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    Asymmetric information as a barrier to knowledge spillovers in expert markets

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    This paper investigates barriers to effective knowledge spillovers for markets in which the product can be characterized as a credence good, i.e. its complexity impedes the evaluation of quality by customers both ex-ante and ex-post. We focus on the German market for energy efficiency consultants, as an emerging and subsidized sector in which the service offered has strong credence good properties. Based upon in-depth interviews with stakeholders, we analyze the determinants and barriers to knowledge spillovers. We find that the incentive to foster spillovers to increase suppliers´ knowledge is limited by the difficult commercialization of additional capabilities. The implementation of a public certification scheme has failed to increase the sectoral knowledge spillovers. By contrast, the participation in formal knowledge networks has been more effective in prompting companies to foster knowledge spillovers, which has also led to a higher degree of specialization. We conclude that access to certification schemes should be further restricted to increase market transparency and private networks should be supported to achieve the aim of increasing knowledge spillovers

    Knowledge-intensive business services as credence goods: A demand-side approach

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    Knowledge-intensive business services (KIBS) constitute a major source of innovative knowledge for small- and medium-sized enterprises. In regional innovation systems, KIBS play a crucial role in distributing innovations and improving the region´s overall innovative capacities. While the specific properties and effects on client firms and sectors have been comprehensively discussed, the internal perspective of client firms, i.e. the processes and problems in selecting, using, evaluating and recommending KIBS, has been neglected to date. Using a qualitative approach, we describe the internal mechanisms and problems of SMEs cooperating with various KIBS and discuss the implications for regional innovation systems from a policy-making perspective. We find that all stages of cooperation of SMEs and KIBS are characterized by strong information asymmetries, distrust and uncertainty about the effects of using external know-how, which yields the interpretation that SMEs perceive KIBS as credence goods. While informal networks are used to reduce information barriers, they regularly prove counterproductive by disseminating worst-case examples. Regional policy aiming at developing instruments for fostering innovative cooperation could thus strengthen formal networks that primarily create trust between KIBS and SMEs to systematically reduce mutual suspicions and information asymmetries

    Robotik in Betrieben und Bildungseinrichtungen des Handwerks: Eine Webscraping-Analyse

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    Die vorliegende Studie nutzt einen Webscraping-Ansatz, um eine Reihe von grundlegenden Fragen zur Robotik im Handwerk zu klären. Insbesondere soll explorativ untersucht werden, inwieweit Bildungsangebote zur Robotik etabliert wurden und in welchen Bereichen bereits eine Übernahme der Technologie in Handwerksbetrieben erfolgt ist. Zu diesem Zweck wurden rund 500 Webseiten von handwerklichen Bildungseinrichtungen und rund 5.000 Betriebswebseiten aus dem Handwerkskammerbezirk Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim nach einschlägigen Suchbegriffen analysiert. Hierbei wurden auf Bildungsebene insbesondere die Fragen verfolgt, welche Bildungsangebote bestehen, welche inhaltlichen Schwerpunkte diese haben und welche regionalen Schwerpunkte sich dabei zeigen. Auf Betriebsebene wurde gefragt, welche Roboter-Technologien im Einzelnen genutzt werden, welche Gewerke diese einsetzen und wie die regionale Verteilung der Nutzung aussieht. Im Ergebnis zeigen sich eine Reihe von relevanten Ergebnissen. Auf Ebene der Bildungseinrichtungen weisen (im Sommer 2021) rund 10 % (50 Einrichtungen) inhaltlich sinnvolle Suchtreffer zur Robotik auf. Diese bestehen zu gleichen Teilen aus Bildungsangeboten, Erfahrungsberichten, Erwähnungen der Relevanz von Robotik sowie Forschungskooperationen / Ansprechpartner / Karriere. Rund 6 % aller Bildungseinrichtungen haben konkrete Bildungsangebote zur Robotik. Diese Bildungsangebote differenzieren sich wiederum zu gleichen Teilen in die Bereiche Informationsveranstaltung, Qualifizierungsangebote sowie Sensibilisierung / Infrastrukturnennung. Die Handwerkskammern als Träger der Bildungseinrichtungen weisen etwas häufiger als andere Träger Suchtreffer im Bereich Robotik auf. Im Hinblick auf konkrete Bildungsangebote ist dies ebenfalls der Fall. Auf Gewerkeebene sind in Bezug auf Bildungsangebote zur Robotik der Baubereich sowie Kraftfahrzeugtechniker und Elektrotechniker am stärksten vertreten. Auf regionaler Ebene bestehen häufiger Qualifizierungsangebote in Sachsen, dem nördlichen Bayern, dem Rhein-Main-Gebiet sowie in Nordrhein-Westfalen. Werden in die Analyse zusätzlich die Träger der Bildungseinrichtungen einbezogen, so zeigt sich, dass diese zusätzlich und in hohem Maße Veranstaltungen zur Robotik anbieten, wobei vor allem kurze Einführungs- und Informationsveranstaltungen durchgeführt werden. Hierbei weisen rund 60 % aller Träger eine Form von Bildungsangebot im Bereich Robotik auf. Auf Ebene der Betriebe zeigt sich, dass die häufigsten Nennungen allgemeine Begriffe zur Robotik sind, gefolgt von Reinigungsroboter, Roboterarm mit Produktionshintergrund, Feldroboter, Medizinroboter, Mähroboter, Robotersteuerung sowie Melkroboter. Besonders häufig nutzen die Elektrotechniker, Feinwerkmechaniker sowie Land- und Baumaschinenmechatroniker Robotik. Ebenfalls häufig, aber in geringerem Maße sind Metallbauer, die SHK-Gewerke und Orthopädietechniker vertreten. Wird die Betriebsdichte berücksichtigt, so besteht auf räumlicher Ebene eine relative Gleichverteilung. Urbane Räume sind folglich in der Nutzung von Robotik nicht deutlich fortschrittlicher als die ländlichen Räume

