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    Effekte von Chemikalienmischungen auf die Hautsensibilisierung: Untersuchungen an in-vitro-Modellen

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    Inhalt 1. Einleitung I. Fragestellung und Zielsetzung der Dissertation II. Aktueller Forschungsstand 1. Aufbau der gesunden menschlichen Haut 2. Hautsensibilisierung durch ein Allergen, Hautirritation durch einen Reizstoff – Begriffserklärung und Unschärfen 3. Sensibilisierende Wirkung von Chemikalienmischungen 4. Adverse Outcome Pathways 5. Der AOP der allergeninduzierten Hautsensibilisierung 6. Methoden zur Messung des AOP an der Haut 7. Der AOP an Ko-Kulturen: Möglichkeit mechanistischer Untersuchungen – Ausblick Zytokine/Chemokine III. Methoden 1. Chemikalien 2. Modelle und Messgrößen 1. Keratinozyten und der KeratinoSensTM-Test 2. Fibroblasten 3. Monozyten und der U-SENSTM-Test 4. Ko-Kultur 3. Versuchsdesign IV. Ergebnisse 1. Ergebnisse Einzelsubstanzen an KeratinoSensTM-Zellen 2. Ergebnisse Mischungen an KeratinoSensTM-Zellen 3. Erste Ergebnisse zum Metabolitenprofil nach Exposition gegen Einzelsubstanzen und Mischungen in Ko-Kultur V. Fazit 2.Text der Publikation 3.Literaturverzeichnis 4.Abkürzungsverzeichnis 5.Verzeichnis der Veröffentlichungen 6.Danksagun

    Impfeinstellung und Impfverhalten von Beschäftigten in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) – Untersuchung der Impfbereitschaft und beeinflussender Faktoren im Rahmen der GAIT-Impfaktion während der Corona-Pandemie

