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    GDC-0941, a clinically available PI3K inhibitor displays promising <em>in vitro</em> and <em>in vivo</em> efficacy for targeted medulloblastoma therapy

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    Deregulation of the Phosphoinositide 3-kinase (PI3K)/AKT signalling network is a hallmark of oncogenesis. Also medulloblastoma, the most common malignant brain tumor in children, is characterized by high levels of AKT phosphorylation and activated PI3K signalling in medulloblastoma is associated with enhanced cellular motility, survival and chemoresistency underscoring its role of as a potential therapeutic target. Here we demonstrate that GDC-0941, a highly specific PI3K inhibitor with good clinical tolerability and promising anti-neoplastic activity in adult cancer, also displays antiproliferative and pro-apoptotic effects in pediatric human medulloblastoma cell lines. Loss in cell viability is accompanied by reduced phosphorylation of AKT, a downstream target of PI3K. Furthermore, we show that GDC-0941 attenuates the migratory capacity of medulloblastoma cells and targets subpopulations expressing the stem cell marker CD133. GDC-0941 also synergizes with the standard medulloblastoma chemotherapeutic etoposide. In an orthotopic xenograft model of the most aggressive human medulloblastoma variant we document that oral adminstration of GDC-0941 impairs tumor growth and significantly prolongs survival. These findings provide a rational to further investigate GDC-0941 alone and in combination with standard chemotherapeutics for medulloblastoma treatment

    Intramedulläre Tumoren – Management- und Outcome-Analyse

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    In der Therapie intramedullärer Tumoren herrschen noch Unsicherheiten über den Zeitpunkt und das Ausmaß der Tumorresektion sowie über die damit verbundenen funktionellen Ergebnisse. Die vorliegende Arbeit stellt eine retrospektive Analyse der Krankengeschichte von 70 Patienten mit intramedullären Tumoren dar, die zwischen 1987 und 2007 in der Neuro-chirurgischen Universitätsklinik Bonn operiert wurden. Die Krankenakten wurden hin-sichtlich des progressionsfreien Überlebens und des neurologischen Status sowie des Einflusses der o.g. Faktoren analysiert. Des Weiteren wurde die Durchführung eines intraoperativen Monitorings sowie adjuvanter Therapiemaßnahmen erfasst. Das progressionsfreie Überleben für Patienten mit einer vollständigen Tumorresektion war mit durchschnittlich 66 Monaten signifikant länger als für Patienten mit einer Tumorbiopsie, deren progressionsfreies Überleben im Mittel 2,7 Monate betrug (p=0,014). Keinen statistisch signifikanten Einfluss auf das progressionsfreie Überleben zeigten in unserer Studie der WHO-Grad, die Höhenausbreitung sowie die Lokalisation der Tumore. Das neurologische Outcome der Patienten war maßgeblich vom präoperativen neurologischen Zustand der Patienten abhängig (p=0,001). So konnten unter den Patienten, die sich präoperativ in einem guten neurologischen Status entsprechend dem Mc-Cormick-Grad I oder II befanden, postoperativ 82,6 % bzw. zum Zeitpunkt des letzten Follow-up 73,3 % diesem zugeordnet werden, während nur 8,3 % bzw. 13,1 % der Patienten mit einem präoperativen McCormick-Grad III oder IV diesem entsprachen. Dabei beeinflussten weder die Geschlechtszugehörigkeit noch das Alter noch die Tumorlokalisation noch die Anzahl der Wirbelkörperhöhen oder die Dauer der präoperativ bestehenden Symptomatik das neurologische Outcome signifikant. Unseren Ergebnissen zufolge profitieren von einer Operation insbesondere Patienten, die frühzeitig, bei noch gering ausgeprägten neurologischen Defiziten, operiert wurden und jene, bei denen eine komplette Tumorresektion erreicht werden konnte. Der Einsatz eines intraoperativen Monitorings scheint dabei das Erreichen einer kompletten Tumorresektion zu begünstigen. Eine adjuvante Therapie bleibt malignen Tumoren und Metastasen vorbehalten

    Untersuchungen zum Einfluss von Pictilisib, Pazopanib und Sorafenib auf Migrationsvermögen und Aktivität von Rac1 in Medulloblastom-Zellen <em>in vitro</em>

