1,721,212 research outputs found
Vergleich von On- und Off-Pump-Koronarchirurgie bei Patienten mit einem erhöhten Blutungsrisiko – Ergebnisse aus dem multizentrischen E-CABG-Register
Einleitung: Blutungskomplikationen sind in der aortokoronaren Bypasschirurgie mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert. Die vorliegende Studie evaluierte, ob Patienten mit einem präoperativ erhöht eingeschätzten Blutungsrisiko weniger Komplikationen nach einer Off-Pump-Versorgung ohne Herz-Lungen-Maschine im Vergleich zum On-Pump-Verfahren mit Herz-Lungen-Maschine aufweisen.
Methodik: Das multizentrische E-CABG-Register schloss 7352 isoliert bypassoperierte Patienten von Januar 2015 bis Mai 2017 ein. Retrospektiv wurden daraus anhand des WILL-BLEED-Scores alle Patienten mit einem erhöhten Blutungsrisiko identifiziert (n = 3548) und in eine On- und eine Off-Pump-Gruppe unterteilt. Die frühen, postoperativen Ergebnisse wurden nach Adjustierung für prä- und intraoperative Gruppenunterschiede durch ein multivariates, gemischtes Modell analysiert.
Ergebnisse: 721 (20,3 %) Patienten wurden Off-Pump operiert. Off-Pump-Patienten waren älter (Off-Pump: 68,9 ± 10,1; On-Pump: 67,6 ± 9,6 Jahre; p = 0,002), zeigten einen höheren EuroSCORE II (Off-Pump: 4,6 ± 6,7; On-Pump: 3,8 ± 6,8; p = 0,005) und häufiger ein NYHA-Stadium ≥II (Off-Pump: 79,9 %; On-Pump: 70,5 %; p < 0,001) während in der On-Pump-Gruppe häufiger ein akutes Koronarsyndrom (Off-Pump: 79,9 %; On-Pump: 87,3 %; p < 0,001) und eine nichtelektive Operationsindikation (Off-Pump: 59,9 %; On-Pump: 74,7 %; p < 0,001) vorlagen. Off-Pump-Patienten wurden signifikant häufiger komplett arteriell (Off-Pump: 58,4 %; On-Pump: 22,2 %; p < 0,001), jedoch mit weniger distalen Anastomosen revaskularisiert (Off-Pump: 2,4 ± 1,2; On-Pump: 2,8 ± 0,9; p < 0,001). 65,4 % der Off-Pump-Patienten wurden in der Aortic-no-touch-Technik operiert. Postoperativ war das Off-Pump-Verfahren mit einer geringeren Nachblutungsmenge (Off-Pump: 426 [393; 459] ml; On-Pump: 481 [439; 527] ml; p = 0,012), einer reduzierten Rate an transfundierten Erythrozytenkonzentraten (Off-Pump: 0,86 [0,64; 1,08]; On-Pump: 1,41 [0,99; 1,86], p < 0,001) und Vorhofflimmern (Off-Pump: 31,3 % [21,7 %; 40,9 %]; On-Pump: 46,5 % [34,9 %; 58,1 %], p = 0,025), einer kürzeren Intensivverweildauer (Off-Pump: 3,2 [2,0; 4,4]; On-Pump: 4,4 [3,6; 8,1] Tage, p = 0,049) sowie nichtsignifikanten Trends zu weniger ECMO-Einsätzen (Off-Pump: 0,2 % [0,01 %; 1,2 %]; On-Pump: 0,9 % [0,3 %; 1,5 %], p = 0,054) und einer geringeren Schlaganfallrate (Off-Pump: 1,1 % [0,2 %; 2,7 %]; On-Pump: 2,4 % [0,9 %; 4,1 %], p = 0,094) assoziiert. In der 30-Tages-Mortalität ließ sich kein signifikanter Gruppenunterschied feststellen (Off-Pump: 1,7 % [0,5 %; 2,9 %]; On-Pump: 2,9 % [1,4 %; 4,3 %]; p = 0,120).
