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Die korrelative Konstruktion im nominalen Bereich: Eine kontrastive Analyse Deutsch-Italienisch
Die Korrelate im Deutschen stellen ein „dorniges“ Problem (Sitta 1971: 51) für den Deutsch-als-Fremdsprache (DaF)-Unterricht dar. Während sich die Linguisten auch aus fremdsprachendidaktischer Sicht intensiv mit der Korrelation im verbalen Bereich auseinandergesetzt haben, sind Korrelate bei den Substantiven und Adjektiven fast unbehandelt geblieben, wobei diese als valenzbedingte Elemente auch im Fremdsprachenunterricht von großer Relevanz sind. ie Valenztheoretiker haben sich überwiegend mit dem Verb beschäftigt, da dieses als „Hauptschlagader“, als Mittelpunkt des Satzes gilt, um den sich die Satzkomponenten stellen. Trotz dieses hohen Stellenwertes des Verbs möchte ich mich in diesem Beitrag mit der Korrelation im nominalen Bereich beschäftigen, weil Korrelate bei den Substantiven für den DaF-Unterricht genauso wichtig wie diejenigen bei den Verben sind: Das Weglassen eines obligatorischen Korrelats bei einem Nomen kann ebenso zur Ungrammatikalität des Satzes führen, wie dies bei den verbabhängigen Korrelaten der Fall ist. Da auch das Italienische über ein ähnliches Phänomen verfügt, werde ich hier die korrelativen Konstruktionen des Deutschen kontrastiv mit dem Italienischen analysieren. Eine kontrastive Herangehensweise ist nicht nur aus linguistischer Sicht ausgesprochen interessant, sondern sie bewährt sich – wie gezeigt werden wird – auch im Fremdsprachenunterricht
Vorwort
Der vorliegende Band vereint sieben Schriftfassungen von Vorträgen in der Arbeitsgemeinschaft „Valenz, Konstruktion und Deutsch als Fremdsprache“, die 2010 auf der Tagung Deutsche Sprachwissenschaft in Italien von Peter Colliander und den Herausgebern organisiert wurde. Zusätzlich enthält der Band Beiträge von María José Domínguez Vázquez, Hans-Werner Eroms, Marie Antoi¬nette Rieger und Klaus Welke, die nicht an der Arbeitsgemeinschaft teilnehmen konnten. Außer Germanisten aus Deutschland und Italien haben auch Germanisten aus Großbritannien, Japan und Spanien an dem Band mitgewirkt. Alle Beiträge wurden von zwei anonymen Lesern begutachtet.
Der Band hat zwei Ziele: Einerseits stellt er eine Fortführung des 2010 ebenfalls in der Reihe „Deutsche Sprachwissenschaft international“ erschienenen Bandes „Valenz und Deutsch als Fremdsprache“ (Fischer/Fobbe/Schierholz 2010) dar. Das zweite Ziel liegt in einem Beitrag zu der von Valenztheoretikern intensiv geführten Auseinandersetzung mit, z. T. auch Adaption von, konstruktionsgrammati¬schen Ideen. Die Aktualität des Themas zeigte sich auch auf der Jahrestagung Sprachliches Wissen zwischen Lexikon und Grammatik des Instituts für Deutsche Sprache (Mannheim 2010), auf dem von Thomas Herbst und Anatol Stefanowitsch organisierten Workshop Argument Structure in Valency Theory and Construction Grammar (Hamburg 2011) und auf dem von Stefan Schierholz und Thomas Herbst ausgerichteten Valenzpartner-Kolloquium (Erlangen 2012)
Die Phrasem-Konstruktion [XNPnom seinKopula mirExp (Modalpartikel) Detein(e) YNP]Exkl und ihre Relationen innerhalb der Ethicus-Konstruktion und der Dativ-Familie
This paper discusses the “phraseme-construction” (Dobrovol’skij 2011) [XNPnom seinKopula mirExp (modal particle) Detein(e) YNP]Exkl (e.g. Du bist mir einer, Du bist mir ja ein Schlingel), in which a so-called “dativus ethicus” is used. The aims of the contribution are (i) to describe the form and meaning of the phraseme construction with a corpus search, thereby focusing on the non-lexical position (Detein(e) YNP) and on the various expressions of illocutive function; (ii) define the links between the phraseme-construction [XNPnom seinKopula mirExp (modal particle) Detein(e) YNP]Exkl and the other dative constructions (compare De Knop & Mollica 2016, 2017). Some principles of Construction Grammar, i.e. the postulate of a grammar-lexicon-continuum, the claim of a holistic description, the inheritance links between constructions, together with Wittgenstein's concept of family resemblance prove to be useful for the study
Valenz, interne und externe Syntax bei Phrasemen. Konstruktionsgrammatische und begriffstheoretische Überlegungen anhand des Deutschen und Italienischen
In this article, the concepts of ‘internal’ and ‘external valency’ are critically reviewed in application to German and Italian phrasemes (especially collocations and verbal idioms). It turns out that these concepts and the theoretical assumptions that go along with them are not suitable for an adequate, usage-based description. Instead, preference is given to the conception of an internal and external syntax of phrasemes, which allows to capture all recurrent and frequent syntagmatic modifications and all typical cotexts of a phraseme. Important for this approach, based on Construction Grammar, is an extended valency concept and the consistent corpus-based exploration of the modification area and the modification potential within and outside of phrasemes. In a concluding chapter, arguments are presented which also underline a profitable foreign language teaching use of this approach
Die Untertitelung eines Werbespots: zur Übertragung eines multimodalen Textes vom Deutschen ins Italienische
In diesem Beitrag werden zuerst die sprachlichen Besonderheiten eines deutschen Fernsehspots diskutiert, um dann einen eigenen Untertitelungsversuch in italienischer Sprache zu präsentieren. Im Vordergrund stehen die Analyse von Ausgangs- und Zieltext sowie die Diskussion der mit der Übersetzungs- bzw. Untertitelungspraxis verbundenen Schwierigkeiten. Dabei spielt die Untersuchung der im Dokument enthaltenen Phraseologismen und ihrer Entsprechungen im Italienischen eine wichtige Rolle, da ihre Übertragung in eine andere Sprache oft mit semantischem bzw. pragmatischem Verlust verbunden ist. Es wird auch auf die Problematiken der Transkription und der untertitelungsrelevanten Analyse des Ausgangstextes eingegangen. Hierbei wird die polysemiotische Natur des audiovisuellen Textes hervorgehoben, weil in dem Spot viele Kommunikationsmodi zur Realisierung der Textillokution verwendet werden
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