1,721,197 research outputs found

    Jörg Fauser

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    Jörg Fauser was the enfant terrible of the German literary scene. Born in the Taunus town of Bad Schwalbach in 1944, he worked a number of different jobs (temporary worker, airport worker, night guard, journalist, author and rock songwriter). The night after his forty-third birthday, he died tragically and under mysterious circumstances when walking on the A94 highway between Feldkirchen and Riehm near Munich, where he was hit by a truck. It was only after his death that he became an iconic figure. In 1988, Das Syndikat, a group of German crime writers, awarded him the prestigious Ehrenglauser prize for crime fiction, named after the Swiss author Friedrich Glauser

    Moraldo, Sandro/Missaglia, Federica (Hg.): Gesprochene Sprache im DaF-Unterricht. Grundlagen - Ansätze - Praxis. Heidelberg: Winter, 2013.

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    Wichmann M. Moraldo, Sandro/Missaglia, Federica (Hg.): Gesprochene Sprache im DaF-Unterricht. Grundlagen - Ansätze - Praxis. Heidelberg: Winter, 2013. Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache. 2015;41:315-320

    E.T.A. Hoffmann. Vita e Opera. Vol. 1: Vita, Romanzi, Fiabe

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    Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (Königsberg 1776 – Berlino 1822) oltre a essere stato una figura poliedrica (musicista e direttore d’orchestra, magistrato e consigliere amministrativo, pittore, caricaturista e narratore) è stato anche uno dei massimi rappresentanti del romanticismo. Con Heinrich Heine fu tra i pochissimi scrittori tedeschi ammirati in tutta Europa nel periodo che va da Goethe a Thomas Mann. Cercò per molti anni di conciliare la carriera giudiziaria con la passione profonda per la musica, che lo condusse a diventare direttore d’orchestra. Dal 1809 in poi si dedicò prevalentemente alla letteratura, scrivendo racconti che rispecchiano l’angosciante disgregazione della realtà, sospesa ambiguamente tra sogno, fiaba e delirio, e che ebbero un’influenza determinante su molti autori del XIX e XX secolo, fra i quali Edgar Allan Poe, Charles Baudelaire, Fëdor Michajlovič Dostoevskij, Robert Louis Stevenson, Thomas Mann. Il libro E.T.A. Hoffmann. Vita e Opera letteraria intende sottoporre all’attenzione degli studenti e studiosi un panorama esaustivo di uno scrittore particolarmente significativo e di grande importanza della produzione letteraria tedesca e mondiale. Intende presentare al grande pubblico un autore e la sua opera nella sua complessità e offrire in forma manualistica una visione completa della sua opera letteraria. Oltre a volere avviare il lettore alla conoscenza di questo autore di fama mondiale ‒ la sua produzione letteraria vastissima testimonia il percorso di una carriera letteraria senza eguali ‒ vuole essere uno strumento di lavoro, una occasione per leggere e consultare, per informarsi e dal quale prendere spunti per ulteriori ricerche

    Sprachliche Interaktion im Zeitalter der Neuen Medien. Die Kommunikatonsplattform Twitter und ihre Bedeutung im Unterricht Deutsch als Fremdsprache.

