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Vorwort
Der Band enthält insgesamt zwölf Beiträge, die zwar ohne weitere Untergliederung(en) präsentiert werden, aber dennoch in eine sinnvolle Reihenfolge gestellt wurden, so dass eine innere Systematik erkennbar wird. Den Auftakt bildet ein Beitrag von Sandro M. Moraldo, der kurz die Geschichte des Faches Komparatistik umreißt und deren Stellung in der öffentlichen Meinung sowie in der akademischen Welt reflektiert. In Anlehnung an Gayatri Chakravorty Spivak plädiert er für eine Repositionierung des Faches, um die Rahmenbedingungen und neueren Entwicklungen, die sich in einer globalisierten Welt auch für die vergleichende Literaturwissenschaft zwangläufig ergeben, adäquat begleiten zu können. In Anlehnung an den Geschichts- und Kulturtheoretiker Jörn Rüsen versucht dann Rüdiger Zymner über die rein konventionellen Arbeitsfelder der Komparatistik hinaus, eine disziplinäre Matrix des Gegenstandsbereiches zu rekonstruieren. Ausgehend von dem wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse werden u. a. die Funktionen der Komparatistik in der kulturellen Lebenspraxis und die Bedeutung von Literatur in der Gegenwart paradigmatisch erläutert und skizzenhaft ausgeführt
Editorial: Politolinguistik kontrastiv
Editorial: Politolinguistik kontrastiv Im September 2019 kamen Linguist*innen aus Italien und Deutschland zusammen, um über Möglichkeiten und Grenzen einer internationalen kontrastiven Politolinguistik zu diskutieren. Unter dem Titel Diskurs- und Kommunikationsstrategien bei den Parlamentswahlen in Deutschland und Italien fand ein zweitägiges Symposium in der schönen Atmosphäre der Villa Vigoni in Menaggio am Comer See statt. Thematischer Ausgangspunkt der Diskussionen waren die Wahlen in Deutschland (September 2017) und Italien (März 2018). Bereits im Vorfeld der Wahlen wurden nicht von ungefähr in Deutschland wie in Italien Befürchtungen über ein Erstarken rechtsnationaler bzw. -populistischer Strömungen geäußert. Die Wahlergebnisse zeigen, dass diese Befürchtungen berechtigt waren. Nationalstaatlich-konservative Grundsatzprogramme rechtspopulistischer Gruppierungen, wie etwa das der Alternative für Deutschland (AfD) und der Lega (früher Lega Nord), wurden ‚unters Volk gebracht’. Sie erwecken zwar teilweise den Eindruck demokratischer Ausgewogenheit, sind aber nichts weiter als rassistisch kodierte Äußerungen, die ein breites Spektrum an populistischen Kräften und Bewegungen mobilisieren sollen. Letztlich dienen sie dazu, potentielle Wähler*innen aus einem rechten bzw. rechtsextremen Spektrum zu erreichen. Deswegen müssen Begriffskarrieren, Argumentationsmuster, semantische Strategien, rhetorische Mittel u.a.m. gerade aus politolinguistischer Sicht kritisch hinterfragt werden. Diesem Ziel widmete sich das Symposium. Einige der an den Diskussionen in Menaggio beteiligten Politolinguist*innen haben ihre Überlegungen und Analysen zu Aufsätzen ausgearbeitet, die in diesem Themenheft zusammengefasst werden
Contribution to the taxonomy of the knowledge of the Italian and northern Balkanic taxa in the Centaurea rupestris group (Asteraceae).
The morphology of the Italian-Balkanic populations of the Centaurea rupestris group
was studied in order to clarify the taxonomy. The names C. ceratophylla, C. arachnoidea,
C. adonidifolia, C. dichroantha, C. rupestris var. inermis are lectotypified.
The taxonomic status of C. adonidifolia was re-evaluated and a new combination is
suggested: C. arachnoidea subsp. adonidifolia (Rchb.) F. Conti, Moraldo & Ricceri,
comb. & stat. nov. The new taxa here described include C. ceratophylla subsp. danielae
F. Conti, Moraldo & Ricceri, subsp. nova and C. arachnoidea subsp. montis-ferrati
Ricceri, Moraldo & F. Conti, subsp. nova
Fremdsprachenpolitik in Italien heute – English only?
