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Objektive Stimmbeurteilung in der Diagnostik und Therapie laryngealer Leukoplakien mittels Stimmumfangsmaß
Hintergrund: Laut Literatur liegt die jährliche Inzidenz laryngealer Leukoplakien bei 10,2 Läsionen pro 100.000 Männern sowie 2,1 pro 100.000 Frauen, wobei das Risiko für eine maligne Progression bei beiden Geschlechtern besteht. Die multifaktorielle Ätiologie umfasst u.a. Nikotingenuss, Alkoholkonsum, eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV), genetische und umweltbedingte Ursachen. Ziel unserer Studie war die Untersuchung der Stimmfunktion vor und nach phonomikrochirurgischer Leukoplakieabtragung unter Einbeziehung des neuen objektiven Stimmumfangsmaßes SUM.Material und Methoden: In einer klinischen Studie wurden bei 44 Patienten (15 Frauen, 29 Männer, Altersspanne 37-81 Jahre) die funktionellen Ergebnisse der mikrolaryngoskopischen Abtragung von Stimmlippenleukoplakien untersucht. Die Befunde und Behandlungsergebnisse wurden anhand prä- und postoperativer Videolaryngostroboskopie, intraoperativer Aufnahmen, sowie mittels prä- und postoperativer Stimmfunktionsdiagnostik dokumentiert und ausgewertet. Der auf der Basis von Stimmfeldfläche und -form errechnete Parameter SUM wurde mit dem Dysphonie Schweregrad Index (DSI) verglichen und hinsichtlich seiner diagnostischen Eignung bewertet.Ergebnisse: Präoperativ wiesen 34 Patienten (77%) eine unilaterale Leukoplakie der Stimmlippen auf (19 links, 15 rechts), 10 Patienten (23%) waren beidseitig betroffen. Intraoperativ wurden alle 54 leukoplakischen Läsionen vollständig entfernt, wobei sich histologisch in 52% (n=28) eine Keratose und in 35% (n=19) eine Dysplasie nachweisen ließ. Postoperativ zeigte die Stimmdiagnostik eine signifikante Verbesserung aller subjektiven Parameter (VHI-9i, RBH) sowie einen objektiven Erhalt der Stimmfunktion. SUM und DSI korrelierten signifikant miteinander. Allerdings traten bei 6 Patienten Rezidive auf (Spanne 10-40 Monate postoperativ), davon 4 mit squamöser intraepithelialer Läsion Grad III (SIL III).Diskussion: Die phonomikrochirurgische Abtragung von Stimmlippenleukoplakien stellt eine objektiv und subjektiv zufriedenstellende Therapie mit Erhalt der Stimmfunktion dar. Der Parameter SUM erscheint auch bei dieser Patientenklientel äußerst geeignet, die stimmliche Leistungsfähigkeit zu quantifizieren
Efficacy of microsurgery in Reinke's oedema evaluated by traditional voice assessment integrated with the Vocal Extent Measure (VEM)
There are few data analysing to what specific extent phonomicrosurgery improves vocal function in patients suffering from Reinke's oedema (RE). The recently introduced parameter vocal extent measure (VEM) seems to be suitable to objectively quantify vocal performance. The purpose of this clinical prospective study was to investigate the outcomes of phonomicrosurgery in 60 RE patients (6 male, 54 female; 56 ± 8 years ([mean ± SD]) by analysing its effect on subjective and objective vocal parameters with particular regard to VEM. Treatment efficacy was evaluated at three months after surgery by comparing pre- and postoperative videolaryngostroboscopy (VLS), auditory-perceptual assessment (RBH-status), voice range profile (VRP), acoustic-aerodynamic analysis and patient's self-assessment using the voice handicap index (VHI-9i). Phonomicrosurgically, all RE were carefully ablated. VLS revealed removal or substantial reduction of oedema with restored periodic vocal fold vibration. All subjective and most objective acoustic and aerodynamic parameters significantly improved. The VEM increased on average from 64 ± 37 to 88 ± 25 (p #x003C; 0.001) and the dysphonia severity index (DSI) from 0.5 ± 3.4 to 2.9 ± 1.9. Both parameters correlated significantly with each other (rs = 0.70). RBH-status revealed less roughness, breathiness and overall grade of hoarseness (2.0 ± 0.7 vs 1.3 ± 0.7). The VHI-9i-score decreased from 18 ± 8 to 12 ± 9 points. The average total vocal range enlarged by 4 ± 7 semitones, and the mean speaking pitch rose by 2 ± 4 semitones. These results confirm that: (1) the use of VEM in RE patients objectifies and quantifies their vocal capacity as documented in the VRP, and (2) phonomicrosurgery is an effective, objectively and subjectively satisfactory therapy to improve voice in RE patients
Laser-assisted cholesteatoma surgery: technical aspects, in vitro implementation and challenge of selective cell destruction