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    What are you doing?Mit dieser kurzen, knappen und prägnanten Frage ist eine der kuriosesten Erfolgsgeschichten einer Kommunikationsplattform im Zeitalter des WorldWideWeb verbunden. Nach dem Motto Share and discover what’s happening right now, anywhere in the world gründeten im Jahr 2006 Biz Stone, Jack Dorsey und Evan Williams in San Francisco das Dienstleistungsunternehmen Twitter, Inc., dessen gleichnamige Microblogging-Plattform seitdem einen Siegeszug ohne gleichen durch die Welt der Informations- und Kommunikationstechnologie angetreten hat. Am Anfang stand die (von den Begründern selbst zugegebene) recht banale und simple, aber durchaus erfolgreiche Idee, sich mit Freunden darüber auszutauschen, was man gerade tut: “Twitter is a free service that lets you keep in touch with people through the ex-change of quick, frequent answers to one simple question: What are you doing?”. Am 19. November 2009 verkündete das Dienstleistungsunternehmen dann auf seinem Blog folgende Meldung: “What are you doing? isn’t the right question anymore – starting today, we’ve shortened it by two characters. Twitter now asks, What’s happening?” Der Grund: “People, organizations, and businesses quickly began leveraging the open nature of the network to share anything they wanted, completely ignoring the original question, seemingly on a quest to both ask and answer a different, more immediate question, What’s happening?”. Ob nun What are you doing? oder What’s happening?: Kein Unternehmen, das Twitter nicht in die Kommunikationsstrategie eingebunden hätte, kein Politiker, der nicht mit Kurzmitteilungen potentielle Wähler(-Stimmen) für sich zu gewinnen versuchte, keine Stars und Sternchen, die für ihre Fan-Updates auf die Mikrokommunikation verzichten würden. Ziel meines Beitrages ist es nun nicht nur, die Dienstleistung Twitter und die sprachlichen Parameter textbasierter Tweets kurz darzulegen, sondern auch die Möglichkeiten des Einsatzes von neuen Medien im Unterricht Deutsch als Fremdsprache konkret am Beispiel dieser neuen Kommunikationsplattform aufzuzeigen. Dies soll anhand der Analyse eines getippten Twitter-Dialogs geschehen. Ich werde zunächst kurz auf die Kommunikationsplattform Twitter eingehen (§ 1). Im Anschluss daran sollen dann die für das Verständnis eines Tweets nötigen Features kurz erklärt und die Asynchronizität der Plattform mit den daraus entstehenden Konsequenzen für das Dialogverhalten analysiert werden (§ 2). Im darauf folgenden Kapitel 3 werden an Hand des getippten Twitter-Dialogs Bankzinsenluder die kommunikativen und sprachlichen Aspekte herausgearbeitet, die für die textbasierten Kurznachrichten typisch und für den Einsatz im Unterricht Deutsch als Fremdsprache relevant sind. In Kapitel 4soll dann die Frage diskutiert werden, ob es sich bei der Kombination typischer lexikalischer, syntaktischer und morphologischer Merkmale gesprochener Sprache um eine “neue Schriftlichkeit” handelt und wie diese zu fassen ist. In Kapitel 5 wird schließlich versucht, den Twitter-Dialog Bankzinsenluder im DaF-Unterricht als Anreiz für eine Reflexion über Sprache zu thematisieren, bevor abschließend ein Fazit (§ 6) gezogen wird

    Rüdiger Zymner/Achim Hölter (Hrsg.): Handbuch Komparatistik. Theorien, Arbeitsfelder, Wissenspraxis. Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler.

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    Das äußerst dynamische Feld der Komparatistik bildet ein kritisches wie produktives Unternehmen, das gleichermaßen in die Literatur- wie Kulturwissenschaften, aber auch u.a. in die Politik (z.B. Postkolonialismus und Migration) und Sozialgeschichte (z.B. New Historicism) ausgreift. In dem Handbuch werden nun schwerpunktmäßig Themengebiete fokussiert, die „konturenkonstitutiv” (2) für die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sind. Einführende Überblicksdarstellungen zeichnen die Entwicklung und Komplexität der historischen und räumlichen Ausrichtungen der Disziplin nach. In stringenten Beiträgen werden vor dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse weiterhin Arbeitsfelder (u.a. Gattungsforschung, Thematologie), Problemkonstellationen (u.a. Gender Studies, Multikulturalität) und Ansätze (z.B. Komparatistik als Dialogische Theorie) detailiert beschrieben und kritisch durchdacht. Kompakte Einzelanalysen präsentieren zudem die Geschichte der Komparatistik von der Antike bis zur Gegenwart sowie deren Gründungstexte und Klassiker von E. Auerbach (Mimesis, 1948) bis E.W. Said (Culture and Imperialism, 1993). Abschließend wird ein Überblick über die wichtigsten Instrumente (Anthologien), Medien (Lexika, Periodika) und Organisationen (Verbände) geliefert. Jeder einzelne Beitrag endet mit einem Hinweis auf die wichtigste Sekundärliteratur. Ein umfangreiches Sach- und Namensregister ergänzen den Band. Das Handbuch lässt sich sowohl als umfassendes Nachschlagewerk als auch fundierte Einführung verwenden. Es stellt insofern eine innovative Pionierarbeit dar, weil es zum einen ein differenziertes und anschauliches Bild der Disziplin vermittelt, wie es bisher kaum umfassender und klarer dargestellt wurde. Zum anderen, weil die aktuellen Forschungsergebnisse zur Komparatistik und deren vielgestaltige Wechselwirkungen gebündelt und aus einer inter- wie multidisziplinären Perspektive betrachtet werden. Auch das macht ihn zu einem wertvollen Begleiter in Studium, Lehre und Forschung

