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    Konzeption und Evaluation eines Ausstellungsbereiches zum Thema „Evolutionäre Mechanismen“

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    Die Dissertation befasst sich mit der Biologievermittlung im Naturkundemuseum als außerschulischen Lernort. Als Ausgangspunkt für das Forschungsvorhaben diente die Beobachtung, dass Museen ihr Bildungspotential nicht ausreichend nutzen, da Museumsausstellungen oft ausschließlich nach den Ideen und Einschätzungen von Kuratoren und Museumsgestaltern konzipiert werden ohne die Bedürfnisse und Erwartungen von Besuchern zu berücksichtigen. Das Forschungsvorhaben orientiert sich an der praxisorientierten Interessenforschung in der Biologiedidaktik (PIB Ansatz) von Scheersoi und Hense (2015) die sowohl einen Beitrag zur (naturwissenschafts-)didaktischen Theorieentwicklung als auch Prinzipien für die Umsetzung in der Praxis liefert, und so nachhaltige Innovationen im Bildungs- und Unterrichtsalltag forciert. Dieser Ansatz ist angelehnt an den Design-Based-Research Ansatz (DBR), der Realsituationen als Forschungsumfeld akzeptiert und in diesen den Forschungsgegenstand in formativen Evaluationsschritten in Kombination verschiedener qualitativer und quantitativer Methoden erforscht und iterativ weiterentwickelt. Beim PIB Ansatz im Speziellen liegt der Fokus auf der pädagogisch-psychologischen Interessentheorie (Krapp, 1998). Auf Grundlage dieser Theorie wurden erste Konzepte für die Gestaltung eines Ausstellungsbereichs zu „evolutionären Mechanismen“ erstellt, um einen Lernprozess basierend auf situationalem Interesse initiieren zu können. Ergänzend zu dieser deduktiven Herleitung wurden in einer Vorabevaluation die Interessen, Vorstellungen und Einstellungen von Besuchern in Form von Fokusgruppen zum Thema erhoben. Im Anschluss an diese Voruntersuchungen wurden zunächst isolierte Mock-ups (Test-Ausstellung) erstellt, die mehrfach formativ evaluiert und jedes Mal auf Grundlage der Ergebnisse überarbeitet wurden. Nach mehreren Entwicklungszyklen wurde der Ausstellungsbereich einer summativen Evaluation unterzogen. Dafür wurde er in die Dauerausstellung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt integriert. Bei den verschiedenen Evaluationsstudien kamen sowohl qualitative (Fokusgruppen, Interviews, Eye-tracking) als auch quantitative Methoden (Fragebögen, Beobachtungen) in Kombination zum Einsatz. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Alltagsvorstellungen beim Thema „Evolutionäre Mechanismen“ und „Evolution im Allgemeinen“ gegenüber den wissenschaftlich geklärten Vorstellungen dominieren. Sie sind stark geprägt von finalistischen Ansichten. Die zielgruppengerechte Ansprache des Publikums unter der Berücksichtigung der Alltagsvorstellungen und einer passenden Präsentationsform der Objekte ist von grundlegender Bedeutung für die Interessengenese und den Lernerfolg. Die Untersuchungen konnten zeigen, dass neue Medien hierbei nur bedingt zum Erfolg führen, da der Umgang mit den eingesetzten Medien meist recht oberflächlich stattfand (Bildschirm), oder vom Besucher nicht gewünscht war (QR-Code). Zusammenfassend stehen bei der Interessengenese im Museum in ersten Linie ästhetische und/oder relevanz-erkennende Eindrücke im Vordergrund. Bei manchen Objekten wurden diese in hohem Maße hervorgerufen, sodass das situationale Interesse der Besucher über eine längere Zeit gehalten werden konnte. Interesse-stimulierende Gestaltungsmerkmale waren hierbei beispielsweise neue und ungewohnte Perspektiven sowie überraschende Objektzusammenstellungen. Diese Arbeit zeigt das Potential von Evaluationen in der Entwicklungsphase von Ausstellungen die Konzepte besucherfreundlich, lernförderlich und gleichzeitig wissenschaftlich korrekt zu gestalten. Bei Ausstellungskonzeptionen sollte es weder darum gehen, das Wissen von Kuratoren zu präsentieren, noch besucherträchtige, durchgestaltete aber inhaltsleere Erlebnisräume zu erschaffen

