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Institutionalle Arrangements im Kleinprivatwald
Die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Waldes ist allgemein
anerkannt. Die hohe Verantwortung für die nachhaltige Bewirtschaftung
liegt jedoch zu großen Teilen bei privaten Waldbesitzenden. Doch gerade
für Kleinprivat waldbesitzende ist Waldbewirtschaftung eine logistische
und ökonomische Herausforderung. Genau hier setzt das durch die
Fachagentur Nachwachsende Rohstoff e e. V. (FNR) fi nanzierte Projekt InA-PW an. Mithilfe
institutionsökonomischer Analysen wurde untersucht, wie die Rahmenbedingungen für die
Waldbewirtschaftung durch verschiedene Organisations- und Kooperationsformen von
Kleinprivatwaldbesitzenden verbessert werden können
Ökonomische Konsequenzen der Übernahme von Naturverjüngung aus Pionierbaumarten in der Wiederbewaldung
Economic consequences of accepting natural regeneration of pioneer tree species in reforestation
Intercropping Cedrela odorata with Shrubby Crop Species to Reduce Infestation with Hypsipyla grandella and Improve the Quality of Timber
Cultivation of Cedrela odorata, a valuable tropical hardwood species, is restricted by the mahogany shoot borer (Hypsipyla grandella), whose attacks reduce stem quality in forest plantations. This study investigated whether infestation rates would be reduced and growth performance improved by the intercropping of C. odorata tree seedlings with different crop rotations. The height increment achieved by C. odorata during the first two years was significantly stimulated by the intercropping of maize (Zea mays), pigeon pea (Cajanus cajan), and cassava (Manihot esculenta). Attacks of H. grandella were also considerably reduced in these treatments, compared to the control plots, while intercropping with beans and rice produced no improvement. The effect was particularly distinct when lateral competition between trees and crops was high. Accordingly stem quality was higher in the treatments featuring tall crops. Trees intercropped with C. cajan performed best in terms of height (276 cm ), survival (100% ±0), and quality (81% ±13.5 of trees with satisfying stem quality) after two years. We concluded that intercropping of tree seedlings which are susceptible to H. grandella with shrubby multipurpose species can improve both tree growth and timber quality and hence increase the attractiveness of such species for reforestation
Trade-off analysis between biodiversity and economic performance – a case study in mature Beech stands enriched with conifers
Economic Assessment of Alley-Cropping Agroforestry Systems within a Farm Portfolio in Germany
Ökonomische Bewertung der Potenziale und Grenzen von Agroforst Alley-Cropping-Systemen in Deutschland
Vorangegangene Studien zeigen, dass die Agroforstwirtschaft eine nachhaltigere Alternative zur konventionellen Landwirtschaft sein kann. Neben den Einflüssen auf beispielsweise die Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Kohlenstoffbindung ist auch die Minderung von Winderosion ein wichtiger Effekt, der auch für die ertragsmaximierende Landwirtschaft relevant ist (Veldkamp et al., 2023). Dennoch werden in der deutschen Landwirtschaft kaum Agroforstsysteme angebaut. Einige Gründe hierfür sind betriebliche Unsicherheiten, Liquiditätseinbußen, hohe Investitionskosten und ein deutlich längerer Produktionszeitraum (García de Jalón et al., 2018; Tsonkova et al., 2018). Doch gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels und starker Marktschwankungen sollten Alternativen zu monokulturartigen Fruchtfolgen in Betracht gezogen werden (Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) [Ed.], 2022).
Ziel der Studie ist es daher, den ökonomischen Nutzen von Agroforstsystemen anhand einer ökonomischen Bewertung von Alley-Cropping-Agroforstsystemen zu analysieren (https://www.uni-goettingen.de/de/665695.html). Bisherige Studien hierzu beziehen sich insbesondere auf tropische Regionen, Monokulturen von Kurzumtriebsplantagen oder sind auf die Perspektive eines landwirtschaftlichen Feldes beschränkt (Gosling et al., 2020; Langenberg et al., 2018; Rössert et al., 2022). Durch den Wechsel der Perspektive zu einem Gesamtbetrieb wird nicht nur die Frage diskutiert, ob Agroforstwirtschaft wirtschaftlich sinnvoll ist, sondern auch in welchem Umfang. Wechselwirkungen zwischen Gehölzstreifen und Feldfrüchten können hinsichtlich Ertrag und Risiko (Diversifikationseffekt) in die Bewertung einbezogen werden. Darüber hinaus werden auch Unsicherheiten wie Preis- und Ertragsschwankungen einbezogen, um die betriebliche Realität abzubilden. Für vier repräsentative Modellbetriebe mit individuellen Standortbedingungen werden mit Hilfe eines stochastischen Simulations- und Optimierungsansatzes Monte-Carlo-Simulationen und weitere Analysen durchgeführt, die auf der Portfoliotheorie basieren.
Die Datengrundlage bilden umfangreiche empirische Daten aus dem SIGNAL-Projekt (www.signal.uni-goettingen.de). Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass Agroforstwirtschaft aus Sicht eines risikoaversen Landwirts insbesondere auf Marginalstandorten eine sinnvolle Integration in das Betriebsportfolio darstellen kann. Der Umfang von Agroforstwirtschaft im Betrieb hängt jedoch stark von den betrieblichen Bedingungen und Zwängen ab. Die Chancen und Erfordernisse für eine Erhöhung des Agroforstanteils werden anhand von Szenarien, wie z.B. der Höhe der Subventionen, analysiert.
Über die rein ökonomische Perspektive hinaus gehend, werden Ökosystemdienstleistungen, die durch das Agroforstsystem erbracht werden, einbezogen. Auf diese Weise wird die gesellschaftliche Perspektive, die nach einer Erhöhung des Anteils nachhaltiger Landnutzungsalternativen strebt, abgebildet. Es wird untersucht, inwieweit Agroforstwirtschaft im Rahmen der Modellbetriebe z.B. zur Erfüllung von Umweltauflagen oder zur Kohlenstoffspeicherung beiträgt und wie sich der risikosensitive Nutzen eines Agroforstsystems von der Sicht des Landwirts zur gesellschaftlichen Perspektive verändert. Diese Ergebnisse stellen einen wertvollen Beitrag dar, um mehr Anreize für die Etablierung von Agroforstsystemen zu schaffen
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