Schlussfolgerung: Bei Patienten mit einem erhöhten Blutungsrisiko waren Off-Pump- im Vergleich zu On-Pump-Eingriffen mit weniger, postoperativen Komplikationen assoziiert. Diese Patientenkohorte scheint demnach im kurzfristigen Verlauf von einem Verzicht der Herz-Lungen-Maschine zu profitieren, sofern eine vollständige Revaskularisation sichergestellt werden kann
Echokardiographische Analyse von Patienten mit funktioneller Mitralklappeninsuffizenz vor und nach MitraClip-Therapie
Hintergrund: Das MitraClip-Verfahren ist ein zunehmend verwendeter perkutaner Eingriff für chirurgische Hochrisikopatienten mit Mitralklappeninsuffizienz. In der Arbeit wurde eine echokardiographische Analyse von Patienten mit funktioneller Mitralklappeninsuffizenz vor und nach MitraClip-Therapie mit gesondertem Blick auf den Einfluss von Tenting-Parametern auf die rMR vorgenommen.
Methodik: Dem Datensatz einer 395 Patienten (Alter 74 ± 9 Jahre, 63,3 % männlich) umfassenden Kohorte wurde eine retrospektive Untersuchung vollzogen. Die Kohorte wurde im Zeitraum von 09/2008 bis 01/2017 durch eine MitraClip-Prozedur am Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg Eppendorf therapiert. Es erfolgte eine Einteilung des echokardiographischen Basisdatensatzes anhand der Entitäten Typ I und Typ IIIb nach Carpentier und gemäß der rMR bei Entlassung in rMR ≤ 1+, rMR = 2+ und rMR ≥ 3+. Studienendpunkte bildeten der prognostische Einfluss der Tenting-Parameter auf den Schweregrad der Mitralklappeninsuffizienz nach MitraClip-Prozedur, der Einfluss der Tenting-Parameter auf die kardial-bedingte Rehospitalisation, das Gesamtüberleben, sowie ein kombinierter Endpunkt aus Gesamtüberleben und kardial-bedingter Rehospitalisierung.
Ergebnisse: Eine Korrelation zwischen der Mitralklappen-Tenting-Fläche und dem Schweregrad der funktionellen Mitralklappeninsuffizienz konnte aufgezeigt werden. Eine größere Tenting-Fläche scheint mit einem ausgeprägteren Schweregrad assoziiert zu sein. Die übrigen Mitralklappen-Tenting-Parameter weisen keine signifikante Assoziation auf. Ein Cut-off-Wert für die Tenting-Fläche von 3,2 cm² wurde berechnet. Ein überlegeneres Resultat hinsichtlich des Langzeitüberlebens der Patienten mit rMR ≤ 1+ bei Entlassung im Gegensatz zu den Behandlungsgruppen rMR = 2+ (p = 0,022) und rMR ≥ 3+ (p = 0,022) konnte dargelegt werden. Bei der Analyse des kombinierten Endpunktes aus Gesamtüberleben und kardial-bedingter Rehospitalisierung konnte ein deutlich besseres Abschneiden der Behandlungsgruppe rMR ≤ 1+ im Vergleich zu den Behandlungsgruppen rMR = 2+ (p = 0,070) und rMR ≥ 3+ (p = 0,008) bei Entlassung (p log rank = 0,006) aufgezeigt werden.
