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In further search of explanations ... Comments to "In search of an explanation for the specific labor market disadvantages of second generation Turkish migrant children" by Frank Kalter (ZfS 2/2006)
'Linked Lives' in der Wissenschaft: Herausforderungen für berufliche Karrieren und Koordinierungsarrangements
Die Verfasserinnen betten ihre in dem Sammelband "Gemeinsam Karriere machen" vorgelegten Analysen in das Karrierefeld Wissenschaft sowie die historische Entwicklung von Karrieren im Paarkontext ein. Ausführungen zum analytischen Rahmen und zu den zentralen Fragestellungen des Sammelbandes schließen sich an; in diesem Zusammenhang wird auch ein Überblick über die Einzelbeiträge des Bandes gegeben, die zentralen Charakteristika der befragten Wissenschaftlerinnen werden benannt und die Aussagekraft der vorgelegten Daten wird eingeschätzt. Im Folgenden wird das Verständnis von Karriere und Doppelkarriere umrissen, von dem die Verfasser des Sammelbandes ausgehen. Abschließend werden wichtige Ergebnisse der Einzelbeiträge hinsichtlich der zentralen Fragestellung des Buches nach den Hindernissen für und Realisierungsbedingungen von Doppelkarrieren in Akademikerpartnerschaften bilanziert. (ICE2
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Übergänge in die Ausbildung: Welche Rolle spielt die Ausbildungsreife?
Untersuchungen zeigen, dass der Übergang in eine voll qualifizierende Ausbildung für Hauptschüler/innen zunehmend schwieriger wird. Als Erklärung wird häufig die Annahme formuliert, dass mehr und mehr Hauptschulabgänger/innen die erforderliche Ausbildungsreife fehle, d. h. dass sie (noch) nicht den Anforderungen einer beruflichen Ausbildung gerecht würden. Es existieren keine empirischen Studien darüber, ob sich Hauptschulabgänger/innen mit und ohne Ausbildungsplatz wirklich in ihrer Ausbildungsreife unterscheiden. Dieser Frage wird im vorliegenden Beitrag auf Basis von Längsschnittdaten von niedersächsischen Hauptschulabgänger/innen nach Klasse 9 nachgegangen. Zentrale Ergebnisse der Analysen sind: 45 % dieser Abgänger/innen gelingt direkt nach dem Verlassen der Schule der Übergang in eine voll qualifizierende Ausbildung. Dabei spielen fachliche Leistungen eine geringere Rolle als die Note für das Arbeitsverhalten sowie Unterschiede in der betrieblichen Einbindung der Jugendlichen bereits während der Schulzeit. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass vor allem das Sozialverhalten als eine Dimension von Ausbildungsreife sowie – darüber hinausgehend – Möglichkeiten des Entdeckens von Stärken der Jugendlichen und nicht nur ihrer Schwächen wichtige Faktoren für den Erfolg von Hauptschüler/innen beim Übergang in eine Ausbildung sind
Soziologische Bildungsforschung
Bildung gehört zu den drängenden sozialen Fragen des 21. Jahrhunderts. Folgerichtig hat die soziologische Bildungsforschung in den letzten beiden Jahrzehnten einen enormen Aufschwung erfahren. Derzeit gehört sie zu einem der innovativsten Bereiche in der sozialwissenschaftlichen Theorie- und Modellbildung, Methodenentwicklung, Datenerhebung und bei den empirischen Erkenntnissen. Gleichwohl gibt es zahlreiche Leerstellen und Verengungen der soziologischen Bildungsforschung. Die Beiträge des Bandes geben daher nicht nur einen Überblick über die aktuelle soziologische Bildungsforschung, sondern widmen sich auch bislang vernachlässigten Themen, Debatten und theoretischen Ansätzen. Zahlreiche Beiträge weisen methodische Innovationen auf, wie z. B. einen Methodenmix aus qualitativen und quantitativen Analyseteilen, Inter- und Intragruppenvergleichen sowie Analysen mit bisher wenig beachteten Datensätzen in der Bildungsforschung.
