1,720,987 research outputs found
Mikrobiologische Beschaffenheit von Döner Kebab aus Kalb- und Lammfleisch in Wien
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2021Es wurden an den Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs (U-Bahn- und Eisenbahnstationen) in Wien 67 Döner Kebabs aus Kalb- und Lammfleisch gekauft, um diese auf ihre mikrobiologische Beschaffenheit hin zu untersuchen. Dabei wurden der Fleischanteil und der Gemüseanteil inkl. des Dressings vom Brotanteil getrennt und separat untersucht. Es wurden darüber hinaus auch drei Döner Kebabs ohne Gemüseanteil und Dressing untersucht. Die Gesamtkeimzahl betrug 5,9 ± 1,1 log10 Koloniebildende-Einheiten (KbE)/g im Kalbfleischanteil (n = 40) und 6,0 ± 1,1 log10 KbE/g im Lammfleischanteil (n = 27). In allen Kalb- (3,3 ± 1,1 log10 KbE/g) und in 24/27 Lammfleischproben (3,2 ± 1,0 log10 KbE/g) waren Enterobacteriaceae nachweisbar. Diese für durcherhitztes Fleisch unerwartet hohen Werte, könnten auf Kreuzkontamination durch den Gemüseanteil bzw. das Dressing zurückzuführen sein. Die Gemüse- und Dressinganteile wiesen auch statistisch signifikante, durchschnittlich um 1,0–1,2 log10 höhere Gesamtkeim- und Enterobacteriaceenzahlen auf. Allerdings wurden bei den drei getrennt bezogenen Fleischanteilen in zwei Proben Enterobacteriaceengehalte von 2,0 und 3,2 log10 KbE/g festgestellt, weshalb auch eine unzureichende Erhitzung des Fleisches als Ursache in Betracht zu ziehen ist. Kein Produkt überschritt die Grenze von 4 log10 KbE/g in Bezug auf lecithinasepositive Staphylokokken. In 4/67 Fleischanteilen und in 16/67 Gemüse-/Dressinganteilen wurden E. coli–Gehalte von ≥2 log10 KbE/g nachgewiesen. Bei der Untersuchung von 25 g Probenanteilen wurden Salmonella sp. und präsumtiv pathogene E. coli (auf ChromAgar STEC) nicht, Listeria monocytogenes in drei Produkten (Gemüse/Dressing), andere Listerienstämme in 11 Produkten nachgewiesen (11 Fleischanteile, und fünf dazugehörige Gemüse-/Dressing-Anteile). Aus diesen Ergebnissen lässt sich schließen, dass neben der vorhandenen Gefahr der Kreuzkontamination durch Gemüse und Dressing, auch eine unzureichende Erhitzung des Fleisches bei der Kebab-Zubereitung zu beachten ist. Verglichen mit einer Studie zu Hühnerkebabs in Wien aus 2012 konnten höhere Werte in Bezug auf hygienerelevante Keime und eine höhere Nachweishäufigkeit von Listerien beobachtet werden.The author collected 67 doner kebabs form veal or mutton at nodal points of public traffic (subway and railway stations) in Vienna, Austria and examined their microbiological condition. Meat and vegetables (including the dressing sauce) were analysed separately. Aditionally, three doner kebabs without vegetables or dressing sauce were examined. Total aerobic counts in the veal component (n = 40) amounted to 5.9 ± 1.1 log cfu/g, those in mutton (n = 27) were 6.0 ± 1.1 log cfu/g. Enterobacteriaceae could be recovered from all veal samples (3.3 ± 1.1 log cfu/g) and from 24/27 mutton samples (3.2 ± 1.0 log cfu/g). Those unexpectedly high figures for cooked meat could be a result of cross-contamination through the vegetables and the dressing, since these had on an average 1.0–1.2 log higher Total aerobic and Enterobacteriaceae counts than the meat samples. Nevertheless, 2.0 and 3.2 log cfu/g Enterobacteriaceae counts were found in two of the three separately obtained samples, which indicates insufficient heat treatment as a possible source of contamination. Numbers of lecithinasepositive staphylococci were consistently <4 log cfu/g. E. coli levels ≥2 log cfu/g were found in 4/67 meat samples and in 16/67 vegetable components. In 25 g sample aliquots, Salmonella sp. and presumptive pathogenic E. coli were not detected in any sample, whereas Listeria monocytogenes were recovered from three samples (vegetable component) and other Listeria species were found in eleven products (11 meat and five corresponding vegetable/dressing components). These results lead to the conclusion that besides the danger of cross-contamination through vegetables and dressing sauce, the role of insufficient heating of the meat during preparation should not be underestimated. In comparison to a study concerning chicken doner kebabs in Vienna from 2012, higher numbers in regard to hygiene indicator bacteria and of non-monocytogenes listeriae could be observed
Eintragsquellen für Histamin und andere biogene Amine in Heimtierfutterkonserven
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2022Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, welche möglichen Auswirkungen biogene Amine auf Heimtiere haben können und welchen Stellenwert sie als über das Futter vermittelte gesundheitsschädigende Noxe haben. Aus bereits bestehenden wissenschaftlichen Arbeiten und entsprechender Literatur wurden folgende Erkenntnisse zusammengetragen: als mögliche Eintragsquelle von biogenen Aminen in kommerziellem Alleinfuttermittel für Heimtiere wurde die Verwendung von Fleisch verschiedener Tierarten sowie Schlachtnebenprodukte berücksichtigt, welche aus ökonomischen und wirtschaftlichen Gründen Einzug in die Futtermittelproduktion halten. Im Rahmen der Arbeit wurden 54 Nassfutterkonserven für Hunde (Anhang B: Handelsübliche Futterrezepturen – Hund und Katzen (Anhang A: Handelsübliche Futterrezepturen – Katze auf ihre Inhaltsstoffe verglichen; die Zutaten wurden vom Etikett abgelesen. Die wenigsten Produkte wiesen eine vollständige Angabe der Inhaltsstoffe auf. Die Verwendung von Fleisch, Schlachtnebenprodukten und Fisch als Basis für Heimtierfutter stellt jedoch eine wesentliche Eintragsquelle für biogene Amine aufgrund ihres hohen Proteingehalts dar. Anhand verschiedener Studien (Anhang C: Gehalte biogener Amine in Muskelfleisch, Organen und Nebenprodukten der Schlachtung in mg/kg) konnten vor allem Produkte zur BARF-Fütterungsmethode sowie Nassfutterkonserven mit Fisch und Fleisch als Risikoprodukte eingestuft werden. Bisher wurden keine rechtlich tolerierten Grenzwerte für Gehalte von biogenen Aminen in Heimtierfutterprodukten festgelegt, es existieren lediglich Empfehlungen.Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2022Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, welche möglichen Auswirkungen biogene Amine auf Heimtiere haben können und welchen Stellenwert sie als über das Futter vermittelte gesundheitsschädigende Noxe haben. Aus bereits bestehenden wissenschaftlichen Arbeiten und entsprechender Literatur wurden folgende Erkenntnisse zusammengetragen: als mögliche Eintragsquelle von biogenen Aminen in kommerziellem Alleinfuttermittel für Heimtiere wurde die Verwendung von Fleisch verschiedener Tierarten sowie Schlachtnebenprodukte berücksichtigt, welche aus ökonomischen und wirtschaftlichen Gründen Einzug in die Futtermittelproduktion halten. Im Rahmen der Arbeit wurden 54 Nassfutterkonserven für Hunde (Anhang B: Handelsübliche Futterrezepturen – Hund und Katzen (Anhang A: Handelsübliche Futterrezepturen – Katze auf ihre Inhaltsstoffe verglichen; die Zutaten wurden vom Etikett abgelesen. Die wenigsten Produkte wiesen eine vollständige Angabe der Inhaltsstoffe auf. Die Verwendung von Fleisch, Schlachtnebenprodukten und Fisch als Basis für Heimtierfutter stellt jedoch eine wesentliche Eintragsquelle für biogene Amine aufgrund ihres hohen Proteingehalts dar. Anhand verschiedener Studien (Anhang C: Gehalte biogener Amine in Muskelfleisch, Organen und Nebenprodukten der Schlachtung in mg/kg) konnten vor allem Produkte zur BARF-Fütterungsmethode sowie Nassfutterkonserven mit Fisch und Fleisch als Risikoprodukte eingestuft werden. Bisher wurden keine rechtlich tolerierten Grenzwerte für Gehalte von biogenen Aminen in Heimtierfutterprodukten festgelegt, es existieren lediglich Empfehlungen.This diploma thesis deals with possible effects of alimentary biogenic amines on pets and which significance amines have as noxious agents that are harmful to health. Findings were compiled based on existing scientific work and corresponding literature: the use of meat from various animal species and slaughter by-products, which are used in feed production for economic reasons, were considered as a possible source of biogenic amines in commercial complete feed for pets. As part of the work, 54 canned wet food for dogs and cats were compared concerning their ingredients based on the product label; very few products had a complete list of ingredients. However, the use of meat, slaughterhouse by-products, and fish as the basis for pet food represents a significant source of entry for biogenic amines due to their high protein content. Based on various studies products for the BARF feeding method and canned wet food with fish and meat have been classified as risk products. So far, no legal limits for contents of biogenic amines in pet food products have been specified, only recommendations were given
Bacterial diversity including Staphylococcus of milk and environmental associated samples during milking