    Digitales Fachkräftemarketing im Handwerk: Webscraping-Analyse und Beratungstool

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    Diese Studie nutzt Webscraping, um die Websites der Betriebe des Handwerkskammerbezirks Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim im Hinblick auf deren Aktivität im digitalen Fachkräftemarketing zu analysieren. Die Analyse erfolgt nach sechs Oberkategorien: monetäre Anreize und Zusatzleistungen, Mitarbeiterentwicklung, Arbeitsgestaltung /-organisation, Mitarbeiterführung und Unternehmenskultur, Image und Markenbildung sowie Bewerbungs- und Einstellungsverfahren. Diese untergliedern sich in jeweils drei bis sieben Unterkategorien. Basis der Analyse bilden rund 600 Begriffe, die verschiedene Aspekte des digitalen Fachkräftemarketings beschreiben. Die Ergebnisse werden in ein Beratungstool für die praktische Anwendung der Ergebnisse überführt. Zentrale Ergebnisse: Begriffe im Bereich des allgemeinen Unternehmensimages sind am häufigsten vertreten; weniger häufig sind Begriffe zur Mitarbeiterentwicklung, Arbeitsgestaltung und Mitarbeiterführung; selten sind Erwähnungen von monetären Anreizen und digitalen Bewerbungsprozessen. Im Bereich der Anreize werden vor allem Vergütung und Boni sowie Versicherung und Altersvorsorge thematisiert. Bei der Mitarbeiterentwicklung sind auf den Websites vor allem Begriffe zur Aus- und Weiterbildung sowie der Perspektiven / Aufstiegschancen vertreten. Im Bereich Arbeitsgestaltung werden häufiger Begriffe aus den Bereichen Familienfreundlichkeit, Flexibilität / Work-Life-Balance, moderne betriebliche Ausstattung und das betriebliche Gesundheitsmanagement genannt. Im Bereich Mitarbeiterführung wird die hauptsächlich Unternehmensatmosphäre sowie Kommunikation und Kooperation im Unternehmen beschrieben. In der Kategorie Image und Markenbildung umfassen die Begriffe vor allem die (positiven) Firmeneigenschaften, die Kompetenzen sowie Social Media-Verlinkungen. Im Bereich der Bewerbungsverfahren werden vor allem die Kommunikationswege bei einer Bewerbung beschrieben. Übergreifend ermöglicht diese Webscraping-Analyse eine Übersicht über die Struktur des digitalen Fachkräftemarketings auf den Websites des Handwerks, wobei deutlich wird, welche Bereiche häufig und welche selten thematisiert werden. Die Ergebnisse lassen sich in der Betriebsberatung nutzen, wofür im Rahmen dieser Studie zusätzlich ein Beratungstool erstellt wurde. Dieses ermöglicht einen Vergleich der Aktivität des jeweiligen Unternehmens mit dem Durchschnitt aller anderen Unternehmen des Kammerbezirks, des Gewerks oder des Landkreises. Dies kann im Rahmen der Beratung Handlungsdruck und -möglichkeiten aufzeigen, wobei eine ausführliche Dokumentation der häufigsten Begriffe auf den Websites auch Anregungen für die Umsetzung des digitalen Fachkräftemarketings auf den jeweiligen Unternehmenswebsites bietet. Eine (nicht veröffentlichte) vollständige Dokumentation aller Betriebe mit allen Suchtreffern ermöglicht eine präzise Vorbereitung auf Beratungsgespräche sowie die Auswahl von Best Practice-Beispielen anhand spezifischer Suchtreffer

