5 research outputs found
MELD-score for risk stratification in cardiac surgery
The outcome of the patients undergoing cardiac surgery with cardiopulmonary bypass (CPB) is also influenced by the renal and hepatic organ functions. Risk stratification, using scores such as EURO Score II or STS Short-Term Risk Calculator for patients undergoing cardiac surgery with cardiopulmonary bypass, ignores the quantitative renal and hepatic function; therefore, MELD-Score was applied in these cases. We retrospectively examined patient data using the MELD score as a predictor of mortality. To perform a univariate analysis of the data, patients were classified into three groups based on the MELD Score: MELD 20 experienced a 31.2% postoperative mortality, compared to Group 1 (4.6%) and Group 2 (17.5%). The highest rates of postoperative bleeding (13.8%) and, repeat thoracotomy (13.2%) & postoperative pneumonia (17.4%) were seen in Group 3 (threefold increase when compared to Group 1, renal failure requiring dialysis (N = 235, 2.7% in Group 1 v/s N = 78, 22.9% in Group 3) or requiring high dose catecholamines post-operatively or mechanical circulatory support (IABP/ECLS). Incidentally, an increased MELD Score was not associated with a significant increase in the postoperative incidence of stroke/TIA or the presence of sternal wound infections/complications. A higher mortality was observed in patients with reduced liver and renal function, with a significant increase in patients with a MELD score > 20. As the current risk stratification scores do not consider this, we recommend applying the MELD score before considering patients for cardiac surgery
Model for End Stage Liver Disease Score for risk stratification in cardiac surgery
Modell für den End Stage Liver Disease Score zur Risikostratifizierung in der Herzchirurgie
1.1 Hintergrund
Das Ergebnis von Patienten, die sich einer Herzoperation mit kardiopulmonalem Bypass unterziehen, wird durch die Nieren- und Leberfunktion stark negativ beeinflusst. Die präoperative Quantifizierung dieser Organfunktionen kann helfen, Patienten, vor allem Hochrisikopatienten, zu identifizieren und entsprechend zu behandeln.
Der MELD-Score wurde erstmals von Kamath, Malinchoc, Gordon et al. bei Patienten mit portaler Hypertension, als Modell zur Risikostratifizierung der Ergebnisse eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunt (TIPS), beschrieben (1). Dieser Score wurde von UNOS (2) übernommen, um die Zeiten bis zur Zuweisung eines Organs für Patienten, die auf eine Lebertransplantation warten, zu verbessern (3).
Mit zunehmender Komplexität der herzchirurgischen Eingriffe und multimorbiden Patienten, ist es im klinischen Alltag schwer einzuschätzen, welche Patienten von einem herzchirurgischen Eingriff profitieren könnten und welche nicht. Bekannt ist, dass eine vorbestehende Lebererkrankung die postoperative Mortalität nach Herzoperationen um bis zu 22 % erhöht. (4)
Die möglichen Ursachen dafür sind eine verminderte Ausscheidung von metabolischen Giftstoffen, Beeinträchtigung des Ernährungszustands, Entwicklung eines hepatorenalen Syndroms, sekundären Koagulopathien und Infektionen.
Bei der präoperativen Risikostratifizierung von Patienten, die sich einem herzchirurgischen Eingriff mit kardiopulmonalem Bypass unterziehen, werden Scores wie EuroSCORE II oder STS PROM verwendet, wobei die quantitative Leberfunktion nicht berücksichtigt wird.
1.1.1 Ziel
Ziel der Studie war die Entwicklung eines Risikomodells zur Vorhersage der Sterblichkeit bei chirurgischen Patienten in Abhängigkeit von ihrem MELD-Score.
1.2 Methoden
Eine retrospektive Analyse von den Patientendaten wurde durchgeführt. Insgesamt wurden Daten von 10.882 Patienten ausgewertet. Hier wurde der MELD-Score als Indikator für die postoperative Sterblichkeit und Morbidität benutzt. Um eine Analyse durchzuführen, wurden die Patienten anhand ihres MELD-Scores in drei Gruppen eingeteilt:
Gruppe 1: MELD <10
Gruppe 2: MELD 10 bis 19,
Gruppe 3: MELD ≥20.
Der MELD-Score wurde nach der von Kamath et al. (1) veröffentlichten Formel berechnet [9.57 × loge (creatinine) + 3.78 × loge (total bilirubin) + 11.2 × loge (INR) + 6.43]
Die statistische Analyse erfolgte in Zusammenarbeit mit dem IMBE (Institut für Medizinische Biostatistik und Epidemiologie, FAU Erlangen-Nbg.). Es wurden lineare Mischmodellen der relevanten Variablen angewandt. Die Korrelation zwischen MELD und den chirurgischen Ergebnissen sowie den postoperativen Variablen (primäre und sekundäre Ergebnisse) wurde berechnet.