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    In der vorliegenden Arbeit wird gezeigt, dass die klinisch verfügbaren Medikamente Pictilisib, Pazopanib und Sorafenib die Migration von Zellen zweier Medulloblastom-Zelllinien inhibieren. Dabei senken alle drei Substanzen den zytoplasmatischen Gehalt von aktivem Rac1, welches in der Migration von Medulloblastomen eine zentrale regulierende Stellung innehat. Dabei werden voneinander abweichende Effekte der Substanzklassen differenziert. Unter anderem wird demonstriert, dass der PI3K-Inhibitor Pictilisib im direkten Vergleich einen deutlich effektiveren und früher einsetzenden anti-migratorischen Effekt auf die Zellen hat. Die eingesetzten Tyrosinkinase-Inhibitoren weisen hingegen im untersuchten Zeitraum einen stärkeren anti-proliferativen Effekt auf. Parallel wird eine paradoxe Hochregulierung von Erk 1/2 in den Zellen der untersuchten Zelllinie Daoy dokumentiert. Durch immunzytochemische Färbungen des Aktin-Zytoskeletts werden morphologische Unterschiede zwischen den zwei Zelllinien aufgedeckt und charakteristische Auswirkungen der Substanzen auf die Struktur des Zytoskeletts analysiert. Ferner wird die Verteilung von Rac1 untersucht und hier zum ersten Mal gezeigt, dass Rac1 im Zellkern beider Zelllinien lokalisiert ist. Diese Beobachtungen illustrieren die zentrale Rolle von Rac1 in der Migration von Medulloblastomen und bieten einen differenzierten Einblick in ungleiche Wirkweisen von klinisch bereits einsetzbaren Substanzgruppen

    Die Stellung der operativen Behandlung arterio-venöser Malformationen des Temporallappens

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    Die Therapie von AVMs im Temporallappen ist aufgrund der dort verlaufenden Nervenfaserbahnen sehr schwierig. Prinzipell stehen 3 Behandlungsverfahren zur Verfügung: mikrochirurgische Operation, endovaskuläre Therapie und Radiochirurgie. Die Arbeit berichtet über eine der größten Fallzahlen bei der operativen Behandlung temporal lokalisierter AVMs mit sehr akzeptablem Ergebnis und gibt eine Literaturübersicht. Insbesondere im Vergleich mit den anderen Behandlungsverfahren scheint nur mit der Operation eine vollständige Heilung möglich, welche notwendig ist um das Risiko einer Einblutung auszuschalten, wenn man eine Größe > 2,5 - 3cm berücksichtigt. Sehr kleine AVMs können auch radiochirurgisch behandelt werden, wobei die vollständige Ausschaltung jedoch oft erst nach mehreren Jahren gegeben ist. Dennoch muss auch erwähnt werden, dass es, wenn man die unterschiedlichen Lokalisationen der AVMs im Temporallappen betrachet, Unterschiede gibt. Hierbei zeigten die temporomesial operierten AVMs ein deutlich schlechteres Ergebnis mit einem deutlich höheren Risiko einer Hemiparese, wobei jedoch die geringe Fallzahl in dieser Serie berücksichtigt werden muss. Daher erscheint die Operation temporal lokalisierter AVMs, mit Ausnahme der temporomesial lokalisierten gut, sicher und mit akzeptablem Outcome durchführbar. Aufgrund der eher geringen Datenlage bei der Behandlung temporomesial gelegener AVMs sind weitere Untersuchungen notwendig, um die Behandlungsmethode der Wahl für den Patienten festlegen zu können. Zurzeit erscheint ein interdisziplinäres Behandlungskonzept am sinnvollsten

    Molekulargenetische und funktionelle Analyse der Rolle des p75 Neurotrophinrezeptors im Medulloblastom