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    Hintergrund und Ziele: Schutzimpfungen stellen die wirksamste aller anwendbaren Präventionsmaßnahmen zur Verhütung von Infektionskrankheiten dar und könnten in der Lebenswelt der Arbeit zunehmend an Bedeutung gewinnen. Impfungen als Bestandteil der betrieblichen Prävention stellen jedoch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor besondere Herausforderungen. Ziel der Arbeit war, anhand einer Befragung Kenntnisse zur Impfeinstellung, Impfbereitschaft sowie impfhinderlichen bzw. impfförderlichen Faktoren von KMU-Beschäftigten, primär auf Basis der Schutzimpfung gegen Influenza, während der Corona-Pandemie zu gewinnen. Methoden: Die Erhebung der Daten von KMU-Beschäftigten erfolgte im Rahmen der GAIT-Impfaktion („Gesund arbeiten in Thüringen“) während der Corona-Pandemie 2021. Hierzu wurde ein eigens erstellter, standardisierter Fragebogen verwendet und den Beschäftigten vor Ort zum Ausfüllen ausgehändigt. Die Antworten wurden zum einen deskriptiv ausgewertet und zum anderen mittels Chi-Quadrat-Test hinsichtlich eines möglichen Zusammenhangs der Impfbereitschaft mit verschiedenen Faktoren untersucht. Ergebnisse und Beobachtungen: Es wurden 360 KMU-Beschäftigte gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft, wovon 307 an der Befragung teilnahmen, was einer Rücklaufquote von 85 % entspricht. Die Impfbereitschaft gegenüber der Grippeschutzimpfung war trotz positiver Impferfahrung (83 %) insgesamt gering ausgeprägt (29 % in 5 J.). Während der Corona-Pandemie blieben die Influenza-Impfquote 2020/21 (14 %) sowie die voraussichtliche Impfabsicht in 2021/22 (22 %) niedrig. Hauptgrund gegen die Annahme der Grippeschutzimpfung war, sich mit diesem Thema noch nicht befasst zu haben. Es konnte ein positiver Zusammenhang zwischen dem Alter (OR = 1,77, 95-%-KI = 1,07–2,92) und der Influenza-Impfbereitschaft von KMU-Beschäftigten festgestellt werden. Alle anderen untersuchten Einflussfaktoren zeigten keinen signifikanten Zusammenhang mit der Impfbereitschaft. Die meisten Beschäftigten verfügten über einen Hausarzt (95 %), wovon 9 % diesen (in den letzten 5 J.) nicht in Anspruch genommen hatten. Die bisherige hausärztliche Inanspruchnahme einer Impfung lag bei 82 %, während Impfungen durch die betriebsärztliche Betreuung lediglich bei 15 % jemals erfolgt waren. Eine bestehende betriebsärztliche Betreuung war 50 % des KMU-Kollektivs bekannt. Bevorzugter Impfort nach dem Hausarzt (88 %) war der Betriebsarzt (85 %). Die durchgeführte Corona-Impfaktion wurde insgesamt positiv (99 %) und als hilfreiches Pandemieangebot (88 %) bewertet. Gründe für den Wunsch nach einer Corona-Impfung waren vor allem der Schutz des privaten Umfelds (86 %), der Eigenschutz (83 %) sowie allgemeine Impferleichterungen (72 %). Die wichtigsten impfförderlichen Faktoren waren: Erhalt eines betrieblichen Impfangebots, individuelle ärztliche Beratung, gezielte Impfinformationen zu Sicherheit/Nebenwirkungen, gute Impferfahrungen, Erhalt weiterer betrieblicher Impfangebote (Rang 1: Corona-Impfung, Rang 2: Grippeschutzimpfung), Durchsicht des Impfausweises, Einladung zum Impftermin sowie Erhalt der Informationen per E-Mail, Impfterminerinnerung und persönlicher Kontakt zum Betriebsarzt. Die wichtigsten impfhinderlichen Faktoren waren: kein Impfangebot, keine Bewerbung durch den Arbeitgeber, interne Gründe (keine Befassung mit dem Thema, alternative Methoden gegen die Grippe) und organisatorische Gründe (keine Zeit, Impfung vergessen). Schlussfolgerungen und Diskussion: Es bestehen Hinweise, dass sich die Bewerbung einer Impfung durch den Arbeitgeber positiv auf die Impfbereitschaft auswirken kann. Die Ergebnisse deuten auf mögliche höhere Impfquoten durch einen einfachen Zugang und begleitete Werbekampagnen vonseiten der Arbeitgeber und moderierender Betriebsärzte hin. Persönliche Impfberatungen, kostenfreie Angebote sowie bedarfsorientierte Impf- und Aufklärungskampagnen könnten impfförderliche Faktoren darstellen, die beim Impfen im betrieblichen Setting von KMU in Zukunft für die Erhöhung von Impfquoten genutzt werden sollten. Wenn dem Wunsch nach betrieblichen Impfangeboten inkl. Informationen und individuellen ärztlichen Impfberatungen entsprochen wird, könnten demnach die Impfbereitschaft und die Impfquoten gesteigert werden. Dem gegenüber stehen geringe betriebsärztliche Betreuungsquoten in KMU und ein bisher geringes Angebot von betriebsärztlichen Impfungen in diesem Kollektiv. Um betriebsärztliche Impfungen in KMU zu etablieren, bedarf es daher u. a. der Schließung der betriebsärztlichen Betreuungslücke mit gezielter Ressourcenstärkung von KMU, die z. B. durch den Zusammenschluss von Betrieben zu Kompetenz-Netzwerken erreicht werden könnte. Weitere Arbeiten sind erforderlich, um die besonderen Anforderungen im Zusammenhang mit der betrieblichen Prävention von KMU besser zu verstehen

    Etablierung einer metabolomischen 13C-Stoffflussanalyse am Beispiel von Urothelkarzinomzellen nach Exposition gegen 3-Nitrobenzanthron

