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Eine „Informatik im Kontext“-Reihe zu Klimamodellierung mit Geoinformationssystemen
Dieser Beitrag stellt eine interdisziplinär ausgerichtete „Informatik im Kontext“Unterrichtsreihe für das Wahlpflichtfach Informatik in der Sekundarstufe I vor sowie erste Erfahrungen einer Erprobung der Reihe in Klasse 10 einer Hamburger Stadtteilschule. An die Kontextorientierung im Hamburger Bildungsplan für das Wahlpflichtfach Informatik anknüpfend, thematisiert die Reihe Grundkonzepte informatischer Bildung aus den Kompetenzbereichen „Informationen und Daten“, „Informatiksysteme“ und „Informatik, Mensch und Gesellschaft“ im Kontext von Klimawandel und Klimamodellierung mit dem Geoinformationssystem QGIS. Fächerübergreifende Bezüge zum Schulfach Geografie werden durch das Thema Klimawandel, das digitale Werkzeug QGIS und die damit einhergehenden geografischen Fragestellungen hergestellt
Ab wann kann man mit Kindern Informatik machen? Eine Studie über informatische Fähigkeiten von Kindern
Durch Ausstattungsprogramme einzelner Länder unterstützt zieht der Computer inzwischen verstärkt auch in Grundschulen ein, z.B. in Form von Medieninseln. Auch wenn er dort vor allem im Fachunterricht verwendet werden soll, werden Erläuterungen beim Zugang zugleich eine Reihe von kerninformatischen Sachverhalten berühren. Im Gefolge der aktuellen Diskussion um die Ausbildung der Informatik (Greencard und Umfeld) ist damit zu rechnen, dass einzelne Schulen die Informatik selbst als Profilbereich entdecken und zaghaft mit Informatikunterricht beginnen. Auch eine Eingliederung von Informatik in das Primarcurriculum erscheint nicht undenkbar. Wir analysieren in dieser Arbeit auf der Grundlage einer Reihe von Ergebnissen aus der Kognitionspsychologie die Fähigkeit von Kindern der Altersgruppe Primar- und früher Sekundarbereich, fundamentale Ideen der Informatik zu erfassen. Die Ergebnisse lassen erwarten, dass Informatikunterricht im Primarbereich möglich und aussichtsreich ist. Entscheidende Vorerfahrungen können vermittelt werden
Extreme Programming in der Informatik-Lehre – Ein Erfahrungsbericht
eXtreme Programming (XP) ist eine Symbiose verschiedener Techniken, die erst durch ihr Zusammenwirken ihre besondere Qualität agiler Softwareentwicklung aufweisen. Sie lassen sich theoretisch leicht vermitteln – ihr Wert erschliesst sich aber nur durch eigene Praxis. Soll XP im Rahmen universitärer Lehre adäquat vermittelt werden, müssen die Anforderungen industrieller Praxis in geeigneter Weise simuliert werden. In diesem Bericht fassen wir unsere Erfahrungen aus der Veranstaltung von fünf XP-Praktika im Informatik-Hauptstudium zusammen. Wir zeigen Adaptionen der XP-Methodik auf und stellen eine Reihe von Techniken vor, mit denen der Spagat zwischen universitären Lernzielen und Projekterfolg bewältigt werden kann
ProInformatik. Das Frühstudium Informatik an der Freien Universität Berlin
Ein Studium der Mathematik, Informatik oder einer Naturwissenschaft setzt Abstraktionsvermögen und logisches Denken voraus. An der FU Berlin wurden eine Reihe von Angeboten entwickelt, diese Fähigkeiten möglichst schon vor dem Studium zu entdecken und zu fördern. Für die Informatik wurde das Frühstudium ProInformatik mit Unterstützung der Ernst-Denert-Stiftung entwickelt und seit dem Sommer 2008 sehr erfolgreich durchgeführt. Im Rahmen dieses Frühstudiums werden jährlich vier voneinander unabhängige Module aus dem ersten Studienjahr des Bachelorstudiengangs Informatik jeweils in kompakter Form (vier bzw. drei Wochen ganztägig) zwischen Abitur und Beginn des Studiums angeboten. Auf diese Weise können Studieninteressierte ihre Eignung für das Fach Informatik frühzeitig feststellen und bei Erfolg gleich erste Leistungsnachweise erwerben, die auf ein späteres Informatikstudium an der FU Berlin angerechnet werden. Einer dieser vier Kurse liegt jeweils innerhalb der Schulsommerferien, so dass interessierte Schülerinnen und Schüler bereits ein Jahr vor dem Abitur authentische Erfahrungen mit dem Studium der Informatik machen und ggf. schon einen ersten Studienerfolg erleben können. Erste Erfahrungen bei der Durchführung des Frühstudiums ProInformatik haben gezeigt, dass dieses Konzept ein zuverlässiges Instrument zur Verfügung stellt, welches zur frühzeitigen Eignungsfeststellung, zur wirksamen Senkung der Studienabbrecherzahlen sowie zur Studienzeitverkürzung einsetzbar ist. Daneben zeigten sich überraschend positive Effekte auch für bereits Studierende, die im Rahmen der ProInformatik zusätzliche Gelegenheiten erhielten, ihre Semesterlast besser auf Vorlesungszeiten und vorlesungsfreie Zeiten zu verteilen, versäumte Module nachzuholen, erfolglos besuchte Module zu wiederholen oder noch