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    Das Medulloblastom (MB) ist das häufigste cerebrale Malignom der Kindheit. Die klassische (CMB) und desmoplastische (DMB) Variante stellen die häufigsten histologischen Varianten des MB dar. Für Patienten mit DMB sind signifikant höhere Überlebensraten beschrieben; zudem weisen solche Tumoren eine variantenspezifische Expression des p75NTR-Oberflächenrezeptors auf, dem in verschiedenen Tumorgeweben wachstumsinhibitorische Effekte zugeschrieben werden. In einer Mikrosatellitenanalyse an 58 Tumoren konnten wir Hinweise auf Allel-Verluste des chromosomalen Lokus des p75NTR-Gens in 10 von 58 Tumoren (17 %) finden. Diese Veränderungen verteilten sich dabei nahezu in gleichen Anteilen auf beide Varianten. Vergleichende Analysen der p75NTR-mRNA Expression zeigten eine selektive Expression des p75NTR in DMB, jedoch keine Korrelation zum Allelstatus. In einem Kollektiv von 73 Tumoren fanden sich in einer Mutationsanalyse des p75NTR-Gens bis auf die Sequenzänderung c.441G>A;V106M in einem CMB keine Hinweise auf somatische Sequenzalterationen; eine Ursache für die divergente Expression des Rezeptors konnten wir auf genetischer Ebene somit ausschließen. Auch auf epigenetischer Ebene fanden sich in einer Analyse des CpG-Methylierungsstatus der 5’-Region des p75NTR-Gens in 6 MB keine variantenspezifischen Veränderungen. In murinen Körnerzellprogenitoren konnten wir in-vitro die Induktion der p75NTR-Expression durch die Aktivierung der Sonic-Hedgehog / Patched-Kaskade zeigen, die auch in DMB aktiv ist. An murinen MB ptc-hemidefizienter Mäuse konnten wir diese Ergebnisse in-vivo bestätigen. Zur funktionellen Charakterisierung der divergenten p75NTR-Expression in DMB wurden humane MB-Zellen mit einer vollständigen p75NTR-kodierende Sequenz, sowie zwei unterschiedlich trunkierten Konstrukten des Rezeptors stabil und induzierbar transfiziert. In durchflusszytometrischen Experimenten in diesem Zellmodell fand sich eine deutlich erhöhte Apoptoserate der p75NTR-überexprimierenden Zellen als Antwort auf die Stimulation durch den Rezeptorliganden NGF. Anhand von Untersuchungen trunkierter p75NTR-Varianten konnte gezeigt werden, dass sowohl der juxtamembranäre Bereich als auch die Todesdomäne des Rezeptors für die Apoptoseinduktion von Relevanz sind. Zellmorphologische Studien bestätigen diese Ergebnisse. Die funktionellen Untersuchungen deuten eine wichtige Rolle von p75NTR in desmoplastischen Medulloblastomen an, welche mit der besseren Prognose solcher Tumoren in Einklang steht. Innovative Konzepte, die auf einer Induktion des p75NTR auch in klassischen MB basieren, erscheinen somit erfolgversprechend für zukünftige Therapieansätze

    Visuelle Sensationen während radioonkologischer Therapie von hirneigenen Tumoren

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    Diese Arbeit beschreibt visuelle Sensationen während der Tomotherapie-Behandlung hirneigener Tumore. Bei insgesamt 10 Patienten erfolgte die Registrierung dieser Lichtsensationen während 175 Bestrahlungsfraktionen. Insgesamt wurden 5959 Lichtereignisse ausgewertet, welche nur bei der Bestrahlung und nicht bei dem vorangehenden Megavolt-CT auftraten. Interessanterweise zeigte die Untersuchung, dass bei 50 % der Patienten Lichtsignale auftreten ohne Kontakt des Strahlenfeldes mit den lichtsensiblen Strukturen der Retina. Die Empfindung der Lichtsignale war interindividuell unterschiedlich und trat unabhängig von einer Hell- oder Dunkeladaptation des Auges unter Raumlicht-Bedingungen auf. Es gelang zum einen die Beschreibung der Ereignisse bezüglich Farbe, Form und subjektiv empfundener Lokalisation im schematisierten Gesichtsfeld. Zum anderen konnten die Lichtereignisse mittels Eventrecorder aufgezeichnet und ein patientenspezifisches Muster entwickelt werden, welches die Auftretenshäufigkeit über alle Fraktionen widerspiegelt. Aufgrund dieser Daten war eine grobe Eingrenzung der verantwortlichen anatomischen Bezirke möglich, welche eine Beteiligung extraorbitaler Hirnareale wahrscheinlich erscheinen lässt. Aufgrund dieser Ergebnisse sind die Erklärungsversuche vorheriger Studien, die großteilig eine alleinige Verantwortung seitens der Retina beschrieben, zu hinterfragen. Die genauen Mechanismen, die diesen visuellen Sensationen zugrunde liegen, bleiben weiterhin unbekannt. Wahrscheinlich ist jedoch zum einen die direkte Wechselwirkung ionisierender Strahlung mit der Netzhaut des Auges, zum anderen eine radiogene Beeinflussung neuronaler Zentren, wie Sehbahn oder Sehrinde. Folgestudien mit dem Ziel einer genaueren anatomischen Zuordnung verantwortlicher Hirnstrukturen und Klärung des auslösenden Mechanismus wurden bereits initiiert und geben hoffentlich Aufschluss über die Entstehung dieses Phänomens

