1,721,125 research outputs found

    Peritonsillarabszesse und ihr Management - Ist die Abszessspaltung nur der Übergang zur Tonsillektomie oder eine dauerhafte Lösung?

    No full text
    Einleitung: Ziel dieser Studie war es, das Behandlungsmanagement von Peritonsillarabszessen kritisch hinsichtlich der Therapiemöglichkeiten zu hinterfragen. Dabei wurde der langfristige Erfolg in der größten bisher veröffentlichten Studienkohorte ermittelt.Methode: Die retrospektive Auswertung erfolgte bei jenen Patienten, die zwischen 2007 und 2019 stationär bei vorliegendem Peritonsillarabszess mittels Abszessspaltung oder Abszesstonsillektomie behandelt wurden. Die vorliegenden Patientendaten wurden hinsichtlich der erfolgten Behandlung, der Laborparameter, möglichen Nachblutungen sowie der Rezidivraten und Arbeitsausfällen ausgewertet. Abhängig von der Behandlungsmethode wurden den Patienten Fragebogen zugesandt, um deren subjektive Meinung hinsichtlich des Langzeiterfolges einzuholen. Durch die zusätzliche Datenerhebung der behandelnden Hausärzte und HNO-Ärzte konnte ein Langzeit-Follow-Up erstellt werden, um den langfristigen Nutzen der jeweiligen Behandlung sowie Komplikationen im Beobachtungszeitraum festzustellen.Ergebnisse: Insgesamt konnten 819 Patienten in die Studie inkludiert werden. 22,0% der Patienten wurden schon während des ersten stationären Aufenthaltes erfolgreich mittels Spaltung behandelt. 37,7% aller Patienten mussten noch während des ersten stationären Aufenthaltes tonsillektomiert werden. Es konnte festgestellt werden, dass anhand von Laborparametern keine Prognose festgelegt werden, ob eine Spaltung ausreicht oder eine Tonsillektomie notwendig wird. Ebenso konnte gezeigt werden, dass ein Computertomogramm nur dann sinnvoll ist, wenn der Verdacht auf eine Komplikation, wie bspw. einen parapharyngealen Abszess, besteht. 11,4% der Patienten erlitten nach der Tonsillektomie eine Nachblutung. Bei den abszessgespaltenen Patienten konnte lediglich in einem Fall eine Nachblutung ermittelt werden, wobei dieser Patient unter einer bis dahin unbekannten Gerinnungsstörung litt. Bei 2,8% der gespaltenen Patienten kam es zu einem ipsilateralen Rezidiv, kontralateral konnte kein Rezidiv im Beobachtungszeitraum ermittelt werden.Schlussfolgerung: Schlussfolgernd lässt sich zusammenfassen, dass die Entlastung der Tonsillektomie vorzuziehen ist, da sowohl die Arbeitsunfähigkeit als auch der stationäre Aufenthalt nach Tonsillektomie länger ist. Ebenso ist das Nachblutungsrisiko nach Tonsillektomie mit 11,4% als hoch einzustufen. Die Rezidivrate nach erfolgter Entlastung im Intervall ist mit 2,8% ipsilateral und mit keinem bekannten Rezidiv kontralateral sehr gering. Bei keinem der in die Studie inkludierten Patienten lag die klare Indikation zur beidseitigen Tonsillektomie aufgrund von rezidivieren akuten Tonsillitiden gemäß der Leitlinie vor

    Alte Technik – neu beleuchtet. Verringerung der Invasivität bei der Behandlung von Jochbein- und Jochbogenfrakturen unter dem Einfluss der intraoperativen dreidimensionalen Bildgebung

    No full text
    Alte Technik – neu beleuchtet. Verringerung der Invasivität bei der Behandlung von Jochbein- und Jochbogenfrakturen unter dem Einfluss der intraoperativen dreidimensionalen Bildgebung Leonie Schneider, Prof. Dr. Dr. Pit VossFrakturen mit Beteiligung des Jochbeins und des Jochbogens bilden einen großen Teil aller Gesichtsschädelfrakturen ab. Während bei isolierten Jochbogenfrakturen die geschlossene Reposition den therapeutischen Standard darstellt, ist bei komplexeren Frakturen häufig ein offener Zugang erforderlich. Die intraoperative dreidimensionale Bildgebung durch den C-Bogen ermöglicht eine Beurteilung des Operationsergebnisses vor Narkoseausleitung, wodurch nicht mehr alle dislozierten Bereiche zur Repositionskontrolle dargestellt werden müssen.Ziel war es, die Beeinflussung des C-Bogens auf die Invasivität bei Operationen von Jochbein- und Jochbogenfrakturen zu untersuchen.Es wurden insgesamt 1474 Operationen von Januar 2000 – Oktober 2019 hinsichtlich verschiedener Parameter und Zusammenhänge ausgewertet: OP-Datum, Alter und Geschlecht des Patienten, betroffene Seite, Diagnose, Anwendung des C-Bogens, operativer Zugang, Anzahl der Osteosyntheseplatten und OP-Dauer. Im November 2006 wurde der C-Bogen in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg eingeführt.Folgende Ergebnisse konnten ermittelt werden:1. Die Anwendung des C-Bogens führt zu signifikant weniger benötigten Zugängen pro Operation.2. Der Anteil geschlossener Zugänge hat sich seit der Einführung des C-Bogens signifikant erhöht.3. Die Anwendung des C-Bogens wirkt sich nicht signifikant auf die Häufigkeit transkonjunktivaler Zugänge zu Orbitabodenfrakturen aus.4. Die Anwendung des C-Bogens führt zu signifikant weniger verwendetem Osteosynthesematerial pro Operation.5. Die Anwendung des C-Bogens beeinflusst die OP-Dauer nicht signifikant. Abgeleitet aus den Ergebnissen lässt sich feststellen, dass die Einführung des C-Bogens zu einer Reduzierung der Invasivität bei der Behandlung von Jochbein- und Jochbogenfrakturen beigetragen hat. Auch zukünftig wird deshalb in Operationssälen die intraoperative dreidimensionale Bildgebung Anwendung finden

