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Breeding goats for organic production in Germany
With only 120,000 females (year 2000), goat keeping is a niche activity in animal husbandry in Germany. Most of the goats (about 90%) are kept on part-time farms. The main reasons they are kept are as a hobby, for milk production and for landscape management; in many cases it is a non-profit oriented activity. There are estimates (no official statistics exist) that 20,000 goats are milked and 10,000 are used in landscape management to avoid shrub succession on protected biotopes. In the year 2000 10% of the goats (12,000) were kept on organic farms but not all for economic reasons.
Because the dairy breeds in Germany (White and Brown German Alpine) are selected under intensive keeping conditions, breeding under the restrictions of organic farming is necessary to get adopted and high yielding flocks. This is even more true in the case of harsh environmental conditions in landscape management. The German breeds are not suitable for the needs while grazing on marginal biotopes. This paper will show some results of:
· a ten-year breeding programme for more milk ingredients, fat and protein, in a flock of 30 mother goats on an organic farm and
· the breeding programme of the “Witzenhäuser Landschaftspflegeziege WLZ” for the new purposes of landscape management
Gehölzfutter - eine neue Quelle für die ökologische Tierernährung
Seit der Trennung von Wald und Weide, die Ende des 18ten Jahrhunderts einsetzte, wurden
Gehölze in Deutschland immer weniger als eine landwirtschaftliche Ressource betrachtet. Seit
dem Zweiten Weltkrieg ist ihre Bedeutung praktisch auf Null gesunken und sie werden
landwirtschaftlich nur noch als störend wahrgenommen. In der Konsequenz wurden vielerorts
Hecken an Feldrändern und Gehölze auf Freiflächen entfernt. Erst mit dem Bewusstsein um
die ökologische Bedeutung der Gehölze z.B. als CO2-Senke, Habitat für viele Tierarten,
Luftreinigung, Wasserhaushalt und den ländlichen Tourismus sind Gehölze wieder ins
öffentliche Bewusstsein geraten. Heute sind rund 30% des Bundesgebietes mit Wald bedeckt,
dabei sind viele mit Sträuchern und Bäumen bestandene Flächen noch nicht erfasst
(Solitärbäume, Hecken, Alleen etc.).
Die Bedeutung des Äsens von Gehölzen ist in den Agrarwissenschaften bislang wenig
beachtet worden. Ziegen können bis zu 60%, Schafe bis zu 20% und selbst Rinder bis zu rund
10% ihrer Futtergrundlage durch Laub und frische Triebe decken. In freier Wildbahn ist eine
Mischbeweidung von Gräsern, Kräutern und Gehölzen typisch für diese Herbivoren. Die
Hypothese, das durch Laubfütterung (im Sommer durch Äsen, im Winter durch Laubheu) der
Anspruch einer artgerechteren Fütterung als auch der ausgewogene Ernährung und die
Gesunderhaltung von domestizierten Herbivoren Rechnung getragen wird, ist bislang nicht
belegt (Rahmann, 2000).
Die Rolle von Gehölzen für die Tierernährung wurde wissenschaftlich nur selten behandelt
(Rahmann, 2000). Im wichtigsten Standardwerk der Futtermittelkunde, welches überhaupt
Laub- und Reisigfutterstoffe erwähnt (Becker & Nehring, 1965), werden Ergebnisse
dargestellt, die z.T. weit mehr als 100 Jahre alt sind. Obwohl fast alle Pflanzen
ernährungsphysiologisch bewertet sind, steht dieses für viele Gehölze bis heute aus. Dabei ist
bekannt, dass Blätter, Rinde, Wurzeln und Früchte von Gehölzen reich an sekundären
Pflanzeninhaltstoffe (SPS) sind, hohe Rohprotein- und Energiewerte aufweisen. Bestimmte
SPS sind als gesundheitsstörend oder -fördernd bekannt. Damit wird deutlich, dass eine mit
modernen Methoden durchgeführte Bewertung des ernährungsphysiologischen Wertes
sinnvoll und geboten ist, nicht allein deswegen, weil für viele Nutztiere Gehölze saisonal eine
wichtige Futtergrundlage darstellen (z.B. Vertragsnaturschutz)
Ganz oder gar nicht! : pro 100-Prozent-Biofütterung
Mit einem guten Fütterungsmanagement ist es bereits jetzt möglich, Hühner und Schweine komplett ökologisch zu füttern. Davon ist Gerold Rahmann überzeugt. Weil das bei Puten nicht der Fall ist, rät er dem Biolandbau, vorerst auf deren Haltung zu verzichten
,,Die Ziege ist es wert!"
Prof. Dr. agr. habil. Gerold Rahmann ist Leiter des Thünen Instituts für Ökologischen Landbau in Schleswig-Holstein und Experte für ökologische Ziegen- und Schafhaltung. Im Interview spricht er über Wirtschaftlichkeit, Vermarktung und Sinn und Unsinn in diesen Betriebszweigen
Naturschutz mit Schafen und Ziegen
Die Biotoppflege mit Schafen und Ziegen hat in den letzten Jahrzehnten enorm an Bedeutung gewonnen. Dies gilt auch für den Ökologischen Landbau. Sie ist auf der einen Seite eine kostengünstige, flexible und agrarhistorisch adäquate Möglichkeit der Erhaltung von „historischen Kulturlandschaften“, wie z.B. den Wacholder oder die Calluna-Heiden, andererseits stellt sie eine zusätzliche Einkommensquelle im Rahmen des Vertragsnaturschutzes für den Tierhalter dar. Vertragsnaturschutz benötigt spezielle Kenntnisse und betriebliche Anpassungen, um erfolgreich zu sein. Hier sollen die wichtigsten Aspekte dargestellt werden
Alternative strategies to prevent and control endoparasite diseases in organic sheep and goat farming systems – a review of current scientific knowledge
Infestation with gastro-intestinal nematodes in small ruminants can cause server economic losses and endanger animal welfare. The development of organic farming systems, the increased public awareness for drug residues in agricultural products and the development of resistant strains of parasites have enforced the search for sustainable alternatives. The aim of this paper was to provide information about endoparasite infecting small ruminants, to give an overview of the legal background and to investigate alternative control strategies and treatments, discussing them on overall viability. The main section has been divided into a part of non-chemotherapeutical control strategies and alternative anthelmintic treatments.