This contribution investigates the question, what have been the consequences of the process of European integration and globalization of the world market for the Italian educational system, particularly for learning foreign languages. First, the foreign language skills of the Italians will be analysed. According to a national data collection they do not satisfy international standards. The defaults can be explained by the deficiency of educational policy in the past. Next to be discussed will be the radical restructuring reform of the school and university system: this reform reflects the meaning of multilingualism as the linguistic and cultural plurality proclaimed by the European Community. But despite the explicit goal of the European Union to conserve pluralism in the study of language, Italian politics show questionable tendencies to further strengthen the role of the English language. According to a statement made on October 22nd 2008 by the Prime Minister of Italy at that time, Silvio Berlusconi, about the ‹questione linguistica› during a press conference, I would like to explain the system after which languages are being taught in Italian schools. The essay keeps an eye constantly on the position of the German language and of German studies in general. Finally the improvement of German as a scientific language, as a desideratum of a cultural and educational german policy in the long term, and the meaning of language multiplicity in the age of lifelong learning will be underline
Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit. Zur Anglizismendiskussion in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien
Steht Europa trotz der von der EU proklamierten sprachlichen (und kulturellen) Vielfalt eine Anglisierung der Sprachen ins Haus? Die These der Überfremdung durch übermäßiges Eindringen von angloamerikani¬schem Wortgut erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Welche Bedeutung der deutschen und italienischen Sprache vor dem Hintergrund dieser Sprachkontaktsituation im mehrsprachigen Europa zukommt, welche Herausforderungen sich aus dieser Vorrangstellung des Englischen für die Sprach- und Bildungspolitik ergeben, darüber berichtet u.a. der Band. Die Frage lag auf der Hand, ob es überhaupt noch sinnvoll sein könne, über den Einfluss von Anglizismen zu diskutieren, ob es wirklich noch Fragestellungen gebe, die nicht schon bis zum Überdruss formu¬liert, bewertet, an- und ausdiskutiert worden seien. Bei fortschreitender Planung zeigte sich aber dann doch, dass sich von schon begangenen Pfaden abweichen ließ. Der Versuch, neue Tendenzen in der Diskussion um Sprachkon¬takt und Mehrsprachigkeit aufzuspüren und zu erschließen, gelang durch Grenz¬überschreitungen, durch neue empirische Unter¬suchungen und nicht zuletzt durch provokante Thesen. Das Spektrum der Themen reicht von der Fokussierung kontaktinduzierter Veränderungen als ambivalente Reaktion auf kulturellen und sprachlichen Kontakt, dem Eintreten einer wissenschaftlich fundierten Sprachpflege und Sprachkritik an der Schnittstelle zwischen Sprachwissenschaft und Öffentlichkeitsarbeit, über die Thematisierung der Pseudoanglizismen und false friends in Österreich bis zu der sehr komplexen Situation des schulischen Fremdsprachenunterrichts und der Englischkenntnisse bei Erwachsenen in der Schweiz und der in Italien vom Honorarpräsidenten der Accademia della Crusca vertretenen These der orthographischen Rekodizifierung des Englischen. Die Themen sollen Anstöße zur Reflexion und Anregungen für weitere Untersuchungen geben. Der Band verfolgt nicht zuletzt auch das Ziel, einer sprachbewussten und -kritisch eingestellten Öffentlichkeit ein besseres Verständnis von Sprachwandel zu eröffnen. Namhafte Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, England und Italien zeigen auf, dass – auch wenn das Thema des unauf¬haltsamen Fortschreitens von Englisch als Sprache der grenzüberschrei¬tenden Verständigung fast schon ausgereizt schien – neue Erkenntnisse durchaus noch zu erwarten sind
Komparatistik gestern und heute. Perspektiven auf eine Disziplin im Übergang
