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The ʿawāmil of the nominal sentences
The theory of government (ʿamal) is a central aspect in the study of the sentence structure. All changes in declensional endings are to be related to a governor, which Arabic grammarians should be able to identify for each instance. As far as nominal sentences are concerned, grammarians have advanced a number of theories about the governor assigning the nominative case to the mubtadaʾ (‘topic’) and the ḫabar (‘comment’). The standard Baṣran theory that made its way into the traditional scholarship pointed to an abstract governor (ʿāmil maʿnawī), namely the ibtidāʾ (‘the being used as topic’). The ibtidāʾ is an underlying phenomenon that corresponds to the initial position in the sentence and that produces the nominative ending. On the other hand, other grammarians have advocated alternative theories that explain the assignment of the nominative from other perspectives. This is especially true for the nominative of the comment. This contribution aims to present the different standpoints on the subject and to describe how opposing theories coexisted in the tradition. Finally, it will be discussed how all theories, although presented as antagonist models, ultimately refer to the same concept of syntactic relation holding between the constituents
Shabo Talay, Die neuaramäischen Dialekte der Khabur-Assyrer in Nordostsyrien. Einführung, Phonologie und Morphologie (Wiesbaden: Harrassowitz 2008), in Orientalistische Literaturzeitung 105.4–5: 517 (Berlin)
Review of Talay, Shabo. Die neuaramäischen Dialekte der Khabur-Assyrer in Nordostsyrien (2008).Published in Orientalistische Literaturzeitung 105.4–5 (2010): 517–18 (Berlin: Oldenbourg), available at: http://www.oldenbourg-link.com/toc/olzg/105/4-
Die Traktate gegen die Nestorianer im Buch der disputativen Schriften von Dionysius Yaʿqūḇ Bar Ṣalībī (1171)
Die vorliegende Studie hat zum Ziel, den bisher unedierten Text in syrisch-aramäischer Sprache von Dionysius Yaʿqūb Bar Ṣalībī, einem Kirchengelehrten des 12. Jahrhunderts, zu edieren und ins Deutsche zu übersetzen. Der analysierte Textkorpus ist Teil eines Sammelwerks polemischer Abhandlungen, die sich gegen Muslime, Juden sowie verschiedene christliche Konfessionen richten, darunter Armenier, Nestorianer und Chalcedonenser. Im Fokus der vorliegenden Untersuchung steht die Auseinandersetzung mit der christlichen Konfession der Nestorianer, die heute zumeist als Ostsyrer bezeichnet wird. Die Untersuchung trägt zur Dokumentation eines bislang wenig beachteten Abschnitts syrisch-orthodoxer Textüberlieferung bei.
Dionysius Yaʿqūb Bar Ṣalībī verstarb im Jahr 1171 in Amida, dem heutigen Diyarbakır im Südosten der Türkei. Zu diesem Zeitpunkt bekleidete er das Amt eines Bischofs der Syrisch-Orthodoxen Kirche. Angesichts des multikonfessionellen und multikulturellen Umfelds, geprägt von muslimischen, byzantinischen und lateinischen Einflüssen, ist davon auszugehen, dass seine polemischen Schriften auch der konfessionellen Selbstvergewisserung dienten.
Kapitel 1 widmet sich der historischen Einbettung von Leben und Wirken des Autors. Ziel ist es, mögliche Beweggründe für die Abfassung des Werkes zu erschließen. Anschließend werden wesentliche innerkirchliche (west- und ostsyrische) theologische Diskurse bis ins 12. Jahrhundert beleuchtet, um im weiteren Verlauf die Argumentationsmuster innerhalb der Traktate zu den Ostsyrern nachvollziehen zu können.
Kapitel 2 behandelt die für die Edition maßgeblichen Handschriften. Im Zentrum steht das Manuskript Damaskus SyrOrth Patr 4/35 (160) aus dem Jahr 1207, das als textkritische Basis dient. Es wird mit dem Manuskript Deir Zaʿfaran 97/1 [CFMM 00350] aus dem Jahr 1501/02 verglichen. Bei schwer lesbaren Passagen wird ergänzend auf das Manuskript Amid Thoma Chori Bešareh (Başaranlar) 9/6 [R.5] aus dem 16./17. Jahrhundert zurückgegriffen.