    Mutations- und Expressionsanalyse des Patched 2 (PTCH2)- Gens in meningealen und glialen Tumoren

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    Allelverluste auf dem kurzen Arm von Chromosom 1 (1p) kommen in hoher Frequenz in einer Reihe von intrakraniellen Tumoren vor, wie in Oligodendrogliomen und höhergradigen Meningeomen. Dies legt nahe, daß in diesem chromosomalen Bereich ein oder mehrere Tumorsuppressorgene lokalisiert sind. Das PTCH2-Gen ist in diesem Bereich auf 1p lokalisiert und es konnten Mutationen in einzelnen Tumoren bereits nachgewiesen werden. Um die Relevanz des PTCH2-Gens als potentielles Kandidatengen in Hirntumoren zu beurteilen, wurden in dieser Studie verschiedene Hirntumorentitäten in Hinblick auf DNS-Mutationen des PTCH2-Gens mittels der SSCP-Technik und nachfolgender Sequenzierung, sowie auf veränderte Genexpression mittels Duplex-RT-PCR-Analyse untersucht. Sieben neue DNS-Sequenzpolymorphismen konnten identifiziert werden. Somatische Mutationen konnten nicht identifiziert werden. Die Expressionsanalyse zeigte signifikant unterschiedliche PTCH2-mRNS-Expressionslevel in Meningeomen und Oligodendrogliomen sowie Meningeomen und Oligoastrozytomen mit jeweils niedrigeren Expressionsleveln in meningealen Tumoren

    Magnetresonanz-tomographische Merkmale der Telomerase-Reverse-Transkriptase-Promotermutationen –126 C>T und –146 C>T in primären Glioblastomen

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    Ziel: Kernspintomographische Bildgebungsbiomarker können nicht-invasiv Informationen über den molekulargenetischen Zustand eines Glioblastoms liefern. TERT-Promotermutationen sind mit einer schlechten Prognose assoziiert. Das Methylierungsgrad des MGMT-Promoters ist entscheidend für das Ansprechen auf eine adjuvante TMZ-Therapie und spielt daher eine prognostische Rolle. Das Ziel dieser Studie war Bildgebungsbiomarker für TERT-Promotermutationen und MGMT-Promotermethylierung zu identifizieren.Methodik: Der präoperative cMRT-Datensatz von 67 Patienten wurden gemäß den VASARI-Kriterien nach einer möglichen Korrelation mit TERT-Promotermutationen oder MGMT-Promotermethylierung unter Berücksichtigung der klinischen Parameter untersucht. Die Analysen wurden von drei unabhängigen Untersuchern durchgeführt. Alle Patienten hatten genetisch verifizierten primären Glioblastomen nach den aktuellen Kriterien der WHO-Klassifikation (IDH1-Wildtyp). Die TERT-Promotermutationen wurde mittels PCR und DNS-Sequenzierung nach Sanger bestimmt. Die MGMT-Promotermethylierung wurde mittels Pyrosequenzierung bestimmt. Für die statistischen Auswertung wurden Standardtests verwendet.Ergebnisse: TERT-Promotermutationen wurden in 51 der Fälle nachgewiesen. Es zeigte sich kein spezifisches bildmorphologisches Korrelat mit den TERT-Promotermutationen (auch in Konjugation mit dem rs2853669 funktionellen Polymorphismus). Die Patienten mit TERT-mutierten Glioblastomen hatten häufiger tumor-assoziierten epileptischen Anfälle (26/30 vs. 25/37, p = 0,07), hatten kleinere Tumore [13.1 (9.0–19.0) vs. 24.0 (16.6–37.5) cm3; p = 0.007] und wiesen ein verlängertes Gesamtüberleben [17.0 (11.5–28.0) vs. 9.0 (4.0–12.0) Monate; p = 0.02] auf. Auch die MGMT-Promotermethylierung zeigte kein spezifisches bildmorphologisches Korrelat. Zusammenfassung: Diese explorative Studie konnte keine spezifische Bildgebungsbiomarker für TERT-Promotermutationen oder MGMT-Promotermethylierung identifizieren. Patienten mit tumor-assoziierten epileptischen Anfällen wiesen hatten TERT-mutierten Glioblastomen

    Häufigkeit und Phänotyp neurologischer und psychiatrischer Symptome bei Patientinnen mit ovariellen Teratomen : Eine Fragebogenstudie

