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Einflussverweigerung! Intellektuelle zwischen Macht und Lethargie in Wolfgang Hildesheimers Lieblosen Legenden oder „Warum ich mich in eine Nachtigall verwandelt habe“.
The essay primarily provides a close reading of the legend mentioned in the title, which can be understood as the epitome of Hildesheimer's volume of stories "Loveless legends", and traces the narrator's rabulistic processing of Kantian moral philosophy. "Why I changed into a nightingale" is, according to the thesis of this essay, a parody of philosophy , in the same sense that the other legends are parodies of biographies, parodies of fairy tale, parodies of scientific essays, etc. The philosopher is on his search for truth and security, as the art experts and historians in the further legends, succumb to forgeries or, like the narrator of the "nightingale", himself a resourceful counterfeiter: ethics and epistemological framework are invented for self-exculpation and sold to the reader. The legend mentioned can thus also be read as paradigma of the suppression of "the great guilt" after the war. From the introduction by G. Häntzschel, S. Hanuschek, U. Leuschner: “Due to his later strict abstinence from writing, Hildesheimer is often considered as an exponent of cultural pessimism, in which political engagement appears to be doomed to fail in the context of the restoration period. Yvonne Hütter signs of a different reading. The indolence of the protagonists of the "Loveless Legends", published for the first time in 1952 and increased in the following editions, has not yet been established. If the refusal to act could be understood as an appealing accusation from which a different attitude than that of impotence and withdrawal would be conceivable, art and social responsibility should not have been mutually exclusive. ”(13- 14).Der Aufsatz liefert vordergründig ein close reading der im Titel genannten Legende, die als Epitome des Bandes verstanden werden kann, und zeichnet die rabulistische Abarbeitung des Erzählers an der kantischen Moralphilosophie nach. „Warum ich mich in eine Nachtigall verwandelt habe“ ist, so die These des Aufsatzes, eine Philosophieparodie, in dem Sinne, in dem die weiteren Legenden Biographieparodien, Märchenparodien, Parodien wissenschaftlicher Aufsätze etc. sind. Der Philosoph ist auf seiner Suche nach Wahrheit und Sicherheit, wie die Kunstexperten und Historiker in den weiteren Legenden, Fälschungen erlegen bzw., wie der Erzähler der Nachtigall, selbst findiger Fälscher: Ethik und erkenntnistheoretisches Gerüst werden zur Selbstexkulpierung erfunden und an den Leser verkauft. Die genannte Legende kann damit auch als Thematisierung der Verdrängung der "Großen Schuld" gelesen werden. Aus der Einleitung von G. Häntzschel, S. Hanuschek, U. Leuschner: „Gilt (HIldesheimer) aufgrund seiner späteren strikten Schreibabstinenz als Exponent eines Kulturpessimismus, in dem schon im Kontext der Restaurationszeit politisches Engagement als von vornherein zum Scheitern verurteilt erscheint, so findet Y.H. in den erstmals 1952 veröffentlichten und in den Folgeauflagen vermehrten Lieblosen Legenden Anzeichen einer anderen Lesart. Noch sei die Indolenz der Protagonisten nicht festgeschrieben, ließe sich die Verweigerung jeglichen Handelns als appellierende Anklage verstehen, von der aus eine andere Haltung als die der Ohnmacht und des Rückzugs denkbar wäre, hätten sich Kunst und soziale Verantwortung nicht ausschließen müssen.“ (13-14)
Das Vergnügen am Verfall zu den grotesken Bildwelen in Leonara Carringtons The hearing Trumpet (1976) und David und Al Maysles' Grey Gardens (1975)
Die globale Katastrophe - reale Bedrohung oder alltags-surrealistische Bildwelt ? Arno Schmidts Schwarze Spiegel (1951)
"This is reality. Get used to it. It's all there is." von Alltags- und anderen Welten in Neil Gaimans Neverwhere (1996/2005)
Arno Schmidts Die Schule der Atheisten - ein Paradebeispiel alltags-surrealistischer Literatur ? (?-:!)
W.E.R. ? erzählerischer Alltags-Surrealismus in Walter E. Richartz' Romanen Noface - Nimm was du brauchst (1973) und Reiters Westliche Wissenschaft (1980)
Die surreale Inszenierung sprachlicher Transformation und Fremdwahrnehmung in Yoko Tawadas Überseezungen (2002)
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