    Natural History Dioramas : History, Construction and Educational Role

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    This book celebrates dioramas as a unique and essential learning tool for biological education for all. It provides information about their historical development, the technique of taxidermy and diorama construction from the past and the modern developments as well as aspects of interpretation and learning processes. The fresh and unique compilation brings together experts from a number of different countries, from the west coast of the USA, across Europe to China. It describes the journey of dioramas from their inception through development to visions of their future. A complementary journey is that of visitors and their individual sense making and construction of their understanding from their own starting points, often interacting with others (e.g. teachers, peers, parents) as well as media (e.g. labels). Dioramas have been, hitherto, a rather neglected area of museum exhibits but a renaissance is beginning for them and their educational importance in contributing to people’s understanding of the natural world. This volume shows how dioramas can reach a wide audience and increase access to biological knowledg

    Educational mechanisms of dioramas

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    The diorama remains one of the most popular exhibit types in museums, and it has proven its educational potential time and time again. In spite of this, the specific mechanisms behind that educational potential remain unclear. In other words, museum practitioners and museum researchers know that dioramas work, we just don’t know how they work. In the following, we use visual perception theory as well as cognitive linguistics to explain the perceptual and meaning-making mechanisms that give dioramas their unique potential. Specifically, we construct a framework to understand how museum visitors can ‘translate’ the visual scene from what is essentially a collection of specimens in a box into a meaningful experience

    Science und Fiction - Entwicklung und Evaluation eines Konzepts zum interesseförderlichen Einsatz von kreativen Schreibwerkstätten im Biologieunterricht

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    Interesse wird als wichtige Voraussetzung für die Dynamik und Qualität von Bildungsprozessen angesehen und gilt als einer der Vorläufer einer generellen, selbstbestimmten Lernmotivation. Im Mittelpunkt dieser vorrangig qualitativen Arbeit stehen die Fragen, ob kreative Schreibprojekte das Interesse an Biologie wecken und/oder steigern können, welche Rahmenbedingungen dabei erfüllt sein sollten und welche Auswirkungen unterschiedliche Neigungen der Schülerinnen und Schüler (SuS) auf die Interessenentwicklung im Verlauf der Schreibwerkstatt haben. Gleichzeitig soll ein Beitrag zur Interessenforschung geleistet werden, indem Zusammenhänge zwischen Interessenentwicklung und deren Einflussfaktoren analysiert und diskutiert werden. Methodische Grundlage dieser Arbeit ist die Praxisorientierte Interessenforschung in der Biologiedidaktik (PIB), die sich an den Design-Based-Research-Ansatz anlehnt. Hierzu wurden im Rahmen einer Voruntersuchung Gestaltungsmerkmale erarbeitet, die in einer anschließenden Formativen Evaluation überprüft wurden. Als Methoden kamen Fragebögen, die teilnehmende Beobachtung, Leitfadeninterviews und Emotionskurven zum Einsatz. Die Ergebnisse der verschiedenen Erhebungen wurden in einem Mixed Methods-Ansatz gezielt miteinander kombiniert. Die Analyse der Daten ermöglichte eine Differenzierung der Interessenentwicklung auf Basis bestehender fachspezifischer Neigungen der SuS. Außerdem konnten konkrete Hinweise zur Gestaltung von „Science und Fiction“-Schreibwerkstätten im Biologieunterricht erarbeitet werden. Ein Exkurs mit Textbeispielen ergänzt außerdem einen Blick auf das erzählerische Potenzial der im Rahmen von „Science-und-Fiction“-Schreibwerkstätten entstandenen Schülertexte. Auf diesem Weg möchte diese Untersuchung einen Beitrag dazu leisten, jeweils eher im deutsch- bzw. biologiedidaktischen Feld Arbeitende dazu anzuregen, ähnliche fächerverbindende Projekte gemeinsam umzusetzen

    Interesse an Insekten fördern : Eine Design-Based Research Studie mit Jugendlichen

