24 research outputs found

    Auswirkungen von Grunderwerbsteuererhöhungen auf den Wohnungsmarkt

    No full text
    Seit dem Jahr 2006 haben fast alle Bundesländer ihren Grunderwerbsteuersatz erhöht. Die Grunderwerbsteuer stellt ein wichtiges Mittel der Länder zur Konsolidierung ihrer Haushalte dar. Gleichzeitig können Erhöhungen zu einem Rückgang der Marktaktivität und zu Wohlfahrtsverlusten führen. FRITZSCHE und VANDREI (2016) zeigen, dass eine höhere Grunderwerbsteuer nicht nur kurzfristig mit starken Verhaltensanpassungen auf dem Immobilienmarkt einhergeht, sondern auch langfristig die Anzahl der Transaktionen erheblich reduziert. Der vorliegende Beitrag fasst diese Untersuchung zusammen

    The German Real Estate Transfer Tax: Evidence for Single-Family Home Transactions

    Get PDF
    This paper uses recent data for single-family home purchases to study the effects of theGerman real estate transfer tax. We aim to separate the tax’s short-term anticipatoryeffects from its long-term effects on real estate transactions. The data indicate that anincrease in the transfer tax is negatively correlated with the number of transactions thattake place in the market for single-family homes. We estimate that a one percentagepoint higher transfer tax produces enormous anticipation effects and yields approximately6% fewer transactions over the long run

    Scheitern der sozialen Wohnungspolitik: Wie bezahlbaren Wohnraum schaffen?

    Get PDF
    Wohnen wird – zumindest in einigen Städten – zum Luxusgut, bezahlbarer Wohnraum zur Mangelware. Die Wohnungsbaupolitik muss drastisch verändert werden. Sollte der soziale Wohnungsbau ausgebaut, die Mietpreisbremse verschärft werden oder – im Gegenteil – auf beides weitgehend verzichtet werden? Sollten stattdessen die Bauvorschriften gelockert und das Wohngeld reformiert und ausgebaut werden? Friedrich Breyer, Universität Konstanz, stellt das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur derzeit herrschenden Wohnungspolitik vor. Demnach sind die zuletzt beschlossenen Maßnahmen nicht geeignet, die diagnostizierte »Wohnungsnot« nachhaltig und sozial zu beseitigen. Sinnvoller wäre es, in Ballungsgebieten mehr Bauland auszuweisen und den Haushalten, denen es an Kaufkraft fehlt, durch ein Wohngeld zu ermöglichen, sich eine Wohnung zur Marktmiete zu leisten. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, fasst die Wohnungsbaupolitik des Landes Baden-Württemberg zusammen, die unter anderem aus der Förderung des sozialen Wohnraums und der Förderung des frei finanzierten Wohnungsbaus besteht. Matthias Wrede, Universität Erlangen-Nürnberg, sieht eine soziale Wohnungspolitik in einer Sicherung der Grundversorgung, einer effizienteren Nutzung der Flächen und einer Reduktion der Transaktionen. Hohe Mieten betreffen, nach Harald Simons, empirica, weniger als die Hälfte der regionalen Wohnungsmärkte in Deutschland. Hohe Mieten an einem Ort seien Folge der niedrigen Mieten an anderen Orten und umgekehrt. Ursache davon sei das »Schwarmverhalten«. Die Differenz zwischen Schwarmstädten und ausblutenden Regionen könnte vermindert werden, wenn es gelänge, die Abwanderung junger Menschen in die Schwarmstädte abzuschwächen. Nach Ansicht von Lars Vandrei, ifo Niederlassung Dresden, kann die Mietpreisbremse Preisanstiege zwar zumindest in der kurzen und mittleren Frist verringern. Damit werde aber kein bezahlbarer Wohnraum geschaffen, sondern lediglich vorhandener Wohnraum für einige Mieter bezahlbarer gemacht. Ohne eine tatsächliche Angebotsausweitung dürften von der Regelung vor allem relativ gutverdienende Nachfrager profitieren. Theresia Theurl, Universität Münster, unterstreicht die Bedeutung der Wohnungsgenossenschaften für die Beschaffung bezahlbaren Wohnraums. Ralph Henger, Institut der deutschen Wirtschaft, sieht die Lösung des Wohnungsnotproblems bei der Ausweitung des Angebots und dem richtigen Mix flankierender Maßnahmen. Vor allem die Städte und Gemeinden in den Ballungszentren müssten hierbei einen Politikwechsel vollziehen. Das zentrale Problem sei das fehlende Angebot an Flächen zur Bebauung in den wachsenden Städten und Gemeinden. Konstantin Kholodilin, DIW, Berlin, und Sebastian Kohl, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln, zeigen, dass Mietregulierungen nicht zwangsläufig zum Ende der Neubautätigkeit führen müssen und dass eine Deregulierung des Mietmarkts nicht unbedingt die Neubautätigkeit stimuliert.Friedrich Breyer: Das Wohnungsgutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim BMWi und seine Folgen Nicole Hoffmeister-Kraut: Vorschriften entschlacken, sozialen Wohnungsbau fördern, Flächenpotentiale aktivieren - Baden-Württemberg bekämpft den Wohnraummangel Matthias Wrede: Soziale Wohnungspolitik: Grundversorgung sichern, Land effizienter nutzen und Transaktionskosten reduzieren Harald Simons: Sicherung der Wohnraumversorgung in Deutschland Lars Vandrei: Preisregulierung in der sozialen Wohnungspolitik - die schädliche Wirkung der Mietpreisbremse Theresia Theurl: Bezahlbaren Wohnraum schaffen: Wohnungsgenossenschaften leisten ihren Beitrag Ralph Henger: Wachsende Großstädte: Mehr Bevölkerung verlangt auch mehr Wohnungsbau Konstantin Kholodilin und Sebastian Kohl: Sind Mietregulierungen das Ende der Neubautätigkeit? Ein historisch-vergleichender Blic

