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    Historisch-soziologische Rekonstruktion einer Konstellation westdeutscher Soziologiegeschichte

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    Zusammenfassung Gegenstand des Beitrages ist die historische Konstellation der westdeutschen Soziologie der 1970er Jahre. Während die Anfänge der bundesrepublikanischen Soziologie ein inzwischen gut untersuchtes Feld sind, bleiben die fachlichen Entwicklungen und Besonderheiten dieser Dekade bisher stark unterbeleuchtet. In den 1960er Jahren als gesellschaftliche Orientierungs- und Reformdisziplin entdeckt, wurde die Soziologie in den Siebzigern zum Ort eines vielschichtigen Kulturkampfes, der unterschiedliche Hoffnungen, Befürchtungen und Parteilichkeiten aufeinander bezog. Mit der gesteigerten gesellschaftlichen Wahrnehmung und Einbeziehung soziologischen Wissens und Denkens in den gesellschaftlichen Diskurs gingen unterschiedlichste Formen der Polarisierung einher. Inwiefern bietet die soziologische Konstellation der siebziger Jahre einen alternativen Modellfall für die Konstitutionalisierung der Sozialwissenschaften, der weder von wissenschaftslogisch begründeten Konzepten einer Einheitswissenschaft noch von Parteinahmen für eine soziologische Theorien- und Methodenpluralität gedeckt ist

    Shmuel Noah Eisenstadt: Kulturtheoretische Zivilisationsanalyse

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    Shmuel Noah Eisenstadt wurde am 10. August 1923 in Warschau geboren. Seine Eltern waren wie der Rest der weit verzweigten, ursprünglich aus Weißrussland stammenden jüdischen Familie stark vom Zionismus geprägt. So emigrierte 1935 auch Eisenstadts Mutter — der Vater, Zahnarzt von Beruf, war frühzeitig verstorben — mit ihrem einzigen Sohn nach Palästina, um sich in Tel Aviv als Bankangestellte niederzulassen. Dort besuchte Eisenstadt zunächst das Gymnasium, bevor er 1940 an der Hebräischen Universität von Jerusalem das Studium der Geschichte und Soziologie aufnahm. Die zionistische Bewegung, die jüdische Einwanderung nach Palästina und die Gründung des Staates Israel in einer sicherheitspolitisch prekären Umwelt, seine Stellung zur arabischen Bevölkerung, aber auch seine Beziehungen zur jüdischen Diaspora — all dies sind Erfahrungen und Themen, mit denen sich Eisenstadt angefangen von seinen frühen migrations- und jugendsoziologischen Arbeiten bis in sein Spätwerk hinein kontinuierlich beschäftigte (vgl. Eisenstadt 1985 und 1992a). Sie prägten die Denkbewegung, an deren Ende ein in verschiedenste Disziplinen hinein ragendes kultur- und zivilisationstheoretisches Forschungsprogramm stehen sollte

    Victor Turner

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    La sociologie de la culture en Allemagne

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    La sociologie allemande de la culture bénéficie d'un double statut. D’abord parce que les fondateurs de la discipline en Allemagne ont manifesté fortement leur intérêt pour la culture, ensuite parce que la sociologie de la culture se présente souvent au carrefour des différentes sociologies spéciales, comme s'il s'agissait d'une sociologie générale qui ne dirait pas son nom. Cela peut expliquer pourquoi la sociologie allemande de la culture fut et reste encore un champ de luttes et de controverses multiples, portant aussi bien sur la légitimité scientifique de la sociologie que sur celle de ses concepts, en particulier ceux de culture et de société. L'ambition de ce numéro est de fournir au lecteur des textes incontournables, que ce soit parce qu'ils ont marqué les moments cruciaux de l'institutionnalisation de la sociologie allemande de la culture, qu'ils en donnent le bilan ou qu'ils en tracent l'horizon futur. Ce numéro a été réalisé avec le soutien de l'Agence Nationale de la Recherche (ANR), de la Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ainsi que de la DGLFLF. Die deutsche Kultursoziologie hat in doppelter Hinsicht einen besonderen Status: Einerseits war bereits für die Gründerväter der deutschen Soziologie Kultur von beträchtlichem Interesse und andererseits steht die deutsche Kultursoziologie oft am Schnittpunkt der verschiedenen Spezialsoziologien, ganz so als handele es sich um eine allgemeine Soziologie, die sich nicht zu sich bekennt. Dies könnte erklären, warum die deutsche Kultursoziologie auch heute noch ein Feld für vielfältigste Kämpfe und Kontroversen darstellt, bei denen es sowohl um die wissenschaftliche Legitimität der Soziologie als auch um die ihrer Begriffe geht, insbesondere um den Kultur- und den Gesellschaftsbegriff. Dieses Themenheft soll ganz zentrale Texte zugänglich machen – Texte, die die Institutionalisierung der deutschen Kultursoziologie maßgeblich geprägt haben, Bilanz ziehen und künftige Horizonte aufzeigen. Diese Ausgabe wurde publiziert mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Agence Nationale de la Recherche (ANR) sowie des franzözischen Ministeriums für Kultur (DGLFLF)
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