Kapitel 3 präsentiert die Edition des syrisch-aramäischen Textes, bestehend aus zwei Traktaten mit insgesamt 36 Kapiteln. Die deutsche Übersetzung ist Bestandteil dieses Kapitels. Es handelt sich um die erste vollständige Edition und Übersetzung der beiden polemischen Abhandlungen.
Aufgrund der inhaltlichen Komplexität des Textes folgt in Kapitel 4 eine systematische Zusammenfassung der einzelnen Kapitel. Ziel ist es, zentrale Argumente und Fragestellungen in kompakter Form darzustellen.
Kapitel 5 bietet einen ausführlichen Kommentar zur Edition. Neben der Analyse zentraler inhaltlicher und stilistischer Merkmale werden über 400 zitierte Textstellen, überwiegend aus dem Alten und Neuen Testament, untersucht. Zudem werden die im Text verwendeten Metaphern und Vergleichsbilder analysiert. Das Kapitel schließt mit einer Aufarbeitung und Kommentierung der Marginalien in den verwendeten Handschriften.
Das abschließende Kapitel 6 fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen. Darüber hinaus wird ein kurzer Ausblick auf die gegenwärtige Relevanz und Zukunftsperspektive der beiden bis heute existierenden Konfessionen gegeben.The objective of this study is to edit and translate into German the previously unedited text in Syriac- Aramaic by Dionysius Yaʿqūb Bar Ṣalībī, a church scholar of the 12th century. This collection of sources can be identified as part of an anthology of polemical treatises directed against Muslims, Jews and various Christian denominations, including Armenians, Nestorians and Chalcedonians. The present investigation focuses on the engagement with the Christian denomination of the Nestorians, who are today commonly referred to as the East Syrians. The study contributes to the documentation of a largely neglected segment of Syriac Orthodox textual transmission.
Dionysius Yaʿqūb Bar Ṣalībī died in 1171 in Amida, present-day Diyarbakır in southeastern Turkey. At the time of his death, he held the position of bishop in the Syriac Orthodox Church. Given the multi-confessional and multicultural context, shaped by Muslim, Byzantine, and Latin influences, it can be assumed that his polemical writings also served the purpose of affirming confessional identity.
Chapter 1 provides a historical contextualization of the author's life and work, aiming to uncover possible motivations behind the composition of the treatise. It is followed by an overview of key intra-Christian (West and East Syriac) theological discourses up to the 12th century, in order to identify corresponding lines of argumentation within the treatises against the East Syrians.
Chapter 2 is dedicated to the manuscripts relevant for the edition. It should be noted that three manuscripts play a significant role within the study. The manuscript from the year 1207, Damaskus SyrOrth Patr 4/35 (160), serves as the basis and is compared with the manuscript from 1501/2, Deir Zaʿfaran 97/1 [CFMM 00350]. For terms that are difficult to read, the manuscript Amid Thoma Chori Bešareh (Başaranlar) 9/6 [R.5] from the 16th/17th century is also consulted.
Chapter 3 presents the edition of the Syriac-Aramaic text, which consists of two treatises and a total of 36 chapters. The German translation is included in this chapter. This study offers the first complete edition and translation of the two polemical treatises.
Due to the textual complexity, Chapter 4 provides a systematic summary of the individual chapters, with the aim of presenting the key arguments and questions in a concise format.
Chapter 5 contains a detailed commentary on the edition. In addition to an analysis of central thematic and stylistic features, over 400 cited passages, primarily from the Old and New Testaments, are examined. The use of metaphors and comparative imagery within the text is also discussed. The chapter concludes with an evaluation and interpretation of marginal notes found in the manuscripts consulted.