    „Türke von Geburt“ und „Staatsbürger der Bundesrepublik“. Überlegungen zum irregulären Lebenslauf von Jakob Arjounis Privatermittler Kemal Kayankaya

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    With his first crime novel Happy birthday, Turk! (1985) Jakob Arjouni established a private investigator with a migration background, but whose lifestyle does not differ from that of the indigenous population. The aim of my contribution is to use statements by Jakob Arjouni himself, as well as a collage of the biographical data on Kemal Kayankaya scattered throughout the five crime novels, to show that while the serial hero has developed a bicultural self-confidence, often stylized as a metaphor of his cultural hybridity, more importantly he takes a post-integrative perspective, resulting from his gradual assimilation into German culture and society which began in his childhood and was completed in the course of his adolescence

    Vít Dovalil: Sprachnormenwandel im geschriebenen Deutsch an der Schwelle zum 21. Jahrhundert

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    In 7 Hauptkapiteln vermittelt dieses Werk einen Überblick über wesentliche Aspekte a n g e w a n d t e r Sp r a c hn o r me n f o r s c h un g . Grundleg ende Frag en zu neuen Entwick-lungstendenzen des gegenwärtigen Deutsch werden aus einem empirischen Blickwinkel überprüft

    Die Ichsetzung als Effekt des Dritten. Feridun Zaimoglus Plädoyer für kulturelle Differenz.