    Die Mietpreisbremse wirkt! ... Auf die Kaufpreise

    No full text
    Trotz geltender Mietpreisbremse steigen die Mieten in den Städten unaufhaltsam. Ist das Instrument damit wirkungslos? Ein Blick auf Kaufpreise zeigt: Von der Regulierung betroffene Wohnungen weisen über 20% geringere Kaufpreise auf, als vergleichbare Wohnungen in unregulierten Regionen. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Mietpreisbremse aus Sicht der Marktakteure lediglich Startprobleme hat. Auf längere Sicht dürfte sie auch auf erzielbare Mieteinnahmen wirken

    Does Regulation Discourage Investors? Sales Price Effects of Rent Controls in Germany

    No full text
    We analyze the extent to which sales prices for residential housing react to rent-price regulation. To this end, we exploit changes in apartment prices across the regulation treatment threshold. We examine a quasi-natural design in the German federal state of Brandenburg using transaction price data provided by the committee of evaluation experts. Brandenburg introduced both a capping limit for existing rental contracts as well as a price ceiling for new contracts for municipalities with tight housing markets in 2014. Whether or not a municipality falls under this classification is based upon a municipality's housing market characteristics, which are translated into a specific score. This allows us to employ a regression discontinuity design with a sharp cutoff point. We compare sales prices in municipalities that are located marginally above the assignment threshold with the prices in those slightly below. Our results suggest that the regulations reduced sales prices for affected apartments by 20–30 %

    Keiner will sie haben – Theoretische Ursachen für Immobilienleerstand

    No full text
    Leerstand auf dem Markt für Wohnimmobilien kann verschiedene Ursachen haben. In der Literatur gibt es eine Reihe von Ansätzen, um die Zusammenhänge, die zu Leerstand führen, zu beschreiben. In diesem Beitrag werden die grundlegenden Wirkungsmechanismen im Rahmen des Standardmarktmodells, der Suchtheorie sowie der Verhaltensökonomik dargestellt. Im Fall der Verhaltensökonomik wird insbesondere auf die Prospect Theory eingegangen, welche auf Immobilienleerstand angewendet wird. Aus den dargelegten Theorien werden Hypothesen hinsichtlich der Ursachen und des Ausmaßes von Leerstand auf den Immobilienmärkten abgeleitet. Die Validität der einzelnen Hypothesen wird anschließend anhand der bestehenden Literatur bewertet. Die meisten Hypothesen halten einer empirischen Überprüfung stand. In einzelnen Fällen sind die Ergebnisse uneinheitlich oder widersprechen den theoretischen Vorhersagen.Theoretical Causes for Vacancies in the Housing Market There are different causes for vacancies in the housing market. The scientific literature provides a series of approaches which may explain the interrelations eventually leading to vacancies. In this paper, the fundamental causes for vacancies are presented under the assumptions of the standard market model, the search and matching theory and behavioral economics. Concerning the latter, a new theoretical framework is used in order to explain vacancies in the housing market in the context of the prospect theory. From these theories different hypotheses are derived to explain under which circumstances vacancies arise. Afterwards, the validity of the generated hypotheses is evaluated with the help of existing empirical literature. Most of the hypotheses withstand the empirical examination. Only in some cases results are not consistent with one another or contradict the theoretical predictions

    Leerstand von Einfamilienhäusern: Ein dörfliches Problem?

    No full text
    Ein großer Teil des Leerstands im Einfamilienhaussegment lässt sich durch strukturelle Regionsmerkmale erklären. Das Ausmaß des Leerstands in einer Gemeinde hängt darüber hinaus von den baulichen Eigenschaften ab, die den Einfamilienhausbestand der Region charakterisieren. Dabei kommt es insbesondere darauf an, wie alt und wie groß die Wohnungen im Einfamilienhausbestand einer Gemeinde sind
    corecore