The final Chapter 6 summarizes the main findings of the study. Additionally, it offers a brief outlook on the current relevance and future perspectives of the two confessional traditions that still exist today
Kipchak in Maḥmūd al-Kāšġarī's Dīwān luġāt at-Turk - lexicon
Diese Arbeit untersucht die im Dīwān luġāt at-Turk des Maḥmūd al-Kāšġarī aus dem 11. Jh. n. Chr. verstreuten Angaben zur Sprache der Qïfǰāq mit dem Ziel, die Beziehungen dieser frühesten bekannten kiptschakischen Wörter einschließlich ihrer Lautgestalt zu historischen Vorgänger- und Nachfolgersprachen und bestimmten Sprachregionen der gesamten Turcia herauszuarbeiten und sie so in einen sprachhistorischen Kontext zu stellen. Dazu wurden sämtliche Varietäteneinträge des 637 Manuskriptseiten umfassenden Dīwān luġāt at-Turk neu verzettelt und der so gebildete Auszug des Wortmaterials der Qïfǰāq in alphabetischer Reihenfolge in der Art eines Meta-Wörterbuches aufbereitet. Nach Klärung der Textüberlieferung, Wortherkunft, Wortbildung, Lautstruktur und Bedeutungsspannweite wurde eine Belegsammlung erstellt, die das betreffende Wort in der Gesamtheit seiner Erscheinungsformen in möglichst zahlreichen alttürkischen, mitteltürkischen und neutürkischen Sprachen und Varietäten registriert und die Überlieferungs- und wo möglich Entlehnungswege der spezifisch kiptschakischen Elemente nachzuverfolgen versucht. Im Auswertungsteil wurden die Ergebnisse dieser Nachverfolgung zusammengeführt und verglichen. Besonderes Augenmerk lag darüberhinaus auf der textkritischen Aufarbeitung der Stellen, auf der Rolle des Kopisten und besonders späterer Kommentatoren, auf der Frage nach der Verlässlichkeit der Angaben Maḥmūd al-Kāšġarīs auf dem Hintergrund der so erarbeiteten Daten und auf seinen Angaben zur Verbreitung bestimmter Merkmale im Kiptschakischen zugleich mit anderen Varietäten des 11. Jhs., insbesondere in den Ogusischen Sprachen. Die Nachverfolgung, Lokalisierung und Bewertung charakteristischer sich während der gesamten historischen Zeit ausbreitender Lautwandelerscheinungen erfolgte in einer ergänzenden Untersuchung. Das so gewonnene Bild wurde in einen durch muslimische Geschichtsquellen des 10. bis 12. Jhs. und moderne Untersuchungen an historischem Genmaterial aufgebauten Rahmen eingeordnet. Hier wurde auch versucht, Bezüge zu aus der Geschichtsschreibung bekannten mittelalterlichen Völkerbewegungen herzustellen. Als Arbeitsgrundlage dienten neben dem einzigen erhaltenen Autographen des Dīwān luġāt at-Turk, gelesen nach dem Faksimile von 1990, die Edition des Werks von Dankoff und Kelly (Maḥmūd al-Kāšγarī, Compendium of the Turkic dialects, drei Bände, 1982 bis 1985) und zahlreiche Wörterbücher der alttürkischen, mitteltürkischen und neutürkischen Sprachen, darunter auch historische Wörterbücher, außerdem eine Auswahl an mitteltürkischen literarischen Quellen, Editionen islamischer Geschichtsschreiber und moderne Sekundärliteratur, u.a. zu Geschichte, Klimageschichte und historischer DNA Eurasiens. Als Ergebnis des sprachwissenschaftlichen Teils der Arbeit mit ihrer Untersuchung der von Maḥmūd al-Kāšγarī als kiptschakisch bezeichneten Formen nebst aller anderen Varianten in ihrer zeitlichen und lokalen Verbreitung ergaben sich 68 Wortstammbäume. Diese Wortstammbäume wurden ihrerseits ggf. unter Berücksichtigung interner Kategorien des Dīwān luġāt at-Turk wie Verbreitung in mehreren Türksprachenvarietäten des 11. Jhs. hinsichtlich des Vor- und Weiterlebens der als Kiptschakisch gekennzeichneten Varianten zusammengeführt und ausgewertet und die Ergebnisse ggf. in Gruppen nach Art des Merkmals sortiert und einzeln besprochen. Für einzelne Wörter ergaben sich im Zuge der Aufarbeitung Beiträge zur Lehnwortforschung und Etymologie. Insgesamt konnte die Zweiteilung der kiptschakischen Siedlungsgebiete, wie sie auf der Karte des Dīwān luġāt at-Turk gezeigt ist, durch das Textmaterial bestätigt werden, es ergaben sich jeweils leicht unterschiedliche Bezüge zum West- und Ostalttürkischen. Für das 11. Jh. waren entsprechend charakteristische Sprachvarietätengruppierungen feststellbar. Hier zeichnete sich schwach eine Aufteilung in ein nordtürkisches