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    In a German society characterized by immigration, ethnic diversity and cultural heterogeneity, the question of national identity and that of individual groups has become particularly important in the course of globalization. Since the waves of immigration from southern Europe in the mid-1950s and later from southeastern and eastern Europe, this question has also become politically virulent in the wake of right-wing extremist attacks in the early 1990s at the latest. It gains additional explosiveness in the 21st century, because the since then recognizable tendencies of pluralization of lifestyles and the renaissance of ethnic consciousness will coincide with a demo- graphic change of the ethnic composition within German society. According to the latest figures from the Federal Statistical Office, 10.6 million foreigners currently live in Germany (as of 2018 for the year 2017). With a population of around 82.5 million, this corresponds to a proportion of foreigners of around 12.5 percent. Of these, 19.3 million people have a migration background. The writer Feridun Zaimoeglu, born in Bolu (Turkey) in 1964 and living in Germany for over 40 years with short interruptions, is one of them. His advocacy for marginalized Turks, to whom he lends his literary voice, has earned him attributions such as "Malcolm X of the Turks" or "writing arm of Turkish power." With his first book Kanak Sprak, he presented authentic confessions by young men of Turkish descent that caused a sensation within a very short time. For years, he researched the fringes of German society in the milieu of multi-ethnic migrants who call themselves Kanaks. How does a Kanak live in Germany? was his provocative question. The result is 24 misnomers on the fringes of society, as the book Kanak Sprak is subtitled. Zaimoglu, who enjoys the status of a cult author in the scene, is not only the (co)founder of the German-Turkish mixed language that goes by the label Kanak sprak, but also the literary spokesman of the third generation of migrants. With his first book Kanak Sprak, he presented authentic confessions by young men of Turkish descent that caused a sensation within a very short time. For years, he researched on the fringes of German society in the milieu of multi-ethnic migrants who call themselves Kanaks. How does a Kanak live in Germany? was his provocative question. The result is 24 misnomers on the fringes of society, as the book Kanak Sprak is subtitled. In addition to Kanak Sprak, the Turkish-born author has drawn attention to the social type and ethnic niche of the Kanak in other works. The novel Abschaum (1997) chronicles in 13 episodes the true story of Ertan Ongun (the subtitle). This was followed in 1998 by Koppstoff. Kanaka Sprak vom Rande der Gesellschaft (Kanaka Sprak from the Fringes of Society), the female counterpart to Kanak Sprak, that is, 26 protocols by Turkish migrant women. Here, as there, those representatives from "the league of the damned" have their say who, unlike their fathers' generation who came to Germany as guest workers, perceive discrimination from a completely different perspective. With their generation, the discussion about the integration of citizens of a different origin, different religious orientation and with certain ethnic and cultural ideas of life has reached a first decisive climax. They strictly reject acculturation in the sense of adaptation, which is understood as a reaction to a long-term contact situation with the German majority culture, usually existing since childhood. This conscious positioning in the field of tension between foreign and their own culture is ultimately not only an attempt to preserve their own cultural values, but also and especially to critically question these values themselves in order to create a new basis for their identity. This attempt can be subsumed under the dynamic of the effects of the third, which always arise when intellectual operations no longer merely oscillate between the two sides of a distinction, but the distinction as such becomes the object and problem. In the negotiation of a new identity between foreign and one's own culture, the fact of the distinction is added like a third. The distance to possible cultural reference systems becomes politically virulent at the latest when the socio-political attempt to create a unity threatens to fail because of the "difference between one's own and foreign cultures". This article deals with the distinction that the cultural scientist Homi Bhabha has terminologically occupied with the concepts of cultural diversity and cultural difference, in order to derive his theory of the 'third space' and to apply it to Feridun Zaimoglu's poetics.In der von Zuwanderung, von ethnischer Vielfalt und kultureller Heterogenität geprägten deutschen Gesellschaft stellt sich im Zuge der Globalisierung die Frage sowohl nach der nationalen Identität wie die individueller Gruppen ganz besonders. Seit den Zuwanderungswellen aus Südeuropa Mitte der 1950er-Jahre und später aus Südost- und Osteuropa, ist spätestens Anfang der 1990er- Jahre im Zuge rechtsradikaler Übergriffe diese Frage auch politisch virulent geworden. Sie gewinnt im 21. Jahrhundert an zusätzlicher Brisanz, weil die seitdem erkennbaren Tendenzen der Pluralisierung von Lebensstilen und die Renaissance ethnischen Bewusstseins mit einer demo- graphischen Veränderung der ethnischen Komposition innerhalb der deutschen Gesellschaft zusammentreffen werden. Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes leben derzeit (Stand 2018 für das Jahr 2017) 10,6 Millionen Ausländer in Deutschland. Bei rund 82,5 Millionen Einwohnern entspricht dies einem Ausländeranteil von rund 12,5 Prozent. 19,3 Millionen Menschen haben davon einen Migrationshintergrund. Der Schriftsteller Feridun Zaimoeglu, 1964 in Bolu (Türkei) geboren und seit über 40 Jahren mit kurzen Unterbrechungen in Deutschland, ist einer von ihnen. Das Eintreten für marginalisierte Türken, denen er seine literarische Stimme leiht, brachte ihm Zuschreibungen wie «Malcolm X der Türken» oder «schreibender Arm der Türkenpower» ein. Mit seinem Erstling Kanak Sprak hat er authentische Bekenntnisse junger Männer türkischer Abstammung vorgelegt, die binnen kürzester Zeit für Aufsehen gesorgt haben. Jahrelang recherchierte er am Rande der deutschen Gesellschaft im Milieu multiethnischer Migranten, die sich selbst als Kanaken bezeichnen. Wie lebt es sich als Kanake in Deutschland? war seine provokative Frage. Dabei herausgekommen sind 24 Mißtöne am Rande der Gesellschaft, wie das Buch Kanak Sprak im Untertitel heißt. Zaimoglu, der in der Szene den Status eines Kultautors genießt, ist nicht nur (Mit)Begründer der unter dem Etikett Kanak sprak laufenden deutsch-türkischen Mischsprache, sondern auch literarischer Wortführer der dritten Migrantengeneration. Mit seinem Erstling Kanak Sprak hat er authentische Bekenntnisse junger Männer türkischer Abstammung vorgelegt, die binnen kürzester Zeit für Aufsehen gesorgt haben. Jahrelang recherchierte er am Rande der deutschen Gesellschaft im Milieu multiethnischer Migranten, die sich selbst als Kanaken bezeichnen. Wie lebt es sich als Kanake in Deutschland? war seine provokative Frage. Dabei herausgekommen sind 24 Mißtöne am Rande der Gesellschaft, wie das Buch Kanak Sprak im Untertitel heißt. Neben Kanak Sprak hat der türkisch-stämmige Autor noch in anderen Werken auf den Sozialtypus und die ethnische Nische des Kanaken aufmerksam gemacht. Der Roman Abschaum (1997) protokolliert in 13 Episoden Die wahre Geschichte des Ertan Ongun (so der Untertitel). 1998 folgte Koppstoff. Kanaka Sprak vom Rande der Gesellschaft, das weibliche Pendant zu Kanak Sprak, das heißt 26 Protokolle von türkischen Migrantinnen. Hier wie dort kommen jene Vertreter aus “der Liga der Verdammten” zu Wort, die im Unterschied zur Vätergeneration, die als Gastarbeiter nach Deutschland kamen, die Diskriminierung aus völlig anderer Perspektive wahrnehmen. Mit ihrer Generation hat die Diskussion um die Eingliederung von Bürgern einer anderen Herkunft, anderen religiösen Orientierung und mit bestimmten ethnischen und kulturellen Lebensvorstellungen einen ersten entscheidenden Höhepunkt erreicht. Eine Akkulturation im Sinne einer Anpassung, die als Reaktion einer meist seit der Kindheit bestehenden langfristigen Kontaktsituation zur deutschen Mehrheitskultur verstanden wird, lehnen sie strikt ab. Diese bewusste Positionierung im Spannungsfeld zwischen fremder und eigener Kultur ist letztlich nicht nur der Versuch, eigenkulturelle Werte zu erhalten, sondern auch und gerade diese selbst kritisch zu hinterfragen, um eine neue Grundlage für ihre Identität zu schaffen. Subsumieren lässt sich dieser Versuch unter die Dynamik der Effekte des Dritten, die immer dann entstehen, wenn intellektuelle Operationen nicht mehr bloß zwischen den beiden Seiten eine Unterscheidung oszillieren, sondern die Unterscheidung als solche zum Gegenstand und Problem wird. Im Aushandeln einer neuen Identität zwischen fremder und eigener Kultur tritt die Tatsache der Unterscheidung wie ein Drittes hinzu. Der Abstand zu möglichen kulturellen Referenzsystemen wird politisch spätestens dann virulent, wenn der gesellschaftspolitische Versuch einer Einheitsstiftung an der “Differenz Eigenes/Fremdes“ zu scheitern droht. Es geht in diesem Beitrag um jene Unterscheidung, die der Kulturwissenschaftler Homi Bhabha mit den Begriffen der cultural diversity und der cultural difference terminologisch besetzt hat, um daraus dann seine Theorie des ‘dritten Raumes’ (‘third space’) abzuleiten und auf Feridun Zaimoglus Poetik anzuwenden

