203 research outputs found
Who was the best Friend Scoring Sheet
Scoring sheet with raw data for analyses published in the article "Who was the best Friend?" by Mathias Basner in the October 2021 issue of Significance Magazine
Friends Dyad Deed Visualization
Illustration
of all friendship deeds across the 10 seasons for analyses published in the article "Who was the best Friend?" by Mathias Basner in the October 2021 issue of Significance Magazine. Positive and negative deeds are
shown in blue and orange, respectively. Large symbols reflect scores of +2 or
-2, while small symbols reflect scores of +1 or -1. Deeds of the first
character in a dyad are shown as squares, those of the second character as
circles. The net scores for each character within a dyad are shown on the right
of the graph. These net scores were summed to derive an overall score for each
dyad (far right)
Die Anwendung der Forschungsergebnisse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Köln, für ein Konzept zum Schutz gegen nächtlichen Fluglärm
Thesenpapier zum Vortrag von Dr. med. Mathias Basner
Die Anwendung der Forschungsergebnisse des Deutschen Zentrums für Luft- und
Raumfahrt (DLR), Köln, für ein Konzept zum Schutz gegen nächtlichen Fluglärm
In 2004 schloss das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin eine umfangreiche
Studie zum Einfluss von Nachtfluglärm auf den Schlaf ab. 128 Versuchspersonen
wurden im Schlaflabor des DLR untersucht, 64 weitere in ihrer häuslichen Umgebung
in der Nähe des Köln/Bonner Flughafens.
Hierbei handelt es sich um eine Studie zu den akuten Wirkungen nächtlichen
Fluglärms. Vor- und Nachteile dieser Studienform werden im Vergleich zu
epidemiologischen Studien kurz diskutiert.
Bei der DLR-Studie kam die Polysomnographie, also die zeitgleiche Erfassung von
Hirnströmen, Augenbewegungen und dem Anspannungszustand der Muskulatur,
zum Einsatz. Mit diesen Signalen ist es möglich, den Schlaf in verschiedene Stadien
zu unterteilen, die eine unterschiedliche Bedeutung für die Erholsamkeit des Schlafs
haben. Auch kurze Weckreaktionen, die nicht zwangsläufig mit Bewegungen
einhergehen, können so erfasst werden.
Die Aufzeichnung und Analyse der Daten ist jedoch aufwändig, weshalb bis vor
kurzem nur wenige kleinere polysomnographische Studien zum Thema
Nachtfluglärm existierten. Aufgrund des jeweils geringen Stichprobenumfangs war
eine Übertragung der Ergebnisse auf eine größere Grundgesamtheit nur sehr
eingeschränkt möglich. Da zudem häufig unterschiedliche Methoden zum Einsatz
kamen, war eine Vergleichbarkeit oder gar Zusammenfassung dieser Studien
ebenfalls nur beschränkt möglich.
Die in der DLR-Feldstudie gefundenen Daten wurden genutzt, um präzise Dosis-
Wirkungsbeziehungen zwischen der Lautstärke eines Fluggeräusches
(Maximalpegel LAS,max) und der Wahrscheinlichkeit aufzuwachen, abzuleiten. Hierbei
handelt es sich um einen nicht zu unterschätzenden, wesentlichen Erkenntnisgewinn
für die Lärmwirkungsforschung: Mithilfe akustischer Prognosedaten kann anhand der
Dosis-Wirkungsbeziehung für jeden Ort in der Umgebung eines Flughafens
prognostiziert werden, mit wie vielen zusätzlich Aufwachreaktionen durch Fluglärm
zu rechnen ist.
Die Dosis-Wirkungsbeziehung stellt die Basis für ein für den Flughafen Leipzig/Halle
entwickeltes wirkungsbezogenes Schutzkonzept dar, welches im
Planfeststellungsbeschluss "Flughafen Leipzig/Halle, Start- und Landebahn Süd mit
Vorfeld" vom 04.11.2004 umgesetzt wurde. Das Konzept basiert auf drei Säulen:
• Im Mittel soll weniger als eine Aufwachreaktion zusätzlich durch Fluglärm
hervorgerufen werden.
