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Deutsche Geschichte im Mittelalter
Frank Rexroth bietet einen kompakten Überblick über die Geschichte des römisch-deutschen Reiches von seinen Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit. Es vermittelt neben den Grundzügen der politischen Geschichte auch zentrale Aspekte von Gesellschaft und Kultur. Damit werden Strukturen und Tendenzen verständlich gemacht, die die deutsche Geschichte bis zum Beginn der Moderne, ja teilweise bis in die jüngste Vergangenheit hinein, geprägt haben
Die Wissenschaftsrevolution des Mittelalters
m mittelalterlichen Europa ereignete sich eine Revolution, die bis heute unser Leben bestimmt: Gelehrte befreiten sich von den Glaubensgewissheiten der Vergangenheit und gingen ihren eigenen Fragen nach. Frank Rexroth lässt in seinem Buch so anschaulich und quellennah wie nie zuvor das Leben der mittelalterlichen Gelehrten, ihre neuartigen Schulen, ihre Emotionen, Ideen und Entdeckungen lebendig werden und zeigt, wie schließlich das entstand, was wir heute Wissenschaft nennen. Als Peter Abaelard im 12. Jahrhundert den Vorrang der Vernunft in allen Fragen verkündete (und noch dazu ein Verhältnis mit seiner Schülerin Heloise begann), war das ein Skandal. Doch er war nicht der Einzige, der eigensinnig sein Wissen selbst erforschen und sein Leben dem neuen Projekt des «scholastischen» Wissens verschreiben wollte. Frank Rexroth erzählt, wie sich Schüler zu neuen Gruppen und Schulen zusammenfanden, beobachtet ihre Treue zum Lehrer, ihre Rangstreitigkeiten und ihre lebenslangen Bindungen. Er zeigt auf faszinierende Weise, wie Hand in Hand mit der neuen Lebensweise intellektuelle Veränderungen vor sich gingen, die bis heute fortwirken: Gelehrtes Wissen fächerte sich in unterschiedliche Disziplinen auf, es musste strengen Wahrheitsansprüchen genügen – und sollte auch noch nützlich sein. Am Ende dieser epochalen Wende europäischer Intellektualität steht die Geburt der Universität.
Die Wissenschaftsrevolution des Mittelalters
m mittelalterlichen Europa ereignete sich eine Revolution, die bis heute unser Leben bestimmt: Gelehrte befreiten sich von den Glaubensgewissheiten der Vergangenheit und gingen ihren eigenen Fragen nach. Frank Rexroth lässt in seinem Buch so anschaulich und quellennah wie nie zuvor das Leben der mittelalterlichen Gelehrten, ihre neuartigen Schulen, ihre Emotionen, Ideen und Entdeckungen lebendig werden und zeigt, wie schließlich das entstand, was wir heute Wissenschaft nennen. Als Peter Abaelard im 12. Jahrhundert den Vorrang der Vernunft in allen Fragen verkündete (und noch dazu ein Verhältnis mit seiner Schülerin Heloise begann), war das ein Skandal. Doch er war nicht der Einzige, der eigensinnig sein Wissen selbst erforschen und sein Leben dem neuen Projekt des «scholastischen» Wissens verschreiben wollte. Frank Rexroth erzählt, wie sich Schüler zu neuen Gruppen und Schulen zusammenfanden, beobachtet ihre Treue zum Lehrer, ihre Rangstreitigkeiten und ihre lebenslangen Bindungen. Er zeigt auf faszinierende Weise, wie Hand in Hand mit der neuen Lebensweise intellektuelle Veränderungen vor sich gingen, die bis heute fortwirken: Gelehrtes Wissen fächerte sich in unterschiedliche Disziplinen auf, es musste strengen Wahrheitsansprüchen genügen – und sollte auch noch nützlich sein. Am Ende dieser epochalen Wende europäischer Intellektualität steht die Geburt der Universität.
"Wahrheit" und "Nützlichkeit" als Maximen mittelalterlicher Wissenschaft
Frank Rexroth: „Wahrheit“ und „Nützlichkeit“ als Maximen mittelalterlicher Wissenschaft. Videoaufzeichnung des Vortrags auf der Tagung ‚Was ist historische Wissens- und Gebrauchsliteratur? Theoretische Grundlagen und Parameter der Korpusbildung‘ des Netzwerks Historische Wissens- und Gebrauchsliteratur e.V., Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, 29.08.2022. https://doi.org/10.5281/zenodo.7516294.
Schnitt: Melinda Michel (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Programm der Tagung:
Kathrin Chlench-Priber, Marco Heiles, Sven Limbeck und Simone Schultz-Balluff, Was ist historische Wissens- und Gebrauchsliteratur? Tagungskonzept und Programm, in: Netzwerk Historische Wissensund Gebrauchsliteratur, zuerst Veröffentlicht am 13.06.2022, aktualisierte Version vom 07.11.2022, https://hwgl.hypotheses.org/1801 (PDF: https://doi.org/10.5281/zenodo.7515385)
Obrigkeit und Randgruppen im spätmittelalterlichen London
Seit dem Ausbruch des Hundertjährigen Krieges richtete die Londoner Obrigkeit ihr Handeln immer konsequenter an der Vorstellung aus, daß es in der nächtlichen Stadt zahlreiche Männer und Frauen gebe, die nach eigenen Werten lebten: Sie seien arbeitsscheu, gewaltbereit und sexuell überaus freizügig. Dieses 'Milieu der Nacht' galt als Bedrohung für die Gesellschaft - und als Verführung. So warnten die Bürgermeister und Aldermänner ständig vor den Gefahren dieses Milieus, dessen Ausbreitung nur die Obrigkeit verhindern könne.Frank Rexroth zeigt, wie die Vorstellungswelt der Londoner mit derartigen Denkformen angereichert wurde, in welchen Situationen man sich über Unfriede und Unmoral äußerte und wie sich die Herrschaftspraxis des Aldermännerrates dabei veränderte. Vor allem während des 15. Jahrhunderts wurden Institutionen zur Diskriminierung des vermeintlichen Milieus geschaffen. So entstand ein irritierend differenzierter Diskurs über Gewalt, Arbeitsverweigerung und unerwünschte Sexualität, der die Londoner Stadtgeschichte für Jahrhunderte prägen sollte.Dieses Buch macht deutlich, wie wichtig solche Stereotype für den Zusammenhalt einer spätmittelalterlichen Stadtgesellschaft und für die Legitimation von 'Obrigkeit' sein konnten. Die Entstehung von Randgruppen kann als Produkt dieser Integrationsleistungen verstanden werden.Für diese Arbeit verlieh der Verband der Historiker Deutschlands Frank Rexroth 1998 den Preis für hervorragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses. « Wenige
Mitschrift der Debatte: Frank Rexroth: »Europäische Literatur und Lateinisches Mittelalter« – Ein Buch über weitgestreckte literarische Kommunikationen
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