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    Um den Herausforderungen des Rückgangs von Insekten zu begegnen ist es von Bedeutung, das Interesse an Insekten zu fördern. Interesse ist eine wichtige Lernvoraussetzung und zentral für die Bereitschaft, Biodiversität zu schützen. In Anlehnung an die „Person-Gegenstands-Theorie des Interesses“ wurde mit Hilfe des Design-Based Research Ansatzes untersucht, welche Faktoren bei der Förderung des Interesses Jugendlicher an Insekten eine Rolle spielen und wie interessenförderliche Lernumgebungen gestaltet sein sollten. Im Rahmen der Voruntersuchungen wurde zunächst der Status-quo des Interesses an Insekten in zwei Fragebogenstudien (N = 294 und N = 716) und mittels Interviews mit Schülern (N = 5) untersucht. Zudem wurden interessenförderliche Faktoren in Insektenausstellungen (N = 2) und bei bestehenden Bildungsprogrammen (N = 5) identifiziert sowie die Perspektiven von Experten (N = 5) erhoben. Basierend auf den Ergebnissen der Voruntersuchungen wurden Gestaltungshypothesen für eigene Bildungsprogramme abgeleitet. Die Gestaltungshypothesen wurden in der Hauptuntersuchung im Rahmen von drei Ferienprogrammen (3 – 5 Tage) mit Jugendlichen (N = 27, 12 – 16 Jahre) praktisch implementiert und weiterentwickelt. Während der Programme suchten die Jugendlichen verschiedene Biotope auf und untersuchten die Entomofauna mit Hilfe einer mobilen Feldstation. Die Analyse teilnehmender Beobachtungen und halbstandardisierter Interviews mit den Teilnehmern zeigt, dass selbstgesteuerte und positiv erlebte Naturerfahrungen mit Insekten im Rahmen von biologischen Arbeitsweisen wesentlich für die Entwicklung von Interesse an Insekten waren. Zahlreiche Schüler entwickelten dabei neue Perspektiven auf Insekten und veränderte Werthaltungen ihnen gegenüber. Die Studie zeigt, wie Bildungsprozesse durch Förderung von Interesse erfolgreich initiiert werden können und Naturerfahrung dabei als Katalysator wirkt. Neben einer synoptischen Liste an Empfehlungen für die Gestaltung interessenförderlicher Bildungsangebote zu Insekten konnte auch die pädagogische Interessentheorie durch die analytische Trennung von Merkmalen der Person, der Lernumgebung und des Gegenstandes sowie durch die Definition interessenförderlicher Faktoren weiterentwickelt werden.Promoting interest in insects – A design-based research study with adolescents Rising public interest in biodiversity issues is crucial to address the challenges of the declining insect populations. Interest is an important learning prerequisite and a central motivational precondition for the willingness to protect biodiversity. Following the "person-object theory of interest", the design-based research approach was used to investigate which factors play a role in promoting adolescents’ interest in insects and how learning environments conducive to interest should be designed. As part of the preliminary research, the status quo of interest in insects was investigated in two questionnaire studies (N = 294 and N = 716) and through interviews with pupils (N = 5). Additionally, interest-promoting factors in insect exhibitions (N = 2) and in existing educational programmes (N = 5) were identified, and the perspectives of experts (N = 5) were collected. Based on the results of the preliminary studies, design hypotheses for new educational programmes were derived. The design hypotheses were practically implemented and further developed in the main study within the framework of three holiday programmes (3 – 5 days) with adolescents (N = 27, 12 – 16 years). Over the course of the programmes, the adolescents visited different biotopes and studied the entomofauna with the help of a mobile field station. The analysis of participant observations and semi-standardised interviews with the participants shows that self-directed and positively perceived nature experiences with insects in the context of biological working methods were essential for the development of interest in insects. Many pupils developed new perspectives on insects and changed their attitudes towards these as well. The study shows how educational processes can be successfully initiated by promoting interest and how nature experience can act as a catalyst. It provides a synoptical list of recommendations for educational programmes for adolescents that aim to foster interest in insects. Additionally, the study further develops the “person-object theory of interest” by offering an analytical separation of “characteristics of the person”, “characteristics of the learning environment”, and “characteristics of the object”, as well as by defining interest-promoting factors

    The diorama as a means for biodiversity education

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    Natural history museums were first to register and document biodiversity, and today, they continue to do so. However, their perspective has changed from research to education, leading to a concomitant development of the exhibition: From being collections of research objects, exhibitions became educational environments, resulting in the genesis of the diorama. We discuss the development of the notion of biodiversity from its earliest museum representations to today, where dioramas remain a popular and effective way of disseminating biodiversity. We discuss modern dioramas and the potentials and challenges of presenting biodiversity. Finally, we discuss dioramas as educational devices.</p

    Intended and realised educational messages of dioramas:An international comparison

