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Antwortformate und Itemtypen
Dieses Kapitel befasst sich mit verschiedenen Möglichkeiten, wie die Antworten der Testpersonen auf die Testaufgaben/Fragen erfasst und kodiert werden können („Antwortformate“). Daraus ergeben sich verschiedene Itemtypen. Unter Beachtung von Vor- und Nachteilen wird das freie Antwortformat dem gebundenen Antwortformat gegenübergestellt. Bei Letzterem sind vor allem Ordnungs- und Auswahlaufgaben sowie kontinuierliche und diskrete Beurteilungsaufgaben als Itemtypen weitverbreitet. Unter Heranziehung zahlreicher Beispiele werden viele praktische Konstruktionsaspekte thematisiert und unter Bezug auf verschiedene Zielvorgaben diskutiert. Entscheidungshilfen für die Wahl des Aufgabentyps runden das Kapitel ab.
Neben den Überlegungen bei der Formulierung des Aufgabenstamms muss bei der Konstruktion von Test- und Fragebogenitems auch eine Festlegung des Antwortformats und des Itemtyps erfolgen. Die Item-/Aufgabentypen unterscheiden sich vor allem darin, wie die Beantwortung der Aufgaben vorzunehmen ist. Daraus resultiert die Art und Weise, wie die einzelnen Aufgabenstellungen (d. h. Aufgabenstamm und Antwortformat) administriert werden. Diese Festlegungen sind für die Objektivität (Durchführung, Auswertung, Interpretation) sowie für die Ökonomie eines Fragebogens oder Tests von erheblicher Bedeutung
Itemkonstruktion und Antwortverhalten
Die Itemgenerierung verfolgt das Ziel, repräsentative, inhaltsvalide Operationalisierungen des interessierenden Merkmals zu finden und diese in entsprechenden Aufgaben/Items abzubilden. Dazu wird auf typische Vorgehensweisen eingegangen sowie auf wichtige Aspekte, die bei der Formulierung der Items beachtet werden müssen, vor allem auf die sprachliche Verständlichkeit, die Eindeutigkeit des Iteminhalts und die Vermeidung bestimmter Iteminhalte. Basierend auf der Erörterung von typischen kognitiven und motivationalen Prozessen bei der Itembeantwortung werden verschiedene potentielle Störvariablen im Antwortverhalten (Response-Bias, Antwortstil, Antworttendenz, Soziale Erwünschtheit, Akquieszenz, Tendenz zur Mitte und Effekte der Itemreihenfolge) näher erläutert. Diese Störvariablen sollen bereits bei der Itemgenerierung mitberücksichtigt werden, da sie das Ergebnis von Tests und Fragebogen verfälschen können; Möglichkeiten zur Verringerung ihres Einflusses werden diskutiert.
Hat man die Entscheidungen bezüglich des Merkmals, der Testart, des Geltungsbereichs, der Zielgruppe etc. getroffen ( Kap. 3), besteht der nächste Schritt der Testkonstruktion in der Generierung und Formulierung der einzelnen Aufgabestellungen/Testitems. Der wichtigste und zugleich anspruchsvollste Aspekt bei der Itemgenerierung besteht darin, inhaltsvalide Operationalisierungen des interessierenden Merkmals zu finden, diese in einem entsprechenden Aufgabenstamm/Itemstamm zu formulieren und mit einem zweckmäßigen Antwortformat ( Kap. 5) abzufragen. In diesem Kapitel soll auf wichtige Aspekte eingegangen werden, die bei der Generierung und Formulierung der Items beachtet werden müssen. Neben sprachlichen Aspekten soll hier auch auf Modelle zur Beschreibung des Prozesses des Antwortverhaltens und Fehlerquellen im Antwortverhalten eingegangen werden
Planungsaspekte und Konstruktionsphasen von Tests und Fragebogen
Psychologische Tests und Fragebogen haben das Ziel, für Merkmalsträger (Testpersonen) hinsichtlich ihrer Merkmalsausprägungen eine metrisch vergleichende Beurteilung zu ermöglichen. Vor und während der Konstruktion eines Tests sind zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen, um testtheoretisch basierte psychometrisch-statistische Maße zu gewinnen, die es erlauben, Merkmalsausprägungen zu quantifizieren. Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den Entwicklungsprozess von Tests und Fragebogen, angefangen von der ersten Testplanung, über die Testkonstruktion bis hin zur Erprobung einer vorläufigen Version (Pilotstudie), ihrer Revision sowie der Normierung der Testwerte. Die Kenntnis der in diesem Prozess relevanten Aspekte ist nicht nur für Testkonstrukteure von Bedeutung; vielmehr ist sie auch für Testanwender von Nutzen, wenn sie vor dem Problem stehen, verschiedene Testverfahren hinsichtlich ihrer Qualität sowie ihrer Anwendungs- und Aussagemöglichkeiten zu vergleichen und adäquat zu beurteilen.