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    The pollutant 3-Nitrobenzanthrone (3-NBA) has been studied in different in vivo and in vitro studies and classified by the International Agency for Research on Cancer in category 2B, possibly carcinogenic to humans. In 2002, Seidel et al. identified the active metabolite of 3-NBA, 3-aminobenzanthrone (3-ABA), in the urine of miners exposed to diesel emissions (Seidel et al., 2002). So far, only a few studies have addressed the 3-NBA toxicity to the urinary bladder. In 2016, Reshetnikova et al. have studied the effects on cytotoxicity and genotoxicity of 3-NBA in RT4 cells and in highly malignant T24 cells (Reshetnikova et al., 2016). 2017 the working group Schmitz-Spanke et al. implemented studies on the dose-dependent response of human RT4 cells to 3-NBA. The untargeted metabolomic analysis revealed an increase of various antioxidants even at a low 3-NBA exposure concentration (from 0.0003 μM 3-NBA). At higher concentrations, reprogramming of cell metabolism towards the pentose phosphate pathway (PPP) was also observed (Pink et al., 2017). The aim of the scientific work was to further elucidate the mechanism of 3-NBA-induced bladder toxicity using untargeted metabolomic 13C-flux analysis. For this purpose, this method had to be established in the working group.Der Schadstoff 3-Nitrobenzanthron (3-NBA) wurde bereits in verschiedenen in-vivo und in-vitro Studien untersucht und von der Internationalen Agentur für Krebsforschung in die Kategorie 2B, möglicherweise karzinogen für Menschen, eingestuft. 2002 identifizierten Seidel et al. den aktiven Metaboliten des 3-NBA, 3-Aminobenzanthron (3-ABA), im Urin von Bergarbeitern, die Dieselemissionen ausgesetzt waren (Seidel et al., 2002). Zur Frage der 3-NBA-Toxizität auf die Harnblase liegen bislang nur wenige Studien vor. Im Jahre 2016 untersuchte Reshetnikova et al. die Effekte auf die Zyto- sowie Genotoxizität von 3-NBA in RT4-Zellen und hochmalignen T24-Zellen (Reshetnikova et al., 2016). Die Arbeitsgruppe Schmitz-Spanke et al. führte 2017 Untersuchungen über die dosisabhängige Antwort humaner RT4-Zellen auf 3-NBA durch. Dabei zeigte sich bei der untargeted metabolomischen Untersuchung bereits bei geringen 3-NBA Expositionskonzentration (ab 0,0003 µM 3-NBA) ein Anstieg verschiedener Antioxidantien. Bei höheren Konzentrationen war außerdem eine Umprogrammierung des Zellmetabolismus in Richtung des Pentose-Phosphatweges (PPP) zu beobachten (Pink et al., 2017). Ziel der wissenschaftlichen Arbeit war es, den Mechanismus der 3-NBA-induzierten Harnblasentoxizität mit Hilfe einer untargeted metabolomischen 13C-Stoffflussanalyse näher aufzuklären. Dafür musste diese Methode in der Arbeitsgruppe etabliert werden

    Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf in einer Hotspot-Region der ersten und zweiten SARS-CoV-2-Infektionswelle in Deutschland

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    Hintergrund In der ersten Welle der SARS-CoV-2-Pandemie war das Klinikum Weiden ein „Hotspot-Krankenhaus“ und be- fand sich in einer medizinischen Ausnahmesituation. Zielset- zung der Studie war die wissenschaftliche Prüfung der Frage- stellung, ob auch für die damals dort Behandelten die bekannten Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Ver- lauf verantwortlich waren oder ob durch die speziellen Bedin- gungen eines Hotspot-Kollektivs zu Pandemiebeginn andere Faktoren das Outcome beeinflusst haben könnten. Methodik In einer retrospektiven Studie wurden Daten von 669 stationär behandelten Patientinnen und Patienten des Kli- nikums Weiden ausgewertet, die im ersten Pandemiejahr 2020 nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Aus medizini- schen und demographischen Informationen wurden in einer univariaten Analyse Risikofaktoren für einen schweren COVID- 19-Verlauf bestimmt und einer logistischen Regression zuge- führt. Die Regressionsanalyse erfolgte sowohl für das Gesamt- kollektiv als auch getrennt für die Erkrankten aus Welle 1 (März-Juni) und Welle 2 (Juli-Dezember). Ergebnisse Im Gesamtkollektiv des Jahres 2020 waren männ- liches Geschlecht, Rauchen, ein Alter ab 71 Jahren sowie De- pression signifikante Risikofaktoren für einen schweren COVID- 19-Krankheitsverlauf. Andere bekannte Risikofaktoren konnten im Weidener Kollektiv nicht nachgewiesen werden. Die ge- trennte Betrachtung von Welle 1 und 2 (W1 und W2) zeigte, dass das Alter in W1 keinen entscheidenden Risikofaktor für einen schweren Krankheitsverlauf darstellte, in W2 hingegen bereits ein Alter ab 61 Jahren das Risiko für einen schweren Verlauf signifikant erhöhte. Für Erkrankte mit Einweisung in W2 war das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf gegenüber Erkrankten mit Einweisung in W1 nahezu halbiert. Schlussfolgerung Es ist anzunehmen, dass der Krankheits- verlauf im Weidener Hotspot-Kollektiv im Wesentlichen von nicht-individuellen Faktoren bestimmt wurde, wie z. B. der schwierigen Versorgungssituation in einer Hotspot-Klinik zu Beginn der Pandemie. In Vorbereitung auf künftige Pandemien sollte berücksichtigt werden, dass auch eine ausreichende Res- sourcenbereitstellung relevant zu einem besseren Outcome der Erkrankten beitragen kann