und ein südtürkisches Sprachareal ab, das allerdings nicht mit dem im Text des Dīwān luġāt at-Turk vorgestellten Nord- und Südriegel der Türkstämme deckungsgleich ist – diese Anordnung im Dīwān luġāt at-Turk stellt eine Momentaufnahme der Wanderbewegungen diverser Türkvölker nach Westen dar. In den Kapiteln zum Erhalt des kiptschakischen Wortmaterials des Dīwān luġāt at-Turk in den mittel- und neutürkischen Sprachen ergaben sich vereinzelt Einblicke in die Entstehungsgeschichte der zeitgenössischen Familie der Kiptschaksprachen. Hierbei waren Überlegungen zu Lautsystemverschiebungen für die Auswertung unerlässlich. Für das 11. Jh. wurde dahingehend eine grobe Dreiteilung der türkischen Sprachgemeinschaft rekonstruiert und diese für die Folgejahrhunderte in ihrer weiteren Entwicklung nachverfolgt. Auch die Vertretung der türkischen Klusile im Altuigurischen von Xinjiang und die Häufigkeit von Frikativen in der Aralo-kaspischen Region spielen in diesem Rahmen eine Rolle. Zwei Kapitel zur Bewertung der Fähigkeiten und Leistungen des Autors Maḥmūd al-Kāšġarī, eines ohne und eines mit Einbeziehung der Ergebnisse der Wortstammbäume, liefern ein mehrschichtiges Profil des Autors und seiner Leistungen. Ein Ergebnis der textkritischen Arbeit ist die versuchte Identifikation des bisher namentlich unbekannten aktivsten nachträglichen Kommentators und Glossenschreibers des Dīwān luġāt at-Turk, "the later hand", mit Aḥmad Ḫaṭīb Dārayyā und damit die Datierung wichtiger Glossen. Schließlich wurde eine Auswertung der muslimischen Quellen zur Geschichte der Kiptschaken mit einer Sichtung historischen genetischen Materials kombiniert und über die aus der sprachwissenschaftlichen Untersuchung gewonnenen Daten geblendet. Im Ergebnis ergaben sich Vermutungen zum Ablauf des mehrphasigen Wanderungsgeschehens der Kiptschaken, Kimäk und Yemäk unter Beteiligung von Bevölkerungsgruppen östlicher (darunter C-Y15550 und C-F12970 unter C-M86) und westlicher (darunter R1b-M73) Herkunft.This work examines the word material on the Kipchak language found scattered in the 11th century CE Dīwān luġāt at-Turk of Maḥmūd al-Kāšġarī, with the aim of working out the relationships of these earliest known Kipchak words, including their phonetic form, to historical predecessor and successor languages and specific linguistic regions throughout the Turcia, thus placing them in a language-historical context. For this purpose, all dialect and variety entries of the 637 manuscript pages of the Dīwān luġāt at-Turk were revisited and the excerpt of the Kipchak word material thus formed was prepared in alphabetical order in the manner of a meta-dictionary. After clarifying textual tradition, word origin, word formation, phonetic structure, and range of meaning, a collection of data was compiled that registered the word in question in the totality of its manifestations in as many Old Turkic, Middle Turkic, and New Turkic languages and varieties as possible. There followed an attempt to trace the transmission and, where possible, borrowing paths of the specifically Kipchak elements. In the evaluation part, the results of this tracing were brought together and compared. Special attention was paid to the text-critical treatment of the passages, to the role of the copyist and especially of later commentators, to the question of the reliability of Maḥmūd al-Kāšġarī's data on the basis of the data thus obtained, and to his data on the distribution of certain features in Kipchak as well as additionally in other 11th-century varieties, especially in the Oguz languages. The tracing, localization and evaluation of characteristic sound change phenomena spreading throughout the historical period was carried out in a supplementary investigation. The picture thus obtained was placed in a framework built up by Muslim historical sources of the 10th to 12th centuries and modern studies of historical genetic material. Here, an attempt was also made to establish references to medieval movements of peoples known from historiography. In addition to the only surviving autograph of the Dīwān luġāt at-Turk, read from the 1990 facsimile, the working ground