The conducted research has revealed the major potential to be within the field of non-chemical options. Biological control, effective pasture management, selective breeding, enhanced nutrition and the administration of bioactive forages were discussed and found to hold numerous options. The investigation of alternative anthelmintic treatments reviewed phytotherapy, homeopathy and copper-oxide wire particles. Phytotherapy was examined at in detail and found to hold future potential, indicating a strong need for scientific verification of the potential of many plants. In conclusion this paper shows possibilities and limitations in the area of alternative anthelmintic treatments as well as in non-chemical control options and outlines future research fields
Experiences of Organic Dairy Farmers with Ailing Milk Markets - A Sociological Study in Northern Germany -
The case refers to organic milk production and the marketing of organic milk produce.
We describe the situation of two groups of organic dairy farmers working in
northern Germany.
The two groups are confronted with an extremely difficult choice. They have to
choose whether they will continue to follow a quality oriented strategy of organic farming
or whether they will favour mass production concepts – based on the principles for organic production of course.
Against this background several general results can be drawn from our study. The
process which we characterize as “transforming rural communication” is actually
underway in rural areas. The consciousness of problems and tasks related to the development of rural areas has become stronger.
More off, actors who want to dedicate themselves to these tasks are joining together. In Germany, significantly more regional initiatives can be found today than several years ago, whereby certain political promotion
programs play a large role
Neue Aufgaben der Vertrauensbildung in der Ökologischen Landwirtschaft
Der Beitrag beschäftigt sich mit Aufgaben der Vertrauensbildung und der Vertrauenskommunikation in der Ökologischen Landwirtschaft. Er wirft die Frage auf, wie die Vertrauensbeziehungen zwischen Bürgern und Verbrauchern und der Ökologischen Landwirtschaft angesichts neuer Probleme verbessert werden können.
Dem Ökologischen Landbau ist es in der Vergangenheit gelungen, Vertrauenskapital bei Bürgern und Verbrauchern aufzubauen. Diese Situation gerät von mehreren Seiten unter Druck. Auf der einen Seite weist der Ökologische Landbau in wichtigen Leistungsbereichen Defizite auf. Die Leistungsversprechen stimmen mit den erbrachten Leistungen nicht (mehr) überein. Dies gilt insbesondere für die Themen Tiergesundheit und Regionali-tät/Dezentralität/Fairness in den Austauschbeziehungen. Widersprüche dieser Art können Vertrauenskapital zerstören. Sie verlangen nach Verbesserung der Leistungen, ebenso aber auch nach Kommunikationsstrategien, die Bürgern und Verbrauchern vermitteln, wie Ver-besserungen erreicht werden können. Zweitens hat es der Ökologische Landbau mit öffentlicher Kritik zu tun, die ihm vorwirft, dass er sich bei bestimmten Produktionsaufgaben wieder stärker konventionellen Strukturen und Methoden annähert. Schließlich ist der Ökologische Landbau im Zuge von Klimaschutzpolitik und der Sicherung der Welternährung mit kritischen Fragen bezüglich seines Beitrags zur Lösung dieser globalen Probleme konfrontiert, die auch die Vertrauensbildung berühren.
Der Beitrag geht diesen Fragen und Kritikpunkten nach und diskutiert ihre Einflüsse auf das Vertrauenskapital der Ökologischen Landwirtschaft sowie auf Konzepte der Vertrauensbil-dung. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sich der Ökologische Landbau auf eine neue Stufe der Vertrauensbildung und der Vertrauenskommunikation hinaufarbeiten muss
Der deutsche Biomarkt boomt
In Germany the organic market is growing continuously and has left the niche. In 2005 it was a four billion Euro market – after the US – the second biggest of the world. The market share is 3.3 %. Nevertheless, the market will grow significantly. Annual increasing rates were between 15 and 20% and the market volume has doubled in the last six years. In 2010 a 7.5 billion Euro market is expected. Processing has a significant contribution to the increase of the market value. Today nearly any conventional food product can be substituted by an organic product. Organic products are 5 to 100 % more expensive than comparable conventional products. The total market chain is gaining by this market price. The discounter market has started to sell organic products in the previous years. This will have significant impact to the market volume and the price of organic products
Bedeutung der Raufutterselektionsfähigkeit von Ziegen für ihre Ernährung
Ziegen können durch ihre gespaltene Oberlippe Futter gut selektieren. Es ist unklar, welchen Futterwert das tatsächlich aufgenommene Futter hat. Für die detaillierten Messungen der Futterqualität wurden 2009 mit 80 Milchziegen im Stall und auf der Weide Versuche durchgeführt, um die aufgenommene Futtermenge und -qualität zu messen
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