Da in einer ungestörten Nacht ca. 24 spontane Aufwachreaktionen beobachtet
werden, ist auch bei langfristiger Exposition bei im Mittel einer zusätzlichen
Aufwachreaktion nicht mit einer Gesundheitsgefährdung zu rechnen.
• Je länger eine Aufwachreaktion andauert, desto größer die Wahrscheinlichkeit,
dass man sie am nächsten Tag erinnert. Schlafqualität und Schlafquantität
werden entsprechend schlechter eingeschätzt. Auch Fluggeräusche werden in
Phasen bewussten Wachseins wahrgenommen und führen zu entsprechenden
Belästigungsreaktionen. Erinnerbares Erwachen sollte deshalb möglichst
vermieden werden. Längere Aufwachreaktionen können insbesondere bei
Maximalpegeln oberhalb von 65 dB beobachtet werden.
Maximalpegel von 65 dB oder mehr sollten deshalb höchstens einmal pro
Nacht auftreten.
• Das Wiedereinschlafen soll möglichst nicht beeinträchtigt werden. Umfangreiche
Modellrechnungen zeigten, dass Fluggeräusche in der zweiten Nachthälfte
zur Gewährung des Wiedereinschlafens mit einem Malus von 1,4 dB belegt
werden sollten. Eine entsprechende Planergänzung wurde im Januar 2006 vom
Regierungspräsidium Leipzig vorgenommen.
Der Kabinettsentwurf für die Novellierung des Fluglärmgesetzes vom Mai 2005 sieht
für den Schutz der Nacht noch eine Kombination aus NAT (number above threshold)-
und LAeq-Kriterien vor. Bei diesen ausschließlich auf akustischen Daten beruhenden
Konzepten wird implizit davon ausgegangen, dass bei Unterschreitung eines
bestimmten Grenzwertes unzumutbare Wirkungen auf den Schlaf des Menschen
nicht mehr auftreten. Es wird jedoch im Vortrag gezeigt, dass NAT- und LAeq-
Kriterien, auch in ihrer Kombination, nur sehr bedingt dazu geeignet sind, die
Wirkungen nächtlichen Fluglärms auf den Schlaf des Menschen adäquat zu
beschreiben. Mithilfe der in der DLR-Feldstudie gefundenen Dosis-
Wirkungsbeziehung werden die Nachtfluglärmwirkungen hingegen explizit
ausgewiesen.
Obwohl es sich bei der DLR-Studie um die umfangreichste schlafmedizinische Studie
zum Einfluss von Nachtfluglärm auf den Schlaf handelt, wird Kritik von Seiten der
Fluglärmgegnerschaft an der Nutzung der Ergebnisse der DLR-Studie geübt. Es
seien z.B. keine Kinder, Greise und Kranken untersucht worden, weshalb die
Übertragbarkeit der Ergebnisse nicht gegeben sei.
Den Autoren der Studie ist bewusst, dass die Repräsentativität der Studie durch
Auswahlkriterien, die für die Sicherung der internen Gültigkeit der Studienergebnisse
aufgestellt wurden, eingeschränkt ist. Aus diesem Grund wurden die Ergebnisse von
der untersuchten Population auch nicht 1:1 auf die Bevölkerung des Flughafens
Leipzig/Halle übertragen, sondern es wurden diverse präventivmedizinische
Maßnahmen ergriffen, um auch solche Menschen vor den Folgen nächtlichen
Fluglärms zu schützen, für die die Studie nicht repräsentativ war, die aber gleichsam
empfindlicher auf Fluglärm reagieren.