Psychologische Tests und Fragebogen haben das Ziel, Merkmalsträger (Testpersonen) hinsichtlich ihrer Merkmalsausprägungen einer metrisch vergleichenden Beurteilung zugänglich zu machen. Vor und während der Konstruktion eines Tests sind zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen, die es erlauben, die Merkmalsausprägung zu quantifizieren und jeder Person einen (numerischen) Testwert zuzuordnen. Zur Beurteilung, ob eine solche Zuordnung von Testwerten zu Personen angemessen ist, werden verschiedene testtheoretisch basierte psychometrisch-statistische Maße herangezogen. Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den Entwicklungsprozess eines Tests oder Fragebogens, angefangen von der ersten Testplanung, über die Testkonstruktion bis hin zur Erstellung und Erprobung einer vorläufigen Version (Pilotstudie) mit dem Ziel der Revision hin zur fertig entwickelten endgültigen Testfassung, die auch eine Normierung der Testwerte mit einschließt. Das Ziel der Darstellungen in diesem Kapitel besteht darin, einen Überblick über die wichtigsten Aspekte zu geben, die bei der Planung von Tests und Fragebogen berücksichtigt werden müssen. Die Kenntnis und das Verstehen der Schritte, die dabei durchlaufen werden müssen, sind nicht nur für Testkonstrukteure von Bedeutung; vielmehr sind sie auch für Testanwender von Nutzen, wenn sie vor dem Problem stehen, verschiedene Testverfahren hinsichtlich ihrer Qualität sowie ihrer Anwendungs- und Aussagemöglichkeiten zu vergleichen und adäquat zu beurteilen
Zentralität und multidimensionale Struktur der Religiosität: Eine Synthese der theoretischen Ansätze von Allport und Glock zur Messung der Religiosität
Konfirmatorische Faktorenanalyse (CFA)
Das Kapitel bietet eine Einführung in die Grundlagen der konfirmatorischen Faktorenanalyse (CFA). Im Rahmen der modernen Testkonstruktion stellt die CFA ein wichtiges Instrument zur Überprüfung der Dimensionalität und damit der faktoriellen Validität eines Tests dar. So können die theoretischen Annahmen eines Modells wie die Anzahl der Faktoren und die Zuordnung der Testitems zu den Faktoren explizit als Hypothesen aufgestellt und getestet werden. In diesem Kapitel werden theoretische Bezüge der CFA zur Klassischen Testtheorie (KTT) hergestellt, praktische Aspekte der Hypothesenbildung, Modellspezifikation und -identifikation behandelt sowie ein kurzer Überblick über Schätzverfahren und Gütekriterien zur Modellevaluation gegeben. Die CFA wird für ausgewählte ein- und mehrdimensionale Modelle an einem empirischen Beispiel vorgestellt. Der Einsatz der CFA zur Überprüfung der Messäquivalenz von Items, die für die Reliabilitätsschätzung von Bedeutung ist, werden ebenso besprochen wie Möglichkeiten des Modellvergleichs, der Modellmodifikation und der Überprüfung der Messinvarianz eines Tests über verschiedene Gruppen oder Messzeitpunkte hinweg.
