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    Verhandlungen mit Schiller. Historische Reflexion und literarische Verarbeitung des Dreißigjährigen Kriegs im ausgehenden 18. Jahrhundert

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    The thesis presents an analysis of Friedrich Schiller’s works on the Thirty Years’ War: the historiographical treatise Geschichte des dreyßigjährigen Kriegs (1790-1792) and the dramatic trilogy Wallenstein (1800). The research has not only been conducted in relation to other significant works of the author, but also to other literary texts of the late 18th century which revolve around the same topic and which have mostly remained unexplored by critics. The corpus includes works by Benedikte Naubert, Gerhard Anton von Halem, A.G.F. Rebmann, Johann Nepomuk Komareck and Niklas Vogt. The selected texts differ consistently from one another in terms of genre, theme and literary quality. However, each of these documents has much to convey about aesthetical, historical, political and philosophical issues that are central to the culture of the late 18th century. The aim of this research is to contextualise these texts within their Entstehungshorizont, to analyse the discourses they engage in and to explain the reasons for the growing interest of the time for the Thirty Years’ War, thus shedding new light on Schiller’s works

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    Ausgraben und Aufbewahren. Durs Grünbeins Poetisierung des Mülls als Erinnerungsträger

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    Ausgehend von der Analyse verschiedener Texte Durs Grünbeins, in denen der Müll als Erinnerungsträger und die Müllhalde als Gedächtnisspeicher konzipiert werden, untersucht der vorliegende Beitrag die poetologische und erinnerungskulturelle Bedeutung des Abfalls im lyrischen und essayistischen Werk des Autors. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Rolle des Dichters als Archäologe gewidmet sowie dessen Umgang mit einer sonderbaren Art von Müll: den Ruinen der zerbombten Stadt Dresden

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    Gerhard Anton von Halem: Wallenstein. Ein Schauspiel. Mit einem Nachwort herausgegeben von Daniele Vecchiato

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    Gerhard Anton von Halem (1752–1819) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Spätaufklärung. Wallenstein (1786) ist sein erstes und – auch mit Blick auf die spätere Bearbeitung des Stoffes – weitaus bedeutendstes Drama. Der Text enthält innovative Züge hinsichtlich der charakterlichen Konturierung des Generals aus dem Dreißigjährigen Krieg, die Schillers Darstellung beeinflusst haben mögen. Die Geschichte des angeblichen Verrats an Kaiser Ferdinand II. wird in Halems Schauspiel vor dem Hintergrund der wiederholten Ehrverletzungen des Helden problematisiert. Ferner erscheinen Wallensteins politische Ambitionen nicht nur als ein Produkt seines Machtstrebens, sondern entsprechen einem unzeitgemäß aufklärerischen Entwurf, der in einem Kontext von Obskurantismus und Intoleranz zum Scheitern verurteilt ist. So bildet das Stück ein interessantes ideengeschichtliches Dokument, in dem zeitgenössische Debatten wie der Friedensdiskurs oder die antijesuitische Polemik Nachhall finden und das an mehreren Stellen die intensive Beschäftigung des Autors mit der politischen Lehre Rousseaus durchscheinen lässt. Das Schauspiel wurde aufgrund seiner Missachtung der aristotelischen Regeln nie aufgeführt, fand jedoch eine breite Rezeption und wurde von den Rezensenten der Zeit als ein »treffliches Stück Arbeit« und eine »glückliche Aeußerung dramatischer Kunst« gefeiert

    Nachwort

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    Gerhard Anton von Halem (1752–1819) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Spätaufklärung. Wallenstein (1786) ist sein erstes und – auch mit Blick auf die spätere Bearbeitung des Stoffes – weitaus bedeutendstes Drama. Der Text enthält innovative Züge hinsichtlich der charakterlichen Konturierung des Generals aus dem Dreißigjährigen Krieg, die Schillers Darstellung beeinflusst haben mögen. Die Geschichte des angeblichen Verrats an Kaiser Ferdinand II. wird in Halems Schauspiel vor dem Hintergrund der wiederholten Ehrverletzungen des Helden problematisiert. Ferner erscheinen Wallensteins politische Ambitionen nicht nur als ein Produkt seines Machtstrebens, sondern entsprechen einem unzeitgemäß aufklärerischen Entwurf, der in einem Kontext von Obskurantismus und Intoleranz zum Scheitern verurteilt ist. So bildet das Stück ein interessantes ideengeschichtliches Dokument, in dem zeitgenössische Debatten wie der Friedensdiskurs oder die antijesuitische Polemik Nachhall finden und das an mehreren Stellen die intensive Beschäftigung des Autors mit der politischen Lehre Rousseaus durchscheinen lässt. Das Schauspiel wurde aufgrund seiner Missachtung der aristotelischen Regeln nie aufgeführt, fand jedoch eine breite Rezeption und wurde von den Rezensenten der Zeit als ein »treffliches Stück Arbeit« und eine »glückliche Aeußerung dramatischer Kunst« gefeiert

    „Vivi con il tuo secolo, ma non essere la sua creatura“. Schiller e Nietzsche fisiologi della cultura

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    This paper examines the affinities of Nietzsche’s early production with Schiller’s cultural theory and philosophy of history. Although Schiller and Nietzsche are usually considered as being poles apart, they actually share a philosophical common ground: both diagnose a cultural crisis in their respective historical contexts and both suggest the development of an aesthetic antidote against it. Through a parallel reading of Schiller’s theoretical writings and Nietzsche’s Untimely Meditations the paper points out the main convergences of the two thoughts, with a special attention being paid to the concept of Bildung and to the theory and practice of historiography. In particular, the analysis shows how Schiller’s anthropology, his theory of the beautiful and the sublime as well as the social and cultural-critical dimension of his Aesthetical Letters played a central role in Nietzsche’s early philosophy
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