Caffier PP, Marzahn U, Franke A, et al. Laser-assisted cholesteatoma surgery: technical aspects, in vitro implementation and challenge of selective cell destruction. European Archives of Oto-Rhino-Laryngology. 2008;265(10):1179-1188
Interventionelle Behandlung therapieresistenter Stimmlippenknötchen: Evaluation der intraläsionalen Steriodinjektion im Vergleich zur mikrolaryngoskopischen Abtragung
Hintergrund: Stimmlippenknötchen stellen Verdickungen des Stimmlippenrandes als Folge einer malregulativen Stimmstörung dar. Sollten konservative Behandlungsansätze nicht erfolgreich sein, ist eine phonomikrochirurgische Abtragung indiziert. Alternativ besteht laut Literatur die Möglichkeit einer intraläsionalen Injektion von Glukokortikoiden. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Behandlungsergebnisse der Steroidinjektion (vocal fold steriod injection, VFSI) und der mikrolaryngoskopischen Abtragung (MLS) miteinander zu vergleichen.Material und Methoden: Es handelt sich um eine bizentrische klinische Interventionsstudie (Charité Berlin, Mansoura Universität Ägypten). In der ägyptischen Injektionsgruppe (IG) wurde die transnasale intraläsionale VFSI mit Betamethason-Natriumphosphat (7 mg/ml) in LA durchgeführt, in der deutschen Chirurgie-Gruppe (SG) die transorale MLS mit Knötchenabtragung in ITN. Der prä- und postinterventionelle Status wurde videolaryngoskopisch, mittels subjektiver und objektiver Stimmfunktionsparameter erfasst.Ergebnisse: Die demografische Auswertung der Gesamtkohorte (30 w, 2 m) zeigte vergleichbare Charakteristika in beiden Studiengruppen: jeweils 16 Patienten (15 w, 1 m), Altersspanne 16-63 Jahre (Mittelwert 35±11; IG) bzw. 25-65 Jahre (Mittelwert 35±10; SG). Die Größe der Läsionen wurde durch beide Interventionen signifikant reduziert (Wilcoxon-Test: p <= 0,05), in der IG-Gruppe vom Ausmaß geringer als in der SG-Gruppe. Ebenso zeigten die subjektiven Parameter (Gesamtheiserkeitsgrad G bzw. H, VHI-9i) eine signifikant verringerte stimmliche Beeinträchtigung (p <= 0,05). Bezüglich der objektiven Parameter waren Jitter, Shimmer und die maximale Phonationszeit in beiden Behandlungsgruppen posttherapeutisch verbessert, wobei diese Veränderungen nur in der SG-Gruppe das Signifikanzniveau erreichten (p <= 0,05).Fazit: Die transnasale VFSI stellt eine sichere und gut tolerable Therapieoption für Patienten mit Stimmlippenknötchen dar. Auch wenn das Ausmaß dieser Verbesserungen meist geringer als nach phonomikrochirurgischer Knötchenabtragung via MLS ausfällt, kann die VFSI in ausgewählten Fällen als eine vielversprechende Alternative angesehen werden
Entwicklung und Validierung des Singing Voice Handicap Index-12
Hintergrund: Ziel der Studie war die Entwicklung und Validierung einer deutschsprachigen gekürzten Form des Singing Voice Handicap Index (SVHI). Der SVHI ist ein eindimensionales valides Instrument zur Selbstbeurteilung von Stimmstörungen bei Sängern und umfasst 36 Items. Er wurde ursprünglich für den angloamerikanischen Sprachraum von Cohen et al. (2007) entwickelt und liegt u.a. in einer deutschsprachigen validierten Fassung vor (Lorenz et al. 2013).Material und Methoden: Der SVHI wurde von 120 Personen mit Stimmstörungen (65% weiblich, 35% männlich), im Alter von 8-77 Jahren beantwortet. Aus den 12 Items mit den höchsten korrigierten Item-Total-Korrelationen wurde die gekürzte Version (SVHI-12) erstellt und einer Reliabilitäts- und Validitätsprüfung unterzogen. Es wurden 97 Sänger mit Stimmstörungen (64% weiblich, 36% männlich), Patienten zweier phoniatrischer Kliniken und einer phoniatrischen Praxis, im Test-Retest-Verfahren befragt. Die Kontrollgruppe setzte sich aus 105 stimmgesunden Sängern verschiedener Gesangsstile (65% weiblich, 35% männlich) zusammen.Ergebnisse: Der SVHI-12 erzielte eine gute interne Konsistenz (Cronbachs alpha = 0,93) und Intra-Klassen-Korrelation (ICC 0,94; p<0,001) mit guter Test-Retest-Reliabilität und zeitlicher Stabilität. Mit einer mittleren Differenz von 10 Punktwerten erzielten die Patienten verglichen mit der Kontrollgruppe gesunder Sänger einen signifikant höheren Gesamtscore.Der SVHI-Gesamtscore korreliert signifikant positiv mit dem vom Patienten angegebenen Schweregrad der Stimmstörung (r=0,71; p<=0,001; Pearson-Korrelation).Fazit: Mit dem SVHI-12 steht ein valides und effektives Instrument zur Erfassung von Stimmstörungen bei Sängern für den deutschsprachigen Raum zur Verfügung
Die konservative Operation des schwangeren Eileiters. (Ein Beitrag zur Sterilitätsverhütung.)
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