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2022In einer longitudinalen Beprobung wurden Tier-, Personal- und Umwelt-assoziierte Proben in österreichischen Milchviehbetrieben mikrobiologisch und molekularbiologisch untersucht, um das Vorkommen von pathogenen Keimen sowie Hygieneindikatoren in Hoch- und Niedrigzellzahlbetrieben (HZZ und NZZ) zu evaluieren. Die im Rahmen des Forschungsprojektes FFoQSI teilnehmenden Betriebe waren in zwei Bundesländern lokalisiert. Das in dieser Studie charakterisierte Isolateset stammte aus zwei saisonalen Beprobungen (Winter und Sommer). In Anschluss an die kulturabhängige Isolierung gemäß ISO-Standards erfolgte der Speziesnachweis mittels 16S - Sequenzierung. Die Subtypisierung von drei hochabundanten Koagulase-negativen Staphylokokken Spezies (KNS) erfolgte mittels Puls Feld Gel Elektrophorese (PFGE; Restriktionsenzym SmaI). Die PFGE Analyse resultierte in einem heterogenen Bild der CNS, welche trotzdem auf dominante PFGE-Profile in bestimmten Ställen rückschließen lässt. Aus der Detailanalyse dieses Isolatesets (n = 635; HZZ 54.3 %; NZZ 45.7 %) konnten Rückschlüsse auf Eutergesundheit, Stallhygiene und Produktsicherheit in den jeweiligen Betrieben gezogen werden. Gram-positive Bakterien dominierten auf Tier- und Personalebene, während auf Produktebene ein saisonabhängiger Übergang zu Gram-negativen Bakterien beobachtet wurde. Hohe Zellzahlen auf Betriebsebene sind ein wichtiger Indikator für Eutergesundheit aber auch für Schwachstellen in der Betriebshygiene. Die relevanten Mastitiserreger S. aureus, Sc. uberis und Sc. dysgalactiae wurden vereinzelt auf HZZ-Betrieben nachgewiesen und waren Tier-assoziiert. KNS waren hochabundant auf Tierebene, zogen sich aber durch die gesamte Melkkette bis hin zur Produktebene. S. haemolyticus und S. chromogenes waren vermehrt auf HZZ-Betrieben vorhanden, während S. xylosus insbesondere auf NZZ-Betrieben nachgewiesen wurde. KNS spielen als Euterpathogene eine untergeordnete Rolle, jedoch steigende Antibiotikaresistenzen beobachtet und deren phänotypische Prävalenz sollte im Anschluss an diese Studie durch Antibiogramme evaluiert werden. Hinsichtlich der Produktqualität und -sicherheit wurden Enterobacteriaceae und Listeria hochabundant entlang der gesamten Melkkette bis hin zur Produktebene auf HZZ-Betrieben nachgewiesen. Bacillus kam in jeweils einen HZZ- und einem NZZ- Betrieb in Tier- und Personal-assoziierten Proben vor. Abscheider und Milchleitung wurden in einigen HZZ-Betrieben als Produktkontaminationsquellen durch Biofilmbildung identifiziert. Um den Kontakt von Mensch und Tier mit Euterpathogenen, Zoonose-Erregern und potentiell resistenten Keimen zu minimieren, wird das Tragen von Handschuhen während des Melkens empfohlen. Zur Sicherstellung von Produktqualität und -sicherheit ist insbesondere auf HZZ-Betrieben eine Verbesserung der Hygienemaßnahmen auf Tierebene, im Stallgebäude und in der Milchleitung erforderlich. Gleichzeitig könnte die niedrige Prävalenz an Hygieneindikatoren auf NZZ-Betrieben als Vermarktungskriterium im Sinne höherer Produktqualität eingesetzt werden.Diploma thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2022In a longitudinal assessment, animal-, personnel- and environment-associated samples in Austrian dairy farms were examined microbiologically and molecularly to evaluate the occurrence of pathogenic bacteria as well as hygiene indicators in high and low somatic cell count farms (HSCC and LSCC). The farms participating in the FFoQSI research project were located in two states. The isolate set characterized in this study originated from two seasonal samplings (winter and summer). Following culture-dependent isolation according to ISO standards, species identification was performed by 16 S sequencing. Subtyping of three highly abundant coagulase negative staphylococci (CNS) species was performed by pulse field gel electrophoresis (PFGE; restriction enzyme SmaI). The PFGE analysis resulted in a heterogeneous picture of CNS, which nevertheless indicate dominant PFGE profiles in certain farms. From the detailed analysis of this isolate set (n = 635; HSCC 54.3 %; NSCC 45.7 %) conclusions were drawn regarding udder health, housing hygiene and product safety in the respective farms. Gram-positive bacteria dominated at animal and personnel level, while a seasonal transition to Gram-negative bacteria was observed at product level. HSCC at farm level are an important indicator for udder health but also for weaknesses in farm hygiene. The relevant mastitis pathogens S. aureus, Sc. uberis and Sc. dysgalactiae were detected sporadically on HSCC farms and were animal-associated. CNS were highly abundant at the animal level, but trailed throughout the milking chain to the product level. S. haemolyticus and S. chromogenes were more abundant on HSCC farms, while S. xylosus was particularly detected on LSCC farms. CNS play a minor role as udder pathogens, but increasing antibiotic resistance was observed and their phenotypic prevalence should also be evaluated by antibiograms following this study. Regarding product quality and safety, Enterobacteriaceae and Listeria were highly abundant along the entire milking chain up to the product level on HSCC farms. Bacillus occurred in one HSCC and one LSCC farm each in animal- and personnel-associated samples. Separators and milk line were identified as sources of product contamination due to biofilm formation in HSCC farms. To minimize human and animal contact with udder pathogens, zoonotic pathogens, and potentially resistant bacteria, wearing gloves during milking is recommended. To ensure product quality and safety, it is necessary to improve hygiene measures at the animal level, in the barn building, and in the milking pipeline, especially on HSCC farms. At the same time, the low prevalence of hygiene indicators on LSCC farms could be used as a marketing criterion in terms of higher product quality
Textureigenschaften von konventionellem Käse und analogen veganen Erzeugnissen
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024In dieser Arbeit wurden die Textureigenschaften und die Zusammensetzung von konventionellem Käse und veganen Analogprodukten bestimmt und verglichen. Die Textureigenschaften wurden mittels Scherkraftmessung (Warner-Bratzler-Methode) und Texturprofilanalyse (TPA) bestimmt. Im Vorfeld wurden Angaben zu Typ und Zusammensetzung veganer Käse-Analoga erhoben. Es zeigte sich, dass die mengenmäßig bedeutendsten Inhaltsstoffe solcher Produkte Wasser, Stärke und Pflanzenfette (Kokosfett oder Rapsöl) waren. Umgekehrt waren die Proteingehalte niedriger als in vergleichbaren Käsen. Für die Texturmessungen wurden Cheddar, Reibkäse, Gouda, Bergkäse, Feta, Mozzarella in Blöcken und vergleichbare vegane Produkte herangezogen. Da Messungen mit schnittfesten Käsen zeigten, dass die Probentemperatur einen deutlichen Einfluss auf die Messwerte hatte, wurden die Proben vor der Untersuchung auf Raumtemperatur gebracht. Für Reibkäse und Feta wurden immer signifikant höhere Werte für die Scherkraft, Härte, Gummiartigkeit, Adhäsion, Kohäsion und Elastizität gemessen als für die vergleichbaren veganen Erzeugnisse. Bei 6 und 14 Monate gereiftem Cheddar war die Scherkraft höher als beim veganen Erzeugnis; die Härte, Gummiartigkeit, Kohäsion, und Elastizität waren aber niedriger. Mozzarella wies höhere Scherkraftwerte auf als das vegane vergleichbare Produkt. Für die Produkte Gouda, Bergkäse und ein äußerlich vergleichbares veganes Erzeugnis wurde nur die Scherkraft bestimmt, wobei das vegane Erzeugnis zwischen den beiden Käsen lag. Die Ergebnisse legen nahe, dass beim Beiß- und Kauempfinden für die Konsument:innen Unterschiede zwischen den untersuchten Käsen und den veganen Analoga zu erwarten sind.Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2024In dieser Arbeit wurden die Textureigenschaften und die Zusammensetzung von konventionellem Käse und veganen Analogprodukten bestimmt und verglichen. Die Textureigenschaften wurden mittels Scherkraftmessung (Warner-Bratzler-Methode) und Texturprofilanalyse (TPA) bestimmt. Im Vorfeld wurden Angaben zu Typ und Zusammensetzung veganer Käse-Analoga erhoben. Es zeigte sich, dass die mengenmäßig bedeutendsten Inhaltsstoffe solcher Produkte Wasser, Stärke und Pflanzenfette (Kokosfett oder Rapsöl) waren. Umgekehrt waren die Proteingehalte niedriger als in vergleichbaren Käsen. Für die Texturmessungen wurden Cheddar, Reibkäse, Gouda, Bergkäse, Feta, Mozzarella in Blöcken und vergleichbare vegane Produkte herangezogen. Da Messungen mit schnittfesten Käsen zeigten, dass die Probentemperatur einen deutlichen Einfluss auf die Messwerte hatte, wurden die Proben vor der Untersuchung auf Raumtemperatur gebracht. Für Reibkäse und Feta wurden immer signifikant höhere Werte für die Scherkraft, Härte, Gummiartigkeit, Adhäsion, Kohäsion und Elastizität gemessen als für die vergleichbaren veganen Erzeugnisse. Bei 6 und 14 Monate gereiftem Cheddar war die Scherkraft höher als beim veganen Erzeugnis; die Härte, Gummiartigkeit, Kohäsion, und Elastizität waren aber niedriger. Mozzarella wies höhere Scherkraftwerte auf als das vegane vergleichbare Produkt. Für die Produkte Gouda, Bergkäse und ein äußerlich vergleichbares veganes Erzeugnis wurde nur die Scherkraft bestimmt, wobei das vegane Erzeugnis zwischen den beiden Käsen lag. Die Ergebnisse legen nahe, dass beim Beiß- und Kauempfinden für die Konsument:innen Unterschiede zwischen den untersuchten Käsen und den veganen Analoga zu erwarten sind.Cheeses and analogous plant-based products were compared with respect to their textural characteristics and chemical composition. Textural properties were analyzed by shear force measurement (Warner-Bratzler method) and Texture Profile Analysis (TPA). Prior to analysis, information was collected on type and composition of vegan cheese analogs. The major ingredients (on a quantitative basis) were water, starch and vegetable fat/oil (coconut fat, rapeseed oil). The protein content was lower than that of conventional cheese. Texture studies were done for Cheddar, grated cheese, Gouda, „Bergkäse“, Feta, Mozzarella and plant-based analogous products. Since measurements in hard cheeses demonstrated a major effect of temperature on the results, samples were brought to ambient temperature before analysis. Grated cheese and Feta demonstrated higher values for shear force, hardness, gumminess, adhesiveness, cohesiveness and springiness than the plant-based analogous products. Cheddar (aged for 6 and 14 months) had higher shear force values than the vegan product, whereas hardness, gumminess, adhesiveness, cohesiveness and springiness were lower. Mozzarella had higher shear strength values than the vegan analogon. For Gouda, „Bergkäse“ and an apparently analogous vegan product, only shear force could be determined, with the vegan product showing an intermediate value. Based on the results, it can be expected that consumers will experience a different texture when biting and chewing the investigated cheeses and their vegan counterparts
Bacterial residues after cleaning in place in an aseptic milk processing system
Diploma thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2021Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2021In 2014, two thirds of the sold drinking milk products were ultra-high temperature (UHT) milk. Raw milk which is selected for UHT processing has to be in a good microbiological condition, EU Directive No 326/2015 establishes microbiological quality criteria for bovine raw milk used for further milk processing and in EU Regulation No 2073/2005 and No 853/2004 the criteria for bacterial contamination in bovine raw milk aimed for UHT processing are listed. Diaries have to ensure these legal requirements with their HACCP schedule. Due to increased spoilage and reduced shelf life stability of UHT products, raw milk should not contain high counts of heat resistant spores from spore-forming bacteria like Bacillus and Bacillus like species and heat resistant enzymes from non- spore-forming psychrotrophic bacteria, e.g. Pseudomonas spp. In this diploma thesis the bacterial residues in rinse water after cleaning in place (CIP) in aseptic milk processing lines in an Austrian scale dairy were examined in order to evaluate the presence of bacteria producing heat resistant spores and heat resistant enzymes in comparison to bacteria associated with post sterilisation contamination. For 6 months the rinse water of twelve sterile equipments including the Asepto (ultra-high temperature) UHT heating system, eight aseptic tanks, two aseptic packaging machines for milk products, the aseptic fresh water tank and the non-sterile milk pasteur were collected for three times (S1-S3). All sterile and unsterile equipments of this study are cleaned by one CIP station comprising three circuits (51 to 53). The rinse water was collected under sterile conditions and after sterile water filtration, bacteria were isolated using unselective and selective agar plates incubated at temperatures corresponding to the optimal temperatures of hygiene indicators and potential pathogenic bacteria. Single colonies were characterized by colony morphology and classical bacteria differentiation and purified bacteria isolates were confirmed by 16S rRNA gene sequencing in order to allow risk assessment of the isolated bacteria. In S1-S3, an isolation set of 217 bacteria could be collected. The bacterial isolates collected during sampling event S1-S3 were associated to more than the half to Gram positive (53.90%; n=117/217) and to a smaller extend to Gram negative bacteria (46.10%; n=100/217). Recontaminants (n=108/217; 49.77%) were most gram-negative bacterial organisms and staphylococci detected in this study. Thermoduric bacteria (n=109/217; 50.23%) were identified as aerobic spore formers (Bacillaceae and Paenibacillaceae), Micrococcaceae, Microbacteriaceae, Streptococcaceae, Caryophanales, Mycobacteriaceae and Deincoccaceae. The most abundant bacterial genera were Acinetobacter (n=50/217; 23.04%), Kocuria (n=30/217; 13.82%), Microbacterium (n=25/217; 11.52%), Pseudomonas (n=16/217; 7.37%), Micrococcus and Lactococcus (each 10/217; 4.61%). Generally, A. johnsonii, A. iwoffi (both risk group 2) and A. radioresistens are highly associated to the human niche. Aerobic spore formers are perfectly adapted to milk processing environment, are thermoduric and opportunistic pathogenes (B. cereus group). Kocuria (thermoduric) are risk group 1 organisms and are often isolated from environment. The bacterial reservoir in the UHT milk processing line was heterogeneous in composition during the three sampling events. Overall, only sterile tank 2140 was tested negative for recontaminants or thermoduric bacterial organisms in all three sampling events. The residual rinse water in sterile tank 2136 contained the greatest bacterial diversity at all three sampling times. The highest amount of bacterial species (n=10) was detected in the fresh water tank, a reservoir for the CIP system. For this reason, the verification of the CIP process of the sterile equipments is necessary to detect critical points in the milk processing lines where attached biofilms decrease cleaning efficiency of the CIP procedure. An alternative sampling technique with less recontamination potential within the verification process like swabbing is recommended to confirm the presence of specific bacteria. As all sterile and unsterile equipments of this study are cleaned by one CIP station and the rinsing water for the CIP process is used from fresh water tank 2143, the microbiological water quality of the cleaning water has to be observed critical. The identification of fresh water tank 2143 as a reservoir for diverse Gram-negative recontaminants proposes a repeated sampling and sterile filtration of the cleaning water. The use of selective agar plates incubated at temperatures corresponding to the optimal temperatures of hygiene indicators and potential pathogenic bacteria with a following 16S rRNA gene sequencing in order to allow risk assessment is recommended. Appropriate treated wastewater regarding economical and ecological viewpoints is an alternative to potable water for CIP applications. As raw milk with a good microbiological condition is necessary to ensure the production of a high quality UHT product with a stable shelf life, the use of raw milk classified to S class (SPC ≤50 000/ml, SCC ≤250 000/ml) is an opportunity to reduce the spoilage risk of UHT milk products through contamination with heat resistant enzymes from non-spore forming psychrotrophic bacteria and heat resistant spores being produced from bacteria originated in raw milk. In general, the critical microbiological observation of UHT processing equipment including cleaning and disinfection management deserve special consideration of dairy manufactureIm Jahr 2014 stellten zwei Drittel der weltweit verkauften Trinkmilchprodukte UHT Produkte dar. Rohmilch, die für die UHT Weiterverarbeitung bestimmt ist, muss eine hohe mikrobiologische Qualität nachweisen. Die erforderlichen mikrobiologischen Qualitätskriterien für Kuhmilch sind gesetzlich in den EU Richtlinien Nr. 2073/2005 und Nr. 853/2004 geregelt. Milchverarbeitende Betriebe müssen diese gesetzlichen Anforderungen im Rahmen ihres HACCP Plans erfüllen. Aufgrund einer verminderten Mindesthaltbarkeitsdauer und Produktstabilität bei Raumtemperatur, sollte in Rohmilch, die zu UHT Milch weiterverarbeitet wird, keine hohe Anzahl an hitzeresistenten Sporen sporenbildender Bakterien wie Bacillus und Bacillus ähnlichen Spezies sowie an hitzeresistenten Enzymen psychrotropher Bakterien wie Pseudomonas spp. enthalten sein. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurden die bakteriellen Rückstände nach stationärer CIP Reinigung im Nachspülwasser aseptischer milchverarbeitender Produktionsanlagen in einer österreichischen Molkerei untersucht, um das Verderbnisrisiko durch hitzeresistente, sporenbildendende Bakterien sowie enzymproduzierender Bakterien als potentielle Rekontaminanten zu evaluieren. Für eine Dauer von 6 Monaten wurden die Nachspülwasserproben von zwölf Probenahmestellen jeweils dreimal untersucht. Zu diesen Probenahmestellen zählten ein UHT Erhitzer, acht Steriltanks, zwei aseptische Abfüllanlagen für Trinkmilchprodukte, ein für die CIP Reinigung verwendeter Frischwassertank sowie ein Milchpasteur. Alle sterilen und unsterilen Probenahmestellen wurden von einer CIP Station (Kreislauf 51-53) gereinigt. Das Nachspülwasser wurde unter aseptischen Bedingungen gesammelt und sterilfiltriert. Die Isolierung der Bakterien erfolgte durch selektive und unselektive Nährmedien, die entsprechend den Wachstumsanforderungen der Hygieneindikatoren sowie potenzieller bakterieller Pathogene inkubiert wurden. Die kultivierten Isolate wurden durch die klassische Grobdifferenzierung charakterisiert, aufgereinigt und durch 16S rRNA Genanalyse identifiziert. Es stand ein Isolatset von 217 Keimen zur Verfügung. Die identifizierten Isolate der Probennahmedurchgänge 1-3 setzten sich zu 53,90% aus Gram positiven Keimen (n=117/217) sowie zu 46,10% aus Gram negativen Keimen zusammen. Die Rekontaminationskeime (n=108/217; 49,77%) stellten Gram negative Bakterien sowie Staphylococci dar. Als thermodure Bakterien (n=109/217; 50,23%) konnten aerobe Sporenbildner (Bacillaceae und Paenibacillaceae), Micrococcaceae, Microbacteriaceae, Streptococcaceae, Caryophanales, Mycobacteriaceae und Deincoccaceae identifiziert werden. Die am häufigsten isolierten Bakteriengenera stellten Acinetobacter (n=50/217; 23,04%), Kocuria (n=30/217; 13,82%), Microbacterium (n=25/217; 11,52%), Pseudomonas (n=16/217; 7,37%), Micrococcus und Lactococcus (jeweils 10/217; 4,61%) dar. A. johnsonii, A. iwoffi (jeweils Risikogruppe 2) und A. radioresistens werden als humanassoziierte Keime beschrieben. Aerobe Sporenbilder sind Kontaminationskeime milchverarbeitender Oberflächen, zeigen thermodures Verhalten und können opportunistisch pathogen (B. cereus Gruppe) sein. Kocuria ist ein thermodurer umweltassoziierter Keim und zählt zur Risikogruppe 1. Das Keimreservoir der UHT milchverarbeitenden Prozessanlagen stellte sich in den Probennahmedurchgängen 1-3 als heterogen dar. Der Steriltank 2140 war die einzige Probenahmestelle, aus dessen Nachspülwasser keine bakteriellen Rückstände isoliert werden konnten. Das Nachspülwasser von Steriltank 2136 zeigte in allen Probennahmedurchgängen die größte bakterielle Diversität. Die meisten Bakterienspezies (n=10) konnten im Frischwassertank 2143 nachgewiesen werden. Anhand der Versuchsergebnisse ist die Verifizierung des CIP Regimes der aseptischen milchverarbeitenden Prozessanlagen notwendig, da Biofilme an kritischen Oberflächen die Reinigungseffizienz des CIP Regimes vermindern. Im Rahmen der Verifizierung ist eine alternative Probenahmetechnik (z.B. Tupferprobe) zur Nachspülwasseruntersuchung sinnvoll, um das Rekontaminationsrisiko der Proben durch die Probenahme zu reduzieren. Da alle untersuchten Probenahmestellen vom Spülwasser des Frischwassertanks 2143 gereinigt werden, muss die mikrobiologische Wasserqualität des Spülwassers evaluiert werden. Aufgrund der Identifizierung des Frischwassertanks als Reservoir für Gram negative Rekontaminationskeime, empfiehlt sich eine wiederholte Beprobung und Sterilfiltration des Spülwassers aus Tank 2143. Um eine Risikobewertung der Ergebnisse zu ermöglichen, sollte nach der Keimisolation durch selektive Nährmedien, die entsprechend der Wachstumsanforderungen der Hygieneindikatoren sowie potenzieller bakterieller Pathogene inkubiert werden, eine 16S rRNA Genanalyse folgen. Die Verwendung von aufbereitetem Abwasser der Milchproduktion ist hinsichtlich ökologischer und wirtschaftlicher Faktoren eine Alternative zur Verwendung von Trinkwasser für CIP Reinigungsabläufe. Da Rohmilch mit einer geringen mikrobiologischen Belastung für die Produktion von UHT Milch mit einer stabilen Haltbarkeit notwendig ist, sollte nur Rohmilch der S-Klasse (Keimzahl ≤50 000/ml, Zellzahl ≤250 000/ml) verarbeitet werden, um das Verderbnisrisiko durch hitzeresistente Sporen und Enzymen aus der Rohmilchflora zu minimieren. Milchverarbeitende Betriebe sollten die Reinigungs-und Desinfektionsmaßnahmen der aseptisch milchverarbeitenden Anlagen im Rahmen ihres HACCP stets kritisch kontrollieren.Diploma thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2021In 2014, two thirds of the sold drinking milk products were ultra-high temperature (UHT) milk. Raw milk which is selected for UHT processing has to be in a good microbiological condition, EU Directive No 326/2015 establishes microbiological quality criteria for bovine raw milk used for further milk processing and in EU Regulation No 2073/2005 and No 853/2004 the criteria for bacterial contamination in bovine raw milk aimed for UHT processing are listed. Diaries have to ensure these legal requirements with their HACCP schedule. Due to increased spoilage and reduced shelf life stability of UHT products, raw milk should not contain high counts of heat resistant spores from spore-forming bacteria like Bacillus and Bacillus like species and heat resistant enzymes from non- spore-forming psychrotrophic bacteria, e.g. Pseudomonas spp. In this diploma thesis the bacterial residues in rinse water after cleaning in place (CIP) in aseptic milk processing lines in an Austrian scale dairy were examined in order to evaluate the presence of bacteria producing heat resistant spores and heat resistant enzymes in comparison to bacteria associated with post sterilisation contamination. For 6 months the rinse water of twelve sterile equipments including the Asepto (ultra-high temperature) UHT heating system, eight aseptic tanks, two aseptic packaging machines for milk products, the aseptic fresh water tank and the non-sterile milk pasteur were collected for three times (S1-S3). All sterile and unsterile equipments of this study are cleaned by one CIP station comprising three circuits (51 to 53). The rinse water was collected under sterile conditions and after sterile water filtration, bacteria were isolated using unselective and selective agar plates incubated at temperatures corresponding to the optimal temperatures of hygiene indicators and potential pathogenic bacteria. Single colonies were characterized by colony morphology and classical bacteria differentiation and purified bacteria isolates were confirmed by 16S rRNA gene sequencing in order to allow risk assessment of the isolated bacteria. In S1-S3, an isolation set of 217 bacteria could be collected. The bacterial isolates collected during sampling event S1-S3 were associated to more than the half to Gram positive (53.90%; n=117/217) and to a smaller extend to Gram negative bacteria (46.10%; n=100/217). Recontaminants (n=108/217; 49.77%) were most gram-negative bacterial organisms and staphylococci detected in this study. Thermoduric bacteria (n=109/217; 50.23%) were identified as aerobic spore formers (Bacillaceae and Paenibacillaceae), Micrococcaceae, Microbacteriaceae, Streptococcaceae, Caryophanales, Mycobacteriaceae and Deincoccaceae. The most abundant bacterial genera were Acinetobacter (n=50/217; 23.04%), Kocuria (n=30/217; 13.82%), Microbacterium (n=25/217; 11.52%), Pseudomonas (n=16/217; 7.37%), Micrococcus and Lactococcus (each 10/217; 4.61%). Generally, A. johnsonii, A. iwoffi (both risk group 2) and A. radioresistens are highly associated to the human niche. Aerobic spore formers are perfectly adapted to milk processing environment, are thermoduric and opportunistic pathogenes (B. cereus group). Kocuria (thermoduric) are risk group 1 organisms and are often isolated from environment. The bacterial reservoir in the UHT milk processing line was heterogeneous in composition during the three sampling events. Overall, only sterile tank 2140 was tested negative for recontaminants or thermoduric bacterial organisms in all three sampling events. The residual rinse water in sterile tank 2136 contained the greatest bacterial diversity at all three sampling times. The highest amount of bacterial species (n=10) was detected in the fresh water tank, a reservoir for the CIP system. For this reason, the verification of the CIP process of the sterile equipments is necessary to detect critical points in the milk processing lines where attached biofilms decrease cleaning efficiency of the CIP procedure. An alternative sampling technique with less recontamination potential within the verification process like swabbing is recommended to confirm the presence of specific bacteria. As all sterile and unsterile equipments of this study are cleaned by one CIP