was the edition work of Dankoff and Kelly (Maḥmūd al-Kāšγarī, Compendium of the Turkic dialects, three vols, 1982 to 1985) and numerous dictionaries of the Old Turkic, Middle Turkic, and New Turkic languages, including historical dictionaries, as well as a selection of Middle Turkic literary sources, editions of Islamic historians, and modern secondary literature, including such on history, climate history, and historical DNA of Eurasia, among others. As a result of the linguistic part of the work with its study of the forms designated by Maḥmūd al-Kāšγarī as Kipchak along with all other variants in their temporal and local distribution, 68 word trees emerged. These word phylogenetic trees were in turn merged and evaluated with regard to the pre-existing and later variants designated as Kipchak, if necessary taking into account internal categories of the Dīwān luġāt at-Turk such as distribution in several Turkic language varieties of the 11th century. The results were sorted into groups according to the type of feature, if necessary, and discussed individually. For individual words, contributions to loanword research and etymology resulted in the course of reappraisal. Overall, the two-partition of the Kipchak settlement areas, as shown on the map of the Dīwān luġāt at-Turk, seems to be confirmed by the textual material; in each case, slightly different references to Western and Eastern Old Turkic emerged. For the 11th century, characteristic language variety groupings have been determined accordingly. Here, a division into a northern Turkic and a southern Turkic linguistic area became faintly apparent, which, however, is not congruent with the northern and southern rows of the Turkic tribes presented in the text of the Dīwān luġāt at-Turk – this arrangement in the Dīwān luġāt at-Turk represents a snapshot of the migratory movements of diverse Turkic peoples to the west. In the chapters on the preservation of the Kipchak word material of the Dīwān luġāt at-Turk in the Middle and New Turkic languages, isolated insights into the history of the formation of the contemporary family of Kipchak languages were obtained. Here, considerations of sound system shifts were essential for the evaluation. For the 11th century, a rough division of the Turkic language community into three parts was reconstructed, and this was traced in its further development for the following centuries. The representation of Turkic clusilic consonants in the Old Uyghur of Xinjiang and the frequency of fricatives in the Aralo-Caspian region also play a role in this framework. Two chapters evaluating the skills and achievements of the author Maḥmūd al-Kāšġarī, one without and one with the inclusion of the results of the word trees, provide a multi-layered profile of the author and his achievements. One result of the text-critical work is the attempted identification of the most active subsequent commentator and gloss writer of the Dīwān luġāt at-Turk, "the later hand," previously unknown by name, with Aḥmad Ḫaṭīb Dārayyā, and thus the dating of important manuscript glosses. Finally, an evaluation of Muslim sources on the history of the Kipchaks was combined with a review of historical genetic material and blended over the data obtained from the linguistic study. As a result, conjectures emerged about the course of the multi-phase migration of the Kipchaks, Kimäk, and Yemäk involving populations of eastern (including C-Y15550 and C-F12970 sub C-M86) and western (including R1b-M73) origin
Studies on the language use and vocabulary of Turkish dialects. Names of plants and animals in dialects in the territory of the Republic of Turkey
Basierend auf dem in dem sechsbändigen Wörterbuch Derleme Dergisi und dem zwölfbändigen Wörterbuch Derleme Sözlüğü versammelten Dialektmaterial untersucht diese Arbeit den Sprachgebrauch und Wortbestand türkeitürkischer Dialekte am Beispiel von Pflanzen- und Tierbezeichnungen in Mundarten auf dem Gebiet der Republik Türkei. Die Wortbestände der beiden Werke wurden im zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts gesammelt und erlauben eine Untersuchung auf Basis von synchronischen Daten.