    Optimierung der Metaboliten-/Proteinextraktion aus Zelllysaten und Etablierung einer Fluoreszenzmarkierung von Proteinen für proteomische Studien am Beispiel 3-Nitrobenzanthron-exponierter Urothelzellen

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    1.1. Hintergrund und Ziele 3-Nitrobenzanthron (3-NBA) entsteht durch Verbrennungsprozesse in Dieselmotoren und wurde von der IARC als potentielles humanes Kanzerogen der Gruppe 2B eingestuft. 3-NBA und sein Hauptmetabolit 3-Aminobenzanthron (3-ABA) wurden im Urin von Bergarbeitern nachgewiesen. 3-NBA-induzierte DNA-Addukte wurden im Urothel und in anderen Organen von Ratten nachgewiesen. Damit ist es denkbar, dass 3-NBA in Menschen und insbesondere in der Harnblase toxische Effekte auslöst. Allerdings wurde dies bisher ebenso wenig untersucht wie durch 3-NBA hervorgerufene pathophysiologische Effekte. 1.2. Methoden Um die biochemischen Grundlagen einer möglichen toxischen Wirkung von 3-NBA in menschlichen Urothelzellen analysieren zu können, wurden in der vorliegenden Arbeit zwei Methoden etabliert. Im ersten Teil wurden Metabolite und Proteine aus Zelllysaten extrahiert. Ziel der optimierten Methode war eine möglichst verlustfreie Extraktion von Metaboliten und Proteinen aus Zelllysaten zu etablieren. In einem zweiten Teil wurde die Technik der Fluoreszenzmarkierung von Proteinen für spätere proteomische Studien in die Arbeitsgruppe eingeführt. Nach der Markierung wurden die Proteine anhand ihrer Größe und Ladung in einer zweidimensionalen differentiellen Gelelektrophorese aufgetrennt (2-DIGE-Methode). Hierfür war die Optimierung der Gelelektrophorese unter Verwendung immobilisierter pH-Gradienten notwendig. Die erhaltenen 2D-Gele wurden digitalisiert und im Anschluss mit der Software Delta 2D analysiert. 1.3. Ergebnisse Durch die Farbstoffmarkierungen konnten Expressionsunterschiede zwischen den verschiedenen Expositionen ermittelt werden. Die Analyse der Proteinprofile ergab insgesamt 121 veränderte Proteine in den gegen 3-NBA exponierten Gruppen. Die Identifikation der Proteine durch eine massenspektrometrische Analyse erfolgte nicht in der vorliegenden Studie. 1.4. Schlussfolgerungen Diese Methoden, die eine metabolomische und proteomische Untersuchung zellulärer Vorgänge ermöglichen, ergänzen die Arbeiten der Arbeitsgruppe über die biologische Antwort auf eine 3-NBA Exposition in Urothelkarzinomzellen (RT4)

    Aufklärung und Quantifizierung fehlgeruchsverursachender Substanzen in Acrylfarben und Charakterisierung von Acrylestern und ihren analogen Ketonen in Abhängigkeit von ihrer chemischen Struktur