Doubts about what educational sense and what effects beyond that could come from the study of multiple literatures were among the prejudices of national philologies against an emerging discipline, comparative studies, which had taken up comparative literary studies in theory and practice. For a long time, the scholarly durability of comparative practices was strongly questioned at the institutional, academic level. For a long time, the discipline had to defend itself against the accusation that it did not have a scientifically viable set of tools at its disposal. Characteristic of this reserved attitude was probably also the concern of single-philology subject representatives that a "comparatist broadening of horizons" (Bauer 1988, p. 39), i.e., an increasing fragmentation of literary studies teaching content, evident in the creation of a subject such as General and Comparative Literary Studies, might in the long run threaten the identity of their own discipline, cause their subject to lose significance within the humanities, gradually lose its defining characteristics, and ultimately lead to the elimination or reallocation of positions. In the tone of moral superiority and with the pleasure of rhetorical destruction, they formulated unreflective sweeping judgments instead of concrete criticism. Such skirmishes were certainly unenlightening and distracted from the real core of the problem. Nevertheless, the national philologists argued for maintaining the status quo. The development of professional perspectives in the field of teaching was certainly a weighty argument in favor of this. German studies - in contrast to comparative studies - shaped a professional profile. In the public consciousness, the study of German is regarded as a generally qualified humanities subject, as a training phase that - at least in times of acute teacher shortages - leads relatively quickly to a profession. If one is to believe the view of the zeitgeist, then comparative studies at the beginning of the 1970s de facto served only to supplement and round off the existing university philologies and suffered from the complex that it basically played the role of a guest in the philosophy faculties, whom the locals followed with bashful glances and whose right of establishment and existence they fundamentally wanted to question. It was seen as an eccentric self-indulgent discipline, an activity on the fringes of the established philologies, genteel, dignified and philanthropic, but also a bit off the beaten track and - in times of crisis - of questionable utility.Die Zweifel, welchen Bildungssinn und welche darüber hinaus gehenden Effekte die Beschäftigung mit mehreren Literaturen haben könne, gehörte u.a. zu den Vorurteilen der Nationalphilologien gegenüber einer aufstrebenden Disziplin, der Komparatistik, die sich literaturvergleichende Studien in Theorie und Praxis auf ihre Fahnen geschrieben hatte. Lange Zeit wurde die wissenschaftliche Haltbarkeit komparatistischer Praktiken auf institutioneller, akademischer Ebene stark in Frage gestellt. Das Fach musste sich lange Zeit gegen den Vorwurf behaupten, nicht über ein wissenschaftlich tragfähiges Instrumentarium zu verfügen. Bezeichnend für diese reservierte Haltung war wohl auch die Sorge einzelphilologischer Fachvertreter, dass eine „komparatistische Horizonterweiterung“ (Bauer 1988, S. 39), d.h. eine zunehmende Aufsplitterung der literaturwissenschaftlichen Lehrinhalte, die in der Schaffung eines Faches wie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft offenkundig wird, auf längere Sicht die Identität ihrer eigenen Disziplin bedrohen, ihr Fach innerhalb der Geisteswissenschaften an Bedeutung verlieren, ihm allmählich seine Definitionsmerkmale abhanden kommen und letztendlich Stellen gestrichen oder umgeschichtet werden könnten. Im Brustton moralischer Überlegenheit und mit der Lust an der rhetorischen Vernichtung formulierten sie statt konkreter Kritik unreflektierte Pauschalurteile. Derlei Scharmützel waren sicherlich wenig aufschlussreich und lenkten vom wahren Kern des Problems ab. Dennoch plädierten die Nationalphilologen für ein Festhalten am Status quo. Die Entwicklung beruflicher Perspektiven im Bereich des Lehramts war dafür sicherlich ein gewichtiges Argument. Die Germanistik präge – im Gegensatz zur Komparatistik – ein Berufsprofil. Ihr Studium gelte im öffentlichen Bewusstsein immerhin als allgemein qualifizieren des geisteswissenschaftliches