Die untersuchten Pflanzen- und Tierbezeichnungen haben sich mehrheitlich als Typen, die im Oghusischen bereits vor der Sesshaftmachung der Stämme in Kleinasien verwendet wurden, als Onomatopoesie und als Lehnwörter aus Sprachen außerhalb der Türksprachen erwiesen. Die Verteilung der verschiedenen Lehnwörter liefert in diversen Fällen Hinweise auf Siedlungsräume von Sprechern dieser Sprachen oder deren Nachfahren und lässt dabei Rückschlüsse auf die historische Demografie Kleinasiens zu. In den Ergebnissen dieser Arbeit überwiegen Lehnwörter armenischen, griechischen und persischen Ursprungs. Dieses Fazit ist für sich allein nicht überraschend, nachdem diese Bevölkerungsgruppen früh mit den türkischen Stämmen Kontakt hatten. Persische Entlehnungen ins Oghusische sind bereits im 11. Jahrhundert, bevor die Besiedlung Kleinasiens durch die türkischen Stämme, belegt. Kleinasien war zu der Zeit bereits seit Jahrtausenden von griechischen und armenischen Bevölkerungen besiedelt. Diese Lehnwörter stellen frühe Entlehnungen dar. Später introduzierte Pflanzen, wie die Tomate und die Kartoffel, können sich naturgemäß allein als spätere Bildungen und Entlehnungen erweisen.
Eine Übereinstimmung zwischen frühen Klassifikationsversuchen und den Verteilungen der in dieser Arbeit untersuchten Pflanzen- und Tierbezeichnungen konnte nur in wenigen Fällen nachgewiesen werden. Bei der Verteilung einiger Bezeichnungen finden wir weithin Übereinstimmungen mit Gruppen von CAFEROĞLU (1959), BANGUOĞLU ([1959] 1998) und KARAHAN (1996). Ein signifikanter Teil der untersuchten Typen von Pflanzen- und Tierbezeichnungen dokumentiert gleichwohl eine weite Verteilung über die Gruppierungen der verschiedenen Klassifikationen hinweg.
Der Vergleich zwischen der Verteilung der Pflanzen- und Tierbezeichnungen und den Siedlungsräumen der neun Oghusenstämme, die als besonders bedeutsam für die Bildung der Dialekte Kleinasiens erachtet werden, kann bei der Schärfentiefe dieser Arbeit lediglich ein interpretationsfähiges Ergebnis liefern. Die breite Verstreuung der Oghusenstämme und ihre geografisch gemeinsame Präsenz in Kleinasien verbildlichen ohnehin die Schwierigkeit, Zusammenhänge zwischen ihnen und der Verteilung der Mundarten Kleinasiens herzustellen.Based on the dialect material collected in the six-volume dictionary Derleme Dergisi and the twelve-volume dictionary Derleme Sözlüğü, this thesis examines the language use and vocabulary of Turkish dialects of Turkey through the example of plant and animal names in dialects on the territory of the Republic of Turkey. The word inventory of the two dictionaries was collected in the second quarter of the 20th century and allows an analysis on the basis of synchronous data.
The analysed plant and animal names have predominantly proven to be types that were used in the Oghuz language before the tribes settled in Asia Minor, onomatopoeia, and loanwords from languages outside of the Turkic languages. In a number of cases, the distribution of the various loanwords provides indications of the settlement areas of speakers of these languages or their descendants, thereby allowing conclusions to be drawn about the historical demographics of Asia Minor. In the results of this thesis, loanwords of Armenian, Greek, and Persian origin predominate. This conclusion is not surprising in itself, given that these population groups had early contact with the Turkic tribes. Persian borrowings into the Oghuz language are attested as early as the 11th century, before the settlement of Asia Minor by the Turkic tribes. Asia Minor had, at that point, already been inhabited by Greek and Armenian populations for thousands of years. These loanwords represent early borrowings. Plants introduced later, such as the tomato and potato, can, of course, solely turn out to be later formations and borrowings.
