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Max Reinhardt: Vom bürgerlichen Theater zur metropolitanen Kultur
Dieses Buch liefert einen Überblick über die Theaterarbeit Max Reinhardts: Ausgehend von Reinhardts eigenem Konzept, das drei unterschiedliche Theaterräume und -formate projektierte, werden zunächst die Arbeiten in diesen unterschiedlichen Formaten vorgestellt, das Kabarett, die Entwicklung eines "intimen Theaters" in den Kammerspielen sowie die Experimente mit dem Zirkus. Dabei werden diese ästhetischen Projekte, die anhand einzelner Inszenierungen vorgestellt werden, nicht nur in ihrer künstlerischen Form und Programmatik vorgestellt, sondern auch im kulturellen Kontext beschrieben. Der zweite Abschnitt ist der Struktur und den Besonderheiten des reinhardtschen Theaterimperiums gewidmet: Hierbei wird anhand der Gastspiele gezeigt, wie er sich von Anfang an um eine über Berlin hinausreichende Wirkung seines Theaters bemühte. In einem zweiten Schritt werden diese Überlegungen anhand der ökonomischen Struktur und dem organisatorischen Aufbau seines Theaterunternehmens gezeigt, um abschließend am Beispiel des Films zu zeigen, was die Stärken aber auch die Schwächen des reinhardtschen Entwurfes waren. Abschließende Überlegungen diskutieren, inwiefern die Wahrnehmung der Privatperson Max Reinhardt und seiner jüdischen Herkunft seine Möglichkeiten kultureller Teilhabe beeinflusste, sowie Aufstieg und Ende des Reinhardt-Theaters als beispielhafter Prozess für eine weiterreichende kulturelle Entwicklung.Der kulturgeschichtliche Ansatz macht das Buch nicht nur für Theaterwissenschaftler interessant, sondern auch für einen breiteren Leserkreis, der sich für das kulturelle Leben im deutschsprachigen Raum zwischen 1890-1933 interessiert
Vom Verfertigen der Gedanken beim Sammeln. Versuch einer Annäherung an das Jubiläum der Theaterwissenschaftlichen Sammlung.
100 Jahre – 100 Objekte
1919 begründete der Kölner Gelehrte Carl Niessen eine Lehrsammlung für das neue Fach Theaterwissenschaft an der gerade wiedereröffneten Universität zu Köln. Ziel war und ist es, die Vielseitigkeit und Vielgestaltigkeit von Theater in allen Spielarten erfahrbar zu machen. So ist eine einzigartige Schatz- und Wunderkammer entstanden, die eines der größten Archive für Theatergrafik sowie eine umfangreiche Sammlung zu Theaterfotografie, Puppen, Masken und Schattenfiguren umfasst.
Das Arbeitsbuch zum Jubiläum präsentiert den Reichtum und die Bandbreite der Sammlung: Bekannte Namen wie Alexandra Exter, Lotte Jacobi, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky oder George Grosz sind ebenso vertreten wie die Frankfurter Fotografinnen Nini und Carry Heß, der Expressionist Ludwig Sievert, Max Reinhardts Bühnenbildner Ernst Stern, die Familie Galli da Bibiena oder der Grenzgänger zwischen Film und Theater Hein Heckroth. Es finden sich Masken aus aller Welt neben den ältesten erhaltenen Figuren des Kölner Hänneschen-Theaters oder der Nachlass des Münchener Originals Karl Valentin. Der Band lädt ein zu einem Streifzug durch die Theatergeschichte und in die faszinierende Welt dessen, was vom Theater bleibt
Handbuch Drama Theorie, Analyse, Geschichte
Umfassender Überblick von der Antike bis heute mit historischen und kulturellen Kontexte
The Interpretation of Theatre
The 19th century ushered in an unprecedented boom in technology, the unification of European nations, the building of global empires and stabilization of the middle classes. The theatre of the era reflected these significant developments as well as helped to catalyse them. Populist theatre and purposebuilt playhouses flourished in the ever-growing urban and cosmopolitan centres of Europe and in expanding global networks.
This volume provides a comprehensive and interdisciplinary overview of the cultural history of theatre from 1800 to 1920. Highly illustrated with 51 images, the ten chapters each take a different theme as their focus: institutional frameworks; social functions; sexuality and gender; the environment of theatre; circulation; interpretations; communities of production; repertoire and genres; technologies of performance; and knowledge transmission
Theater und kulturelle Erinnerung : kultursemiotische Untersuchungen zu George Tabori, Tadeusz Kantor und Rina Yerushalmi
Das Verhältnis von Theater und kultureller Erinnerung scheint durch ein offensichtliches Paradox geprägt zu sein: Während das Theater versucht, die Illusion eines 'Hier und Jetzt' zu erzeugen, verweist die Darstellung von Geschichte mit den Mitteln des Theaters stets auf die zeitliche Differenz und somit auch auf die Fiktionalität der Darstellung. Die Studie nähert sich diesem Komplex aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive
Hamlet-Handbuch Stoffe, Aneignungen, Deutungen
Moderne mythische Gestalt und Kernbestand des kulturellen Kanons. Kaum eine Figur beherrscht so sehr die westliche Vorstellung vom Theater wie Shakespeares Hamlet. Das Handbuch beschäftigt sich mit dem Hamlet-Stoff und seiner Deutung und vermittelt Hintergrundwissen zum Shakespeareschen Drama. Der Schwerpunkt liegt auf der vielgestaltigen Rezeptionsgeschichte. Sowohl die Bühnengeschichte als auch die Aneignungen der Figur in Kunst, Literatur, Musik, Film und Populärkultur werden ausführlich beleuchtet. Mit vielen Beispielen, teilweise in englischer Sprache
Ein theatralisches Zeitalter: Bürgerliche Selbstinszenierungen um 1900: Bürgerliche Selbstinszenierungen von 1870 bis 1933
Als im Januar 1927 in Köln Harry Domela verhaftet wird, der als vermeintlicher Prinz von Preußen zwei Jahre lang durch verschiedene deutsche Städte gereist war, stand der immer noch jungen Republik schlaglichtartig vor Augen, wie groß die Sehnsucht nach der verloren gegangenen Monarchie in fast allen gesellschaftlichen Schichten noch war. In der Maske des Hochstaplers aber wurden auch die Züge bürgerlicher Selbstinszenierung deutlich: Im Gefüge einer Gesellschaft, die sich durch Binnenmigration und sprunghafte Urbanisierung in ihren Grundfesten änderte, nahmen symbolische Selbstdarstellungen auf der Bühne, aber auch im ‚wirklichen Leben’ einen zentralen Platz ein. Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Formen dieser Selbstinszenierungen, die schwanken zwischen der Sehnsucht nach ländlicher Ursprünglichkeit und weltstädtischer Weitläufigkeit. 'Vom Weissen Rössel' über 'Wilhelm Tell' bis hin zu Phänomen wie der Revue und dem Warenhaus als sozialer Bühne wird so die kulturelle Ökonomie des Spektakels als Mittel der Selbstdarstellung und Selbsterfindung erkennbar
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