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    Since the discovery of acrylic esters in 1934 and the development of the first water-borne acrylic paints in the 1940s, acrylates have been an integral part of our economy. Due to their modifiable properties, acrylates can be used in different applications such as adhesives, sealants, varnishes, paints for indoor or outdoor application, artists’ paints, road markings, coatings, textiles and various plastics. Although acrylate based products (e.g. acrylic paints or glues) can elicit an unpleasant odour, current research has not focused on the causative substances. Therefore, the present thesis aims at such odour-elucidation of acrylates and products containing acrylates. In a first step, white and black acrylic paints were investigated with regard to their odorant composition using human-sensory methods and odour extract dilution analysis in conjunction with gas chromatography-olfactometry and mass spectrometry. A total of 26 substances contributing to the odour of acrylic paints were identified in the samples studied. The substances identified were mainly attributable to acrylic monomers (butyl acrylate, 2-ethylhexyl acrylate), solvent residues (cumene, butanol, propyl benzene) and naphthalene derivatives. In a second step, sixteen of the identified substances were quantified in a stable isotope dilution analysis using two-dimensional gas chromatography-mass spectrometry. The analyses showed that butanol was present at the highest concentrations in each paint. Furthermore, it was found that every sample contained at least one acrylic monomer, which contributed to its overall odour. Particular attention was paid to the determination of naphthalene derivatives, since naphthalene is known to pose health risks (class 2 carcinogen). Analyses showed that eight out of ten samples contained naphthalene. Although an acute danger is not to be expected, direct contact with a class 2 carcinogen should nevertheless be avoided. Since it was shown that acrylic monomers can be responsible for off-odours in acrylic paints, the odour variety of different acrylates was investigated in the third study. Twenty acrylates were investigated with regard to their odour qualities and odour thresholds. The synthesis of nine of the investigated substances was described for the first time in literature. The majority of the investigated substances showed an odour threshold between 0.73 and 20 ng/L air. The substances sec-butyl acrylate and 2-methoxyphenyl acrylate were found to be particularly odour-active, whereas acrylates with free hydroxyl groups showed significantly higher odour thresholds, thus being less odour-active. The investigation of the odour attributes further revealed a mushroom-like and metallic odour for butyl acrylate similar to 1-octen-3-one. Since the substances differ structurally only in one atom, the final study addressed the question of whether all acrylates, namely n-alkyl acrylates and acrylates with unsaturated side chains, and their structurally related ketones have similar odour properties. Generally, both analogous series showed a dependence of the odour on the chain length of the substance. Although the majority of the investigated substances smelled mushroom-like, geranium-like or fruity, a direct correspondence of the odour qualities could only be detected between two analogous pairs, namely butyl acrylate and 1-octen-3-one as well as hexyl acrylate and 1-decen-3-one. Regarding their odour intensity, it was found that ketones showed a stronger dependence on the chain length of the substances. In conclusion, the odour of acrylates is just as diverse as the structural diversity of the substance class itself. The investigations carried out as part of this thesis should help to optimize acrylic products, particularly with regard to their odour properties, and thus ensure a more pleasant and safer environment for consumersSeit der Entdeckung von Acrylsäureestern im Jahr 1934 und der Entwicklung der ersten wasserbasierten Acrylfarbe in den 1940er Jahren, sind Acrylate ein fester Bestandteil unserer Produktwelt. Da die Eigenschaften von Acrylaten durch den veresterten Alkohol einfach modifiziert werden können, können Acrylester in Kleb- bzw. Dichtstoffen, Lacken und Farben für den Innen-, Außen- und Künstlerbereich, Fahrbahnmarkierungen, Beschichtungen, Textilien und in diversen Kunststoffen angewendet werden. Obwohl acrylhaltige Produkte (z.B. Acrylfarben oder Klebstoffe) einen unangenehmen Geruch besitzen können, hat sich die Forschung bislang nicht mit der Aufklärung der geruchsverursachenden Substanzen in acrylhaltigen Produkten beschäftigt. Daher widmete sich die vorliegende Arbeit der Geruchsaufklärung von Acrylaten und acrylhaltigen Produkten. Im ersten Schritt wurden weiße und schwarze Acrylfarben auf ihre Zusammensetzung bezüglich geruchsaktiver Stoffe mittels human-sensorischer Methoden und Geruchsextrakt-Verdünnungsanalyse, sowie Gaschromatographie-Olfaktometrie bzw. Massenspektrometrie untersucht. Es wurden insgesamt 26 Substanzen identifiziert, die zum Geruch von Acrylfarben beitragen, vor allem Acrylmonomere (Butylacrylat, 2-Ethylhecylacrylat), Lösungsmittelreste (Cumol, Butanol, Propylbenzol) und Naphthalenderivate. Im zweiten Schritt konnten sechzehn der identifizierten Substanzen in einer Stabilisotopenverdünnungsanalyse mittels zweidimensionaler Gaschromatographie-Massenspektrometrie quantifiziert werden. Dabei zeigte sich, dass Butanol in jeder Farbe mit den höchsten Konzentrationen vorlag. Weiterhin wurde in jeder Probe zumindest ein Acrylmonomer als Geruchskomponente bestimmt. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Bestimmung der Naphthalenderivate, da für Naphthalen eine gesundheitsschädigende Wirkung (Klasse 2 Karzinogen) bekannt ist. Die Ergebnisse zeigten, dass acht der zehn untersuchten Proben Naphthalen enthielten. Eine akute Gefahr ist durch die Anwendung zwar nicht zu erwarten, ein direkter Kontakt mit einem Klasse 2 Karzinogen sollte dennoch nach Möglichkeit vermieden werden. Die dritte Studie beschäftigte sich mit der geruchlichen Vielfalt verschiedener Acrylate. Hierbei wurden zwanzig Acrylate hinsichtlich ihrer Geruchsqualitäten, als auch ihrer Geruchsschwellen untersucht. Die Synthese von neun der untersuchten Substanzen wurde hierbei das erste Mal beschrieben. Der Großteil der untersuchten Substanzen zeigte eine Geruchsschwelle zwischen 0.73 und 20 ng/L Luft. 2-Methoxyphenylacrylat und sec-Butylacrylat stellten sich dabei als besonders geruchsaktiv heraus, wohingegen Acrylate mit freien Hydroxygruppen deutlich höhere Geruchsschwellen und somit eine geringere Geruchsaktivität aufwiesen. Vor allem Butylacrylat zeigte mit seinem pilzartigen, metallischen Geruch starke Ähnlichkeiten zu dem Geruch von 1-Octen-3-on. Da sich beide Subtanzen strukturell nur in einem Atom unterscheiden, beschäftigte sich die letzte Studie mit der Frage, ob n-Alkylacrylate und Acrylate mit ungesättigten Seitenketten ähnliche Geruchseigenschaften wie ihre strukturverwandten Ketone aufweisen. Grundsätzlich zeigte sich in beiden homologen Reihen eine Abhängigkeit des Geruchs von der Kettenlänge der Substanz. Obwohl der Großteil der untersuchten Substanzen nach Pilz, nach Geranie oder fruchtig rochen, konnte eine direkte Übereinstimmung der Geruchsqualitäten nur zwischen den zwei Paarungen Butylacrylat und 1-Octen-3-on bzw. Hexylacrylat und 1-Decen-3-on festgestellt werden. Die Ketone zeigten bei der Geruchintensität eine stärkere Abhängigkeit von der Kettenlänge der Substanzen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Geruch der Acrylate genau so vielfältig ist wie die Strukturvielfalt der Substanzklasse selbst. Die im Rahmen der Arbeit durchgeführten Untersuchungen sollen dabei helfen acrylhaltige Produkte gerade in Bezug auf ihre Geruchseigenschaften zu optimieren und so für eine angenehmere und sichere Erfahrung der Verbraucher zu sorgen