anstehende Module im Voraus zu studieren
„Das Studium könnte zu schwierig für mich sein“ – Zwischenergebnisse einer Langzeitbefragung zur Studienwahl Informatik
Seit 1996 werden in einer Langzeitstudie Erstsemesterstudenten am Institut für Informatik der Universität Potsdam zu ihren Vorerfahrungen, Kenntnissen, Erwartungen und Gründen zu Studien- und Ortswahl befragt. Die Befragung erlaubt zum einen langfristig eine Einschätzung der Ziele und Erwartungen von Studierenden, woraus dann wieder Konsequenzen für die inhaltliche Gestaltung des Studiums erwachsen können, zum anderen versetzt sie das Institut für Informatik in die Lage, sich durch geeignete Maßnahmen im regionalen und nationalen Wettbewerb um Studenten mittelfristig optimal zu positionieren. Daneben liefert eine Reihe von Ergebnissen auch übergreifende Aussagen, die anderen Fächern oder Standorten Hinweise auf mögliche Stärken und Schwächen sowie für die Aufstellung innerhalb einer Wissenschaftslandschaft geben können
Verwirrende Informatik I – Systeme, Informationen, Berechenbarkeit und Daten
Dieser Artikel ist der erste einer Viererreihe, die eine Diskussion über die Grundlagen der Informatik anregen soll. Dabei steht das Begriffsnetzwerk, das den Kern der Informatik ausmacht, im Zentrum. Dieses Begriffsnetzwerk steht in dem Spannungsfeld, zum einen weitgehend in unserem alltagssprachlichen Verständnis verankert zu sein, aber zum anderen mittels des spezifischen informatischen Ansatzes, sich auf das Unterscheidbare zu fokussieren, auch auf genuin informatischen Konzepten aufzubauen. In diesem ersten Teil wird die Informatik als eine Theorie der Interaktion vorgestellt und als ihre zentralen Begriffe werden die Zustandsfunktion, das System, die Unterscheidbarkeit und damit die Information, die Berechenbarkeit sowie eine ganze Reihe mathematischer Konzepte eingeführt, allen voran das der Relation, der Funktion, der mathematischen Struktur, der Äquivalenz und der Komposition. Der grundlegende Bezug zum Informationskonzept als Abstraktion vom Ununterscheidbaren macht die Informatik zu einer Strukturwissenschaft und bindet damit die Klarheit ihrer Begrifflichkeit letztlich an deren Bezug zur Mathematik. Drei wichtige Konsequenzen werden aufgeführt. Erstens gibt es keine zwei verschiedenen Welten der Informatik und der Physik, die auf geheimnisvolle Weise „wechselwirken“. Sondern: Es gibt nur eine Welt, die wir unterschiedlich beschreiben. Zweitens lässt sich mit Klärung der Frage, was aus Sicht der Informatik eigentlich zwischen Systemen, die über Signale miteinander kommunizieren, „transportiert“ wird – nämlich die Information – auch feststellen, was insbesondere nicht transportiert wird – nämlich irgendeine Bedeutung. Und drittens ergibt sich ein gewisser „virtueller“ Charakter rein informatisch beschreibbarer Systeme, der dort endet, wo die Abstraktion, dass die Struktur von Systemen in der Interaktion invariant bleibt und es allein auf die Unterscheidbarkeit ankommt, ihre Gültigkeit verliert
Herausforderungen bei der Sicherung von Automatisierungssystemen gegen netzwerkbasierte Angriffe
Auf Grund anwachsender Vernetzung wird Informationssystem (IS)- und Netzwerksicherheit immer stärker auch zu einem wichtigen Thema für Automatisierungsund Prozessleitsysteme, wie sie z. B. in Fabriken oder zur Steuerung von Infrastruktureinrichtungen wie Gas-/Wasser-/Strom-Netzen verwendet werden. Dieses Paper präsentiert und erläutert eine Reihe von Problemen und Herausforderungen, die sich beim Entwurf von Sicherheitsmechanismen und -architekturen speziell für Automatisierungssysteme ergeben. Ziel dieses Papers ist es, als Anregung für industrierelevante Forschungsarbeiten im Bereich Informatik/IS Sicherheit zu dienen