A correspondence between early classification attempts and the distributions of the plant and animal names analysed in this thesis could only be proven in a few cases. In the distribution of some names, there are largely correlations with the groups of CAFEROĞLU (1959), BANGUOĞLU ([1959] 1998), and KARAHAN (1996). A significant part of the types of plant and animal names analysed nevertheless documents a wide distribution across the groupings of the various classifications.
The comparison between the distribution of plant and animal names and the settlement areas of the nine Oghuz tribes, which are considered to be particularly important for the formation of the dialects of Asia Minor, can only deliver a result that is open to interpretation, given the focal depth of this thesis. The wide distribution of the Oghuz tribes and their common geographical presence in Asia Minor anyway illustrate the difficulty of establishing connections between them and the distribution of the dialects of Asia Minor
The Spiritual Senses in East Syriac Christian Mysticism
Diese Arbeit untersucht die Lehre der „geistigen Wahrnehmung“ (GW), bzw. der „geistigen Sinne“, im spätantiken Christentum aus historischer und philosophischer Perspektive. Spätestens seit dem 3. Jh. n. Chr. wurde die GW-Theorie von christlichen Theologen und Asketen benutzt, um die Unmittelbarkeit der mystischen Erkenntnis Gottes zum Ausdruck zu bringen. Das Hauptanliegen der Untersuchung ist es zu zeigen, dass der αἴσθησις–Begriff, der diesen Theorien zugrundeliegt, eine erkenntnistheoretische Fundierung besitzt, die mit der aristotelischen (und platonischen) Wahrnehmungslehre kompatibel ist. Außerdem soll die Studie zeigen, dass bezüglich der GW-Lehre eine bemerkenswerte Kontinuität zwischen der griechischen und der ostsyrischen Askese zwischen dem 4. und dem 8. Jh. besteht.
Die Arbeit besteht aus zwei Hauptteilen: Im ersten Teil werden zwei bedeutende griechische asketische Schrifsteller behandelt, die eine komplexe GW-Theorie entwickelt haben, Evagrios Pontikos und Pseudo-Makarios. Der zweite Teil behandelt die Frage der geistigen Wahrnehmung im syrischen Christentum, zuerst in der frühsyrischen Literatur, schließlich in der syro-orientalischen Mystik des 7. und 8. Jahrhunderts, insbesondere bei den Autoren Babai der Große, Isaak von Ninive und Josef Hazzaya
The influence of Turkish, Kurdish and other neighbouring languages on Anatolian Arabic
In this contribution the term ―Anatolian Arabic‖ is used for all dialects spoken in south-eastern Turkey excluding those of the Urfa region. Although there are some Bedouin dialects spoken between Kızıltepe and Urfa, all known dialects of this area belong to the so called qəltu-dialects. So ―Anatolian Arabic‖ is equivalent to Anatolian qəltu -Arabic 1 . While in former times the Arabic speaking community of this area was religiously mixed; there were Jews, Christians and Muslims – nowadays there is an almost homogeneous Muslim community speaking Arabic. The Jews and meanwhile all Christians left this area; only a small number of Christians still live in Mardin, Bnēbīl, Qəlləf, Ma‗sarte and some in Āzəx 2 . Their number does not exceed one or two hundred persons at all. That\u27s why the Diyarbakir group of the qəltu-Dialects is now extinct, and in Nusaybin and Cizre too, there are no Arabic speakers since the 1950ies at all
Pre-arabic inscriptions from Wādī Saḥtan, Wilāyat al-Rustāq, Governorate of the South al-Bāṭinah Region, Sultanate of Oman
XXX. Deutscher Orientalistentag : Orientalistik im 21. Jahrhundert : welche Vergangenheit, welche Zukunft : Freiburg, 24.-28. September 2007 : ausgewählte Vorträge / von Brunner, Rainer / Das Tayy-Arabische : Charakteristika eines Beduinendialektes
Shabo Tala
XXX. Deutscher Orientalistentag : Orientalistik im 21. Jahrhundert : welche Vergangenheit, welche Zukunft : Freiburg, 24.-28. September 2007 : ausgewählte Vorträge
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