    Untersuchung der kombinierten Effekte von Sonnenlicht und Benzo[a]pyren auf die intrazellulären Prozesse menschlicher Hautzellen

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    Polycyclic aromatic hydrocarbons (PAHs), particularly Benzo[a]pyrene (B[a]P), are widespread environmental pollutants known for their carcinogenic potential. In occupational and environmental settings, simultaneous exposure to ultraviolet (UV) radiation and PAHs may lead to enhanced phototoxic and genotoxic effects in human skin. This dissertation investigates the intracellular metabolic changes in human skin cells (keratinocytes) resulting from co-exposure to B[a]P and UV radiation. The research is structured in two parts. First, a systematic review of metabolomics studies was conducted to identify key metabolites and pathways altered by various external stressors, including UV radiation and xenobiotics. Significant disruptions were observed in oxidative stress responses, lipid metabolism, and energy metabolism, with a particular emphasis on the role of glutathione and purine pathways in maintaining cellular homeostasis. The second part of the study comprises in vitro experiments assessing the effects of B[a]P at different concentrations, both with and without UV exposure, on keratinocytes. Using gas chromatography-mass spectrometry (GC-MS) and metabolomic analysis, we identified significant alterations in glutathione and purine metabolism, particularly under co-exposure conditions. Low B[a]P doses, when combined with UV radiation, produced similar metabolic disturbances as higher B[a]P doses without UV, indicating a synergistic effect. Glutathione depletion and purine pathway disruption were more pronounced in co-exposed cells, suggesting an impaired antioxidant response and DNA repair capacity. The findings highlight the exacerbated risk of cellular damage and carcinogenesis under combined B[a]P and UV exposure. This study underscores the importance of considering combined environmental stressors in risk assessments and emphasizes the need for protective measures against PAHs and UV radiation