station and the rinsing water for the CIP process is used from fresh water tank 2143, the microbiological water quality of the cleaning water has to be observed critical. The identification of fresh water tank 2143 as a reservoir for diverse Gram-negative recontaminants proposes a repeated sampling and sterile filtration of the cleaning water. The use of selective agar plates incubated at temperatures corresponding to the optimal temperatures of hygiene indicators and potential pathogenic bacteria with a following 16S rRNA gene sequencing in order to allow risk assessment is recommended. Appropriate treated wastewater regarding economical and ecological viewpoints is an alternative to potable water for CIP applications. As raw milk with a good microbiological condition is necessary to ensure the production of a high quality UHT product with a stable shelf life, the use of raw milk classified to S class (SPC ≤50 000/ml, SCC ≤250 000/ml) is an opportunity to reduce the spoilage risk of UHT milk products through contamination with heat resistant enzymes from non-spore forming psychrotrophic bacteria and heat resistant spores being produced from bacteria originated in raw milk. In general, the critical microbiological observation of UHT processing equipment including cleaning and disinfection management deserve special consideration of dairy manufactur
Mikrobiologische Qualität von verzehrfertigen Salaten vom Verarbeitungsbetrieb bis zum Verbraucherlevel
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2022Die mikrobiologische Qualität von Rohstoffen tierischen und nichttierischen Ursprungs und von daraus hergestellten Fertigsalaten war Fokus dieser Diplomarbeit. Bei sogenannte „fresh Cut“- Produkten handelt es sich um Lebensmittel, die minimal prozessiert werden und meist in Produktionsküchen der einzelnen Hersteller frisch zubereitet werden. Die Kontamination mit humanpathogenen Keimen und mit relevanten Hygieneindikatoren kann schon während der Ernte der Rohstoffe stattfinden und sich negativ auf den Verarbeitungsbetrieb auswirken. Hohe Hygienestandards bei Anbau, Ernte, Verarbeitung und Verpackung sind Vorrausetzung für die Produktsicherheit und -qualität. Ziel dieser Arbeit war es einen mikrobiologischen Status von Fertigsalaten, der Rohstoffkomponenten und Dressings zu bekommen. Analysiert wurden dabei insgesamt 87 Proben, die von einem lebensmittelherstellenden Betrieb bereitgestellt wurden. Dazu wurde das Produkt „Fertigsalat“ und die dazugehörigen Rohstoffe bzw. Dressings mikrobiologisch und molekularbiologisch untersucht. Die Methodik umfasste Verfahren zur Kultvierung ausgewählter Mikroorganismen (ISO Normen) und deren Bestätigung anhand entsprechender biochemischer und molekularbiologische Methoden. Die erhobenen Ergebnisse sprechen für eine gute Qualität der Produkte und Rohstoffe. Die aerobe mesophile Gesamtkeimzahl, der präsumptive Grenzwert für Bacillus cereus nach Deutscher Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) wurden nicht überschritten. Salmonella und E. coli waren weder in Rohstoffen noch Produkten nachweisbar. L. monocytogenes war in einem Rohstoff (Extrawurst geschnitten) und korrespondierendem Produkt nachweisbar (Wurstsalat), was den Eintrag über die Rohstoffseite beleuchtet und auf eine Hygieneschwachstelle am Slicer des Lieferanten hinweist. Die Enterobacteriaceae Zahlen waren teilweise über 3 log kolonienbildende Einheiten (KBE)/g. Die genaue Differenzierung der Spezies ist wichtig, um eine Risikobewertung durchzuführen, da einige Enterobacteriaceae und Pseudomonadaceae, die auf den Nährmedien nachgewiesen werden, mit pflanzlichen Rohstoffen stark verbunden sind. Präsumtive Bacillus cereus wurden in einigen Salatrohstoffen nachgewiesen, was eine Differenzierung zu B. thurinigiensis Biopestizidstämmen notwendig macht, um dem Herstellerbetriebe in seiner Risikobewertung der Rohstoffe zu unterstützen. Auffällig waren die Sporenbildnerzahlen in Hinblick auf das Knoblauchdressing, wobei schon der Rohstoff Knoblauchpulver B. subtilis Gruppe Vertreter enthielt und den Eintrag verdeutlichte. Im Joghurt-Kräuter Dressing waren Schimmelpilze nachweisbar, was den kritischen Eintrag über Kräuter und Gewürze verdeutlicht und am Ende des Herstellungsprozesses hinzugefügt, die Endproduktqualität - Sicherheit und Haltbarkeit minimieren. Diese Detailanalyse von Fertigsalaten hilft, die Herstellungsprozesse zu verbessern, die Rohstoffqualität zu bewerten und ein gezieltes Monitoring System zur Eigenkontrolle zu installieren.The microbiological quality of raw materials of animal and non-animal origin and of prepared salads made from them was the focus of this diploma thesis. So-called "fresh cut" products are foodstuffs that are minimally processed and are usually freshly prepared, in the production kitchens of the individual manufacturers. Contamination with human pathogenic germs and with relevant hygiene indicators can already take place during the harvest of the raw materials and have a negative impact on the processing plant. High hygiene standards during cultivation, harvesting, processing and packaging are prerequisites for product safety and quality.The aim of this work was to obtain a microbiological status of ready-to-eat salads, the raw material components and dressings. A total of 87 samples provided by a food manufacturing company were analyzed. For this purpose, the product" ready-to-eat salad" and the associated raw materials or dressings were examined microbiologically and by moleculabiological methods. The methodology included procedures for the cultivation of selected microorganisms (ISO standards) and their confirmation using appropriate biochemical and molecular biological methods. The results obtained indicate a good quality of the products and raw materials. The aerobic mesophilic total plate count, the presumptive limit for Bacillus cereus according to the German Society for Hygiene and Microbiology (DGHM) were not exceeded. Salmonella and E. coli were not detectable in raw materials or products. L. monocytogenes was detectable in one raw material (sliced Extrawurst) and corresponding product (sausage salad), which illuminates the entry via the raw material side and indicates a hygiene weak point at the supplier\u27s slicer. Enterobacteriaceae numbers were in some cases above 3 log colony forming units (CFU)/g. Accurate species differentiation is important to perform a risk assessment, as some Enterobacteriaceae and Pseudomonadaceae detected on the culture media are strongly associated with plant raw materials. Presumptive Bacillus cereus were detected in some lettuce raw materials, necessitating differentiation to B. thurinigiensis biopesticide strains to assist the manufacturing plant in its risk assessment of raw materials. Spore-forming counts were striking with respect to the garlic dressing, with the raw material garlic powder already containing B. subtilis group representatives, highlighting the entry. Molds were detectable in the yogurt-herb dressing, highlighting the critical entry via herbs and spices, and added at the end of the manufacturing process, minimizing final product quality-safety and shelf-life. This detailed analysis of ready-to-eat salads helps to improve the manufacturing processes, to evaluate the raw material quality and to install a targeted monitoring system for self-control.Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2022Die mikrobiologische Qualität von Rohstoffen tierischen und nichttierischen Ursprungs und von daraus hergestellten Fertigsalaten war Fokus dieser Diplomarbeit. Bei sogenannte „fresh Cut“- Produkten handelt es sich um Lebensmittel, die minimal prozessiert werden und meist in Produktionsküchen der einzelnen Hersteller frisch zubereitet werden. Die Kontamination mit humanpathogenen Keimen und mit relevanten Hygieneindikatoren kann schon während der Ernte der Rohstoffe stattfinden und sich negativ auf den Verarbeitungsbetrieb auswirken. Hohe Hygienestandards bei Anbau, Ernte, Verarbeitung und Verpackung sind Vorrausetzung für die Produktsicherheit und -qualität. Ziel dieser Arbeit war es einen mikrobiologischen Status von Fertigsalaten, der Rohstoffkomponenten und Dressings zu bekommen. Analysiert wurden dabei insgesamt 87 Proben, die von einem lebensmittelherstellenden Betrieb bereitgestellt wurden. Dazu wurde das Produkt „Fertigsalat“ und die dazugehörigen Rohstoffe bzw. Dressings mikrobiologisch und molekularbiologisch untersucht. Die Methodik umfasste Verfahren zur Kultvierung ausgewählter Mikroorganismen (ISO Normen) und deren Bestätigung anhand entsprechender biochemischer und molekularbiologische Methoden. Die erhobenen Ergebnisse sprechen für eine gute Qualität der Produkte und Rohstoffe. Die aerobe mesophile Gesamtkeimzahl, der präsumptive Grenzwert für Bacillus cereus nach Deutscher Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) wurden nicht überschritten. Salmonella