    Knowledge spillovers and absorptive capacity - institutional evidence from the 'German Mittelstand'

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    Recent extensions to the knowledge spillover theory of entrepreneurship (KSTE) show that the successful commercialization of new knowledge by incumbents depends on their absorptive capacities. For policy-makers focusing on increasing incumbents' innovative performance, the systematic reduction of knowledge filter through improved absorptive capacities thus becomes a crucial goal. While the general working mechanisms of knowledge filter have been analyzed within the KSTE framework, few institutional solutions to increase absorptive capacities have been put forth. This study provides an initial case study explaining a specific institutional framework fostering the systematic penetration of knowledge filters by incumbent firms in the case of German SMEs. Using a set of 177 in-depth interviews with firm representatives, the system of interrelated organizations, institutional arrangements, shared values and economic incentives associated with the institutional structures for knowledge spillovers for German SMEs are described. I identify institutional characteristics connected to the dual system of vocational training, regulatory measures and economic incentives mutually enforcing and fostering broad knowledge spillovers. This exploratory approach enables deriving hypotheses for the further study of knowledge filters as well as policy implications for the design of institutions increasing incumbents' absorptive capacities.Revised version: November 201

    Digitalisierung des Handwerks in Niedersachsen - Sonderauswertung des Digitalisierungs-Checks des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk

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    Die "Bedarfsanalyse Digitalisierung" des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) ermöglicht die strukturierte Analyse des Digitalisierungsgrads von Handwerksunternehmen. Die vorliegende Studie wertet die Eingaben teilnehmender Betriebe aus Niedersachsen aus und vergleicht diese mit anderen Bundesländern. Hierbei werden die Digitalisierungsbereiche Kunden und Lieferanten, interne Prozesse, Geschäftsmodelle, Mitarbeiter sowie IT-Sicherheit differenziert betrachtet und nach Umsetzungsgrad, wahrgenommener Relevanz und daraus abgeleitetem Digitalisierungspotenzial ausgewertet. Folgende zentrale Ergebnisse zeigen sich für die teilnehmenden niedersächsischen Handwerksbetriebe: 1. Die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen liegt in Niedersachsen leicht unter dem Bundesdurchschnitt, die Wahrnehmung von Handlungsbedarfen jedoch deutlich darüber. Daraus ergeben sich erhebliche Digitalisierungspotenziale für die teilnehmenden niedersächsischen Betriebe. 2. Bei Betrachtung von Digitalisierungsbereichen zeigt sich, dass das Digitalisierungspotenzial insbesondere in den Bereichen Prozessdigitalisierung, digitale Geschäftsmodelle und Einbindung der Mitarbeiter in Niedersachsen überdurchschnittlich hoch ist. 3. Bei der Umsetzung sind insbesondere IT-Schulungen für Mitarbeiter und die digitale Bearbeitung von Kundenprozessen unterdurchschnittlich ausgeprägt. Gleichzeitig wird den Bereichen interne Verarbeitung von Kunden- und Prozessdaten, Kommunikation über digitale Endgeräte und die Schulung der Mitarbeiter eine überdurchschnittlich hohe Relevanz zugemessen. 4. Die höchsten Digitalisierungspotenziale zeigen sich daher für die Bereiche interne Verarbeitung von Kunden- und Prozessdaten, Kommunikation über digitale Endgeräte und die IT-Schulung der Mitarbeiter