Studienfach, als Ausbildungsphase, die – zumindest in Zeiten akuter Lehrermangel – relativ rasch zur Berufstätigkeit führe. Wenn man nun Zeitgeistbetrachtungen glauben darf, dann diente Komparatistik Anfang der 1970er Jahre de facto nur der Ergänzung und Abrundung der bestehenden Universitätsphilologien und litt unter dem Komplex, dass sie im Grunde genommen in den Philosophischen Fakultäten die Rolle eines Gastes spiele, den die Einheimischen mit scheelen Blicken verfolgen und dessen Niederlassungs- und Existenzrecht sie grundsätzlich in Frage stellen möchten. Man sah in ihr eine exzentrische selbstgefällige Disziplin, eine Aktivität am Rande der etablierten Philologien, vornehm, gediegen und menschheitsfreundlich, doch auch ein wenig abseitig und – in Krisenzeiten – von fraglichem Nutzwert
Obwohl ... Nein, danke. Zur restriktiven und korrektiven Diskursmarkierung in der deutschsprachigen Literatur vom 19. bis 21. Jahrhundert
Ausgehend von den Ergebnissen der Gesprochene-Sprache-Forschung (GSF) verstehen sich die Ausführungen als ein Diskussionsbeitrag zur Grammatikalisierungstendenz von obwohl. Die GSF hat mit Hilfe von Alltagsdialogen, die auf Tonträgern gespeichert, transkribiert und untersucht wurden, die Funktionserweiterung vom konzessiven Konnektor zum restriktiven bzw. korrektiven Diskursmarker dokumentieren können. Diese lässt sich seit der Ausdifferenzierung der modernen Informations- und Kommunikationstechnologie auch – schriftbasiert – in neumedialen Kom-munikationspraktiken nachweisen. Während aber bisher davon ausgegangen wurde, dass die semantische Verbleichung von obwohl ihren Ursprung im 20. Jahrhundert hat, soll hier anhand einer diachron angelegten Korpus-Studie gezeigt werden, dass dieses linguistische Phänomen bereits in Dialogstrukturen literarischer Texte des 19. Jahrhunderts vorkommt. Verfolgen lässt sich die restriktive bzw. korrektive Funkti-onserweiterung von obwohl dann auch über das 20. bis ins 21. literarische Jahrhun-dert
«Wir brauchen alles, um Geschichte lebendig zu halten» Ethos der Distanz und literarische Aneignung der NS-Vergangenheit in Bernhard Schlinks und Walter Popps 'Selbs Justiz'.
Der lang verkannte Friedrich Glauser bezeichnete in einer Rechtfertigungsschrift den Kriminalroman als den «verachteten Bruder» des Romans. Spätestens seit Autoren wie Raymond Chandler, Dashiell Hammett, Jorge Luis Borges, Carlo Emilio Gadda, Alain Robbe-Grillet, Michel Butor, Friedrich Dürrenmatt, Leonardo Sciascia u.a. das Missverhältnis von menschlicher Vernunft und undurchdringlicher Wirklichkeit dargestellt und so die Prämissen für eine literaturhistorische und -wissenschaftliche Neubewertung der Gattung gelegt haben, lässt sich der Vorwurf, leicht konsumierbare Massenware zu sein, nicht mehr so leicht halten. Der Versuch, u.a. durch Variation, Verfremdung und Parodie eingefahrene Schemata und dramaturgische Grundmuster zu reaktivieren, um damit dem Wirklichkeitsverständnis des Kriminalromans eine neue Dimension zu geben, hat bedenkenswerte Entwicklungen offen gelegt und die Gattung ins rechte Licht gerückt. Auch sind Krimileser sehr anspruchsvoll geworden und lassen sich – wie die Trägerin des deutschen Krimipreises 2004 Anne Chaplet zu Recht behauptet – «nicht mehr mit simplen Plots und aberwitzigen Auflösungen abspeisen, sondern verlangen Welthaftigkeit und Realismus, plausibile Geschichten, sympathische und alltagstaugliche Figuren und – Gefühl». Gute Krimis sind mehr als nur schematische Konstruktionen, mitreißende Geschichten von der Kehrseite des Guten oder spannender Unterhaltungsstoff eines Autors, der sein erzählerisches Handwerk perfekt beherrscht und den Plot virtuos auf Standardsituationen zu komprimieren versteht. Formale Kunstfertigkeit, sprachliche Finesse, Sinn für Dramaturgie, Detaildichte, präzise Charakterskizzen, glaubwürdig gezeichnete Nebenfiguren etc. verleihen vielen Kriminalromanen Tiefe und Weltläufigkeit. Der vorliegende Band versucht nun, neue Tendenzen des Kriminalromans im deutschsprachigen Raum aufzuspüren und zu erschließen. Neben themenspezifischen Beiträgen (Aspekte kriminalistischen Erzählens in der österreichischen Gegenwartsliteratur, Entwicklungen in der Schweizer Krimiszene, Mauerfall etc.) standen vor allem Analysen zu einzelnen Autoren (Jakob Arjouni, Friedrich Dürrenmatt, Wolf Haas, Edith Kneifel, Alfred Komarek, Felix Mettler, Ingrid Noll, Bernhard Schlink/Walter Popp und Hansjörg Schneider) und deren Werke im Mittelpunkt der Diskussion