und E. coli waren weder in Rohstoffen noch Produkten nachweisbar. L. monocytogenes war in einem Rohstoff (Extrawurst geschnitten) und korrespondierendem Produkt nachweisbar (Wurstsalat), was den Eintrag über die Rohstoffseite beleuchtet und auf eine Hygieneschwachstelle am Slicer des Lieferanten hinweist. Die Enterobacteriaceae Zahlen waren teilweise über 3 log kolonienbildende Einheiten (KBE)/g. Die genaue Differenzierung der Spezies ist wichtig, um eine Risikobewertung durchzuführen, da einige Enterobacteriaceae und Pseudomonadaceae, die auf den Nährmedien nachgewiesen werden, mit pflanzlichen Rohstoffen stark verbunden sind. Präsumtive Bacillus cereus wurden in einigen Salatrohstoffen nachgewiesen, was eine Differenzierung zu B. thurinigiensis Biopestizidstämmen notwendig macht, um dem Herstellerbetriebe in seiner Risikobewertung der Rohstoffe zu unterstützen. Auffällig waren die Sporenbildnerzahlen in Hinblick auf das Knoblauchdressing, wobei schon der Rohstoff Knoblauchpulver B. subtilis Gruppe Vertreter enthielt und den Eintrag verdeutlichte. Im Joghurt-Kräuter Dressing waren Schimmelpilze nachweisbar, was den kritischen Eintrag über Kräuter und Gewürze verdeutlicht und am Ende des Herstellungsprozesses hinzugefügt, die Endproduktqualität - Sicherheit und Haltbarkeit minimieren. Diese Detailanalyse von Fertigsalaten hilft, die Herstellungsprozesse zu verbessern, die Rohstoffqualität zu bewerten und ein gezieltes Monitoring System zur Eigenkontrolle zu installieren
Hygienische Bewertung von im Jagdbetrieb verwendeten Messern
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2022In dieser Diplomarbeit wurde untersucht, wie im Jagdbetrieb und bei der Zerlegung von Wild verwendete Messer aufgebaut sind, ob Material und Bauweise die Ansammlung von Verschmutzungen fördern können und welche Reinigungs- bzw. Desinfektionsprozeduren von den Herstellern empfohlen werden. Bei neun repräsentativen Messern wurde die Wirkung einfacher, empfohlener Reinigungsprozeduren auf frisch aufgebrachte E. coli untersucht. Von 653 im Fachhandel angebotenen Jagd- bzw. Zerlegemessern wiesen 53 % eine feststehende Klinge auf, bei 47 % waren Klinge und ggf. weiteres Zubehör klappbar. Bei 47 % der Messer mit feststehender Klinge waren beiderseits der Angel Griffschalen aufgelegt, wodurch sich Spalten ergeben können, die die Ansammlung von Schmutz begünstigen. Bei 42 % waren einteilige gesteckte/vergossene Griffe aus nicht-saugfähigem Material, und bei 10 % gesteckte Griffe auf imprägniertem, aber im Prinzip saugfähigem Material verbaut (Holz, Knochen= „Horn“). Von den Herstellern von Jagdmessern wurden vergleichsweise schonende Reinigungsprozeduren empfohlen. Bei neun repräsentativen Jagd- bzw. Zerlegemessern wurden Klinge, Griff und ggf. die Griff- Angel-Verbindung mit einer mit E. coli kontaminierten Oberfläche (Agarkontaktverfahren) in Kontakt gebracht und nach 10 min. Trocknungszeit verschiedene Reinigungsverfahren angewendet (Abspülen mit Leitungswasser von 15 °C; Eintauchen in Wasser mit Geschirrspülmittel 15 °C oder 40 °C, ggf. mit mechanischer Reinigung). Die Flächen wurden danach mittels Agar-Kontaktverfahren beprobt und die KbE/Agarfläche angegeben. Bei den nicht gereinigten Kontrollproben war immer ein Rasenwachstum nachweisbar. Bei den Messerklingen waren nach Abspülen mit Wasser (15 sec, 15 °C) E. coli in den meisten Fällen nicht mehr nachweisbar. Die Reinigung der Messergriffe gestaltete sich jedoch aufwändiger. Erst nach der Anwendung von 40 °C warmem Wasser (60 sec.) mit Spülmittel und mechanischer Reinigung konnte bei 7/9 Griffen eine Reduktion von E. coli unter der Nachweisgrenze erreicht werden. Die unterschiedlichen Griffmaterialien wiesen hierbei verschiedene Ergebnisse auf. Die Griff-Klingen- bzw. Griff-Angel-Verbindungen waren besonders schwierig zu reinigen. Für die gründliche Reinigung von Messergriffen im Rahmen der Privatanwendung kann auf Grundlage der durchgeführten Versuche nachfolgendes empfohlen werden. Um Kontaminationen vollständig von einem Messer zu entfernen, empfiehlt es sich das Messer für mindestens 60 Sekunden mit Geschirrspülmittel unter warmem Wasser zu reinigen. Bei Messergriffen aus saugfähigen Materialien und mit Rillen oder Vertiefungen sollte zudem gründlich mechanisch gereinigt werden. Hierzu reibt man mit einem Schwamm oder einem Tuch die Oberfläche gründlich ab. Sollte, beispielsweise während des Jagdbetriebs, einmal kein warmes Wasser zur Hand sein, kann durch eine gründliche mechanische Reinigung ein weitaus besseres Reinigungsergebnis erzielt werden, als durch das bloße Abspülen mit kaltem Wasser.The aim of this diploma thesis was to report on how knives used at hunting and for game cutting are constructed, which materials are used, if this would favor contamination of knives during their use and which procedures are recommended by the manufacturers or suppliers for cleaning and disinfection. Nine typical knives were selected for testing, if a fresh contamination with E. coli could be reduced or removed by abovementioned cleaning procedures. Among 653 knives offered at retail, 53 % had a fixed blade, and 47 % were folding knives. Most of the knives with fixed blade had handle shells attached on both sides of the tang, which can favor the accumulation of dirt or debris. In 42 %, grips were one-piece, from nonabsorbent material, and in 10 %, it was one-piece, absorbent material (wood or bone = “horn”). Only mild cleaning procedures were recommended by the manufacturers of hunting knives. In nine typical knives, blade, grip and the blade-grip or tang-grip junctions were contaminated by contact with a surface containing E. coli, and after 10 min. drying, surfaces were cleaned (rinsing with tap water, 15 °C; dipping in water with detergent, 15 °C or 40 °C, also with mechanical cleaning). Surfaces were then tested by agar-contact technique and results were reported as cfu/agar plate. In control samples (contaminated without cleaning), agar contact plates displayed confluent growth. Rinsing with water (15 sec, 15 °C) effectuated a reduction of E. coli below the limit of detection in most cases. On knife handles, 40 °C water with detergent for 60 sec. plus mechanical cleaning was necessary to reduce E. coli below the limit of detection on 7/9 handles. Differences were noted between the different handle materials. The latter protocol was less effective for the junctions. Based on the results of the study, the following cleaning process is recommended in order to properly clean the handle of a knife in private use. To eliminate contamination, the knife should be washed with detergent for at least 60 sec. under warm water. When cleaning knife handles, made out of absorbent materials or with grooves, mechanical cleaning is advised. This should be done with a sponge or a towel. If warm water is not close at hand, for example during a hunt, mechanical cleaning can lead to a much better cleaning result, than a simple wash with cold water.Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2022In dieser Diplomarbeit wurde untersucht, wie im Jagdbetrieb und bei der Zerlegung von Wild verwendete Messer aufgebaut sind, ob Material und Bauweise die Ansammlung von Verschmutzungen fördern können und welche Reinigungs- bzw. Desinfektionsprozeduren von den Herstellern empfohlen werden. Bei neun repräsentativen Messern wurde die Wirkung einfacher, empfohlener Reinigungsprozeduren auf frisch aufgebrachte E. coli untersucht. Von 653 im Fachhandel angebotenen Jagd- bzw. Zerlegemessern wiesen 53 % eine feststehende Klinge auf, bei 47 % waren Klinge und ggf. weiteres Zubehör klappbar. Bei 47 % der Messer mit feststehender Klinge waren beiderseits der Angel Griffschalen aufgelegt, wodurch sich Spalten ergeben können, die die Ansammlung von Schmutz begünstigen. Bei 42 % waren einteilige gesteckte/vergossene Griffe aus nicht-saugfähigem Material, und bei 10 % gesteckte Griffe auf imprägniertem, aber im Prinzip saugfähigem Material verbaut (Holz, Knochen= „Horn“). Von den Herstellern von Jagdmessern wurden vergleichsweise schonende Reinigungsprozeduren empfohlen. Bei neun repräsentativen Jagd- bzw. Zerlegemessern wurden Klinge, Griff und ggf. die Griff- Angel-Verbindung mit einer mit E. coli kontaminierten Oberfläche (Agarkontaktverfahren) in Kontakt gebracht und nach 10 min. Trocknungszeit verschiedene Reinigungsverfahren angewendet (Abspülen mit Leitungswasser von 15 °C; Eintauchen in Wasser mit Geschirrspülmittel 15 °C oder 40 °C, ggf. mit mechanischer Reinigung). Die Flächen wurden danach mittels Agar-Kontaktverfahren beprobt und die KbE/Agarfläche angegeben. Bei den nicht gereinigten Kontrollproben war immer ein Rasenwachstum nachweisbar. Bei den Messerklingen waren nach Abspülen mit Wasser (15 sec, 15 °C) E. coli in den meisten Fällen nicht mehr nachweisbar. Die Reinigung der Messergriffe gestaltete sich jedoch aufwändiger. Erst nach der Anwendung von 40 °C warmem Wasser (60 sec.) mit Spülmittel und mechanischer Reinigung konnte bei 7/9 Griffen eine Reduktion von E. coli unter der Nachweisgrenze erreicht werden. Die unterschiedlichen Griffmaterialien wiesen hierbei verschiedene Ergebnisse auf. Die Griff-Klingen- bzw. Griff-Angel-Verbindungen waren besonders schwierig zu reinigen. Für die gründliche Reinigung von Messergriffen im Rahmen der Privatanwendung kann auf Grundlage der durchgeführten Versuche nachfolgendes empfohlen werden. Um Kontaminationen vollständig von einem Messer zu entfernen, empfiehlt es sich das Messer für mindestens 60 Sekunden mit Geschirrspülmittel unter warmem Wasser zu reinigen. Bei Messergriffen aus saugfähigen Materialien und mit Rillen oder Vertiefungen sollte zudem gründlich mechanisch gereinigt werden. Hierzu reibt man mit einem Schwamm oder einem Tuch die Oberfläche gründlich ab. Sollte, beispielsweise während des Jagdbetriebs, einmal kein warmes Wasser zur Hand sein, kann durch eine gründliche mechanische Reinigung ein weitaus besseres Reinigungsergebnis erzielt werden, als durch das bloße Abspülen mit kaltem Wasser