Die konfirmatorische Faktorenanalyse (CFA, confirmatory factor analysis) unterscheidet sich von der exploratorischen Faktorenanalyse (EFA) dadurch, dass mit ihr die Passung theoretisch begründeter Modelle zu empirischen Daten überprüft werden kann, während mit der EFA nach unbekannten zugrunde liegenden Strukturen gesucht wird. Die theoretischen Annahmen eines Modells wie die Anzahl der Faktoren und die Zuordnung der Testitems zu den Faktoren werden explizit als Hypothesen aufgestellt und getestet. Deskriptiv- und inferenzstatistische Gütekriterien bieten eine Entscheidungsgrundlage, ob ein Modell angenommen oder verworfen werden sollte. Neben der Güte des Gesamtmodells können auch die einzelnen Zusammenhänge zwischen Items und Faktoren auf Signifikanz geprüft werden. Aufgrund ihrer Eigenschaften stellt die CFA ein wichtiges Instrument zur Überprüfung der Dimensionalität und damit der faktoriellen Validität eines Tests dar. Die CFA ist anwendbar für Fragestellungen, in der ein- oder mehrdimensionale latente Strukturen vermutet werden. Im Rahmen der Testkonstruktion liefert die CFA modellbasierte Kennwerte, die mit den deskriptiven Kennwerten Trennschärfe und Itemschwierigkeit der Itemanalyse vergleichbar sind, und bietet die Möglichkeit, die Messäquivalenz von Items zu testen, die als Voraussetzung für Reliabilitätsschätzungen geprüft werden sollte. Darüber hinaus lassen sich konkurrierende Faktormodelle sowie die Messinvarianz eines Tests über Gruppen bzw. Messzeitpunkte hinweg überprüfen. Die CFA ist außerdem Grundlage für komplexere Analysemodelle
Exploratorische Faktorenanalyse (EFA)
In diesem Kapitel wird auf die wichtigsten Aspekte bei der Durchführung einer EFA eingegangen. Es wird mit der allgemeinen Modellvorstellung in der Faktorenanalyse begonnen (Fundamentaltheorem), sodann wird die darauf basierende Varianzzerlegung in durch gemeinsame Faktoren erklärte und unerklärte Anteile dargestellt. Anschließend werden die zentralen Begriffe in der EFA eingeführt, d. h. die Eigenwerte der Faktoren sowie die Kommunalität und Spezifität der Items. Die wichtigsten Extraktionsmethoden, d. h. die Hauptachsenanalyse (Principal Factor Analysis, PFA) und Maximum-Likelihood-EFA (ML-EFA), sowie Rotationskriterien (orthogonal vs. oblique) werden diskutiert, bevor auf weitere Aspekte wie die Beurteilung der Modellgüte, alternative Schätzverfahren und die Berechnung von Faktorwerten eingegangen wird.
Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die exploratorische Faktorenanalyse (EFA) mit dem Schwerpunkt auf ihren Einsatz in der Testkonstruktion. Die EFA kann in der Testkonstruktion z. B. der Beurteilung der Dimensionalität der in einem Test enthaltenen Items dienen oder sie kann die Dimensionalität mehrerer Subtests eines Tests zueinander in Beziehung setzen. Die EFA kann verwendet werden, um die Frage zu beantworten, ob die einzelnen Items, die zu einer Facette eines Tests gehören, auch dasselbe messen, ob also eine Zusammenfassung der einzelnen Itemwerte zu einem Testwert gerechtfertigt ist. In der EFA unterscheidet man Extraktionsverfahren und -kriterien sowie Rotationsverfahren. Extraktionsverfahren und -kriterien werden verwendet, um zu entscheiden, wie viele Dimensionen (Faktoren) notwendig sind, um die in den Items enthaltenen multivariaten Informationen ökonomisch zu repräsentieren. Die verschiedenen Rotationsverfahren erlauben außerdem eine bessere Zuordnung der Items zu den Faktoren. Das Kapitel beginnt mit der Einführung der Grundlagen der EFA zur Bestimmung der Anzahl der relevanten Faktoren, gefolgt vom Konzept der Rotation. Anschließend werden Aspekte der Modellüberprüfung und -interpretation vorgestellt. Zuletzt wird auf aktuelle Entwicklungen der EFA eingegangen
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