Web 2.0 und die deutsche Sprache. Kommunikative und sprachliche Aspekte der Microblogging-Plattform Twitter
1984 prognostizierte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel mit der Titelgeschichte Deutsch: Ächz, Würg den Anfang vom Ende der deutschen Sprache. “Eine Industrienation verlernt ihre Sprache”, so hieß es im Untertitel. 2006 setzte es dann noch einen drauf und verkündete: “Die deutsche Sprache wird so schlampig gesprochen und geschrieben wie wohl nie zuvor”. Mit der Parole Rettet dem Deutsch! wurde die sprachlich gebeutelte Nation zum Kampf gegen die “dramatische Verlotterung” und den Ausverkauf der deutschen Sprache (Deutsch for sale) aufgerufen! Seit die deutsche Sprache in das Schussfeld der Kritik geraten ist, erzeugt kaum ein Thema so viel öffentliche Resonanz wie die Frage nach gutem und richtigem Deutsch. Von Sprachverfall und -verwirrung, Primitivisierung oder gar Überfremdung ist allerorts die Rede. Doch wenn Laienlinguisten sprachkritische Themen aufgreifen und kommentieren, verkennen Sie meist die Tatsache, dass linguistische Forschung auf empirisch überzeugende Ergebnisse in Sprachbereichen zielt, die einem ständigen Wandel unterliegen. So hat Peter Eisenberg in seiner Rede anlässlich der Verleihung des Konrad-Duden-Preises 2008 mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass die besondere Aufgabe und Verantwortung der Sprachwissenschaft darin bestehe, “Auswirkungen des kritisierten Sprachgebrauchs auf die Sprache zu untersuchen und der Sprachgemeinschaft deutlich zu machen, was vor sich geht oder absehbar vor sich gehen wird”. Sprache ist nun mal kein statisches Gebilde, das wie ein Fels in der Brandung unerschütterlich allen Einflüssen trotzt. Sie ist permanent Einflüssen und Trends ausgesetzt, die sich sowohl im Sprachgebrauch als auch im Schriftbild – man denke nur an graphostilistische Markierungen in neumedialen Kommunikationsplattformen – niederschlagen können
Internationaler Kongress/Convegno internazionale Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit. Zur Anglizismendiskussion in den Standardvarietäten des Deutschen und in Italien Contatto linguistico e plurilinguismo. La discussione sugli anglicismi nelle varietà standard del tedesco e in Italia
Il Dipartimento di Studi Interdisciplianri su Traduzione, Lingue e Culture (SITLeC) ha organizzato sotto la responsabilità scientifica e organizzativa di Sandro M. Moraldo nella primavera del 2007 un convegno internazionale con il titolo 'Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit. Zur Anglizismendiskussion in den Standardvarietäten des Deutschen und in Italien' // 'Contatto linguistico e plurilinguismo. La discussione sugli anglizismi nelle varietà standard del tedesco e in Italia.' Si trattava in un primo momento di tentare una ricostruzione di uno stato della questione dell’influenza dell’inglese sul tedesco e sull’italiano. Ma non solo. La Svizzera era al centro del convegno. Emerge da ricerche sinora fatte che nelle scuole e nelle università svizzere aumenta la domanda di inglese che mette così a sua volta in discussione le seconde e terze lingue che sono spesso il francese e l’italiano. Da questi dati emerge pertanto la preoccupazione che l’inglese possa fungere da lingua ponte e pian piano mettere in crisi la convivenza tra le quattro lingue ufficiali nella Confederazione Elvetica. La domanda, alla quale i relatori hanno cercato di dare una risposta era proprio questa: Ll’emergere dell’inglese contribuisce a mettere in crisi il plurilinguismo, ossia il federalismo linguistico? Il continuo dilagare del fenomeno dei prestiti linguistici inglesi nella lingua tedesca e in quella italiana, specialmente dalla fine della seconda guerra mondiale, si presta a diverse considerazioni. Con il denominatore comune della forte presenza della lingua e della cultura angloamericana, il convegno intende riflettere una situazione molteplice che varia secondo le caratteristiche dei rapporti interculturali e delle pianificazioni politico-linguistiche ed economiche in atto
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