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Frischtheke 11, Sabrina Müller
Sabrina Müller, Geschäftsführerin des Zentrums für Kirchenentwicklung an der Theologischen Fakultät, wird von Katharina Haubold und Rolf Krüger interviewt zum Thema Kirche und Strukturen, Beziehungen, liquide Kirche und die Frage, wie weiblich Fresh X ist.
Fresh X steht für ergänzende Ausdrucksformen von Kirche. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit haben sie eines gemeinsam: die Haltung, aus der heraus eine Fresh X entsteht. Diese geht davon aus, dass Gott überall am Werk ist, auch dort, wo Menschen keinen Bezug zu Kirche haben. Deshalb gehen Menschen an Orte und in Kontexte, wo Leuten die Kirche fremd ist
Sabrina Müller, wie wird Kirche neu?
Die reformierte Kirche hat zu wenig Pfarrerinnen und Pfarrer - aber Priester hätte sie eigentlich genug. Laut Sabrina Müller schwebt das «Allgemeinen Priestertum» zwar als Konzept durch die Kirchenlandschaft, aber in der Praxis fasst es viel zu selten Fuss. Um Laien darin zu fördern, die Gemeinde zu gestalten, sollten Pfarrpersonen weniger leiten und mehr coachen.
Nicht für, sondern mit Menschen zusammen Kirche zu gestalten, das ist auch die Grundlage, auf welcher «Fresh Expressions of Church» beruhen. Sabrina Müller forschte dazu im Rahmen ihrer Dissertation, während sie selbst solche neuen Formen ausprobiert und begleitet hat. Sie spricht mit Anna und Lukas darüber, welche theologischen und strukturellen Voraussetzungen es braucht, damit Fresh X entstehen können. Lukas ist überrascht, dass eine Mehrheit der Fresh X von lokalen Kirchgemeinden initiiert werden. Sabrina Müller empfiehlt deshalb: «Manchmal lohnt es sich, einfach selbst auszuprobieren, und nicht zuerst auf die Institution zu warten.»
Fresh X reagiert auf eine gesellschaftliche Veränderung: Postmoderne Menschen konstruieren ihr Weltbild nicht auf der Grundlage der besten Argumente, sondern übernehme jene Überzeugungen, welche sich in ihrem Leben als relevant erweisen. Deshalb lasst uns Kirche leben, Glauben fühlen und vom Geist bewegt werden
Der Suizid meiner besten Freundin. Der Trauerprozess von Sabrina Müller dauert beinahe zehn Jahre.
«Gott, ist das wahr? Wie konntest du das zulassen?» Ausgerechnet in ihren Flitterwochen erfährt Sabrina Müller, dass ihre beste Freundin Suizid beging. Sie ist geschockt, traurig, wütend. Vor der Abreise hatte ihr ihre Freundin hoch und heilig versprochen, dass sie sich nichts antun würde.
Mit der Traurigkeit über den Verlust ihrer Freundin und dem psychischen Schmerz weiterzuleben scheint Müller unmöglich. Sie hatten doch noch so viele gemeinsame Pläne. «Ich hasste mich dafür, dass Angelika sich das Leben genommen hatte. Warum noch existieren, wenn ein Teil des Lebensinhalts fehlt und dazu noch Schuld, Scham, Stigmatisierung, Isolation und ein tiefes Gefühl der Verlassenheit kommen?»
Der Trauerprozess von Sabrina Müller dauert beinahe zehn Jahre. Nun spricht die reformierte Pfarrerin und Praktische Theologin im Talk darüber, was ihr in dieser schweren Zeit geholfen hat und wie sie langsam wieder zurück in ein verändertes Leben fand
Blinde Flecken der Theologie: Sabrina Müller über die fehlende weibliche Perspektive und Theologien von unten
Kritischer Blick auf die eigene Disziplin: Sabrina Müller, selbst Praktische Theologin und Geschäftsleiterin des Universitären Forschungsschwerpunktes «Digital Religion(s)», macht auf den «bias», auf Verzerrungen aufmerksam, unter anderem bei «deutschsprachigen, weissen, männlichen Praktischen Theologen». Sie selbst fordert auch weibliche, Trans- und nicht-europäische Perspektiven ein, erzählt vom Potential religiös gedeuteter Erfahrungen und will «Theologie von unten», die empowert – mit und ohne Dämonen.
Ein Podcast der Theologischen Fakultät der Universität Zürich. Produziert in Zusammenarbeit mit der Podcastschmiede
Sabrina Müller : Theologische Geschäftsführerin am Zentrum für Kirchenentwicklung der Universität Zürich
Sabrina Müller, 40, erlebte als junge Frau in den USA, wie zigtausende Menschen gemeinsam Gottesdienst feierten. Nun will sie mit ihrer Forschung an der Universität Zürich herausfinden, was es braucht, um auch Menschen in der Schweiz für die Kirche zu begeistern
Diese Arbeit sollte ein Teil des Pfarramts sein
Influencerinnen : Die Theologin Sabrina Müller erklärt im Interview, warum es christliche Influencer in der Schweiz eher schwer haben und wo Potenzial und Gefahren von Social Media liegen
[Rezension zu:] Sabrina Müller: Soldaten in der deutschen Revolution von 1848/49
Rezension zu Sabrina Müller: Soldaten in der deutschen Revolution von 1848/49 (= Krieg in der Geschichte, Bd. 3). Paderborn, München, Wien und Zürich: Schöningh, 1999
Kirche muss netzwerkartiger gedacht werden
Seit zehn Jahren forscht das Zentrum für Kirchenentwicklung an der Kirche der Zukunft. Wie sie aussehen könnte und welche alten Zöpfe besser abgeschnitten werden sollten, erzählt die Theologische Geschäftsführerin Sabrina Müller im Interview
Suizid! Warum wolltest du nicht mehr leben?
Tot. Als Sabrina Müller vom Suizid ihrer besten Freundin erfährt, ist sie geschockt. Sie fühlt sich ohnmächtig, schuldig und weiss nicht, wie sie weiterleben soll. Die reformierte Theologin bricht mit dem Tabu Suizid und erzählt, wie ihr komplexer Trauerprozess mit Höhen und Tiefen verlief.
«Gott, ist das wahr? Wie konntest du das zulassen?» Ausgerechnet in ihren Flitterwochen erfährt Sabrina Müller, dass ihre beste Freundin Suizid beging. Sabrina Müller ist geschockt, traurig, wütend. Vor der Abreise hatte ihr ihre Freundin hoch und heilig versprochen, dass sie sich nichts antun würde. Mit der Traurigkeit über ihren Verlust und dem psychischen Schmerz weiter zu leben, scheint ihr unmöglich. Sie hatten doch noch so viele gemeinsame Pläne. «Ich hasste mich dafür, dass Angelika sich das Leben genommen hatte. Warum noch existieren, wenn ein Teil des Lebensinhalts fehlt und dazu noch Schuld, Scham, Stigmatisierung, Isolation und ein tiefes Gefühl der Verlassenheit kommen?» Der Trauerprozess von Sabrina Müller dauert beinahe zehn Jahre. Nun spricht die reformierte Pfarrerin und Praktische Theologin offen darüber, was ihr in dieser schweren Zeit geholfen hat und wie sie langsam wieder zurück in ein verändertes Leben fand
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