    Sprache-in-Interaktion: Ansätze zur Erforschung interaktionaler Sprache und Überlegungen zur deren Didaktisierung im DaF-Unterricht

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    Im Zuge der kommunikativen Wende in den 1980er Jahren hat sich der Schwerpunkt im Fremdsprachenunterricht von der formalen (grammatischen) Korrektheit schriftlicher und mündlicher Kompetenzen zugunsten der sozialen und interaktionalen Dimension von Sprache und Kommunikation verschoben. Die Integration grammatischer und sozialer Analysekomponenten erlaubt die Beschreibung der kommunikativen Einbettung von Sprache in den Interaktionskontext. Dies ermöglicht letztendlich im Falle einer didaktischen Umsetzung der Forschungsergebnisse von Sprache-in-Interaktion den Fremdsprachenlernenden, sich an den tatsächlichen Kommunikationsbedürfnissen und -notwendigkeiten der Alltagskommunikation zu orientieren. Datenbanken wie das an mündlicher interaktionaler Kommunikation ausgerichtete „Forschungs- und Lehrkorpus FOLK“ am Institut für deutsche Sprache in Mannheim (http://agd.ids-mannheim.de/folk.shtml) oder die vom DAAD geförderte und von Susanne Günthner (Münster) und Wolfgang Imo (Essen) aufgebaute, sich an den Bedürfnissen der DaF-Lehrenden und -Lernenden orientierende „Datenbank gesprochenes Deutsch für die Auslandsgermanistik“ (http://audiolabor.uni-muenster.de/daf) ebenso wie auf die Bereitstellung schriftlicher Interaktion ausgerichtete Datenbanken – z.B. das „Dortmunder Chat-Korpus“ (http://www.chatkorpus.tu-dortmund.de), die von Wolfgang Imo in Essen gegründete SMS-Datenbank (http://www.uni-due.de/~hg0263/SMSDB) oder die von Sandro Moraldo in Bologna-Forlì aufgebaute Twitter-Datenbank ForliTwit – stellen die Grundlagen für eine sowohl wissenschaftlich als auch didaktisch ausgerichtete Beschäftigung mit Sprache-in-Interaktion bereit. Damit diese Angebote sinnvoll genutzt werden können, muss man sich in den Fachwissenschaften und der Didaktik allerdings auf gemeinsame Terminologien und Beschreibungskonzepte einigen. Zwischen dem Anspruch einer umfassenden Beschreibung der interaktionalen Strukturen von Sprache und ihrer Didaktisierung und der Wirklichkeit klafft nämlich bislang eine große Lücke. Obwohl Sprache nur in der Abstraktion ein umrissenes Ganzes ist, orientieren sich sowohl zahlreiche linguistische Arbeiten und Referenzgrammatiken des Deutschen ebenso wie didaktische Lehrwerke des Deutschen-als-Fremdsprache de facto an einer wie auch immer definierten, als statisch konzeptualisierten hochdeutschen Schriftsprache (vgl. Ágel 1997, 2003 oder Linell 2005 zu Vorwürfen des „Skriptizismus“ bzw. „written language bias“ in der Linguistik). Sprachgebrauch unterliegt aber einer permanenten Veränderung, bei der gerade die interaktionale Sprache Auslöser für mögliche Entwicklungstendenzen sein kann. Um nun spezifische Abweichungen interaktionaler sprachlicher Strukturen von monologischen, d.h. an einem statischen Hochsprachkonzept ausgerichteten Mustern zu erfassen, müsste man klären, worin die davon abzuhebenden sprachlichen Normen nun genau bestehen. Gesprochene wie geschriebene interaktionale Sprache sind in einem Kontinuum zwischen alltäglicher Sprachwirklichkeit und kodifiziertem Sprachsystem zu lokalisieren. Das grundlegende methodische Problem, nämlich die Festlegung von Norm und Abweichung, wird der Linguistik, bei allem möglichen Erkenntnisfortschritt, erhalten bleiben. Dies ist ein Aspekt, den man im modernen DaF-Unterricht berücksichtigen sollte. Fakt ist, dass bei der Vermittlung des Deutschen als Fremdsprache zumeist eine Grammatik gewählt wird, die sich an einer Standardnorm orientiert, und das heißt weitgehend an der Norm der konzeptionell schriftlichen, eher formellen Sprache. Hier stellt sich die Frage nach der Zeitmäßigkeit einer solchen Orientierung

    Antisemitismus in Deutschland und Italien. Kontrastive Perspektiven auf ein gesamtgesellschaftliches Phänomen

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    While dealing with and reacting to the ‘Zivilisationsbruch‘ (breach of civilization; Dan Diner) as paradigmatized by Auschwitz is a central challenge in both Germany and Italy, the topic of antisemitism has been receiving considerable political attention. And for good reason: as rightwing populist parties have been gaining, there has been an increase in antisemitic attitudes in both countries for years. This will be briefly addressed and warned about here, because with the advancing historization of national-socialist and fascist tyranny and – considering few to the times are still living – the democratic culture of remembrance finds itself at a crucial moment: its profound transformation must not be reduced to mere days of remembrance, but must remain an integral part of the collective consciousness
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