    Das beruflich bedingte Harnblasenkarzinom – Die BK 1301-Matrix als Algorithmus und Entscheidungshilfe für eine Zusammenhangsbegutachtung

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    Work-related bladder cancer – The BK 1301 matrix as an algorithm and decision aid in the context of an assessment of an occupational disease The risk of developing bladder cancer can be influenced by various occupational and non-occupational risk factors. These need to be evaluated in the context of an assessment of an occupational disease according to no. 1301 (BK 1301: Mucosal changes, cancer and other neoplasms of the urinary tract (hereinafter referred to as “bladder cancer”) caused by aromatic amines) of the Annex to the Ordinance on Occupational Diseases. The BK 1301 matrix presented here for the assessment of the causal relationship in urinary bladder cancers after proven and relevant occupational exposure to carcinogenic aromatic amines was derived as a convention by a working group, based on the results of a workshop with more than 230 participants. It can be applied even in the absence of an individual cumulative exposure dose. The decision matrix is intended to support experts experienced in occupational medicine in the field of BK 1301 in the assessment procedure. It also provides an overview of relevant aspects of work-related bladder cancer for the purposes of accident insurance institutions and courts. The BK 1301 matrix includes occupational indicators such as exposure duration, exposure frequency and exposure intensity, as well as the age of onset, the latency period and competing non-occupational risk factors such as smoking behaviour. Based on the BK 1301 matrix, the relevant arguments favouring or refuting a causal occupational relationship in the individual case can be evaluated in detail by the occupational physician, resulting in a recommendation for or against recognition of the bladder cancer as an occupational disease. This notwithstanding, the decision as to whether an occupational disease is indeed present is ultimately an administrative act of the responsible accident insurance institution, which may be subject to review by the social courts. Keywords: expert opinion – occupational disease 1301 – bladder cancer – aromatic amines – matrix – conventio

    Die Auswirkung des täglichen Gebrauchs von Antitranspirantien auf die systemische Aluminiumbelastung