Weiterhin wurde die Aussagekraft zwischen EuroSCORE und MELD Score verglichen. Zuerst wurde der EuroSCORE für das gewünschte Ergebnis berechnet (z. B. dem primären Ergebnis: postoperative Gesamtmortalität). Zunächst wird für jede Outcome Variable von Interesse eine logistische Regression geschätzt, die nur den EuroSCORE als Einflussvariable beinhaltet. Hieraus leitet sich der Base AUC Wert ab, also die Prognosegüte allein des EuroSCOREs. Dann wird für jedes Outcome ein weiteres logistisches Regressionsmodell geschätzt, das nun zusätzlich MELD als unabhängigen Prädiktor enthält. Hierbei ist das Odds Ratio (mit 95% KI und p-Wert) von MELD sowie der neuer und ggf. verbesserte AUC Wert angegeben.
1.3 Ergebnisse und Beobachtungen
Ein erhöhter präoperativer MELD-Score war mit einer erhöhten postoperativen Mortalität verbunden. In den Gruppen 2 und 3 wurde ein proportionaler Anstieg der sekundären Ergebnisse im Vergleich zu Patienten aus Gruppe 1 mit einem niedrigen MELD-Score auch festgestellt.
Bei Patienten mit einem MELD-Wert >20 (Gruppe 3) lag die postoperative Mortalität bei 31,2%, verglichen mit Gruppe 1 (4,6 %) und Gruppe 2 (17,5 %).
Ein erhöhter MELD-Score war nicht mit einem signifikanten Anstieg der postoperativen Inzidenz von Schlaganfall/TIA oder dem Vorhandensein von Infektionen/ sternalen Wundheilungsstörung verbunden.
Der MELD-Score konnte im Vergleich zum EuroSCORE bestimmter postoperativer Ereignisse (z. B. postoperative Mortalität) besser vorhersagen. Beide Scores konnten die Ereignisse postoperative Schlaganfälle/TIA, sternale Wundheilungsstörung und die Notwendigkeit einer IABP nach Cross-Clamping (AOR 1-1,02 pro MELD-Score-Punkt) genauso gut einschätzen.
1.4 Schlussfolgerungen
Ein starker Anstieg der postoperativen Mortalität wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion (MELD-Score von >20) festgestellt.
Da dies bei den derzeitigen Risikostratifizierungs-Scores nicht berücksichtigt wird, muss die Quantifizierung der Leber- und Nierenfunktion vor der Operation von Patienten in Betracht gezogen werden.
Der MELD-Score kann das Ergebnis insbesondere bei Hochrisikopatienten, die sich einer Herzoperation mit kardiopulmonalem Bypass unterziehen, genau vorhersagen, zumal die derzeit in der Herzchirurgie verwendeten Risikostratifizierungsmodelle die Leberfunktion nicht berücksichtigen
Double valve replacement in a case of Hedinger syndrome
Hedinger Syndrome or carcinoid heart disease is a rare cardiac complication of neuroendocrine tumors (NET) affecting the tricuspid and pulmonary valves. Following is a case description of a patient undergoing treatment for a neuroendocrine tumor with liver metastasis, referred with symptomatic tricuspid valve regurgitation and pulmonary valve stenosis for surgical valve replacement. Planned surgical valve replacement was successfully performed before the onset of severe right ventricular failure or pulmonary hypertension in this case of carcinoid heart disease. An interdisciplinary approach and regular follow up is recommended in such cases
Prolapsing Left Atrial Mass Presenting as Syncope
Background Myxomas are the most common primary cardiac tumor in adults and are most commonly found within the left atrium. These are usually asymptomatic, detected incidentally, or present gradually with symptoms typical of heart failure. Case Description This case report is a description of a case of syncope caused by a large left atrial myxoma. Conclusion Atrial myxomas may present with transient loss of consciousness, especially when they prolapse through the atrioventricular valves or when embolization occurs. Non-invasive diagnostic tools (e.g., echocardiogram, cardiac computed tomography) should be considered to thoroughly evaluate cardiogenic causes of syncope
A Firing Cannon: Bilateral Lower Limb Ischemia as a Manifestation of Cardiac Myxoma
Background Cardiac myxomas are the most common primary cardiac neoplasms