    Künstliche Intelligenz in der Handwerksorganisation

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    Künstliche Intelligenz findet stetig neue Anwendungsfelder und verändert nachhaltig viele Branchen und Berufe. Die Anwendungsfelder im Handwerk nehmen gleichermaßen zu, sodass eine schrittweise Implementierung bestehender oder neu erstellter KI-Lösungen im Zuge von Digitalisierungsinitiativen für einzelne Betriebe oder Branchen erfolgt. Die Handwerksorganisation kann diese Entwicklung auf zwei Wegen begleiten. Zum einen durch die Unterstützung der Betriebslandschaft über Beratungsangebote zur KI-Implementierung im Rahmen der Digitalisierungsförderung und zum anderen über die eigenständige Nutzung von KI-Lösungen für Verwaltungs-, Beratungs- und Bildungsprozesse sowie die politische Interessenvertretung. Die vorliegende Studie betrachtet explorativ Anwendungsfelder von KI in der Handwerksorganisation. Dafür werden Daten einer Plattform für KI-Lösungen mit Bezug zu Tätigkeitsfeldern der Handwerksorganisation ausgewertet, um so Potenziale für die KI-Umsetzung zu identifizieren. Hierbei werden zunächst zwanzig für die Handwerksorganisation relevante Tätigkeiten identifiziert, die in sechs Tätigkeitsfelder gruppiert werden: (Online-)Kommunikation und Außenkontakte, Optimierung von Geschäftsprozessen, Bildung, Informationsgewinnung und -aufbereitung, Finanzprozesse und Buchhaltung sowie IT-/, Datenbankmanagement. Innerhalb dieser bilden die Bereiche Informationsgewinnung, IT-Management und Kommunikation den Schwerpunkt der relevanten Tätigkeiten und verfügbaren KI-Lösungen ab, was für ihr hohes Potenzial spricht. Auf Ebene der Tätigkeiten sind insbesondere die Bereiche Web Content-Erstellung, Vorstandssekretariat, Datenbankverwaltung und -design, Buchhaltung, Gebäudemanagement, (virtuelle) Bildungsangebote sowie SAP-Projektmanagement auf Prozessebene besonders tief differenziert und mit vielen KI-Lösungen verknüpft, was für ein hohes Potenzial spricht. Die weitere Analyse identifiziert für die sechs Tätigkeitsbereiche zentrale Tätigkeiten und beschreibt deren relevante Teilprozesse mit jeweiligen KI-Lösungen. Im Fazit wird ein Prozess zur KI-Implementierung in der Handwerksorganisation skizziert und anhand des Beispiels eines ChatGPT-basierten Chatbots für die Gründungsberatung beschrieben

    Innovative Betriebe und Innovationsmuster im Hamburger Handwerk

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    Der vorliegende Forschungsbericht beschreibt Innovationsmuster im Hamburger Handwerk. Die empirische Grundlage ist eine Kombination aus einer Betriebsumfrage und dem Webscraping von Betriebsweb- seiten. Übergreifend zeigt sich bei der Webscraping-Analyse zunächst ein bekanntes Innovationsmuster zwischen den Gewerbegruppen: Das Kfz-Gewerbe und das Gesundheitsge- werbe haben pro Betrieb rund doppelt so viele innovations- nahe Begriffe auf ihren Webseiten wie das Bauhauptgewer- be und die Handwerke für den privaten Bedarf. Auf Ebene der Gewerke wiederum zeigt sich, dass vor allem drei Gewerke sehr häufig unter den innovativen Betrieben vertreten sind: Elektrotechniker, Installateure und Heizungs- bauer sowie Kraftfahrzeugtechniker. Deutlich weniger häufig, aber ebenfalls in relevanter Anzahl sind vertreten: Tischler, Maler und Lackierer, Gebäudereiniger, Zahntechni- ker, Informationstechniker, Metallbauer, Friseure, Maurer und Betonbauer, Kosmetiker, Fotografen, Feinwerkmecha- niker, Augenoptiker sowie Kälteanlagenbauer. Gleichzeitig sind auch viele kleinere Gewerke mit innovativen Technolo- gien vertreten. Thematisch dominiert bei allen stark vertretenen Gewerken das Online-Marketing und die Online- Service-Angebote. Zusätzlich erfolgen gewerkespezifische technologische Nennungen. Dabei sind die Gewerke mit Endkunden-Fokus in höherem Maße durch Innovationstätigkeit im Bereich des Online-Kundenkontakts geprägt (Fleischer, Konditoren, Augenoptiker, Friseure, Fotografen, Kosmetiker, Gebäude- reiniger). In höherem Maße spezifische innovative Technolo- gien weisen Maurer und Betonbauer, Elektrotechniker, Installateure und Heizungsbauer, Informationstechniker sowie Kraftfahrzeugtechniker auf, wobei auch diese Gewerke stark im Online-Marketing vertreten sind. Zusätz- lich erfolgen Fallstudien für die Technologien 3D-Druck / additive Fertigung, BIM und CAD. Auf Basis dieser Ergebnisse sind drei Ableitungen für die künftige Innovationsförderung möglich. Erstens zeigt sich die breite und umfassende Innovationstätigkeit des Hamburger Handwerks. Diese weist sowohl im Bereich der kunden- und serviceorientierten Digitalisierung, als auch bei der Implementierung innovativer Technologien eine große Anzahl an innovativen Betrieben auf. Zweitens ermöglicht die Verdeutlichung der Innovationsstrukturen die zielge- naue Entwicklung künftiger Innovationsformate. Drittens können erstmalig für einzelne Technologien auf Betriebs- und Gewerksebene detaillierte Auswertungen durchgeführt werden, die zum einen die zahlenmäßige Relevanz der Technologie im Handwerk anzeigen und gleichzeitig einen direkten Kontakt zu den entsprechenden Betrieben ermöglichen. Hierfür werden sechs Beispielfelder identifi- ziert und zielgruppenspezifisch beschrieben

