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Contre la sagesse résignée - Ernst Troeltsch et le dépassement de la crise du monde moderne à partir de la notion d'émanatisme critique/ Against Resigned Wisdom - Ernst Troeltsch, Beyond the Crisis of the Modern World Through the Notion of Critical Emanatism
Merz-Benz Peter-Ulrich. Contre la sagesse résignée - Ernst Troeltsch et le dépassement de la crise du monde moderne à partir de la notion d'émanatisme critique/ Against Resigned Wisdom - Ernst Troeltsch, Beyond the Crisis of the Modern World Through the Notion of Critical Emanatism. In: Archives de sciences sociales des religions, n°101, 1998. pp. 131-175
Humanismus und Soziologie
Welches ist die Bedeutung des Humanismus für die soziologische Erkenntnisbildung? Seit der Entstehung der Soziologie wurde diese Frage immer wieder aufgeworfen – um bald darauf wieder zu verschwinden. Und damit blieb auch der eigentliche Gegenstand dieser Frage bis heute verborgen: die Bestimmung der Kultur der Soziologie. Denn die soziologische Erkenntnisbildung, das Erstehenlassen der Wirklichkeit des menschlichen Zusammenlebens in Begriffen, ist eine „kulturelle Tätigkeit“. Am gegenwärtigen Zustand der Soziologie zeigt sich dieser Mangel besonders deutlich, droht das Streben nach soziologischer Erkenntnis sich doch im Niemandsland zwischen „multiparadigmatischen“ Verlegenheitslösungen, Hyperrealitäten methodischer und statistischer Codes und technokratischem Dienstleistungswissen buchstäblich zu verlieren. – Vor diesem Hintergrund versammelt der Band grundlegende Untersuchungen des (Nicht-)Vehältnisses von Humanismus und Soziologie. Dabei kommen so unterschiedliche Strömungen wie die Kritische Theorie, Rational Choice und der Poststrukturalismus, so unterschiedliche Autoren wie Karl Mannheim, Talcott Parsons, Leo Strauss und Alfred Weber zur Sprache. Auf diese Weise ermöglicht der Band einen neuen Blick auf die Soziologie, insbesondere auf deren geisteswissenschaftliche Dimension
Luhmann und die Formale Mathematik
Niklas Luhmann verwendet in seiner soziologischen Systemtheorie offenbar etwas, das er den Büchern des englischen Mathematikers George Spencer Brown entnimmt. Dessen Formenkalkül ist für Luhmann, wie Günther Schulte treffend bemerkt, "Mädchen für alles, mit dem er nicht nur in der Lage ist Teezukochen, sondern auch Auto oder Straßenbahn zu fahrenâ€?. Der erste Blick in Spencer Browns Laws of Form vermittelt einen anderen Eindruck: nichts scheinen sie mit soziologischer Systemtheorie zu tun zu haben. Der vorliegende Text bearbeitet hieran anknüpfend eine recht bescheidene Frage, die sich gleichwohl jedem Luhmann-Leser schon einmal gestellt haben dürfte: Was wollen die Laws of Form und was will Luhmann mit ihnen? Als Antwort ergibt sich, nach Zurückverfolgung der relevanten Fußnoten, eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, daß die Lektüre der Laws of Form offenbar niemandem wirklich weiterhelfen kann, auch Luhmann selbst nicht. Die gute ist folglich, daß dem Luhmann-Leser die Notwendigkeit erspart bleibt, einen so dunklen, weil sparsamen Kalkül zu verstehen. Das meiste nämlich, was Luhmann den Laws of Form angeblich entnimmt, steht auf den zweiten Blick nicht darin. Er wird es also ohnehin durch andere Texte begründen müssen
Viktimogene Situationen und individuelle Verarbeitungsprozesse : eine qualitative Analyse jugendlicher Opfer rechtsextremer Gewalt
Luhmann und die Formale Mathematik