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    Paraneoplastische Enzephalitiden werden relativ häufig mit Keimzelltumoren in Verbindung gebracht. Die primordiale Ausgangszelle dieser Tumore ist totipotent und somit zur Ausbildung aller, im menschlichen Körper vorkommenden Strukturen fähig. Insbesondere die ovariellen Teratome bei jungen Frauen wurden in den letzten Jahren als mit einer Enzephalitis assoziiert gefunden, die sich durch einen charakteristischen klinischen Verlauf auszeichnet: Prodromalstadium, psychotische Symptome und epileptische Anfälle, dann Bewusstseinsstörung, autonome Instabilität mit zentraler Hypoventilation, Bewegungsstörungen, und schließlich Genesung oder Tod. Mutmaßliches pathologisches Agens sind NMDA-Rezeptor-Antikörper als Folge einer immunologischen Reaktion gegen neurale Strukturen in den Keimzelltumoren. Aufgrund der rapiden Häufung von Fallberichten innerhalb kurzer Zeit postulierten wir zwei Hypothesen: Hypothese 1: Patientinnen mit ovariellen Keimzelltumoren erleiden häufiger als Kontrollpatientinnen Enzephalitiden. Hypothese 2: Einzelne neuropsychiatrische Symptome (im Unterschied zum enzephalopathischen Vollbild der typischen Teratom-assoziierten Enzephalitis) treten bei Patientinnen mit ovariellen Keimzelltumoren häufiger auf als bei Kontrollpatientinnen. Um diese Hypothesen zu überprüfen, befragten wir retrospektiv Patientinnen mit ovariellen Keimzelltumoren, die in den letzten zehn Jahren an der Universitätsfrauenklinik Bonn oder im Malteserkrankenhaus Bonn operiert worden waren, nach typischen Beschwerden der Erkrankung. Zu diesem Zweck wurde ein Fragenbogen entwickelt, der die charakteristischen Symptome der Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis erfasst. Er besteht aus 16 Aussagen, welche von der Patientin jeweils mit „Trifft zu“ bzw. „Trifft nicht zu“ zu beantworten waren. Zustellung und Antwort erfolgten auf dem Postweg. Bei auffälligem Fragebogenergebnis wurde Kontakt mit den behandelnden Ärzten aufgenommen. Ergänzend wurden, soweit verfügbar, die Krankenakten der Patientinnen nach neurologischen oder psychiatrischen Auffälligkeiten durchsucht. Als Negativkontrollgruppe dienten Patientinnen mit Raumforderungen des Unterleibs, welche bislang nicht mit paraneoplastischen Syndromen in Verbindung gebracht wurden (ovarielle Zysten und uterine Myome), als Positivkontrollgruppe Patienten mit Teratom-assoziierter oder Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis. Insgesamt nahmen 61 Patientinnen mit ovariellen Keimzelltumoren, 237 Patientinnen aus der Gruppe der Negativkontrollen und 12 Patientinnen aus der Gruppe der Positivkontrollen an der Studie teil. Es zeigte sich keine signifikante Häufung von zutreffenden Aussagen des Zielkollektives im Vergleich zu den Negativkontrollen. Im Gegensatz dazu bestand zu den Angaben der Positivkontrollen durchgehend ein signifikanter Unterschied. Der Fragebogen ist ein objektives, reliables und valides Instrument zur Erfassung der Symptome einer Teratom-assoziierten Enzephalitis bzw. Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis. Die oben genannten Hypothesen konnten mit ihm nicht bestätigt werden: Es gibt aus unserem Kollektiv keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko von Patientinnen mit ovariellen Teratomen bezüglich Enzephalopathien im Sinne der voll ausgebildeten Teratom-assoziierten Enzephalitis oder bezüglich umschriebenerer neuropsychiatrischer Beschwerden. Die Beschreibungen der klinischen Symptome von Patienten mit Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis auch aus neuester Zeit decken sich mit der Symptomkonstellation unseres Fragebogens in vollem Umfang. In letzter Zeit zeigt die Literatur aber, dass immer mehr Männer (9-30%) und Kinder unter 18 Jahren (22-40%) mit der Erkrankung diagnostiziert werden und dass der Anteil der Patienten mit einem Tumor zunehmend geringer ausfällt (20-59%). Nach wie vor sind ovarielle Teratome aber die am häufigsten aufzufindende Neoplasie. Je jünger der Patient oder die Patientin, desto unwahrscheinlicher ist ein assoziierter Tumor. In einer Subgruppe der Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis scheinen Teratome jedenfalls die pathogenetische Immunreaktion durch die Expression der NMDA-Rezeptoren zu triggern