Erzeugung und Charakterisierung von "elektrolytisch oxidierenden Wasser" und Auswirkungen auf die Farbe von Fleisch und Fleischerzeugnissen
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2020In dieser Arbeit wurde das Potential,hinsichtlich des Farberhalts von Fleisch und Fleischerzeugnissen, eines für die Desinfektion in Gewerbebetrieben bestimmten Kleingeräts zur Erzeugung von Natriumhypochloritlösungen untersucht. Nach dem Prinzip der Chloralkali-Elektrolyse wird aus Kochsalzlösungen „elektrolytisch oxidierendes Wasser“ (EOW) hergestellt. Das Gerätbesteht aus einem Wasserbehälter mit Elektroden, der auf einen Basisteil mit der Stromversorgung aufgesetzt wird. Das Gerät konnte in einer 0,2%igen Kochsalzlösung Aktivchlorgehalte von 130 mg/l erzeugen, in entionisiertem Wasser konnte bei einer Kochsalzzugabe von 0,6 g/l ein Aktivchlorgehalt von 320 mg/l erreicht werden. Die Aktivchlorgehalte in der Lösung blieben über 48 Stunden bei der Lagerung in Glasflaschen im Wesentlichen unverändert. Der pH-Wert war im Bereich von 8–8,5 bei aus Leitungswasser hergestelltem EOW und im Bereich von 9 bei aus entionisiertem Wasser hergestellten EOW. Bei der Lagerung des EOW kam es in Kunststoffflaschen nur zu geringen Änderungen (-0,1) des pH-Werts und in Glasflaschen zum Teil zu einem Absinken um bis zu 0,5 Einheiten. Um eine Kontamination von Lebensmitteln mit EOW zu simulieren, wurden Fleisch und Fleischerzeugnisse (Extrawurst und Beinschinken) eine Minute lang in EOW und Kontrolllösungen (Wasser, Kochsalzlösungen) getaucht. Beim Vergleich der Farbmessungen, vor und nach Immersion, ergaben sich bei Rindfleisch Verringerungen des Rottons a* und/oder des Gelbtons b*, sowohl bei Behandlung mit EOW, als auch beiden Kontrollproben, bei rohem Hühnerfleisch und Beinschinken waren kam bzw. keine Farbänderungen messbar. Kontakt von Fleisch oder Fleischerzeugnissen mit EOW kann zu Farbänderungen führen, die aber nicht immer von den KonsumentInnen erkennbar sind. Trotz der generellen Einschränkungen bei Chlorverbindungen als Desinfektionsmittel im Lebensmittelbereich birgt die Einfachheit der Herstellung von Natriumhypochlorit aus Wasser und Kochsalz ein gewisses Potential.Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2020In dieser Arbeit wurde das Potential,hinsichtlich des Farberhalts von Fleisch und Fleischerzeugnissen, eines für die Desinfektion in Gewerbebetrieben bestimmten Kleingeräts zur Erzeugung von Natriumhypochloritlösungen untersucht. Nach dem Prinzip der Chloralkali-Elektrolyse wird aus Kochsalzlösungen „elektrolytisch oxidierendes Wasser“ (EOW) hergestellt. Das Gerätbesteht aus einem Wasserbehälter mit Elektroden, der auf einen Basisteil mit der Stromversorgung aufgesetzt wird. Das Gerät konnte in einer 0,2%igen Kochsalzlösung Aktivchlorgehalte von 130 mg/l erzeugen, in entionisiertem Wasser konnte bei einer Kochsalzzugabe von 0,6 g/l ein Aktivchlorgehalt von 320 mg/l erreicht werden. Die Aktivchlorgehalte in der Lösung blieben über 48 Stunden bei der Lagerung in Glasflaschen im Wesentlichen unverändert. Der pH-Wert war im Bereich von 8–8,5 bei aus Leitungswasser hergestelltem EOW und im Bereich von 9 bei aus entionisiertem Wasser hergestellten EOW. Bei der Lagerung des EOW kam es in Kunststoffflaschen nur zu geringen Änderungen (-0,1) des pH-Werts und in Glasflaschen zum Teil zu einem Absinken um bis zu 0,5 Einheiten. Um eine Kontamination von Lebensmitteln mit EOW zu simulieren, wurden Fleisch und Fleischerzeugnisse (Extrawurst und Beinschinken) eine Minute lang in EOW und Kontrolllösungen (Wasser, Kochsalzlösungen) getaucht. Beim Vergleich der Farbmessungen, vor und nach Immersion, ergaben sich bei Rindfleisch Verringerungen des Rottons a* und/oder des Gelbtons b*, sowohl bei Behandlung mit EOW, als auch beiden Kontrollproben, bei rohem Hühnerfleisch und Beinschinken waren kam bzw. keine Farbänderungen messbar. Kontakt von Fleisch oder Fleischerzeugnissen mit EOW kann zu Farbänderungen führen, die aber nicht immer von den KonsumentInnen erkennbar sind. Trotz der generellen Einschränkungen bei Chlorverbindungen als Desinfektionsmittel im Lebensmittelbereich birgt die Einfachheit der Herstellung von Natriumhypochlorit aus Wasser und Kochsalz ein gewisses Potential.The potential of a small-scale device for production of sodiumhypochlorite solutions was studied. The device is intended for disinfection purposes in small-scale enterprises. It is based on the principle of chloro-alkaline electrolysis and produces „electrolyzed oxidising water“ (EOW) from NaCl solutions. The device consists of a water reservoir with electrodes and a base unit with the power supply. It was possible to produce 130 mg/l active chlorine from a 0.2% NaCl solution: In de-ionized water with 0.6% NaCl, 320 mg/l active chlorine were produced. Active chlorine contents remained stable over a 48hrs storage period in glass bottles. In EOW from tap water, pH-value ranged from 8–8.5, whereas it was around 9 in EOW from de-ionized water. The pH-value remained stable for EOW stored in plastic bottles (-0.1 units), but declined in EOW stored in glass bottles, up to -0,5 units. Inadvertent contamination of meat and meat products with EOW was simulated by immersion treatment of one minute. Water and NaCl solutions served as controls. Colour was measured before and after treatment. In fresh beef, decrease of redness a* and yellowness b* were observed after EOW and control treatments. In contrast, colour of chicken breast and cooked sliced ham was practically not affected by immersion treatment. It is concluded that contact with EOW may lead to colour changes in meat and meat products, but in a similar magnitude as by contact with water or saline. Although such changes can be noticed with the naked eye, it is not unlikely that they would not be detected by consumers. Despite general limitations of the use of chlorine compounds as disinfectants in the food industry, the simplicity of generating sodiumhypochlorite from water and table salt within few minutes bears some potentia
Effects of growth hormone receptor deficiency on the hypothalamus pituitary axis: alterations in feedback mechanisms and metabolism-associated signaling pathways
Diploma thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2021Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2021In individuals with Laron syndrome (LS), a rare autosomal recessive hereditary disease, the complex regulation of the somatotropic axis is disturbed by growth hormone receptor deficiency (GHRD). The resulting phenotype is characterized by reduced insulin-like growth factor 1 (IGF1) and high growth hormone (GH) serum concentrations as well as dwarfism, severe obesity, and increased insulin sensitivity. In order to evaluate the effects of this syndrome on central regulatory mechanisms of endocrine feedback-loops and metabolism, we investigated the activity of signaling cascades in hypothalami and anterior pituitaries of growth hormone receptor-knock out (GHR-KO) pigs. Therefore, we used sodium dodecyl sulfate–polyacrylamide gel electrophoresis (SDS-PAGE) and western immunoblotting techniques. Despite low IGF1 serum levels, we observed an increased activity of insulin receptor substrate 1 (IRS1) related signaling in anterior pituitary and hypothalami of GHR-KO pigs. This suggests that negative IGF1 feedback on GH-production and -release from the periphery is not conveyed by this cascade. Instead this upregulation can be explained by the activation of the leptin receptor, which we have confirmed in hypothalami of GHR-KO pigs. Physiologically, an activation of IRS1 by leptin in the hypothalamus mediates an energy surplus and represents an intact communication of energy stores, while disorders leading to leptin insensitivity are pathologically related to obesity. In