Niklas Luhmann verwendet in seiner soziologischen Systemtheorie offenbar etwas, das er den Büchern des englischen Mathematikers George Spencer Brown entnimmt. Dessen Formenkalkül ist für Luhmann, wie Günther Schulte treffend bemerkt, "Mädchen für alles, mit dem er nicht nur in der Lage ist Teezukochen, sondern auch Auto oder Straßenbahn zu fahrenâ€?. Der erste Blick in Spencer Browns Laws of Form vermittelt einen anderen Eindruck: nichts scheinen sie mit soziologischer Systemtheorie zu tun zu haben. Der vorliegende Text bearbeitet hieran anknüpfend eine recht bescheidene Frage, die sich gleichwohl jedem Luhmann-Leser schon einmal gestellt haben dürfte: Was wollen die Laws of Form und was will Luhmann mit ihnen? Als Antwort ergibt sich, nach Zurückverfolgung der relevanten Fußnoten, eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, daß die Lektüre der Laws of Form offenbar niemandem wirklich weiterhelfen kann, auch Luhmann selbst nicht. Die gute ist folglich, daß dem Luhmann-Leser die Notwendigkeit erspart bleibt, einen so dunklen, weil sparsamen Kalkül zu verstehen. Das meiste nämlich, was Luhmann den Laws of Form angeblich entnimmt, steht auf den zweiten Blick nicht darin. Er wird es also ohnehin durch andere Texte begründen müssen
"Kelsen, Weber and the Free Law Movement"
The article concentrates upon the emergence, in the first decade of the twentieth century, of the distinctive German language tradition of the sociology of law and, in particular, the early work of Hermann Kantorowicz, as the exemplary representative of the Free Law Movement (Freirechtsbewegung). The Free Law Movement challenges the preceding conception of judicial decision-making of Begriffsjurisprudenz, initiating the wider question of the status and foundation of a theory of law. The challenge is then considered through the engagement of Kelsen and Weber with Kantorowicz, tracing the appropriation of the insights of the Free Law Movement for a Kelsenian pure theory of positive law and for a Weberian sociology of law
Die Erstehung des „Gesellschaftsganzen“ als schöpferischer Akt – Ein Blick auf die Kultursoziologie Alfred Webers und weiter auf die aktuelle Theoriediskussion in der Soziologie
Aus Sicht der Gegenwartssoziologie erscheint das Werk Alfred Webers als eine fremde Welt. Weshalb sollen wir uns dann (noch) mit ihm beschäftigen? Im Ausgang von Alfred Webers Kultursoziologie vermag der Begriff der Gesellschaft und insbesondere des Gesellschaftsganzen um eine ›entscheidende Nuance‹ ergänzt zu werden, was sich wiederum für die aktuelle Theoriediskussion, Stichwort: Neubestimmung von Sozialität, als aufschlussreich erweist. Alfred Weber zufolge besteht das Gesellschaftsganze in ›struktureller Abgeschlossenheit‹, der gesellschaftliche Zusammenhalt selbst aber ist das Ergebnis ›kulturellen Tuns‹. Er ›verläuft‹ durch die Konkretionen des Wirklichkeitsgeschehens hindurch. Damit nimmt Alfred Weber eine historistische Position ein, bezieht sich zu deren Ausgestaltung indes über Dilthey hinaus auf Schopenhauer, auf Burckhardt und – eher ungewohnt – auf Goethe. Der Philosophie des Neukantianismus steht er ablehnend gegenüber. Dass der Zusammenhalt der im wertgeleiteten und sinnhaften Handeln der Menschen konstituierten sozialen und kulturellen Wirklichkeit allein in der intersubjektiven Geltung von Werten und deren innerwirklicher Auftretensform(en) in Gestalt von ›sozialen Beziehungen‹ und zuhöchst von Ordnungen begründet ist – entsprechend der Auffassung seines Bruders Max –, findet nicht seine Zustimmung. Alfred Weber zufolge trägt das Gesellschaftsganze seine Ganzheit vielmehr in sich. Das Gesellschaftsganze ist etwas, das im Handeln erst ›ersteht‹; es wird nicht bloß werthaft konstituiert, sondern durch Werte, Ideen, durch das Unbedingte, ›erfüllt‹. Dieses ›kulturelle Tun‹ ist ein ›schöpferischer Akt‹, mit dem das reale Handlungsgeschehen immer auch transzendiert wird, einschließlich der dieses (mit-)bestimmenden strukturellen Gegebenheiten sowie materiellen Verhältnisse. Damit wird Thema, was in der aktuellen Theoriediskussion unter den Titel ›Hervorbildung von Sozialität‹ figuriert, wobei Sozialität bezeichnenderweise etwas ist, das sich in und unter den gegebenen Verhältnisse vollzieht und doch über diese hinausweist, als etwas Neues. Und beinahe wichtiger noch: auch der Übergang von Nicht-Sozialität zu Sozialität steht als solcher zur Erörterung an
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