    Untersuchung struktureller Konnektivität bei Menschen mit limbischer Enzephalitis

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    Die limbische Enzephalitis (LE) ist eine Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, die klinisch durch ein subakut auftretendes limbisches Syndrom bestehend aus der Trias Störung des Episodischen Gedächtnisses, epileptische Anfälle temporaler Semiologie sowie Affektstörungen charakterisiert ist. In diese Arbeit wurden retrospektiv Menschen mit LE eingeschlossen, die zwischen April 2008 und November 2016 an der Klinik und Poliklinik für Epileptologie des Universitätsklinikums Bonn behandelt wurden. Insgesamt wurden 19 Menschen mit GAD65-assoziierter (mittleres Alter 35,9 Jahre, 11 weiblich), 4 Menschen mit LGI1-assoziierter, (mittleres Alter 63,3 Jahre, 2 weiblich) und 5 Menschen mit CASPR2-assoziierter LE (mittleres Alter 57,4 Jahre, keine weiblich) in die Studie eingeschlossen. Daneben wurden als Kontrollgruppe 20 Menschen mit Temporallappenepilepsie und histologisch gesicherter Hippocampussklerose (mittleres Alter 38,8 Jahre, 11 weiblich) sowie 26 gesunde Kontrollpersonen (mittleres Alter 44,6 Jahre, 12 weiblich). Von allen Individuen wurden T1-gewichtete MRT-Daten sowie DTI-Daten erhoben. Mittels Fixel-basierter Analyse fanden wir bei Menschen mit GAD65-assoziierter LE im Vergleich zu Kontrollpersonen eine signifikant niedrigere Faserdichte und Faserdurchmesser im fasciculus longitudinalis superior beider Hemisphären sowie im Isthmus des corpus callosum (jeweils p &lt; 0,05 FWER-korrigiert). Der Vergleich von Menschen mit CASPR2-assoziierter LE und LGI1-assoziierter LE mit Kontrollpersonen erbrachte keine signifikanten Gruppenunterschiede. Die Analyse von Hirnnetzwerken zeigte signifikante Gruppenunterschiede auf Ganzhirn-Ebene zwischen Menschen mit GAD65-assoziierter LE, Hippocampussklerose und Kontrollpersonen hinsichtlich der charakteristischen Pfadlänge als Maß für die Netzwerkintegration (ANOVA F(4, 58) = 3,66, p = 0,010) sowie des clustering coefficient als Maß für die Netzwerksegregation (ANOVA F(4, 58) = 4,98, p = 0,002). Paarweise durchgeführte post-hoc Tests zeigten eine signifikant erhöhte charakteristische Pfadlänge sowie eine signifikant erniedrigten clustering coefficient bei Menschen mit GAD65-assoziierter LE im Vergleich zu Kontrollpersonen und Menschen mit Hippocampussklerose (p &lt; 0,01). Zudem fanden wir mittels linearer Regressionsmodelle einen Zusammenhang zwischen dem clustering coefficient und dem Amygdalavolumen in der primär betroffenen Hemisphäre (p = 0,038, R2 = 0,31) sowie dem Verbalgedächtnis (p = 0,010, R2 = 0,45). Im Vergleich der Kantenstärken mittels network-based statistics fanden wir elf Verbindungen mit signifikant reduzierter Kantenstärke bei Menschen mit GAD65-assoziierter LE im Vergleich zu Kontrollpersonen (p &lt; 0,05 FWER-korrigiert). Bei Betrachtung der Knotenzentralität fanden wir Gruppenunterschiede der Knotenstärken in 18 Knoten (jeweils p &lt; 0,05 FDR-korrigiert). Mittels Fixel-basierter Analyse und einem netzwerkbasierten Ansatz demonstriert diese Arbeit, dass extratemporale Strukturen der weißen Substanz von der LE ebenfalls betroffen sind. Dabei hängt das genaue Muster und das Ausmaß dieser Veränderungen zum einen von dem zugrundeliegenden Autoantikörper ab, zum anderen lassen sich die veränderten Bildgebungsmarker mit der Verbalgedächtnisleistung und dem Amygdalavolumen der primär betroffenen Hemisphäre in Zusammenhang bringen, die beide als klinisch etablierte Verlaufsparameter der LE gelten und damit die Relevanz dieser in silico-Metriken für die klinische Praxis untermauern
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