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    Hintergrund und Ziele Aluminium ist das häufigste Metall und das dritthäufigste Element der Erdkruste, durch sein ubiquitäres Vorkommen kann es sowohl über die Nahrung als auch über das Trinkwasser sowie inhalativ aufgenommen werden. Die dermale Aufnahme ist im Gegensatz zur oralen, inhalativen und parenteralen Aufnahme bisher wenig untersucht und die publizierten nationalen und internationalen Studienergebnisse bieten Raum für kontroverse Diskussionen. Das Ziel dieser Studie war es, die Auswirkung des täglichen Gebrauchs aluminiumhaltiger Antitranspirantien unter Alltagsbedingungen auf die systemische Aluminiumbelastung zu quantifizieren. Da vor dem Hintergrund der Verunsicherung in der Bevölkerung und der umfangreichen Anwendung aluminiumhaltiger Präparate eine toxikologische Risikobewertung dringend notwendig ist. Methode Um die Auswirkung des täglichen Gebrauchs eines aluminiumhaltigen Antitranspirants auf die systemische Aluminiumbelastung zu untersuchen, wurden 21 gesunde, freiwillige Probanden*innen rekrutiert. Hierbei wurde darauf geachtet, dass diese vor der Studie möglichst geringen externen Aluminiumbelastungen ausgesetzt waren. Zur Exposition verwendeten die Probanden*innen über 14 Tage ein handelsübliches aluminiumhaltiges Rollon Antitranspirant. Um weitere Einflussfaktoren auf die systemische Aluminiumbelastung besser einschätzen zu können, wurden weitere potenzielle Aluminiumquellen über einen Fragebogen während der Exposition abgefragt. Da sich die Rekrutierung schwierig gestaltete, wurde die Exposition zeitlich gestaffelt in zwei Teilen durchgeführt. In Teil I (n = 7) wurden sowohl Plasmaproben als auch 24-Stunden Sammelurinproben vor und nach Exposition gewonnen. In Teil II (n = 14) wurde – nach den Erkenntnissen aus Teil I - auf die Gewinnung von Plasmaproben verzichtet und nur 24-Stunden Sammelurinproben vor und nach Exposition gewonnen. Für jede Urinprobe wurde die Kreatininausscheidung über 24 h bestimmt. Proben mit einer Kreatininausscheidung von 30 % zwischen den verschiedenen 24 h Sammelproben wurden in den Ergebnissen nicht berücksichtig, da hier von einer unvollständigen Sammlung des Sammelurins ausgegangen wurde. Um inter- und intraindividuelle diuretische Effekte auszugleichen, wurde neben der Alumini- umausscheidung über 24 h mit Volumenbezug (μg Al/L) die Ausscheidung auch auf Kreatinin (μg Al/g Kreatinin) bezogen. Für die allgemeine Aluminium Hintergrundbelastung der Bevölkerung wurden die Referenzwerte aus der Literatur herangezogen (Urin 15 μg Al/g Kreatinin ; Plasma 10 μg/L Plasma). Ergebnisse und Beobachtungen Das Studienkollektiv bestand insgesamt aus n=21 freiwilligen, gesunden Probanden*innen (n=8 Männer und n=13 Frauen, Alter 20 – 37). Von diesen n=21 Probanden*innen lagen sieben Plasmaproben aus dem Teil I der Studie vor, die in der Auswertung berücksichtigt wurden. Bei n=15 der Probanden*innen wiesen die 24-h Sammelurinproben eine Kreatininausscheidung von über 700 mg/Tag und eine intraindividuelle Abweichung von unter 30 % auf und wurden somit in der Auswertung berücksichtigt. Die im Plasma gemessenen Aluminiumkonzentrationen (n=7) lagen vor Exposition in einem Bereich von 0,6 – 2,1 μg/L bei einem Median von 1,33 μg/L und nach Exposition in einem Bereich von 1,43 – 2,08 μg/L bei einem Median von 1,48 μg/L. Kein einzelner Messwert über- traf dabei den Referenzwert für Aluminium im Blut von 10 μg/L. Die Aluminiumbelastung im Plasma zeigte vor bzw. nach der Anwendung der aluminiumhaltigen Antitranspirantien in dem Teilkollektiv I keinen signifikanten Unterschied. In den Urinproben der n=15 Personen, die für die Auswertung berücksichtigt werden konnten, lag die Aluminiumkonzentration vor Exposition bei 1,68 – 8,26 μg/g Kreatinin (Median 3,8 μg/g Kreatinin). Nach der Exposition lagen die Aluminiumkonzentrationen bei 1,47 – 9,42 μg/g Kreatinin (Median 2,81 μg/g Kreatinin). Auch hier konnte keine einzelne Überschreitung des Referenzwertes für Aluminium im Urin von 15 μg/g Kreatinin objektiviert werden. Ein signifikanter Unterschied in der Aluminiumkonzentration im Urin konnte nach der Exposition im Vergleich zu vor der Exposition nicht gezeigt werden. Schlussfolgerung Die Ergebnisse zeigen keine messbare Auswirkung auf die systemische Aluminiumbelastung unter Alltagsbedingungen durch die Verwendung eines handelsüblichen aluminiumhaltigen Rollon-Antitranspirants über 14 Tage. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist u.a. die relativ kleine Kollektivgröße zu berücksichtigen. Zudem ist zu beachten, dass die Exposition unter Alltagsbedingungen und nicht unter Laborbedingungen erfolgt ist. Die in dieser Studie gewon- nenen Ergebnisse decken sich jedoch mit den Beobachtungen aktuell publizierter Studien, wonach die Verwendung aluminiumhaltiger Antitranspirantien nicht zu einer relevanten der- malen Aluminiumaufnahme führt und damit im Alltag als unbedenklich eingestuft wir
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