Schlussfolgerung: Die Tenting-Fläche der Mitralklappe kann ein wertvolles quantitatives Instrument sein, um die Ergebnisse verschiedener Therapiestrategien bei FMR-Patienten, einschließlich MitraClip-Verfahren, systematisch zu stratifizieren. Ferner könnten mit ihrer Hilfe Aussagen über das Outcome verschiedener Behandlungsmodalitäten bewerten werden. Der potenziell prognostische Wert der Mitralklappen-Tenting-Fläche > 3,2 cm² sollte weiterhin nachhaltig in prospektiven Längsschnittstudien mit ausreichender Aussagekraft evaluiert werden
Impact of acute and chronic renal injury in patients undergoing MitraClip implantation: retrospective data analysis from two German high-volume centers
Clinical outcomes through 12 months in patients with degenerative mitral regurgitation treated with the MitraClip (R) device in the ACCESS-EUrope Phase I trial
OBJECTIVES: Percutaneous treatment with the MitraClip device represents an alternative option for selected patients with degenerative mitral regurgitation (DMR) considered ineligible for surgery due to contraindications or high surgical risk by an inter-disciplinary heart team. We describe 12-month outcomes following treatment with the MitraClip device in DMR patients. METHODS: The MitraClip Therapy Economic and Clinical Outcomes Study Europe (ACCESS-EU) Study has completed the enrolment of 567 patients as of April 2011, 117 of whom were DMR. Baseline demographics, procedural and acute safety results at 30 days and survival at 12 months were evaluated in the DMR subset. Effectiveness results, defined by a reduction in MR, and improvement in clinical outcomes based on changes in New York Heart Association (NYHA) functional Class, 6-min walk test (6MWT) and quality-of-life data were also assessed. Furthermore, DMR patients were stratified into high-and low-risk subgroups (logistic European System of Cardiac Operative Risk Evaluation I (logEuroSCORE I >= 20% or <20%, respectively) and differentially evaluated. RESULTS: One hundred and seventeen DMR patients underwent the MitraClip procedure with a 94.9% rate (111 of 117) of successful clip implantation. Baseline characteristics and comorbidities included NYHA Class III/IV (74%), left ventricular ejection fraction (LVEF) <40% (9%), prior cardiac surgery (24%) and prior myocardial infarction (MI) (22%). Mean logEuroSCORE I was 15.5 +/- 13.3%. Mortalities at 30 days and 12 months were 6.0 and 17.1%, respectively. At 12 months, 74.6% (53 of 71) of patients in follow-up achieved MR <= grade 2+ and 80.8% (63 of 78) were in NYHA functional class I/II. Both Minnesota Living with Heart Failure questionnaire (MLHFQ) scores and 6MWT distance improved significantly at 12 months compared with baseline (P = 0.03 and P < 0.0001, respectively). CONCLUSIONS: The MitraClip procedure resulted in significant reductions in MR and improvements in clinical outcomes at 12 months in selected patients with severe DMR. MitraClip therapy may serve as a complementary non-surgical therapeutic option for DMR patients who are considered at high risk or ineligible for surgery by an inter-disciplinary dedicated heart team. Interventional treatment should be indicated following the discussion of patients in an inter-disciplinary conference of cardiologists and cardiac surgeons as suggested by current international guidelines
Impact of acute and chronic renal injury in patients undergoing MitraClip implantation: retrospective data analysis from two German high-volume centers
Injury of Polyester Grafts by Vascular Clamps
Gepolsterte Spezialklemmen sind in der Gefäßchirurgie nicht neu. Bereits vor über 20 Jahren wiesen Veröffentlichungen auf Klemmtraumata an menschlichen Arterien hin. Im Explantatarchiv zeigten sich gehäuft Rupturen an Gefäßprothesen im Bereich der Leiste. Ursächlich wird ein multifaktorieller Prozeß vermutet an dem Klemmschäden beteiligt sein können. In dieser Arbeit wird untersucht, ob Gefäßklemmen in der Lage sind Polyestergefäßprothesen zu schädigen und ob es hier Unterschiede zwischen gepolsterten und nicht gepolsterten Gefäßklemmen gibt. Die Auswertung der Längszugprüfung nach einmaligem Klemmenschluß zeigte eine bis zu 75% niedrigere Zugkraft im Vergleich zu ungeklemmten Garnen. Videoaufnahmen ließen Filamentbrüche beobachten und ein Rasterelektronenmikroskopisches Bild zeigte ebgenfalls Schädigungen der Filamente einer Prothese ohne Velours. Untersucht wurden 6 verschiedene multifilamentäre Polyestergarne sowie zwei gepolsterte und drei ungepolsterte Klemmen
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