Der Band umfasst ein breites Themenspektrum, das von der Grundschule bis zur Ausbildung und Hochschule in Deutschland und im internationalen Vergleich reicht. Er beinhaltet neuere Studien zur sozialen Herkunft wie auch zu Behinderung und Intersektionalität oder zu Bildungsmodellen im Zeitalter von Bologna und Kopenhagen. Unter den Autorinnen und Autoren finden sich neben renommierten Forscherinnen und Forschern auch zahlreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler
Herkunftseffekte oder statistische Diskriminierung von Migrantenkindern in der Primarstufe?
Im empirischen Theorienvergleich geht es um die Frage, ob die Nachteile von Migrantenkindern im deutschen Schulsystem auf Diskriminierung beruhen oder ob sie alternativ unter besonderer Berücksichtigung der Migrationsgeschichte und von Sprachproblemen im Elternhaus als Spezialfall des Zusammenhangs von sozialer Herkunft und Bildungschancen erklärt werden können. Die Frage wird mithilfe von Daten der Berliner ELEMENT-Studie untersucht. Vor dem Hintergrund des Erklärungsansatzes von Boudon finden sich für das Berliner Schulsystem keine belastbaren Anzeichen dafür, dass Schulkinder mit Migrationshintergrund beim ersten Bildungsübergang sowie bei der Vergabe von Schulnoten und Bildungsempfehlung systematisch benachteiligt werden. Vielmehr können ihre relativen Nachteile hinreichend gut durch soziale Herkunft, Migrationsgeschichte und individuelle Ausgangsvoraussetzungen erklärt werden. Diese Befunde besagen allerdings nicht, dass in Einzelfällen Migrantenkinder möglicherweise diskriminiert werden, aber es gibt auch keine Belege dafür, dass ihre geringeren Bildungserfolge ursächlich eine Folge von Diskriminierung sind
Gender bias in evaluating assistant professorship applicants? Evidence from harmonized survey experiments in Germany and Italy
This study investigates gender biases in the evaluation of applicants for assistant professorships in Germany and Italy. Drawing on the justification-suppression model of prejudice expression, we explore whether biases against women are expressed, suppressed, or even reversed in the appointment process, considering the different normative gender climates and gender equality strategies in the two countries. Using harmonized factorial survey experiments with professors of economics, political science, and social sciences, we found that women in Germany have an advantage both in perceived qualification for an assistant professorship and in the propensity to receive an interview invitation. In contrast, women in Italy are neither disadvantaged nor advantaged. We also examine whether gender biases exist when there is ambiguity about applicants' academic performance (co-authorship) and career commitment (parental leave). Our results reveal a co-authorship penalty and a parenthood premium in both countries, with no gender differences observed. Our exploratory country comparison suggests that Germany's proactive gender equality policies may be more effective in reducing the gender gap in assistant professor appointments compared to Italy's gender-neutral approach, by favoring equally qualified female applicants.</p
The link between computer use and job satisfaction: The mediating role of job tasks and task discretion
This study focuses on the consequences of the use of computerized work equipment (hereafter: computer use) on the content and quality of work. It investigates, first, the relationship between computer use and both job tasks and task discretion and, second, their mediating role for the relationship between computer use and job satisfaction. With our German-UK comparison, we contribute to the long-standing debate on the upskilling/de-skilling nature of the use of technology and its repercussions on the quality of work. We analyse data from the Skills and Employment Surveys for the UK and the BIBB/BAuA Employment Surveys for Germany using structural equation modelling. In line with the literature on routine-biased technological change, we show that computers are complementary to the performance of less routine and more abstract cognitive tasks and that this relationship is conducive to a higher level of task discretion and job satisfaction in both countries. Accounting for differences in job tasks performed, we find a negative direct effect of computer use on both task discretion and job satisfaction in the United Kingdom but not in Germany. Our results indicate that the ultimate effect of computer use on both task discretion and job satisfaction depends on the institutional contexts in which technology is introduced
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