STEM Girls – Eine Workshopreihe zur Förderung von Frauen und nicht-binären Personen in STEM-Berufen
Die STEM GIrls Eventreihe der Jungen Gesellschaft für Informatik dient der Nachwuchsförderung von zukünftigen STEM Frauen* und wurde 2022 erstmals durchgeführt. Die Reihe besteht aus neun digitalen Workshops für weibliche und non-binäre Personen, in denen die Bereiche Mindset, berufliche Orientierung und Bewerbungen behandelt werden. Mit 367 Anmeldungen erlangte STEM GIrls ungewöhnlich viel öffentliche Aufmerksamkeit verglichen mit anderen Events der Jungen Gesellschaft für Informatik. Dadurch konnte der Bekanntheitsgrad der Jugendorganisation gesteigert werden und neue Mitglieder akquiriert sowie bestehende, inaktive Mitglieder reaktiviert werden. Durch Netzwerkarbeit, Vorstellung weiblicher Vorbilder, Empowerment und Unterstützung bei der Jobsuche soll der Anteil von Frauen und nicht-binären Personen in STEM Berufen langfristig erhöht werden. Besonderer Fokus wird dabei auf berufliche Perspektiven in der Informatik gelegt. Aufgrund der positiven Resonanz ist eine Fortführung der Eventreihe für die nächsten Jahre angedacht
Strategisches Informationsmanagement
Das strategische Informationsmanagement ist eine schillernde Disziplin, der in Wissenschaft und Praxis gleichermaßen Bedeutung zugemessen wird. Zwar hat sich ”Informationsmanagement” eher als ein Begriff aus der Informatikund Wirtschaftsinformatikforschung etabliert, während in der Praxis eher die Termini ”IT- Management”, ”IT-Governance” und ”Informatik-Management” gebräuchlich sind. Gleichwohl scheint Konsens zu bestehen, dass die Verarbeitung und Bereitstellung von Information systematisch zu managen ist und dabei Informationssysteme und -technologie mit in die Betrachtung einbezogen werden müssen. In Anlehnung an etablierte Definitionen verstehen wir Informationsmanagement als ”auf Information und Kommunikation gerichtetes Leitungshandeln in Organisationen, also alle Führungsaufgaben, die sich mit Information und Kommunikation befassen” (Heinrich, Stelzer 2009) bzw. ”das Management der Informationswirtschaft,
der Informationssysteme, der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der übergreifenden Führungsaufgaben” (Krcmar 2009). Damit verbundene Ziele sind bspw. die Unterstützung der Erreichung der strategischen Unternehmensziele und die Steigerung des Unternehmenswerts. Als hiermit verbundene Ziele und Aufgaben werden die Entwicklung von aus Unternehmensstrategien abgeleiteten IT-Strategien, Business/IT-Alignment sowie IT-Service-, IT-Risiko- und Compliance-Management genannt. Informationsmanagement ist damit sowohl Management- wie Technikdisziplin (Krcmar 2009). Bis heute existiert kein etabliertes und strukturiertes Methodenverständnis zur Erstellung und Durchsetzung einer IT-Strategie, zum Aufbau angemessener Strukturen
sowie zur Entwicklung von korrespondierenden IT-Prozessen. Der Workshop hat zum Ziel, sich diesem Sachverhalt verstärkt anzunehmen. Die Initianten dieses Workshops empfinden es als einen Mangel, dass sich seit
einer Reihe von Jahren keine Fachgruppe der Gesellschaft für Informatik bzw. des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik diesem bedeutenden Thema aktiv widmet
Leipziger Beiträge zur Informatik
In der Buchreihe "Leipziger Beiträge zur Informatik" erscheinen Berichte aus Forschungsvorhaben, Herausgeberbände im Bereich innovativer und sich etablierender Forschungsgebiete, Habilitationsschriften und Dissertationen sowie Konferenz-Proceedings und herausragende studentische Arbeiten. Der Wert dieser durch den „Leipziger Informatik Verbund“ (LIV) als Zusammenschluss und Interessenverbund verschiedener Informatik-Einrichtungen im Jahr 2003 begründeten Reihe liegt darin, zeitnah und umfassend über abgeschlossene oder laufende wissenschaftliche Arbeiten sowie über neu entstehende Forschungsfelder zu berichten. Die Reihe stellt die innovative Themenvielfalt in den Herausgeberbänden neben die hohe wissenschaftliche Durchdringung in Habilitationen und Dissertationen. Zudem ergänzt sie forschungsrelevante Bereiche mit praxisorientierten technischen Beiträgen und Dokumentationen
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