contrast to the intact activation of upper signaling, a typical “anti-hunger” effector, the mechanistic target of rapamycin (mTOR), was unchanged and its antagonist, adenosine monophosphate-activated protein kinase (AMPK), was even increased. This leads to an unclear picture of energy shortage and excess in a key regulator of the energy homeostasis of an obese organism associated with increased insulin sensitivity. Since these results touch current research topics such as obesity-associated leptin resistance and GH/IGF1-feedback, further investigations using western blots as well as non-targeted proteome analyzes may be useful and are already being implemented.Bei Individuen mit Laron-Syndrom (LS), einer seltenen autosomal-rezessiven Erbkrankheit, ist die komplexe Regulation der Wachstumsachse durch eine Wachstumshormonrezeptordefizienz (GHRD) gestört. Der daraus entstehende Phänotyp resultiert aus erniedrigtem insulinähnlichen Wachstumsfaktor 1 (IGF1) bei gleichzeitig hohen Wachstumshormon (GH)-Serumkonzentrationen und ist durch Kleinwüchsigkeit und Fettleibigkeit, aber teilweise erhöhte Insulinsensitivität gekennzeichnet. Um die Auswirkungen dieses Syndroms auf zentrale Regelmechanismen von endokrinem Feedback und Metabolismus zu untersuchen, wurde die Aktivität entsprechender Signalkaskaden in Hypothalami und Adenohypophysen von GHR-knock out (GHR-KO) Schweinen untersucht. Hierfür wurden SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese und Western Immunoblotting Methoden mit Meerrettichperoxidase konjugierten Antikörpern genutzt. In Adenohypophysen und Hypothalami von GHR-KO-Schweinen wurde, trotz niedriger IGF1 Serumspiegel, eine erhöhte Aktivität von Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1) oder der IRS1-Signalkaskade gefunden. Dies legt nahe, dass diese Kaskade nicht, wie in anderen Geweben, als Überträger der IGF1-Wirkung dient und somit das negative Feedback auf GH-Produktion und -Ausschüttung aus der Peripherie anderweitig übertragen wird. Stattdessen lässt sich die Aktivierung dieser Kaskade im Hypothalamus durch eine erhöhte Aktivierung des Leptinrezeptors in Zusammenhang mit erhöhten Leptinserumspiegeln begründen. Im gesunden Organismus vermittelt die Aktivierung dieser Kaskade durch Leptin im Hypothalamus einen Energieüberschuss und steht für eine intakte Kommunikation des Energiestatus. Störungen hingegen führen zu Leptininsensitivität und stehen im Zusammenhang mit Adipositas. Im Gegensatz zur Aktivität der oberen Signalwege, war ein typischer Effektor dieser „anti- Hunger“-Kaskade, das mechanistic target of rapamycin (mTOR), jedoch unverändert und ein Leptingegenspieler, Adenosinmonophosphat-aktivierte Proteinkinase (AMPK), sogar erhöht. Dies weist auf eine Entkopplung klassischer Wege der zellulären Wahrnehmung von Energiemangel und Energieüberschuss in einem zentralen Regelzentrum der Energiehomöostase in einem durch Fettleibigkeit bei gleichzeitig erhöhter Insulinsensitivität gekennzeichneten Organismus hin. Da diese Ergebnisse aktuelle Forschungsthemen wie Leptinresistenz in Zusammenhang mit Fettleibigkeit und GH-abhängigen Regelkreisen des Hypothalamus nur anschneiden, sind weitere Untersuchungen mittels Western Blots aber auch non-targeted Proteomanalysen mittels Massenspektrometrie sinnvoll und bereits in der Umsetzung.Diploma thesis - University of Veterinary Medicine Vienna - 2021In individuals with Laron syndrome (LS), a rare autosomal recessive hereditary disease, the complex regulation of the somatotropic axis is disturbed by growth hormone receptor deficiency (GHRD). The resulting phenotype is characterized by reduced insulin-like growth factor 1 (IGF1) and high growth hormone (GH) serum concentrations as well as dwarfism, severe obesity, and increased insulin sensitivity. In order to evaluate the effects of this syndrome on central regulatory mechanisms of endocrine feedback-loops and metabolism, we investigated the activity of signaling cascades in hypothalami and anterior pituitaries of growth hormone receptor-knock out (GHR-KO) pigs. Therefore, we used sodium dodecyl sulfate–polyacrylamide gel electrophoresis (SDS-PAGE) and western immunoblotting techniques. Despite low IGF1 serum levels, we observed an increased activity of insulin receptor substrate 1 (IRS1) related signaling in anterior pituitary and hypothalami of GHR-KO pigs. This suggests that negative IGF1 feedback on GH-production and -release from the periphery is not conveyed by this cascade. Instead this upregulation can be explained by the activation of the leptin receptor, which we have confirmed in hypothalami of GHR-KO pigs. Physiologically, an activation of IRS1 by leptin in the hypothalamus mediates an energy surplus and represents an intact communication of energy stores, while disorders leading to leptin insensitivity are pathologically related to obesity. In contrast to the intact activation of upper signaling, a typical “anti-hunger” effector, the mechanistic target of rapamycin (mTOR), was unchanged and its antagonist, adenosine monophosphate-activated protein kinase (AMPK), was even increased. This leads to an unclear picture of energy shortage and excess in a key regulator of the energy homeostasis of an obese organism associated with increased insulin sensitivity. Since these results touch current research topics such as obesity-associated leptin resistance and GH/IGF1-feedback, further investigations using western blots as well as non-targeted proteome analyzes may be useful and are already being implemented
Correlating imaging of slipped capital femoral epiphysis: case-control study in six cats
In 2015, three diagnosed cats (average weight 5,5 kg) suffering from slipped capital femoral epiphysis (SCFE) and three control cats (average weight 3,7 kg) were correlated. Clinical examinations, radiography, CT and micro-CT were performed on all six cats to compare. Age, sex, body weight, manifestation on one side or both, activity level, course of lameness, husbandry and known family history of diseases were recorded from the patients. Femur head of healthy cats, that were euthanized due to unrelated reasons, were used as control samples. Their growth plates were in different stages, since they were 18 and 22 months old. The three affected cats were surgically treated. Surgically removed femoral tissue samples were fixed in 4% formaldehyde, decalcified by EDTA, paraffin embedded, sectioned (2-3μm) and histologically examined in hematoxylin-eosin, alcian blue and safranin O staining. Overweight male neutered cats were primarily affected in this study. It seems that physical stress is the primary cause of slipped capital femoral epiphysis negatively impacted by gender, castration, breed-specific late maturity and high body weight to overweight. Physical stress, especially in the shape of overweight, plays an important role in the pathogenesis of SCFE in cats. The metaphysis was not primarily affected in any case, but only secondarily. Primarily, an incongruent epiphysis was seen in the SCFE patients.Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2023In dieser Fall-Kontroll-Studie wurden drei an Slipped capital femoral epiphysis (SCFE) erkrankte Katzen und drei gesunde Katzen verglichen. Die sechs Tiere wurden aus dem Archiv ausgewählt und ihre Daten der klinischen Untersuchung, Röntgenbilder und CT-Bilderwurden ausgewertet. Des Weiteren wurden Micro-CT-Bilder, sowie histologische Präparate angefertigt und beurteilt. Es wurde von allen Patienten Alter, Geschlecht, Körpergewicht, Lahmheitsgrad, ein- oder beidseitige Veränderungen, Haltung und wissentliche familiäre Krankheitsgeschichte dokumentiert. Femurköpfe von orthopädisch gesunden Katzen, die aus anderen Gründen euthanasiert wurden, dienten zur Kontrolle. Deren Epiphysenfuge war in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, weil sie zwischen 18 und 22 Monaten alt waren. Die drei an Slipped capital femoral epiphysis erkrankten Katzen wurden chirurgisch versorgt. Die chirurgisch entfernten Gewebeproben wurden in 4% Formaldehyd fixiert, demineralisiert mit EDTA, in Paraffin eingelegt, dünn geschnitten (2-3μm) und histologisch angeschaut in Hämatoxylin- Eosin, Alcianblau und Safranin-O Färbung. In dieser Studie waren in erster Linie übergewichtige männlich kastrierte Katzen betroffen. Ein hohes Körpergewicht scheint der primäre Faktor für Slipped capital femoral epiphysis zu sein. Weiteres wird es aber durch das Geschlecht, eine Kastration, eine rassespezifische späte Reifung/Entwicklung und einem hohen Körpergewicht bis hin zu Übergewicht, negativ beeinflusst. Die körperliche Belastung in Form von Übergewicht spielt eine tragende Rolle in der Pathogenese von SCFE bei Katzen. Die Metaphyse war in keinem Fall primär betroffen, sondern nur sekundär. Primär war bei den SCFE-Patienten eine inkongruente Epiphysenfuge zu erkennen
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