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Analyse und Abschätzung von Hochwasserabflüssen: Eine Übersicht über neuere schweizerische Arbeiten
Hydrologischer Atlas der Schweiz: Die zweite Lieferung ist erschienen
Im Hydrologischen Atlas der Schweiz (HADES) sind die aktuellen Kenntnisse über die Ressource Wasser in gesamtschweizerischen Darstellungen zusammengefaßt (Hauptmaßstab 1: 500 000). Die Idee zur Realisierung des HADES entstand gegen Ende der
1970er Jahre als Resultat der vielfältigen Beschäftigung mit hydrologischen Problemen - ein Resultat, welches aufzeigte, daß die Möglichkeiten regionalhydrologischer Analysen zu wenig genutzt wurden. Ziel dieser mesoskaligenAnalysen ist das Verständnis der räumlichen Variabilität hydrologischer Größen, um beispielsweise in Einzugsgebieten ohne Direktmessungen hydrologische Parameter abzuschätzen. Die erste Lieferung des HADES mit siebzehn Kartenblättern zu den Themenbereichen Gebietskenngrößen, Niederschlag, Schnee und Gletscher, Fließgewässer und Seen, Wasser- und Stoffhaushalt, Boden- und Grundwasser, ist 1992 publiziert worden (s. DGM 37 [1993], S. 54-63). Die zweite, im folgenden vorgestellte Lieferung - erschienen im September 1995 - umfaßt sechs Tafeln und zwei Auflegefolien. Die thematischen Schwerpunkte sind diesmal Schnee und Oberflächengewässer
"Hydrological Atlas of Switzerland": Idea and Realisation, Significance for research and practice
Because of the "Hydrological Atlas", regional hydrology has considerably gained in importance in Switzerland. By this atlas, published in a first instalment in 1992, empirical knowledge resulting from regional hydrological studies is made available, in an attractive and legible form, for specialists as well as for a broader public. Illustrated by the maps discussed in the present article, reference to practice is emphasised
Proceedings : International Conference on Flood Estimation : March 6-8, 2002, Berne, Switzerland
The Hydrology of Switzerland: Selected aspects and results
Zur nachhaltigen, ökologisch optimalen und wirtschaftlich sinnvollen Nutzung der Ressource Wasser sind Kenntnisse über Qualität und Quantität der ober- und unterirdischen Wasservorkommen in Raum und Zeit unabdingbar. Die Beschaffung dieser Kenntnisse –
nämlich die Messung der Wasserflüsse und -speicher, die Analyse und Erforschung der ablaufenden Prozesse – ist Aufgabe der Hydrologie. Seit mehr als 150 Jahren werden in der Schweiz solche hydrologischen Grundlagen durch die Landeshydrologie systematisch bereitgestellt. Dabei arbeiten Bundesstellen, Kantone, Forschungsinstitute und Private zusammen. Die vorliegende Publikation dokumentiert den Stand des Wissens in der Schweiz bezüglich der ober- und unterirdischen Gewässer anhand ausgewählter Aspekte und Resultate. Grundzüge und Übersichten zur Hydrologie der Schweiz stehen im Mittelpunkt. Es handelt sich um eine Monographie, die von mehreren Wissenschaftern unter der Federführung der Landeshydrologie und der Gruppe für Hydrologie des Geographischen
Instituts der Universität Bern zusammengestellt wurde. Sie richtet sich an eine breite Öffentlichkeit und erhebt dementsprechend nicht den Anspruch, jedes wissenschaftliche Detail zu erläutern
Hochwasserabschätzung in schweizerischen Einzugsgebieten: Praxishilfe
Die Kenntnis von Hochwasserabflüssen bestimmter Jährlichkeit ist eine wichtige Grundlage für den Schutz und die Nutzung unserer Wasserressourcen sowie den Schutz des Menschen vor schädigenden Wirkungen des Wassers. Während in grösseren Einzugsgebieten meist Abflussmessungen vorhanden sind, fehlen solche in kleinen (<10 km2) und mittelgrossen (10–500 km2) Einzugsgebieten häufig. Entsprechend den vorhandenen hydrologischen Informationen und der Vielfalt der Problemstellungen gibt es eine grosse Anzahl von Verfahren zur Abschätzung von Hochwasserabflüssen. In der Praxis stellt sich deshalb die Frage nach dem zur Lösung eines Problems geeigneten Verfahren. Die vorliegende Publikation soll einen Überblick über die in der Schweiz verwendeten Methoden geben und
bei der Anwendung helfen, das geeignete Verfahren auszuwählen. Als zusätzliche Hilfe wurden von der Gruppe für Hydrologie am Geographischen Institut der Uni Bern (M. Barben) und an der Abteilung Wasser, Erd- und Felsbewegungen der Eidg. Forschungsanstalt WSL (S. Vogt) für die Verfahren der Kapitel 5.1 und 5.2 zwei Programmpakete entwickelt, welche die Bestimmung er Hochwasserabflüsse unterstützen.
Der Schwerpunkt bei den Arbeiten wurde auf die Hochwasserabschätzung in Einzugsgebieten ohne Abflussmessungen gelegt (Kapitel 5). Dabei ist die Priorität auf die Bestimmung der Abflussspitzen, und nicht auf die Abflussvolumina, gelegt worden. Der Vollständigkeit halber werden aber auch Methoden der Hochwasserabschätzung in Gebieten mit Abflussmessungen beschrieben (Kapitel 4). Bei der Hochwasserabschätzung ist die Beurteilung der relevanten Abflussbildungsprozesse eine wichtige Voraussetzung, weshalb die Publikation ein spezielles Kapitel zu den Grundlagen der Abflussbildungsprozesse enthält (Kapitel 3). Die vorliegende Publikation erhebt nicht den Anspruch, optimale Verfahren zur Lösung aller Probleme bei der Hochwasserabschätzung anzubieten. Sie will vielmehr in der Praxis eine nützliche Arbeitshilfe bei der Entscheidungsfindung sein. Ein ausreichendes Mass an hydrologischen Kenntnissen ist aber Voraussetzung. Die Hochwasserabschätzung muss sich in Zukunft weiterentwickeln. So sind heute beispielsweise bei der Abschätzung von Hochwasserganglinien und -frachten, bei der Bestimmung sehr seltener Hochwasser und bei der Beurteilung der Abflussprozesse in kleinen und mittelgrossen Einzugsgebieten viele Probleme noch nicht zufriedenstellend gelöst. Dazu braucht es in Zukunft weitere Messungen, Untersuchungen und Auswertungen
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