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    A diorama is a diorama is a diorama. Or is it? It is easy to think that we ‘know’ dioramas, or in other words, that the phenomenon of the diorama is completely unambiguous across cultures. In the present chapter, we illustrate the multitude of conditions and constraints that influence the design and the subsequent interpretation of dioramas. Specifically, we compare two dioramas with respect to the processes by which they come into being, and the processes by which they are interpreted by visitors, across two contexts: The Zoology Museum of the University of São Paulo in Brazil, and the Zoology Museum of the University of Copenhagen in Denmark. We use a comparative approach because placing the conditions and constraints of two different cases in critical and dialectical relation to one another across cultures enables us to observe not only what these conditions and constraints are, but also, what they are not (Kreps 2006). Ultimately, we make the point that as museum practitioners and researchers, we must always question the constraints and conditions that surround the production of dioramas as well as their reception by museum visitors, to fully understand their educational role in contemporary natural history museums

    Interesse an der Natur bei Kindergarten- und Grundschulkindern : Studien zur Gestaltung und Wirkung des Forschenden Lernens an außerschulischen Lernorten

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    Interesse gilt als zentrale motivationale Voraussetzung für das Lernen. Auch für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung ist die Ausprägung und Entwicklung von Interessen notwendig. Bislang ist jedoch kaum erforscht, wie sich Interessen in der frühen Kindheit äußern und wie sich diese aufgreifen und fördern lassen. Im Kindergarten- und Grundschulalter zeigen Kinder zunehmend Interesse an Phänomenen der Natur. Die Auseinandersetzung mit ihrer belebten und unbelebten Umwelt wird von Kindern regelrecht eingefordert und scheint auch für eine gesunde emotionale, körperliche und kognitive Entwicklung notwendig. Das Ziel der vorliegenden Arbeit bestand darin, konkrete Angebote an außerschulischen Lernorten zu entwickeln, die das Interesse der Kinder an Naturphänomenen berücksichtigen und fördern. Ziel war es, Faktoren zu identifizieren, die sich positiv auf die Interessengenese auswirken. Die Angebote sollten außerdem praxistauglich sein, um sich für eine regelmäßige Umsetzung im Kindergarten- und Schulalltag zu eignen. Zum Erreichen dieser gleichzeitig praktischen und theoriebezogenen Ziele nutzt die Arbeit den Design-Based Research Ansatz: Angebote zum Forschenden Lernen an außerschulischen Lernorten wurden entwickelt und in realen Lehr-Lernsituationen mit Zielgruppen- und Praxisvertreter*innen umgesetzt. Im Rahmen eines iterativen Entwicklungsprozesses wurden diese Angebote jeweils evaluiert und weiterentwickelt. Als Methoden kamen die teilnehmende Beobachtung und Leitfadeninterviews zum Einsatz. Die Datensätze wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse beziehungsweise der Technik der inhaltlichen Strukturierung analysiert und gezielt miteinander kombiniert. Die Analyse der Daten ermöglichte schließlich die Formulierung von Gestaltungsempfehlungen bezüglich praxistauglicher und interessenförderlicher Angebote zum Forschenden Lernen an außerschulischen Lernorten. Darüber hinaus konnte ermittelt werden, wie sich das Interesse von Kindern in der frühen Kindheit verbal und körperlich äußert, an welchen naturbezogenen Themen, Objekten und Aktivitäten die Kinder besonderes Interesse zeigen und welche Faktoren innerhalb der Angebote sich förderlich auf ihre Interessengenese auswirken.Interest in Nature in the Early Childhood Interest is considered to be a central motivational prerequisite for learning. Moreover, the expression and development of interests is necessary for a healthy personal development. However, little research has been conducted so far on how interests are expressed in early childhood and how they can be promoted. At kindergarten and primary school age, children increasingly show interest in natural phenomena. Children want to discover their living and non-living environment, and this examination seems to be necessary for their emotional, physical and cognitive development. The aim of the present study was to develop learning materials and activities for inquiry-based learning in out-of-school settings which take into account and promote the interest of children in natural phenomena. The aim was to identify factors that have a positive effect on the development of interest. Furthermore, the learning materials and activities should be suitable for a regular implementation in kindergarten and school. In order to achieve these practical and theoretical goals, the study uses the design-based research approach: Learning materials and activities for inquiry-based learning in out-of-school settings were developed and implemented in authentic teaching-learning situations with representatives of the target groups. In the course of an iterative development process, these materials and activities were evaluated and optimised. The methods used were participant observation and guideline interviews. The data sets were analysed with the help of qualitative content analysis. Recommendations for the design of easy-to-use and interest-fostering inquiry-based learning materials and activities in out-of-school settings could be formulated. In addition, it was possible to determine i) how children's interest is expressed verbally and physically in early childhood, ii) in which nature-related topics, objects and activities the children show particular interest and iii) which factors within the programmes have a beneficial effect on their interest development
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