Psychostimulanzien wie Atomoxetin, Clonidin und Guanfacin zur Behandlung der ADHS verwendet. In diesem Kapitel wird ein kurzer Überblick zu den Erklärungsmodellen der Wirkmechanismen von Psychostimulanzien und anderen Substanzen gegeben. Weiter werden wichtige Aspekte der klinischen Psychopharmakologie wie Indikationen, klinische Wirksamkeit und Studienlage, Dosierungen, Pharmaka-Wechselwirkungen, Anwendungseinschränkungen, Dauer der Behandlung und Kontrolluntersuchungen als Orientierungshilfe für die klinische Anwendung besprochen

    Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

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    Die Zwangsstörungen zählen mit einer Prävalenz von 1–2 % zu den häufigsten Störungen im Kindes- und Jugendalter. Die Therapie orientiert sich am Schweregrad der Zwangsstörung und am Vorhandensein komorbider Störungen. Eine evidenzbasierte Therapie bei Kindern und Jugendlichen beinhaltet Elemente der Psychoedukation, der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Psychotherapie (KVT) und einer pharmakologischen Behandlung. Die KVT und ihre Bausteine Exposition und Reaktionsverhinderung sind besonders wirksam. Je nach Alter der Patienten sollte die Familie in die Therapie einbezogen werden. Auch selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) zeigen sich in verschiedenen Metaanalysen, die randomisiert-placebokontrollierte Studien an Kindern und Jugendlichen eingeschlossen hatten, als sehr wirksam und sind Wirkstoffe der ersten Wahl. Um eine ausreichende Wirkung zu erzielen, bedarf es bei der Behandlung von Zwangsstörungen in der Regel mehr Zeit und oft höherer Dosen als bei anderen Indikationen. Die Kombination von KVT und einer Medikation zeigt nicht immer eine Überlegenheit, hat sich aber bei besonders schwierigen Konstellationen, z. B. bei komorbiden Depressionen, bewährt. Wirkstoff der zweiten Wahl ist das trizyklische Antidepressivum Clomipramin. Zugelassen in den meisten europäischen Ländern und in den USA für die Behandlung bei Kindern und Jugendlichen mit Zwängen sind Sertralin und Fluvoxamin. Fluoxetin hat zwar keine explizite Zulassung für Zwangsstörungen, aufgrund der positiven Studienlage nimmt die Bedeutung jedoch zu. Zur Augmentation mit Antipsychotika ist die Studienlage im Kindes- und Jugendalter gering

    Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter

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    Unter Zwangsstörungen werden wiederkehrende und anhaltende Verhaltensweisen, Ideen, Gedanken und Impulse verstanden, die sich gegen inneren Widerstand aufdrängen und vom Patienten als unsinnig, übertrieben oder quälend erlebt werden. Zwangsstörungen lassen sich untergliedern in • Zwangsgedanken und/oder • Zwangshandlungen Bei den Zwangsgedanken handelt es sich um Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die sich dem Erkrankten gegen seinen Willen aufdrängen und ihn immer wieder beschäftigen. Meist sind es zwanghafte Befürchtungen, die sich inhaltlich auf Verschmutzung, Bakterien, Infektionen, Symmetrie, Genauigkeit oder das Sammeln von Gegenständen beziehen können. Oder es sind Vorstellungen und Bilder aggressiver, sexueller oder religiöser Natur, die sich dem Bewusstsein aufdrängen

    Angststörungen und Phobien

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    Unter Angststörungen und Phobien wird ein breites Spektrum von Erkrankungen verstanden, bei dem die Kernsymptomatik ein übermäßiges Angst- und Vermeidungsverhalten umfasst. Die Intensität der therapeutischen Behandlung richtet sich vor allem nach dem Grad der psychosozialen Beeinträchtigung. Sowohl kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als auch Pharmakotherapie zeigen sich nach der aktuellen Evidenzlage als sicher und wirksam. Nach dem aktuellen Stand kann eine leichte bis moderat ausgeprägte Angststörung mit KVT behandelt werden, während bei schweren Angststörungen im Rahmen einer multimodalen Behandlung zusätzlich eine Medikation indiziert sein kann. Selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) sind dabei im Kindes- und Jugendalter die erste Wahl. Im Gegensatz zum Erwachsenenalter ist die Evidenz für andere Wirkstoffgruppen deutlich geringer, es liegen jedoch für Venlafaxin und Duloxetin positive Befunde vor, und diese können nach den internationalen Leitlinien für die Behandlung von Angststörungen im Kindesund Jugendalter als Medikation der zweiten Wahl angesehen werden. Kurzfristig angstlösende Wirkstoffe wie Benzodiazepine sind nur dann indiziert, wenn eine sofortige Angstreduktion erforderlich ist. Wegen des Risikos einer Abhängigkeit ist ihre Verschreibung nur für eine Akutbehandlung geeignet

    Tetrahydroisoquinoline derivatives: a new perspective on monoaminergic dysfunction in children with ADHD?

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    BACKGROUND: The dopamine-derived tetrahydroisoquinolines (TIQ) synthesized endogeneously from aldehydes and catecholamines have shown to modulate neurotransmission, central metabolism and motor activity. Converging evidence has implicated abnormalities of the dopamine metabolism to the pathophysiology of Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder (ADHD). Therefore, four TIQ derivatives involved in central dopamine metabolism (salsolinol, N-methyl-salsolinol, norsalsolinol, N-methyl-norsalsolinol) have been analyzed for the first time in children and adolescents with ADHD and healthy controls. METHODS: 42 children and adolescents with ADHD and 24 controls from three sites participated in this pilot study. Free and bound amounts of salsolinol, N-methyl-salsolinol, norsalsolinol, N-methyl-norsalsolinol have been analyzed in urine. RESULTS: In the ADHD group, free and total amounts of the four TIQ derivatives in urine were significantly higher compared to urine levels of healthy controls. For N-methyl-salsolinolfree, most of the ADHD patients were identified correctly with a sensitivity of 92.5% (specificity 94.4%). CONCLUSION: Urine levels of salsolinol, N-methyl-salsolinol, norsalsolinol and N-methyl-norsalsolinol are elevated in children and adolescents with ADHD and point to a new perspective on catecholaminergic dysfunction in ADHD. However, replication and extension of this pilot study would progress this innovative and promising field

    Psychostimulanzien und andere Arzneistoffe, die zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) angewendet werden

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    Als Psychostimulanzien oder Stimulanzien wird die Gruppe von Neuro‑/Psychopharmaka bezeichnet, die vorwiegend eine erregende Wirkung auf das zentrale Nervensystem und die Psyche ausüben. Das Hauptanwendungsgebiet der Psychostimulanzien Methylphenidat und Amphetamin ist die Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit‑/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Weitere Wirkstoffe zur Behandlung der ADHS sind Atomoxetin und Guanfacin, die als Nicht-Psychostimulanzien eingeordnet werden. In diesem Kapitel werden die Wirk(ungs)mechanismen dieser Wirkstoffe besprochen und schwerpunktmäßig diejenigen pharmakologischen Aspekte dargestellt, die für Kliniker für den therapeutischen Einsatz dieser Substanzen relevant sind. Dabei wird u. a. auf Anwendungsgebiete, die klinische Wirksamkeit und die Studienlage eingegangen. Es werden Dosierungsempfehlungen gegeben und mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen und -wechselwirkungen behandelt. Das Kapitel schließt mit Empfehlungen zur Behandlungsdauer sowie zu notwendigen Kontrolluntersuchungen im Rahmen der ADHS-Pharmakotherapie
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