    Digitalisierungsmuster im Handwerk - Eine regionale und sektorale Analyse des Digitalisierungs-Checks des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk

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    Im Auftrag des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) hat das ifh Göttingen eine ökonomische Auswertung der durch den Digitalisierungs-Check gewonnenen Daten erstellt. Dieser Check in Form einer Bedarfsanalyse unterstützt Handwerksbetriebe bei der Analyse ihrer Digitalisierungspotenziale in den Bereichen Kunden und Lieferanten, interne Prozesse, Geschäftsmodelle, Mitarbeiter sowie IT-Sicherheit. Der Digitalisierungs-Check kann online eigenständig oder mit Betriebsberatern des Handwerks ausgefüllt werden. Die Eingaben von über 1.000 Betrieben ermöglichen eine regionale und sektorale Analyse von Digitalisierungsmustern im deutschen Handwerk. Aus dieser ökonomischen Auswertung lassen sich folgende Kernergebnisse sich ableiten: - Handwerke des gewerblichen Bedarfs, Lebensmittelhandwerke sowie das Ausbauhandwerk weisen das höchste Digitalisierungspotenzial auf, welches durch die Lücke zwischen der Umsetzung und der subjektiv eingeschätzten Relevanz von Maßnahmen gemessen wird. Das Gesundheitsgewerbe und die Handwerke für den privaten Bedarf verzeichnen hingegen nur eine geringe Lücke zwischen empfundener Relevanz und der Umsetzung. Die Lebensmittelhandwerke sehen eine erhöhte Relevanz der Digitalisierung im Teilbereich Kunden und Lieferanten. Das Ausbauhandwerk und die Handwerke für den gewerblichen Bedarf zeigen hohe Potenziale in den Teilbereichen interne Prozesse und Mitarbeiter. - Auf Ebene der Handwerkszweige fallen die Metallbauer und die Zimmerer durch ein hohes Digitalisierungspotenzial auf. - Die Einzelmaßnahmen "interne Kommunikation über mobile Endgeräte" sowie "Arbeitseinsätze digital koordinieren und planen" bieten über alle Handwerksgruppen und -zweige das höchste Handlungspotenzial. - Die in Tabelle 3 und 4 ausgewiesenen Relevanzen und Digitalisierungspotenziale bzw. -bedarfe bieten Beratern die Möglichkeit, konkrete Förderbedarfe der einzelnen Branchen zu ermitteln. - Auf Basis der genutzten Daten kann ein Vier-Stufen-Modell von betrieblichen Digitalisierungstypen erstellt werden, das den Verlauf von weniger zu stärker digitalisierten Betrieben beschreibt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass auf der niedrigsten Stufe grundlegenden IT-Sicherheitsvorkehrungen eine zentrale Rolle zu spielen scheinen. Mit aufsteigendem Digitalisierungsgrad zeigt sich, dass vor allem die Mitarbeitersensibilisierung und -fortbildung entschieden vorangetrieben wird. Auf der höchsten Stufe wird besonderer Wert auf die interne Prozessdigitalisierung gelegt. - Kleine Unternehmen sind an der Digitalisierung von kundenbezogenen Maßnahmen interessiert. Die Digitalisierung interner Prozesse scheint hingegen erst für größere Unternehmen (ab 250.000 Euro Jahresumsatz und mit über 20 Mitarbeitenden) interessant zu sein. - Auf der vorliegenden Datengrundlage werden regionale Unterschiede sichtbar. Während die Umsetzung vor allem in den wirtschaftlich stärkeren und dichter besiedelten (urbanen) Bundesländern wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen vorangeschritten ist, scheinen die östlichen Bundesgebiete (ohne Berlin) eine geringere Umsetzung und empfundene Relevanz von Digitalisierungsmaßnahmen aufzuweisen
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