1,721,262 research outputs found

    Prävention von Psychosen: Die Entwicklung erster europäischer Empfehlungen für die klinische Praxis

    No full text
    Psychosen zählen zu den kostenträchtigsten Erkrankungen mit gravierenden Behinderungsfolgen, insbesondere bei Erstmanifestation im Kindes- und Jugendalter und verzögerter Behandlungsaufnahme. Seit den 1990er Jahren wurden daher Anstrengungen unternommen, die Behandlung frühzeitiger zu initiieren, wenn möglich vor der Erstmanifestation. Für die symptomatische Früherkennung wurden zwei alternative Ansätze verfolgt: der "ultra-high risk" (UHR) Ansatz, der Hauptsächlich auf abgeschwächten psychotischen und schizotyischen Symptomen beruht und der Basissymptom-Ansatz, der vorwiegend auf feinen selbst wahrgenommenen Störungen in Denkprozessen basiert. Basierend auf den in den letzten 20 Jahren gesammelten Befunden wurde im Februar 2015 im Rahmen des "Guidance" Projekts der EPA nun erstmals detaillierte klinische Empfehlungen für die Früherkennung und die Frühbehandlung (pharmakologisch und psychotherapeutisch) von Psychosen vorgelegt, die auch entwicklungsspezifischen Besonderheiten Rechnung tragen

    Früherkennung von Psychosen vor deren Erstmanifestation

    No full text
    Bemühungen um eine frühzeitigere Erkennung und Behandlung galten zunächst der Erstepisode. In den letzten zwei Jahrzehnten rückte jedoch die "prodromale" Phase zunehmend in den Fokus. Den damit verbundenen üblichen Herausforderungen präventiver Bemühungen (vor allem die Vorhersagegenauigkeit) und offenen Fragen (unter anderem nach alters- und entwicklungsbedingten Besonderheiten) stehen bereits heute die positiven Behandlungsergebnisse und gute Akzeptanz der Betroffenen gegenüber. In Zukunft wird zu klären sein, ob heutige Risikokriterien primär ein Psychoserisiko oder eigenständige Beschwerdebilder abbilden, und es werden spezifische Therapieempfehlungen für diese Patientengruppe zu entwickeln sei
    corecore