    Metastasen als Fehldiagnose von Bisphosphonat-assoziierter Kiefernekrose

    No full text
    BP sind auf Grund ihrer osteoprotektiven Wirkung fester Bestandteil in der Therapie unterschiedlicher Krankheitsbilder. In der Therapie von osteolytischen Tumoren und ihren Metastasen werden sie in der höchsten Dosierung verwendet. Deshalb treten in diesen Fällen die Nebenwirkungen der BP besonders häufig auf. Eine besonders schwere Nebenwirkung ist die BP-ONJ. Zur Therapie und gleichzeitigen Malignitätsausschluss werden die Läsionen einer zunehmenden Anzahl von Patienten reseziert und mehrschichtig verschlossen.Ziel dieser Arbeit war die retrospektive Untersuchung der Prävalenz von Metastasen in BP-ONJ-Läsionen von Patienten des Universitätsklinikums Freiburg.Mit Hilfe des Krankenhaus-Informations-Systems wurden 101 Patienten mit 124 Läsionen identifiziert, bei denen bei maligner Grunderkrankung die operative Behandlung einer BP-ONJ vorgenommen wurde. Die meisten BP-ONJ-Läsionen traten in der Folge der Therapie von Multiplem Myelom, Brustkrebs und Prostatakarzinom auf. Es gab 34 BP-ONJ Läsionen im Oberkiefer (27,4%) und 90 im Unterkiefer (72,6%), wovon 67 Läsionen ausschließlich den Unterkieferseitenzahnbereich betrafen. Die Verteilung der Läsionen auf Unter- und Oberkiefer sowie im Front- und Seitenzahnbereich stimmen mit den Werten aus der Literatur überein.In 6,5% der BP-ONJ-Läsionen ließen sich Metastasen finden. Zwei der acht Metastasen, welche in den Resektaten gefunden wurden, waren Erstmetastasen. Der Grund für das Auftreten der Osteonekrose in der Nähe der Metastase war in 75% der Fälle unbekannt. Dies legt in Verbindung mit der Literatur den Schluss nahe, dass die Läsion als Folge der Metastase entstanden sein könnten. Kiefermetastasen scheinen Zeichen einer weit vorangeschrittenen Tumorerkrankung zu sein, denn die Patienten mit Metastasen im Kiefer haben eine geringere Lebenserwartung. Von den BP-ONJ Patienten dieses Kollektivs sind zum Untersuchungszeitpunkt signifikant mehr Frauen verstorben als Männer.Die Frage nach einem möglichen Zusammenhang zwischen der Entstehung von BP-ONJ-Läsionen und Metastasen im Kieferbereich muss Gegenstand zukünftiger Untersuchungen werden. Die gegenseitige Begünstigung von Metastasen und BP-ONJ-Läsionen ist dabei zumindest denkbar, erfordert aber ein vertieftes Verständnis der Pathogenese der BP-ONJ

    Ernährungstherapie bei Parodontitis - eine systematische Literaturübersicht

    No full text
    Während „mechanische“ Therapien zur Parodontitis gut untersucht sind, fehlen zusammenfassende Untersuchungen darüber, ob adjunktive Ernährungsinterventionen zur Parodontitistherapie einen zusätzlichen Vorteil bringen. Ziel der Untersuchung war es daher, eine systematische Literaturübersicht zu dieser Fragestellung durchzuführen. Dabei wurde der Einfluss von Ernährungsinterventionen als alleinige Therapie oder kombiniert mit subgingivalem Instrumentieren bei Probanden mit Parodontitis untersucht. Die Suche ergab insgesamt 3307 Treffer, davon wurden nach Prüfung der Ein- und Ausschlusskriterien fünf Studien eingeschlossen. Die Interrater-Reliabilität ergab einen guten Wert von 0,8 (Cohen’s Kappa). Acht zusätzliche Studien wurden durch eine erweiterte manuelle Suche identifiziert. Insgesamt zeigten acht der 13 Studien einen positiven Effekt durch die Ernährungstherapie in Form von signifikant reduzierten Sondierungstiefen, sowie einem signifikant erniedrigten BOP in vier der eingeschlossenen Studien. Vier Studien zeigten keine signifikanten Effekte der Ernährungsinterventionen auf die parodontalen Indizes und eine Studie zeigte zum Endzeitpunkt ein besseres Outcome in der Kontrollgruppe. In der Bewertung hinsichtlich des Bias erreichten die Studien eine Güte von 64-92%, im Durchschnitt 79,4% und lagen damit in einem guten Bereich. Es konnte geschlussfolgert werden, dass die überwiegende Anzahl der hier erfassten Untersuchungen einen positiven Effekt durch die Ernährungsinterventionen auf klinische Parodontitisparameter und auf systemische Entzündungsindizes feststellen konnten

    Update MRONJ and perspective of its treatment

    No full text

    Bisphosphonattherapie: Pathologische Unterkieferfraktur

    No full text
    corecore