Im Vortrag wird die Entscheidung für die Kriterien bei der Probandenauswahl
erläutert. Die präventivmedizinischen Maßnahmen werden im Vortrag ebenfalls
detailliert beschrieben. Aus einer aufwändigen Modellrechnung zum
Wiedereinschlafen geht hervor, dass die durch die präventivmedizinischen
Maßnahmen entstandene Sicherheit mit einem Faktor 3 bis 4 bzw. mit 12 dB beziffert
werden kann. Zusätzlich wird schutzbedürftigen Einrichtungen und Privatpersonen
ein um 3 dB erhöhter Schallschutz gewährt. Eine weitere Anhebung des
Schutzniveaus über das in der Planergänzung festgelegte Maß hinaus ist aus
medizinischer Sicht unbegründet
Critical Appraisal of Methods for the Assessment of Noise Effects on Sleep
Various sleep measurement techniques have been applied in past studies on the effects of environmental noise on sleep, complicating comparisons between studies and the derivation of pooled exposure-response relationships that could inform policy and legislation. To date, a consensus on a standard measurement technique for the assessment of environmental noise effects on sleep is missing. but would be desirable to increase comparability of future studies. This manuscript provides a detailed description of the sleep process, typical indicators of disturbed sleep, and how noise interferes with sleep. It also describes and discusses merits and drawbacks of five established methods commonly used for the assessment of noise effects on sleep (i.e., polysomnography, actigraphy, electrocardiography, behaviorally confirmed awakenings, and questionnaires). Arguments supporting the joint use of actigraphy and a single channel electrocardiogram as meaningful, robust, and inexpensive methods that would allow for the investigation of large representative subject samples are presented. These could be used as a starting point for the generation of an expert consensus
Comment on "The state of the art of predicting noiseinduced sleep disturbance in field settings"
Effects of nocturnal aircraft noise on performance, annoyance and stress hormones - Overview and results of the DLR study
Effects of Nocturnal Aircraft Noise on Performance, Annoyance and Stress Hormone
Excretion – Overview and Results of the DLR-Study
Samel A, Basner M, Maaß H, Quehl J and Wenzel J
Institute of Aerospace Medicine, German Aerospace Center (DLR), 51170 Cologne, Germany,
[email protected]
AIMS From 1999 to 2004, the DLR-Institute of Aerospace Medicine studied human reactions
to nocturnal aircraft noise in laboratory and field experiments in order to develop statistically
sound criteria for the protection of residents living in the vicinity of airports.
METHODS In total, 192 healthy volunteers (m/f), aged between 18 and 65 years, underwent
altogether 2240 study nights. In the isolation facility of the institute, 128 subjects were
examined during 13 consecutive nights. 16 subjects served as control. For 112 subjects, aircraft
noise events were applied between 4 and 128 times per night with maximum sound pressure
levels (SPLs) between 45 and 80 dB(A). Sleep disturbances were assessed by EEG, EOG,
EMG and EKG, by respiration, finger-pulse amplitude and position in bed. These signals were
simultaneously recorded with the acoustic signals for calculating event-correlated reactions.
The concentration of cortisol, epinephrine and norepinephrine was determined from all night
urine samples. At evening and morning, performance tests and questionnaires (fatigue, wellbeing,
annoyance) were applied. These data and results were validated in two field studies with
64 volunteers during 9 consecutive nights at their homes near Cologne airport.
RESULTS Performance and most of the psychological parameters did not show significant
dose-effect relationships, whereas annoyance on night aircraft noise did. Epinephrine and
norepinephrine did not alter under nocturnal aircraft noise, cortisol excretion only changed
under laboratory conditions. When effects occurred, they were much less pronounced in the
field than in the laboratory.
CONCLUSIONS The results of these studies contribute profound experimental knowledge to
the very controversial disputes about the degree of impairing effects on human specific
reactions to nocturnal aircraft noise
Die Anwendung der Forschungsergebnisse des DLR für ein Konzept zum Schutz gegen nächtlichen Fluglärm
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